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D' hnl

Gedicht in oberderenns'scher Volksmundart

Vorbemerkung Stelzhamers aus der bei Cotta erschienenen Ausgabe:

Ein paar Worte mehr mu ich dem Schlugedicht D'hnl voranschicken. Es ist dieses Gedicht unter allen meinen Gedichten das einzige, das aus einer Absicht entstanden ist und htte den Zweck: das streichische Volk von der ihm von seinen eigenen Kindern angedichteten Zartfhligkeit, dem stndigen Belchlungsgrund unserer brigen deutschen Brder, in etwas freizumachen. Um diese meine Absicht leichter zu erreichen, whlte ich den ewig und einzig groen Moment von junger Liebe und Ehlichung zweier Leutchen aus der lieben einfachen Landbewohnerschaft.

Ich habe gelegentlich schon zweimal gegen besagte Andichtung geeifert, aber es schien mir das noch immer nicht genug, wenigstens nicht eindringlich, nicht nachdrcklich genug, und ich entschlo mich, in dem Gedicht D'hnl nebst aller andern Kraft auch die ungeschwchte Herzkrftigkeit meines lieben streichisch-deutschen Volkes breitestens darzulegen. Ob ich es gekonnt und ob das Gedicht nebstdem auch genug Unterhaltliches und Annehmliches fr den Leser enthalte, wei ich nicht, aber ich wnsch' es von Herzen.

Das Volk, in allem der Natur noch nahe, ist es auch in der Liebe und gibt, wenn es einmal liebt, sich gleich ganz ohne einseitigen Vorbehalt. Da ist dann auch nicht viel sentimentales Seufzen vonnten.

Sentimentalitt wchst nur in der Verkornmenheit der stdtischen Sitten, in stdtischem Miggang, wie aus dem Romangeleier berhitzter Poeten. Die krftige Waldund Feldluft, harte Arbeit, rauhe Kost und Entbehrung aller Art lassen das berweichliche Wiegen und Wogen der an sich schnen, durchaus nicht verdammlichen menschlichen Sensualitt nicht gedeihen und aufkommen. berdies hat das Landvolk so gut wie der Stdter auch seine Aristokratie in den Meierhofbesitzern und Gro- oder sogenannten Herrenbauern, zu der sich der Plebejer - Kleinbauer, Sldner, Husler, Lhner, Inwohner, Knecht - kaum mit seinem Gedanken, geschweige denn mit weiteren Wnschen und Begehren emportraut, hm, und setzt es in der eigenen Schichte eine Herzbeklemmung, so gilt der allzeit trostreiche Spruch:

n anderne Muad
Hat r schens Kind!

Eine seltene zeitweilige Ausnahme ist eben dieselbe.
Ein Dialekt - oder sogenannter moderner Volksdichter je sentimentaler, desto unwahrer - das gelte dem stdtischen Leser zur Richtschnur. Der Volksmann braucht sie nicht von mir, der trgt sie in sich und verschliet vor weichteigigem Zeug hartnckig sein Herz. Aber er verschliet es auch vor anderem: Maurus Lindermaier z. B., dervortreffliche, drang nur in die studierte Schichte, das eigentliche Volk lie er unberhrt. Er war nur mit seiner Sprache im Volk geblieben, mit seiner Denkungsart, mit seiner Empfindungsweise war er daraus gewichen, er hatte sich nach damaliger Zeit emanzipiert und - war nicht mehr der Seinige. - Unsere Neueren - der Leser hat seine Richtschnur, darum genug!...

Franz Stelzhamer
Stuttgart, September l854

n iadwligs Gwand
Richtt s endli nachn Leib,
Und n iadwligs Mensch
Richtt Mann ab zun Weib.

Std von Stbl herfr duris Hausfletz zua fn Gadern -
Hau, d Gadern is da und zua, (wannst schau wirkling und gar nix
Von n Baunhaus kennst!) d s Hengvigt und d nten
Nt mag einr - olls gfrige Vieh is bedlt und gschndti! -
Nt mag einr und s Haus dztt und d Stiag und d Trstck -
Da geht fr - d igs sag und d i dert nt vogi, wos i sagn will -
D Burin d olde, d hnl, Wei, wiast ell nt antroifst:
Resch von Antritt und Mul und grao und groppt vo Gliedma;
Z Trutz n Mannleut stark; ab s Angsicht! Buam, wann s Wildsein
Sndt is, aft kimmt d Sauseph und Ahnfrau schwerli in Himmel!
Denkts enk hengd Nas und bogn wia bon Krumpschnabl-Vogel,
Aft zwigspaltens Koi, wia s Gftzt bon n boarischen Fanghund;
Und ausn Augnn s Gschau, zwia Spritz von glatden Eisen,
Wosti hitroift f n Flck, f n nockden, gts dr n Bremsl!
Aft, und das is erst ds Moast - ber alls, wiar n fklufts Fischgarn
Falten nach Queri und Kreuz, und viel mehr wos gmoanli d Brau snd.
So kimmts fr durs Haus und guckt zerst aui bon Gadern,
Drht sn Kopf hin und her, wo nt dort und da ebber anruckt;
Ei, das woa s, d Ahnl, Leut kemmn gnua heunt, fahrds und Fuavolk.
Is vo fufzg Jahrn so gwn, und sitdem, liab Herigott - der Nachwachs!
Was n grad d Bluatsfreund snd, Stubn derf schan grao sein, s fats nt.
Denkts n, siebn Tchter voheirat f brven, vermgling Gatern,
Und s Suh, das oanzi von Mannsstamm, dhoamt fn Moarhof.
Alls mit Kindern wohlgsegnt, wia sis ghert in kristling Ehstand.
Dnett bon Suh da dhoamt wrs bald weng gspri hergang;
Schan von erst nt viel worn, und aft bliebn vo den Wengen nu weng:
Zhlts, an oanzig Tacht - na gelts, soviel Sachn und Kind oans!
Oans und aft nu koan Bua, d Fremd sein Herrlikeit dreinstzt!
Dreinsitzt und aft wia lang - s Burin und koans dstmirt mehr -
Zreit, wos der Olte hat gmacht, und ztrmmert, wos d Muad voschant hat;
Drf, wanns bb was sagn, sperr Rdn gt od kurz atrumpft,
Bis si dr Olte z Taod hrbt und Muader und Tocht schier blind woant! -
Das hat d Ahnfrau denkt und oft gsoat, aber andst mach
Hat sis nt kinnt, wanns anders schan viel viel anders hat gmacht ghabt.
Denn, weil sie selm hat ghaust und iatzt nu whrnd sns Auszugs,
Hats n Handel agbn, hats gfhlt in Feld od Viehstall -
Warts, hat sgsoat, i roas furt f Mariazell um n Ratschlag!
Beits n dweil, i lo m schan schlaun, und aft wits schan, d s recht wird!
Na, und recht is s worn, jo, recht und richti, wias gsoat hat,
Wann nt ehnt, do gwi, wias is kemm und gruaft hat: - Da bin i!
Gsoat hat s neamd, wia und wann, und wr bes worn, wann m hd sie gfroat.
Zwann nix gschegn wr und gwn, is s wieder fs Feld und in d Kir,
Hat rund garcht und bett und iablmol gwispelt und gsung.
D Leut, natrli, hats gwundert und weit hat m grdt von Der z Moarhof.
Ja, go kemm hnd Leut von andern Pfrren ums Anschaun;
Ham s aw btrogn, denn km hat s gmrkt, d m s bsichtigt,
Hat s glei d Augn vodrht und tan, zwanns bbs hd blendt und
Gsoat: Gelobt sei Jesus Christ! -In Ewikeit, Amen. -
Drf wannst gantwort hast, hat s Buckerl gmacht und ans Herz gschlogn.
Na, und so shen wohl viel s Weis und Manier aw s Gsicht koans.
Ja, und gwi derfts ms glaubn, iat, wann s wt, d m s anschaun,
Hd s sn Krumpschnabl lngst duri d Gadernsprieln schan zruckzogn,
Siah, und mi zimmt , sie neusts, od leichts denn der Juchatz gwn is,
Der von hintenher ghallt hat, d s sn Hbl hat zruckzuckt!?
Wiaderwll, gschrckt is s, und mir maen schan nach, wann ms habn wlln.
Schau, in d Stubn mauselts ein und - Jesks, Jesks, vagelts Gott!
Sehts, iazt kriagn dert dAugn bbs Liabligs zun Anschaun - Rosinnerl!
Pfngstveigl gelbs mitn goldrn Haar! Raots Reserl von Angsicht!
Lftigs Lercherl voll Gsang! Du Rehkitz, du springds in Greanholz!
Ei, zw sitzst denn so std fn Stuhl und wirst gkmpelt und fgflecht!
Is ja koan Krnzltag heunt, od - Raosidl, ja is s gen mgli! -
Aw was wr denn das - schen wia sist aw blss wos ollweil!?
Blsser und rm wia sist und ollweil, ja was is s denn, was wirds denn?! -
hnl, guatn Maring! soats, wia shert gehn, weil si skennt in sn Auftritt,
Glei bin i frti mit rneinn Kopf, aft, hnl, gehts ber deinn laos!
Kanns schan dbeiden - soat d Ahnl -hans schan fufzg Jahr dbiden, und s Schensein
bla i heunt dir - da juchtzts vorn Fenster, d d Stubn klingt -
Eahn zwen hnd bonand und mgnt tausendsckrisch aui,
Moann tuast, dr Amt nimmt koan Endt bon lsten Juhuhuhuhuhu.
Hahahaha! - soat dhnl - d d iazige Welt go so gschrian is!
Frchten tuast, d seahm s Mul zreit ollmol, so oft sis nur fmocht.
Aw s Raosidl soat: hnl, hau, votdl dert heunt nix,
Heunt gehts ja di an! - Mi an, hast recht und f di springts aft umi.
In mn lt, mein Kind, geht mi nix mehr als endli d - Taod an!
D i d Lustbarkeit mitmoch heunt, gschiaht dir z Liab und Gott z Ehrn,
Und we woas, is s dir, mein Raosidl, so lusti, wia dLeut moann? -
Heunt vor fufzg Jahrn - awer iaz is koan Zeit! - und durs Guckerl in d Kuchl
Ruaft s laut: Stanz, s fein gricht, von olln Seiten ruckts an und d Leut hungert!
D Nacht is lang und stts Mol lt m d Suppen dhuit stehn.
Raosidl, hab mr n Kopf nt so toif! - mahnt s Mnsch, d eahm d Haar flechtt,
Hau und siah! wia s n hbt, siagst! kugelt bs Glanzds ins Frt,
Aw wos liegn soll, schau, lt nix, nur Flckel, nas, siagst! -

Iazt aw weils schan soviel habts gsegn und ghert vo d Moarleut,
Mua i enk gen schan vozhln den ganzen Hergang und Higang.
Gmrkt habts es eh, was s is, das kenn i enk an in d Nasen,
An wens is und wos s wird, und d s f Haochzt geht aui -
Richtig Roat, und so is s: s schen Raosidl hat heunt seinn Ehrntag! -
Is wr schan in Summ dzua gwn, aw sein hnl hats habn wlln,
D s damit schoibt bis Kathrein, aft hden s n glei mitnand;
Denn in Tag nach Kathrein wirds bon eahm dnett s fufzgstmal Jahrzeit,
D ms mitn hnl hat zsammgschwoat; na, und dweil sis nia groit hat,
Nt oanmol in fufzg Jahren! so gt s eahm zun anderten Mol d Hndt,
D Hndt und s Jawort und olls f n noi, glckling Fufzg,
Oder f kurz od lang, wia Gott will und wias gschriebn steht in Lbnsbuach! -
Is Raosild hat gern gfolgt - is leicht gfolgt, wann m schoibn sollt und gern schoibt!
Is leicht gfolgt, mein Gott ja, wann m toan sollt, wos m selm gern tuat!
Is Raosidl hd gwart, bis s wr wied Kathrein worn, ja und nu lnger,
Is Raosidl hd gwart, bis hd hnl und hnl und sein Muader in dGru glgt -
Vadern hat s eh koann mehr ghabt, der is uglckli gwn in der Kriagszeit -
Ja, sie hd gwart - na, wia lang? - na, bis s hald neamd mehr hd fgholtn,
D s nach sn Wunsch hd tan, d s n Hiasen, sn Herzbuam hd d Hndt groacht.
Is s leicht bon ns moants anders, als wia mr in Gschichtenbacheln
Lst und hert, d s hoat: Du Kinigstchterl, du feins, du
Heiratst da den Gslln, er hat drei Lnder und Leut gnua!
Lnder und Leut hat wohl, aber er is lauterne Landsau! -
Hilft nix, gheirt mua s sein, und Ja mua s sagn, wann alls N schreit -
N! n! n! n iads derl schreit und ruaft, aw hilft nix!
Aft woa s f oanmol s Kinigstchterl, zw d ugerl n Brunn habn.
Mei Gott, d s kann woann viel tausend bittere Zhern!
Aft f oanmol woa s, mein Kinigstchterl, wo s Herz liegt;
Nutzts nix, d sis woa, d Dokt kurirn s fn - Magnsack -
Magenvohirtung mua habn, mein Gott! -Vohirtung, wo s Herz zgeht. -
Zrtli und woach gwn is s eh, da hats eahms hald zwoacht und is zgang!! -
So geht d Rd iablmol und lst s in Gschichtenbacheln.
Aw wann nt d Rd gng, wanns nt stund in der Bschreibung,
Mein, mir wisstens do - geht leicht anders bo s f d Baurnschaft!
Lang vorn Ubgbn machns d Ahnln schan aus f d Sunnbenk;
D Vder und d Vormnd herst bon Bierkruag roaten und ratschlagn;
D Mad machens in Hoamgehn aus nachn Amt fn Kirchsteig:
D und d, soat d oan, i kenns, d is recht frn Jakobn,
Is einzogns Leut, nimm z jung und kriagen ja ell!
Iazt schan und aft nu mol - hat ja, hert mr, n gro schwren Vdern. -
Vder, Gt, wos woa i, er hats hald herzogn und agricht! -
Na, soat d ander, und dir fr dein Kathridl, wart n, woa i oann -
Brv bonand Guat und Burscht, d Kloans hat von eahm, lt s Muad
Nt ins Haus, tuat recht, brcht eahm eh nix wos dWiagn mit! -
Aft troat s d Steig ausnand und oanch dr andern soat Geltsgott,
Und bon Mittagssen dhoamt mua s fr, da hilft nix.
Is Kathridl aber is gscheidt und denkt s, das sag i n Jakobn -
Denn - so gehts eahm oft zsam! -just d zwoa, d mechten Paar wern,
Liabn s und mechten s gern und wrn recht fr nand;
Aw - do halt! d gehn uns nix an, und was is s mit Rosinnerl?
Mein, s denkts enks voneh: hald und just wia bo den zwoan!
Nachn Moar seinn Taod - ums Heiraten is eahm just nimmer -
Stllt s d Moarin n Burscht, n brven, weitschichtigen Freund als
Baumann ein, und was wahr is, is wahr, s bssert s d Wirtschaft,
Soviel gschickt d d Burscht olls anstllt, grechtelt und herricht;
Olls wr recht gwn, olls, olls, dnetter oans hat himmelweit feihl gschlagn!
Fert um d bnt is olls fn Feld draust, d Mannleut mhn Woaz,
D Weiberleut bugeln hint nach, hbn f und drhn Bnd zun binden -
Da wirds schwarz und himmltzt und darrt und hbt an z scharmenten.
Lfts, Menscher, lfts! schrein dBuam und rennn ggn dWiesen n Hag zua;
D Menscher, woat, toan gstolz und wrn gern nach mit d Arbt.
Hn kui so Stck zwiar s - lacht oan - von Salz od Zug -
Und um oan Haut is nt schad, wer wia dWeibleut neun hat, gelt, Apperl -
Hammr acht od neun - schad wr nt um d dein! schreit
Af den Gspoaign Gspoaige aufhi, da - helf s Gott! - himmltzts,
Himmltzt und kracht, das is oans, und oans is s - lt d Oach da und s Raosidl.
Jess Mari! Buam, Buam! schrein d Mensch mit fgrckten Hndten,
s Raosidl - helfts! - hats dschlagn! - und: Aus is s, aus is s! so jmmern s.
D Buam, natrli, hnd grennt, zwann d Erd brunn inter eahn Faen.
Olln voran d Hias, d weitschicht Vd, d Baumann.
D Oach hat glaubtzt und gkracht, als wrs pur Pch od Schwebel;
Er aw hats nt gacht, springt kckt duri d Gnl und reit, schau!
Selm schier brinnd, d sie nt vobrinnt, d jung Moahm ausn Brndten.
Dnett hats es no tan, wr d Mensch zsamtn Mnschen volaorn gwn!
Mein Gott, und oans is s gen nu! s Raosidl gt wia kloandwllt, go koan
Zoach von Lbn - auweh au! leichs d Dunnkeil richti dschlagn hat!?
Aw d Hias - wer hds gsuacht in n Baumann und weitschichtign Vdern? -
Kann d dzua soviel gschickt, s dds koan Feldscherr gschickt -
Iaz - ja, ja, schau n hi! - Hias, Hias, i sag drs, sei christli!
Lemdige bu sovielst willst, aw gib m d Taodten - Hias, hat di!
Hau, hds nt naot, m Lehr - siah, siah, er blst eahm n Luft ein!
Kh! Khh! kahhh! - Is schan da! Iazt, Hias, iazt heng, is schan gnua worn!
Aw mein Lehr wr nt naot - Moahm! - schreit d Hiasel und hbt sf -
Moahm, bist bo dir und lbst!? -I mui - soat s Raosidl -aw -
Aw zum Einchoien wirds glei, Menscher, d Backofen glat schan! -
Drf falln dAugn wied zua, lbn tuats, do m siahts, d sin Trm rdt.
Weil sn lbt, ruaft d Hias, und d eahm nix aus und nix ab is!
Hbt ss f dArm und rennt, wiar Feldkatz rennt mit n Hserl,
Schnurgrad hoam in oan Trum. D andern hnd drstweis nachi. -

Wia sis zun Lbn ham bracht und wia bald, das kann i nt brichten,
D sis ham zwgn bracht, sechts und d koann branding Flck hat,
Nt pfenninggraos Mal f d Haut, awer - bbs viel rgers -
Iweni muas es gstroaft habn bon Herzen, ja, s Herz hat seinn Lecken!
Denn, nt anders, als hd s d Dunnkeil drin voschoen,
Fhrts eahm hoa ggnn Kopf und kriagt brinnde Reten
Ollmol, soroft wer rdt von sn glckli aglfenn Uglck
Und sn weitschichtign Freund, n Hias, natrli mit Lob nennt.
Od wia d krump Seph ganz glatt und schan hundertmol bhaupt hat:
Raosidl, mrk d mein Rd und vogi nt, was i dr einschrf:
Wr f d Welt koan Hias gwn, wr koan Raosidl da mehr.
Zahln kannst n nia gnuan Hias, wannst eahm gst wosdwll, soviel bist eahm!
Ja, da is s ganzgor aus, vlli ltz und absundli wird eahm.
Bitt enk, so bitt s aft, bitt enk, hengts und dsparts m den Schrack,
D nt d Schlag nu troift, d d Dunnstroa nt dschlagn hat!
Na, und wias geht, m hat mit d Zeit, wia mit alln mit den ghengt.
Aw ganz huimli und kloan, wia d Scheer fwirft in d Wiesen,
Hat s dafr - s Mul mua bbs z toan habn! - n anderne Rd ghbt: -
s Raosidl - hats ghoaen -ds rei, d oanzi Tachter vo Moarhof,
Heircht seinn Vdern, n Hias, der iazten in Moarhof als Knecht deant. -
Na, das is recht - feanzt Bursch, der nix hat als n Neidkragn -
Dnett was s Raosidl braucht, hat d Hias ganz Pck - hhh! - Nix!
Skr, de Sturm vo der hnl! - lacht n anders - das Sturm und Nasdrhn!
D vokaf eh, wanns wer mecht, eh dBeten und s Pltzel in Himmel.
Himmel und Beten, ja, ja, aw glei drf kft ss dowelt
Wieder ums nmling Geld, und wias Naotnigeln gt , sie kriagts!
Pfugtzt zaunsperr Kund, den vo Naot selm dSelikeit fail wr. -
So, und nu allloa rdn s und wickelns ein in Glcht;
Ei, z guat, das wits eh, gehts koann, dern Leuten ins Mul kimmt. -
Aw, was fragn mir ums Gschmtzt, mir mechten n wissen, was dran is?!
Hr i dort drent oans sagn, bo den hoi mehr d Geduld nt hat graten,
Schau, und ds kennt mein Natur - mir soat mr so bbs nt zwoamol!
Graoe Geduld ham nur Leut. d nach den Lbn Heilige wern wllnt;
Graoe Geduld ham nur Leut, d vo den Lbn selein gwst warn! -
- - - - - guat! - Haoher Summer und Nacht is s.
Mitternacht nimm weit und, wann d Frsch und d Grilln nt sprchan,
Std wrs, wias nachn Gottsdienst is in d Kir z St. Lorenz,
Drausthal Altham woat, od wannst absolvirt bist, im Herzen,
D Stern schaun so dusm drein - hm, schaun leicht, reuspert s ja mehr neam! -
Hirnltz lechtzen hint, hm, lechtzen - weil smeh koann Amt kriagn! -
Amt koann und Pfnacht und koan Stimm, sist ramattten s schan, wia sis gern toan.
D Bm stehnt so hilz da, leicht hilz - rhrt s koan Lfterl! -
Gras und Bluamn und Droat, olls is so lost und senkt s -
Senkt s und hcht leicht n Kopf und lost, is mehr nu koan Tau gfalln!
Aw, was steht denn dort, is s Bm, koann Rhr, koann Ruck
Tuats, is s Bloam, is s sisten Gwchs, weils so trauri n Kopf hcht?
Wird s glei weisen wos s is; los, Himmelseiten! wos hr i?
Is nt alls trauri, mei du, od taot, was n Kopf hcht und std steht!
Los n, das Ding tuat so schen! - Der Schwanz kann s Brummeisel zwick!
Grilln, sds std kloansweng, hengts enk Gjglt weng, Frsch!
Tausend, der Tanz geht schen, is oan von Wiagngeig Thdd!
lso, Bua, lso, bist werdwll und wannst wasdwll nu kannst,
Bsser, i wtt, kannst nix und so guat zwia du kann das koaner!
Almerisch, leierisch, frimm drs nr an, denn s Tnzl und d Weis moanst,
Wchst bo den f d Zung d stckt eahm, wer woa s denn, in Fingern!
Allweil nu schen kimmts, is n schad, d s Nacht is und alls schlft.
Schlft - hast du gmoant, mei, mei, s schlft nt alls, was in Btt lt -
Lt und d Augn fst zua hat - ei wann d Los nt offt wrn,
DAohrn hnd dAugn bo d Nacht, wia bon Tag dAugn losen und sehn.
Hat nt bs queirt iazt, han? - I votrau schan schier selm mehr f dAohrn heunt! -
Aw wia finst dwllt, soviel siag i schan dert, was dort fispert;
Is koan Goas und koan Kua, das is Mensch und Mnsch is s.
Aw wias geht so vozoat - du, du wrst liaber in Btt bliebn! -
Nt iads geht s leicht bo d Nacht, do vogehn tuat s leicht oans!
Raosidl, bist s? - Ja, ja, Hias, freili bin is, wo bist denn?
Na, und iazt wissm schan , wer s snd, wann ms gleiwohl nt sehn.
Hdst dert biden, bis d Man scheint, od leidts leicht koan Bid, HiasT
Woa s nt, mei Raosidl, lids es od gehn i schan iatzt z lang?
I han hald heunt bs ghert, glei drf bin i frt und da steh i.
Stehst - hdst s aw nt naot, s Stehn, woat ja s Gsidl bon Nubm;
Anders, mei Hias, is nix worn, olls bon olden, n du fhlst -
Aw, mei Hias, du fhlst m schon recht, dnett umdum fhlst m!
Hau, zw seufzst denn, zw denn du, lo s Seufzen n mir, Hias!
Na, und aft seufzt s hald , und seufzd suachn s ums Bnkerl.
Wia s aft sitzen, glangt sum sein Hndt und soat: Sag m, wost ghert hast!
Hat schan Zeit - soat d Hias - weilst so bist und dad bei mir sitzst
In d stockfinstern Nacht; iazt zimmts mi hellicht Lug z sein.
Hau, und i bi leicht der Narr und la nt d Suppen und s Kraut stehn,
Wann i gnua haubt Krapfen han und zodten Brein gnua!
Derl, das woa i, mein Hias, bist nt, aw just so weng woa i,
Wo dein bsundn Rd gen will aui und wost damit hizielst? -
Wo i will aui und hiziel! - Da ziel i hi und will aui:
Hrn will i zerst, wias d geht und wia d recht um dein Herz is;
Und i votrau dr aft , wia mr is ums Herz und wias mir geht.
Mein Gott! - seufzt s Raosidl -wias geht? - Gehn tuats hald iabl schier go nt:
D Hndt, wr naot, d ms schub bo dr Arbt, d Fa fn Tanzbom.
Is Mul gng freili wanns derft, hurti gngs zwias iazt geht;
Sing dd i stallaus und stallein zwia sist, wannst du pfeiffst;
Tanzen dd i, d s staubt, mit den schlechtsten Kundl in ganzen
Waldridl umi, wannst du bon Tisch sst, Hias, mit d Zidn;
Denn dst multrummeln kannst und so schen, das han i nt gwt nu!
Hans erst glernt, sit i wg bi von enk, von graoen Tyroler -
Soat d Hias - und s wr wohl schen, wann ms kunnt zwiaser ann.
Aw weilst n gfllt und weils heunt sein Meiststuck gmacht hat:
Wannst bbs Bsunders herst mol bo d Nacht - ha i dr ftragn -
Los n Eicht f, aw s Fenst la zua - Und han is nt tan ? -
Fllt eahm s Raosidl in d Rd - bin f musstd zwanns Sndt wr;
Han von Mnschern koans gwckt und n Tirߒ gschafft, d std is.
Denn was Bsunders ha i ghert. - Und hast gwt, dst nu drber was hern wirst -
Fht s d Hias wied dRd, und s Raosidl soat: So is s ausgmacht!
Drum hb an und vozhl! - Wann is wt - plagt mehr als: Iazt woa is.
Er aw soat: Hat schan Zeit, weilst so bist und dad bo mir sitzst.
Hau und i bi leicht der Narr! - Derl bist nt, das woa i - soat s Raosidl -
Aw d Zeit geht z schnell, Hias, los, herst, s is schan ums Hahnkrhn!
Gel und -

Herst schan n Hahn krhn
Bua, derfst di dvandrhn!

geht s Tnzel -
Soat d Hiasl und lacht - do i blei da bis d mi furtschaffst,
Raosidl! - soat er und buts - und gel, lias Mntscherl, das tuast nt!
Hau, Hias, hau, wiast m frkimmst - furtschaffen mat i di freili -
Soat s und taucht n von eahm - wannst nt wgn was Ernstling da wrst.
Drum ruck an und vozhl, rei au dein Fuhr ausn Hohlwg!
Narrerl, anruck i recht gern - gspoat d Hias, do zw tauchst mi denn hidan?
Fahr gern fr mitn Zoig und rei aui mein Fuhr ausn Hohlwg. -
Fr n Gsp hd s gsoat, d Schlm, n Ernst wr leicht drus worn!
Is Mnsch aw, brav, soat: Mi zimmt, i han ds Bsund schan ghert und
Hd nt fzstehn braucht; denn das nu was drber - o mein Hias! -
Und so ernstli hat s grdt, d n Hias d Gspoa is vogang,
Is hd, hat n zimmt, nt viel gfhlt, sie stnd f und lie n lloan zruck.
Raosidl - soat - hau, geh, sollst fraoh sein, d i n Gspoa mach:
Steht m denn nt r Weil vorn Beichtstuhl, eht m hineintrett,
Hau, und soat m nt drin aft ds Kloan zerst, nach ds Graoe?
Siagst, und da ha i d hald sagn wlln und klagn zerst, wia gro d s mr andtuat
Wgg von Moarhof z sein, koan Raosidl z seh und z hern koans!

Koans ganz Wochn und Tg, kriagt d da Lng so Woch!
Um n Untern bon enk gb i her ds bste Mittamel;
Higb i gern s woach Btt um enk boanhirt Hllbenk.
Z Trutz f n enkring Land mit n hilzern Pfluag und dran Ochsen
Ackert i gern mit oann und lua eahm unsne Rsser;
Drschen f enkern Denn z Trutz will i mit Felbergrteln,
Ggn n iadn, der s traut, mag Drischel habn wiar Wiesbm,
Austragn tui m das: nach n iaden Acker und Strstraoh
Mua i di seh, d i siag, wost Freud hast an mir und mn Probstuck;
Sichel und Sengs und Hackr und Sag, olls von Holz - und geh wtt! i
Schneid und kloib und mh soviel wiar n iader und mehr nu.
Raosidl, glaub m! - I glaub drs - soat s Raosidl - d Archt vostehst ja;
Hast nt ell dnsglei und toan derfst und tuast s ja do nt!
Derfs nt und tuas nt - hast recht, aw wann is derft, so dd is.
Alls, mein Hias, is zun glaubn, dnett oans, das hd i dr nt glaubt.
Was - froat - was? - Dst oann hirdn kunntst, wannst hilzers Maul hdst!
Schau! - und aft nimmts sein Hndt, legt s zwischen d ihrign und streimelts
Schau, dein Prodeln und Prohln, woat ehnt, d s d hnl nt habn mag!
,Gnua dd d Hias, soat s, mehr wos gnua, wann nt so gern graosprch,
Aw vo laut sn Rdn bersiagt m sein Toan, weil zruckbleibt.
So soat d hnl, und recht hat dhnl; denn vo nix wos dn Sprch
Is s, d m gern habn nand, voraten und is s , dst wg bist;
D d bo rechtch Nacht wiar Diab iazt ns Bonandsein
Stehln mut - du und i mit - hdns ghabt oll Woch acht Tag - hn,
Hats nt grauscht? will sie fragn und d Hias wills bsttten, d s grauscht hat;
Kinnns aw nt sagn, da fcht es beede vo hinther -
D Benk tuat n Kracher und bricht - s Mnsch dkimmt und schreit: Jessmari! -
Spitzbuam! und Skr! - d Kerl - hamt n aw schan uni Bom drht;
Detscht, und das fst, wird n iads von Hndt nt zschwr aw gschlingi,
Und n Raosidl is s vlli bokndlige Firmung.
Is snd aw mehr bonand, droi, viere, fnfe,
Do nt lang, weicht oans, n go zwoa, d s Raosidl packn -
Packn und flugs damit hi hnd, hi und bon Taor, und in Haus drin.
Mit den andern d rft s d Hias und stark wiar is - zweilt s.
f d Heh is bald und aft gehts n huidi, n huidi;
Kinnn nt aufstehn gnua und floign um zwia tanzd Straohsck.
Na, und s is koan Naot an Pffen, i wttt da s Schwoa stzt
Wias so fallt, fs Gher tui d Wtt, zun Segn is s viel z finst.
Awer f oanmoi, siah! wia sschan Reiaus nhmn, d Lenfeign -
Wendt s s Bldl - is s aft, d oan nur gspoat hat und kimmt eahm
Gch iazt mitn Zorn erst dr Ernst, od kimmt eahm wer z Hilf weil s nt klkn?!
Wer kanns sagn in d finstern Nacht, Bua? Aw der Hias schaut!
Denn der is, wiar glaubt hat, gar is s und gehn wern s, weil sgnua habnt,
Zwoamal hinternand gh, zerst n Eichtel in d Luft gflogn,
Aft, d s gschmagtzt hat, gfalln und glgn wiar Hppin, prllt.
Nt mol Zeit hat ghabt zun Verwunern und d dert gfroat hd:
Floig i d haoch gnua? - Fall i d nt z toif? - Lieg i d recht, h?!
N, nt soviel lts eahm Zeit - da hbts n und schutzts n und - suach drn!
Siagst, dort ents Zaun dal lt wiar Broatling, zmhd,
Wiar Pilsling ztret, siagst, und Zwschpen, zmtschte! -
Drf is s std, muslstd worn. DMoarhof-Buam ham s selm schier
Gschreckt an den Gwoltskrl ghabt, und n Hiasen hat s Ausrasten wohltan;
Hat s , aufrichti grdt, nt stark mehr um volangt heunt.
Grft hat ghabt und brv und hat selm iazt sauberne Blesch.
Na, und d Kerl, d stark, is furt zwia gkemm - m siagt nix!
Kann enks selm nt sagn, wers is, und nt, ob mrs inn wern.
Aw dafijr woa i haarkloan, wias fmri worn is,
D zun Raosidl d Hias wr gkemm und d s bon eahm draust sitzt
In d hintern Boint muadselilloan und - o mein Herr!
D Stnz is s gwn, d raot Hex - hat ihr just d lst Zahnd weng weh tan -
D hat s s Raosidl fstehn ghert und huimli stiagabsteign.
Schlikrdi! Da kanns bei dr Ahnl Bildl gen s einlgn!
Klipp, klapp gehts b d Stiag und klipp, klpp humpelt s zun Stbel -
Pum, pum, pum! Ahnfrau, f! bbs is s, aw derfst nt dschrack,
Brinn tuats nt, nt bon s und nt sist und koan Einbruch is s nt!
Ei, wos sist und wos dann? froat dAhnl, schan bon Zeug und reit Tr f.
Na, und oft soat seahm hald gschwind, was s is, d Hex, d brinnraot, dStnz.
D hnl aw nur n Nam Hias z hern, herst! hbt schan an z bendeiten:
Siah, der Naotnigl, soat s, bo d Nacht zwia d Diab km r angruckt -
Wart, i votreib drs! - Hans! schreit s, schrein kann m, woat ja, huimli -
Hans! schreit s, Kspar und Nz! schreit s, Leanl! trmhpd Lenz! schreit s,
Gschwind in d Hosen und f! Bleibts barfua und barhpts und pfoadsigs!
Machts enk Fust und koann Fotz an, sist kriagts Fotznr faustvoll! -
So hat s huimli gschrian, is aw laut gnua gwn und gwirkt hats.
f hnd d Buam, zwanns brunn hintern Asch und in d Schlacht mit d Ahnfrau.
Na, aw worn is s hald nt, wia shamt gmoant, d soann zrissen und fren.
Ja, und mi bein Vozhln hdn s bald aus d Schnir bracht. -
Was i wr schuldi gwst zsagn, wgn Leuten eahn Gschmtzt und was dran is,
Wgnn Raosidl und Hias, das wits, ohne d i enks gsagt han.
Aw d Hias - was wohl der so Wichtigs n Raosidl hd zsagn ghabt,
Mein, wos denn der!? Ei was! Hald wieder Gschmtzt und nix anders:
Ghert hd und kimmt fragn, wos wahr is, d s wr in Brutstand?!
Na, und is s gen so, aft gnad d Gott, Raosidl! denkt .
Was aw gschegn wr, wer woa, hau, Kund, dmisch, roat nt.
Wr aw gwn nt an dem, nur worn is s vo heunt an und - seintwgn.
D Frag, wiar s bracht hat d Hias, so is seahm nachgrennt als Antwort.
Weilst schan so bruati bist, wart, ja wart mein glungtzts Henderl,
Morign hast schan dein Nst! - So hat dhnl zun Raosidl gsproch,
Wia sis hat einr in n Hof, aft in d Kammer gsprt und ins Btt gschafft.
Siah, und marigns Frua, wia s zu d Suppen snd zsamgruckt -
Is Raosidl gschrckt und vowoant und vobunden als leidts in Zhntweh;
D Buam voll Schrmn und Mail und von Schlgn voll hoamlig Wehdgn -
Hat m nix gsegn und nix ghert, nix herin und nix draust vo der Ahnfrau.
Sist is s traus, trein, bald in Stall, bald in d Stubn und hat angschafft.
Gschafft und gschaut und gahndt und ggeint und viel Griff tan und grdt viel.
Mein, wo is s heunt, d hnl? - Und so hart gschiacht n Raosidl, o mein Gott!
Leichts denn so bs od krank is, oder is s ebb ausgroast?
Aus um n Rat zu n Bildnu voll Mirakel und Gnaden?
D Stnz, d raot, wts gwi, aw s Raosidl hat ss nt zfragn traut.
Is z Taod fraoh, d sie koans froat und d dBuam dert so std sn.
Gwt hd sis freili gern und hat pat, wo nt do oann Brcht
Auskimmt wgn dr hnl, wo si hi- und wias Endt is hergang? -
Nix, koan Quick und koan Quack! Wann s nt gssen hden und bett laut,
Moann hdst dmat, so hdn s Mul volaorn od s wr eahn vopappt worn.
Endli z Mittag - fn Feld bo dr Arbt hat s d Sunn guating aufgleint -
Wirds weng gsprchi. - Dn hnl is leicht wohlfahrten gng f Eting?
Froat ggn Raosidl d Nz, aw s Raosidl schaut d Stnz an und soat nix.
Hat sis leicht dir gsoat, Stnz? - froat d Leanl - na, Ursach hat s gnua!
Denn - es is freili Schand, wann is sag, w sein tuats nt anders -
Wr s dEting Frau od d zHilfberi vo Poss
Heunt bo d Nacht nt z Hilf ggnn Hias, ja s wur nt viel gfhlt habn,
Oan von s lg taot und d andern hergricht zun Steribn!
Aw d Kasp lacht laut f d Rd und d Hans lt n Scheld.
Na, und weils d toan, so tuat d Leanl n Skr, n saubern!
D Weiberleut - s Raosidl bleibt std - d Dirn, d kloan und d graoe,
Maen n Pfugtz toan, und go d Stnz macht fleanschde Dreantschen. -
Wers nr is gwn - soat d Leanl -ebb go, d s d Rftoifl gwn is!?
Raosidl - macht sn Gspoa -wannst gch wied multrumeln hern sollst,
Frag dn Vdern, n Hias, wor dert koann branding Flck hat,
Od wer denn muit, d s sein kunnt, der n so gschmitzt hat? -
Hat d der Kerl Strk, koan Wunder, er zbrch od zwurf oann!
Heng - soat d Hans - mit dn Brch; du freili brichst nix und machst nix!
Mrk aw kann ss d Hias und sein Multrumeln fgbn -
Soat drf d Kasper - und i, mein schens Raosidl, i mrk mr aft bs! -
tn Lffel- und Mulawischn aft schnaurt ggns Raosidl:
Rffen ahn Gall und wgn nix und wied nix rffen - gehts betm!
Soat r und steht f und in Beten kennt ms, d eahm d Zorn kimmt,
Weil hat grfft ohne Zorn. - Siagst, Raosidl, so gehts nach n Fhltritt,
Awer s fhlt nt soweit, dein Scham - Gott sei Dank, is viel greer
Als dein Schand, sei getrest, bei drarbt voglost schan dein Reten! -
Is wr frn Hiasen bsser, er arbtt, statt d r umschleanzt;
Gsnder um viel, gng hoam statt seinn Sfeln und Umloahn in Mosthaus;
Gscheider um hufti, er schluags ausn Kopf als sein Einschlagn in Schenktisch.
Awer, o mein Gott, Kua, der m s Keibl hat gnuhm, wia blert snt!
D Hundmtz wia bissi, wia blost und wild d old Katz, wannst sein Jungs stiehlst!
Gel, und Muad, wia wuit s, wann s n Suhn fortfhrn als Rekruten!
Hau, und jung Kerl, der vo Frischen rauckt und vo Hitz glat;
Wo vo Reschen alls rauscht, alls kocht und fiebert vo Frwitz,
Wo is da s Roaten frn Gsund, wo is s Gscheidsein, wannst eahm in d Gluat blst! -
I bi nt anders gwn, mein Vad, mein hnl und mein Urhnl
A nt, und nsne Sh und Tcht, gelt Vd! wern s glei:
Is Kid will sein Dantern, d Bua seinn Schatz und d Mann Ehr und Reichtum.
Na, und hat aft iads, was s will, und du nimmst eahms - ds Uglck!
Gwoant wird und bitt wird und bet wird und gfluacht, aw, mein Gott, s hilft nix.
Hi is hi, valaorn is valaorn und broch is broch! -
D Kind voschloffen eahn Load und s druckt dAugn d Taod zua.
Was n Kind trmt, we woas, und in Freidhof woat denn, was dir trmt?
Aw da schau, s Kinderl lacht in d Wiagn und zw hia denn Freidhof!
Hau, und aft wissm d s wach wird, s Kind, und rsld fsteht. -
Wr d Hias n so gscheid wia mir, das hoat, wia mr iatzt sn,
E gng hoam zu seinn Baun, voschmerzts, vodrucktts und wartt;
N, hat nt wlln, od wias gern hoat ntern Volk: hat nt sein wlln!
Hiasi mua Lmperl wern, mu urnziagn, statt d hoamgng,
D Kart stattn Pfluag in d Hndt, statt in Feld f d Kugelstatt schwitzen.
Aw mir lann gehn, helfen kunnt ngrad oans und das derf nt. -
Denn in zweiten Tag schan ggn Spt, just weng vo d Suppen,
Is vostohln und ganz uvotraut hint ein bon Bointdrl
DAhnl hoam; hoam und glei ffi in dStubn und - s Raosidl sollt kemm! -
Heirchten tuast! - ruaft s eahm zua - denn heirchten muat, nur hald glei nt,
Bis m d vorncht Nacht - du wirst drs schan deutschen! - bon Tag siacht.
Hilft nix! D Mensch is recht, hat koann Mngel, koan Sucht und koann Tadel;
Di, wos angeht, fhlt nix, und um ds ander bin i da.
Heirchten tuast, weilst heirchten muat, aber erst wann d Nacht Tag wird.
So spricht s d Ahnl, sist koan Wort und drf z sagn, das woa m, is koans.
Km Viertelstund drf is sschan wieder in Weritaggwand gstckt;
Is traus, trein bald in Stall, bald in d Stubn und hat nachgschaut,
Gschaut und gschafft und gahndt und ggeint und viel Griff tan und grdt viel,
Aw zw sfurt is und gkemm, wo sgwn is und was - nt Wrtel!
Is Raosidl hat gwt, was s is und wias steht und sist - wen gehts an was! - -
Drf Wochr drei hnd fremde Mannleut kemm,
Oann, hat s Raosidl gmoant, hd sschan gseh mol f Haochzt.
Jung wr , grao und nt wild, awer gar n ugsprchig Spreitz.
Wos nt gar, moann d Buam, d noi Knecht is bon Moar f d Langwies,
Und d andern zwoa Stuck sein Vader und Vder aus Boarnland?
Der vo d Langwies is ja von ents Inn um.
Wos s gen da toan, zw s d hnl so freundli grat hat und umweist?
Koans vomuats, gschweign woa s, dnett s Raosidl hat n Gedank:
Jes, denkts eahm und gt eahm n Sti, das is gen mein Brugg!
Na, und i schmtz aus d Schul und sag: richti, er is s wann - d Nacht Tag wird!
Vornehme Leut! D Vader Baur, der nt viel hat seinsgleich,
Der seinsglei go koann hat - d Suhn, stark, std und vostndi.
D Ahnfrau kennt s recht guat, is Ziel f dr Etting Wahlfahrt.
Und wia sie s, so kennen s sie, weil s zun Langwieser gfreundt hn.
Wr ganz grechts Paar, wann nt - n das Scheibrumeiselgspiel da! -
Wern m schan segn, wias wird, s steht nur in n - Kloann - so is s richti. -

Wied drei Woch mags sein sitdem, roast d hnl f neus furt.
Aw nimm so std wia ds oanmol, n, d zwen Schecken
Spannt s heunt an, d schen Sch und d Roknecht mua schnalzen bon Furtfahrn.
D Multrummelnacht is Tag worn fr sie - d Sunn geht zuntraot f;
Bleamel und Grs voll Tau, s Bermet zoagt f schen Wd! -
A nt vostohlnr und uvotraut kimmt s dsmal zruck duris Bointdrl;
N hn, schnalzt, wia aus, fahrt s an und hintnach nu Fuhrwerk.
Schau, d nmlig Burscht fhrt die nmling boarischen Mann.
Aw gaillnt snd sbonand in Gwand, in Zeug und in Rssern. -
s Raosidl sollt kemm - schreit dhnl - f d Stll wias is, sie is schen gnua!
Gschmi und dAugn vorunt kimmts, grat dManner und but dr
Ahnfrau d Hndt und soat: hnl, bist da, und wos gts denn so gndigs?
Dst nt dkimmst go z gro - soat d hnl - aw d Far defst wechseln.
Das da, schau f und schau drn wohl n, das is dein Brugg!
Gfllt d wohl od nt, is recht od nt recht, sein tuat s!
Raosidl - soat drf d Burscht, und in Klang nach gehts eahm von Herzen -
Raosidl, recht bin i km; aw wern recht will i, das glaub m,
Das und aft nu, dst m du recht bist, rechtsinni und guating!
Gwagt - soat dr Alt - is sallmal, do frisch gwagt is halb gwung, geht s Sprwort.
Nachlassen mua hald n iads, aft is d Handel glei gschlossen;
Du, dein dirmisch Weis, Sepp, na und s Raosidl woa s schan -!
DAhnfrau und i, mir nehmn s Drangeld und trinkn n Leikf!
Ei, mein Old, du hast guat rdn, und zhern is nt uguat,
Wanns oann nt mehr angeht als di, und wir nseroans - gar nix.
s Raosidl aw, schaus an! wia dschrckt und vozoat, d arm Haut, d!
Nutzt aw nix. - D hnl fat eahm d Hnd und soat: Joseph, da habt s s!
Liabt s s und schtzt s s und denkts, sie is jung und mein vielliabers hnlkind!
Bringts awer nt zwgn d Sepp, d rdt, er deutt nur:
Ja! mitn Kopf und schau, go dr hnl, d hirten, hnd dAugn na!
Dnett dr Old bleibt fst und standhaft, gsprchi und gspoai.
Geht enk s Mul nu schan f - soat - s Brchten und sLach volernt koans.
Is ns r so gwn, gelts hnl - lacht - aw nt bliebn halt!
Is schan vo laut Lng nimm woh - soat dhnl - wanns a gwn wr,
Hau, und -, woande Brut wern Weiber voll Freud- hats dort ghoaen.
Mrk d das, Raosidl, soat s, und glaubs fst, d s bo dir woh wird!
Aw fr iazt is s guat und gnua, i han nt gern go zlen.
Leanl! - schreit s abi in Hof - lf gschwind f Taskir zun Stauff
Wann i old bi, sag, und er neunmol d Taoteneingrab
Los, wos i sag und wos i eahm sagn lo, n Stauff, n Kaspn!
So - gib acht! - mua do e nu ehnt zu mir, wos zun eahm i!
Kannst s dmrk? - Ja, ja! - Und iazt lf, wannst kimmst, Ma Most kriagst. -
Raosidl - wendts es s um - du bist frti, geh an dein Archt!
Bis zu dr Tr schaut seahm nach - A gor guats Leut! soat s, wias draust is.
Folign, wia s Lmperl folgt, wiar Schwlberl hausli und einzogn;
Gscheit wiar Wisel und flink, bo d Archt Rerl, das gern zoiht;
Treu wiar Hnderl und wachbar und in koann Stuck koan Sau nt. -
Joseph, enk grts guating, s mats enk feindsaili selm sein,
D s enks vodrbts; do das sgn mein Augn nt droi Tag -
Auslgn mgts enks, wias wllt! - aw Joseph, i glaubs nt, n glaubs nt! -
Brutvad, wos glaubt s? - Was i? i glaub, was d Hund glaubt:
Is Fleisch is bess wos Boan - soat d gspoai Vogel, dr olde.
Soats und druckt wiar ollmol, wann gspoat und spott, ds denk Augn zua.
Glaubn und moann und raten und sagn, was nutzts, wann nix draus wird!
I glaub ollmol zerst nix und han d gret Freud, wanns aft bs wird.
I hans probirt, s , Ahnl, na und iazt springt f d zwoa s Trumm! -
Brutvad, recht hast - soat d hnl - und mi freuts, dst s hbn hilfst und stark bist!

Hau, s Weibleut, woat, geht olls glei dmisch gro z Herzen,
Fllt s entstzli schwr, wanns glei fdgring wr und leicht ztragn.
Aw - soat s- gehmr in d Stubn ahi, kostts n nsrign Most dert.
Od liabt enk Bier, hamr nt weit in n Keller.
Aw, meints s, schan Jahr her zwoanzg lassent dMrzenbier stark nach!
Sist hats pickt, d hamt d Baun ganz Tg db pick vobleibn mgn;
Iazt rints he wiar Brod und natrli pickt nt und pickt neamd. -
So vozhlt snd s abher in d Stubn, d Ahnl und d zwen Mann.
Ha, da is fbroatt gwn und gricht schan vornehme Aufwart:
Gsodens und Bradens und Bachers und Gselkts und Frischs, wias d Zeit gt;
Holzpfelmost, alt, echt, wiast n trinkst, moanst Wein is s.
Macht di gsprchi und frisch, und wannst fstehst, siagst s, der drht di!
In Oldn hat mentisch gschmckt und sein Krgel is tlimol lr worn.
D hnl hat n mgn, n Most; nur n Seppen will nix recht schmck -
Aui durs Fenster in Hof guckt fter als einhi ins Glsel.
D hnl bomrkts und kennts und hat hoamli s Freud, aw soat nix.
Schau, denkt s, schau, wias n Raosidl grt: so n Herzens- und schen Mann! -
Iazt trappt bs b d Gred, mein, leich denn d Leanl schon zruck kimmt?
Sffr, dir hats gschlaunt - soat dhnl und na, was is dBotschaft?!
Lechzt nu und n Schwitz mitn Pfoadrmel wischt von Angsicht
Gigtzt : Trrrink mui zerst vo lauter S-S-S-Speren und Trckern,
Ahnfrau, mn Trinkgeldtrunk, bitt enk go scheu! Aft wiar i schan sch-sch-schmtzt.
Na, und m roacht eahm n Trunk und zerst, d r auskhlt, Stuck Braod.
Wiar nu mumfelt in Braod, nachn Trunk glei soat er: E-e-e kimmt schan:
Nur um das, was r lder als i is d Kaspr, um das kimmt s-s-spd.
Na, und wia stehts denn in Jahrn, d Kaspr und du? froat dr Olde.
I-i-i wir neunzh bald - soat d Leanl -und d Kaspr -- siebnzg -
Wanns n dert klgt - soat dhnl und will anhbn s Roaten und s Zsamzhln;
Dr Old aw lacht hellf: Den kann i aft nimm dbeiten,
I bi selm schau glei sechzg. - Nt, nt - whrt d Ahnl - hauts, d Leanhart
Muit: wo langsam geht d Kaspr ols e wgn seinn lt. -
Aw d rtslerisch Scholk, dr old, lacht erst recht iazt, d dAhnfrau
nt mrkt, d er n fockt. - Sollt ms glaubn, was d Holzpfelmost macht! -
Weil saw nu so lochn mitn Leanl und ntrnand Gspoa treibn,
Da schau, wer kimmt! - D Kasp selm, dr olde Prokrad
Den m kennt weit und broat wgn seinn Lust und fgrmten Wsen,
Wgn seinn Haochztsprchen sodl schen, d olls std is und fmrkt,
Wann ers sagt od singt und als Prokrad sein Sach macht. -
Denkt weng hat s wohl, wos gen is, woa do d Mtzg,
Wo tragd Kua steht, und d Droatjud, wo Woaz lt,
Und von Heirchtspaschan sollt n old Prokrad nix wissen?!

Awer oll drei sn std und warten oll drei f n Antrag;
Kimmt r, is s wohl und guat, kimmt nt, aft kemmn d s schan.
Na, und da is s iazt so, und drum hat guat lachr und mach.
D hnl aw glei nachn Seischrist und in Ewikeit Amen!
Geht eahm schmutzd entggn - hau, lern d der nu n Vortel!
Kasp, wia geht hald der Spru - hbt s an, d hnl, frisch ahne Umschnitt -
Wannst in Haoztladn roast? Hast n bb vogssen, so ern ;
Kannst n, so sag n, d ig n hr, i bi hoagli gwn, dassl woat schan! -
Gwn und nu und is recht, d es seids und seids gwn, den enk troats es.
Hoaglige Leut mua s gbn, sist gbs nix Schens und nix Kunstreichs -
Soat d Prokrader - und n Einlodspru kinnts hern, wannts n hern wllts.
Was m junghoat lernt, grao treibt, vogit mr old nt! -
Recht hast, Mann! Do vostehn, moan i, ddn mr s , wann m nt stehn -
Soat d hnl - sitzen ja d Ratsherrn um Ratstisch, wann s ratschlagn. -
Sitzder aft krxeln s um mitnand fn stoanolden Stammbm,
Oans hbt ds ander und oans hilft den oann, weil s koans mehr leicht fschwuimt.
Dort und da fhlt n Ast, um den s Load ham, weil guating drum schad is.
Aw d jung Trieb - vlli aus is s! - schier nt zum zhln snd s!
Na, und glodn wird olls und olls mua kemm, was Fa hat.
Whrn wird s nt so leicht oans, und azschloh traut ss schan go koans.
Toan s d do eh zwen Zg und richten iazt zwen Gng mit oanmol! -
Da is s Roasen Freud und s Ladn Lust - soat d Kasp. -
Wo wllts anghbt habn, bo d weitern Freund od nchsten?
Bo d nchsten - soat d hnl - vosteht s und nher wos mir da
Hnd kui; folgsam: bon s, und so herm schenmchti dn Lodspru. -
Gspoa will Gspoa, denkt s der, und na, den kann m ja mach,
DAhnfrau, m woas, tuat viel umsist, grad volangt hat sumsist nix. -
Ghoaen also, d s ziagts- hbt r an, d Prokrad, zwanns Ernst wr -
Habts ms; schenn Dank! - Zu d Frasuppen kemmts fein gwi und nt z spat - und -
Bei den Wort steht er auf, ziagt n Huat und mit Nachdruck spricht er:

Nach Vollendung dessen sollen die Eingeladenen den Brutigam oder der Braut das Geleit geben und helfen ber die Gassen und Straen zu den lobwrdigsten Gotteshaus Taiskirchen, da wern sie empfangen das heilige Sakra ment der Eh und der Himmlische Brutigam wird seinn Heiligen Segen dar ber geben.
Nun aber nach dem Heiligen Lobamt oder Beime, da gehen wir wieder ber die Gassen und Straen zu den ehrengeachten Augustin Mayer, Wirt und Gast geber zu Taiskirchen, da wird einer jeden Hochzeitlichen Personen auftraktirt von der Kuchl Speis und Trank, zwei Viertel Bier und um 4 Kreuzer Brot und das Mahlgeld ist l fl. 40 kr.


So, sagt , lautts halt bon s, und richtt s nachn rtern, vosteht s.
Brav, Kasp, brav! lobt d hnl, du bist hold nu oan von Schwdnkriag,
D s dein Kopf nu so habt, d mein zlechsent wiar lrs Beinfa. -
Go zviel weils wits und habts, meints Moarin, drum kinnts enks nt mrk.
Bon s arm Gschlmpt derf Kopf, Sack und Magen koan Loch habn!
Soat drf und schmutzt schen fein d Prokrader und woas, d s nt weit fhlt.
Siah, und d hnl - Bua, der kennt s! - f d Rd tuat ganz deanmti-gschmi:
Was m hald naotdrfti braucht - soat s - hat m und woa m, vogeltsgott!
Awer um dAugn siagt m deutli, d s lacht und Freud an den Lob hat:
Herts do dr old Vad selm, hint wos fr Leut iazt s Suh kimmt!
Und n Stauff soat shuimli ins Aohrn und rennt n mitn llbom:
Kasper, ehst gehst, tua ins Stbl n Sprung, i vorehr d n Schier Spck!
Und dn Wei f n Zwirm, Zwirm braucht rnr instndi - n Ridl Hoo!
Dst denn nt hld trinkst, hau, brchtts Mul will ja gntzt sein -
Soat s aft laut - und s Mann, gehts - mahnt s - trinkts! und fllt d Gls;
Na, und d Kasp, woat wohl, lt s so bs nt zhmol schaffen;
A den boarischen Zwen, i muat loign, wann i sagt, eahn schmckts nt.
Und d Prokrad, m siachts, is just fr den Olden d recht Mann:
Selm voll Schnxen und Gspoa, mag loch, d s olls schdelt,
Wia dr oan seine Schwnk vozhlt, d gmocht hat und nu macht.
Denn Prokrad z sein, d n Nam hat, is koan leichts Stuck nt! -
Aw mir lassen s sitzen bonnd und sausen; mit truckn
Mul zuaschaun und zuahern, mag schan sein, d s oan gibt, d Freud ham;
I, Vd, gel und du und olls, was s gfreundt is, hat koane.
Hat s d Herrgott nt gern d hungerign Lechtz, glaub ms,
berall strt r und st r und soat: wannst nt z lab bist, so nimm! D
Prass vorn Fast, vorn Lappen d Lump, bern Knotz d Kotz! -
Lassen s sitzen bonand und sfeln und soidln, wia s wlln heunt,
Marign, das woat, mua d Kasp sein fn Faen und guat z Fua.
Is s , denn siagst n, dort geht r, n Huat f d Seit und kreuzrebi,
Is Feirtgwand an, n Stab in d Hndt und voll Buschen und Bnder,
Wia es s ghert bo den Gschft; der mit eahm geht - i siag schier so weit nt! -
Is s von Brugger Freund, sein Vader oder er selm go?
Mein, is s der oder der, d Prokrader is s und heunt is de
D Hauptsach. - Aw n zua, mir lassen sgehn uvohaltn,
Brauchten eh Zeit und Fa nu soviel, soviel weit und soviel ham s.
Do dstwgn soat heunt wia ncht und marign nt anders:
Schwenkt sein Hatl dzua und schmutzt bon Sagn, d Prokrad:
Da is s Roasen Freud und s Laden Lust und Krzweil,
Lauter angsegne Leut und koan oanzig Knopf und koan Knaus;
D Weibleut rndi und schen und koane klsterli bsunn;
Is das Lbn bald Halbsvierteljahr frn Prokrad, herligs,
Und ds Herligste, d Haozt selm, kimmt erst nu nach den Herlign!
Mir aw lassnn gehn und vogunnn eahm d Strkung, er hats stark;
Gehn nach Beri und Tal und ollweil brchten und brchten! -
Aw von eahm wg grad in Vobeigehn schaumr und losm
Dort durs Fenster weng, mi zimmt, i hr Bokannts rdn!
Skr! und glaubn dd is nt, und wann is glaubn mua, so gschiahts nt!
Herr Kawrol und Pacod, s, s mats mr in d Hndt gehn,
Wia, das sag i enk schan und iazt trinkts und wanns grt, hats enk graten:
Haberisch bin i nt, i, alls la i aus dnetter oans nt.

D Hias, der hd s Raosidl gern,
s Raosidl mecht Hiasin wern,
S Hias, der bin - i
Und m Raosidl is - sie.
Juhuhu!


Na, und is s ganzgo zTeufels und fhlts, so fhlts dert bon enk nt:
f drei haushaohe Rusch, rnoan i, wird oan Handgeld do klck. -
Nt woh, Herr Kawrol? - Und bon Skr, bi leicht koan Mannschaft!
Den schens Mensch mag, mag olls! - Und dweil vosaufm rnn Baunlahn!
Aw glaubn tu is nt, und wann is mua glaubn, so gschiahts do nt! -
Trinkts bon Skr, trinkts! So weltelt d Hias in d Mostschenk,
Zwen Husrn bon eahm mit gwixt spannlang Schnauzbart.
Pssmderemdete, Mathis, wir hilf! fluacht dr ld,
Schlcht f sn Sbl und packt n Kruag und trinkt n f d Noag aus.
Und d Jnger aft schreit: Elelke, ich umbring! und: Must her!
Wart, verfluckte Baur, wart, wirst segn, was is Husr!
Bruader, wir gut Freund zu - dich, aber Must her - Verfluckte!
Sfr, d Kerln ham Schneid, wann ss ebb nt wied voloisen,
Ehts dzua wird; denn d Schneid is wia d Liab: wia schrf wia krz. -
Aw ghert ha i m gnua, und is enk zwia mir - aften gehm!
Abnd wirds schan daher, und i kimm nt gern z lang zu d Suppen.
Schad! - is s aw z weit um - bon Raosidl hd i gern nachgschaut,
Was s dert tuat d guat Haut? - Mein, woann hald und woanad folign;
Ollloa Frnehm habri bo d Nacht, und balds Tag wird, in Gottsnam
Afstehn und dArbt anhbn und dabei bleibn wied bis s Nacht wird;
Beten um Strkung und Traost und huimli f nderung hoffen. -
Mein Gott, is ja koan Load so grao, Starks bkitnmts hald!
Wer nur f nderung hofft, bei den wirds anders, wanns glei bleibt.
Wer auf Bsserung glaubt, gsprt s bss mitten in Wehdgn,
Fa und Arm reits dr ab, und - wia lang? - so tanzst f d Stumpen.
Nur wer voll Uwilln und Ugeduld is, kann von Hegtz dedt wern.
Gschiaht eahm recht; bis dnt woat, zwst da bist und wer di hat hergstllt,
Kannst nix volang, nix Guats und nix Schlechts, wias kimmt, muat s nehm.
Nachdenk kannst ber dSach, aw bitten und beten is gscheider. -
Siah, was wchelt denn dort bers Feld und wrtelt und weltelt?
Auweh, auweh, geh dann, d drei Kundten, d Hias und d Husren!
Trunk ham ses s gnua, iazt mechten s leicht hgeln und hndeln?
Z seh volang i mrs nt und zhern is mr allmal nu bald gnua -
D Sunn taucht schan hina und, wann is will sagn - mi hungert.

Tausend, is das Zeil, und so schen gehts daher nach d Schnoazen,
D Spielleut voraus, schier ollsand in d Ggnd, d Geiger und d Figl,
Zerst d Drei vo d Wiagn, d Toni, d Thdd und Ha-Hias,
Aft den ldern sein Suh, d Dudu-Hagn und d schen Hning-
Frnzl, dnbn; drauf d Ferdeln all drei, d kreuzsaubern von Schach;
Gar d Wirt z Schildern is mit, der Notenschrift schreibn kann und chorgeign;
Und, d i dert nt vogi - d Katzenhuthandler, d Friedel -
Der wann nt wr, wr um oann f d Haozt weng, do zweng nt! -
Na, aw heunt gebts nt zsamm f oans und er hmmerlt ja s Cymbl.
D Blaser und d Schwegler snd fremd, snd extr bstllt worn und zuagroast.
ff vo Mnster, Utzenoach und daher, wos d herrischen Baun gt;
Aft go d Turner vo Riad mit eahn Moaster, den lusting Schleifer.
Grao und kloan lft zsamm und luagt vo Wuner und lffelt;
Koans vo d Oldn hats dlbt und dlbts koans vo d Jung! -
Und fr d Drfgeher aft fn Abnd hnd bstimmt nu d Strauhans,
Ar Wiagngeig Gliad und seelguats Biagl, das Hagn hoat;
Aft d rr Reisl, der s Bchserl schier bss kennt hat als sein Geigerl;
Na und d Blofua kimmt, wo nix fhlt, wann r anders Geign kriagt,
Weil von Kirtag znchst d seine mehr trmmweis hoam hat;
A d jung Finstmann lt nt leicht so Glengt vobeigehn -
Buar und das Brschl geigt! Is koan Kunst, dens d Schulmoast selm lernt: -
Strichld, streichld gehts und stimpfld, stmpfald treten s,
Gigld, geigld geign s - o du himmlische Schulmoast-Musi! - -
Spielleut mehr wos gnua, Volk wirds gbn bgnag,
Wann n d Platz - wiar s Wirtshaus is grao, nt denig zkloan wird! -
Tausend, is das Zug, und so schen nach d Schnoazen gehts weid!
Siagst, d zwo Brut, d oan jung und schen mild, d oan wildschen und stoanold,
Aft d Brugg dzua, zwoa Mannleut, stadli und rndi!
Was den oann s lt schan taucht, um das bmt den andern sein Jgt.
Ernstli snd olli zwen, und n iader schaut zeitweis sein Braut an;
Oan wurd heunt gern nt ausgreint, ja, und der ander mecht geint wern,
Aft gschch n iaden s erst Mol, was nu koann is gschegn von seinn Brauttail! -
D zwen Brutfhrer aft voll Putz: und Brautweiber, zwoa,
Mit graomchtige Krb - Kind, freuts enk! - voll Schifteln und Krapfen.
Schreits s nr an, wann s enk ebb nt seh wlln: Brautwei, dahe!
Lats n nt nach zun Schrein, aft greifens s schan einhi in d Krbeln -
Sechts, und werfen - tappts, Kind, tappts! int d Leut par Hndtvoll;
Und bern Lidlstg - lfts und sets, da habts kloans Strickel! -
Fahts d zwen Brautfhr f, leicht stzts Schserl, Zwlferl?
Herrgott, ist das Zug, iazt zhl i schan 97 - l00,
Hundert und 3 - 4 - 5 - 8 - 9 - l0 - hundert und zwlf,
Laut Bluatsfreundschaft, Moahmund Vdern und Gten und Gotn,
Und - ja d hnl! - so wohl als es dd und so woh als sies hden,
Olli wia oaner und zwen, Zeug und Wgen und rennde Rss -
Z Fua mua gang wern von Moarhof bis hi zun Gottshaus. -
Ja, wanns nu wr wia vo fufzg, vo hundert, vo zwoahundert Jahren,
Wos um Kathrein schan kold is gwn und hat Schnee ghabt roan kniatoif -
D Schellnkrnz hr i schan gern und Froisds is fraoh um Renngoa!
Iazt is s viel wrm bon Wold, weil d Leut Hitz und Andacht vodsen;
Iazt froist iweni d Leut, nutzt s Selmtrppeln mehr wos d Rotrapp.
So hat sgsagt. Und is s wahr od nt wahr, dst m fein Ja sagst,
Ja sagst und gehst und tuast seelnvogngt, zwann ds Gehn ber alls wr;
Denn sist gehts - n, nt - schlecht, aw sier und hr hald machst s.
Siah, und s geht dhi recht schen, nt z resch und nt z ruascht,
Ei dLeut, wann s Ro und Wagn ham, sein toan szun Gehn bstimmt!
Sunn und Man und Stern und Wind und Gwsser und Gwlk geht;
Is Gvickt schier olls geht und was nt gehn kann, das hupft hald und hxelt,
Dnett d Vogel, der floigt, Wurm und Nader kroicht und d Fisch schwimmt. -
Schen, recht schen gehts dhi, mags n iads leicht dtoan und dpfneh!
Los, und d Uhr fn Turn, zwann s ehntr und spt nt derft,
Schlcht, wia s d Kir droacht ham und dnett wird zsammglut zun Lobambt. -
Schen gehts zsamm und ganz leicht: d Pfarrer is Vder und Suh zglei
Vo d zwoa Brut; und Gt erster Eh von Schulmoastkindern.
D vo d zweiten Frau hat nimm ghbt, is schan z matt worn,
Aw d Schulmoast hat wgn den nt den gringsten Fschee zoagt,
Ruckt eahm wia sist und eh d Uhr, ja, und lutt, wann ers habn will.
O, so Schulmoast-Seel, so guate, neunhutige Schafseel!
Aw d Jung hnd nimm das - soat dAhnl - sit s A hoat.
Sit s musizirn fn Cho, mit den ganzen trkischen Krimpskrmps,
D d Gmoan n luagt und lost statt andchti mitsung,
Wchst n Kntner d Kren und Kntnerin muit, sie w Buring! -
Af n hn, meints s! greint d hnl und macht eahm Feign an -
N hn, meints s, und da wchst s - zoihts enk n au! - d Knofel!
Is Schulgeld und d Sammlung kriagts und Schmalz und Oar nehrnts frs Beichtschreibn. -
hnl, hau hau - dmahnt oans - wird ja olls weng anders wos s gwn is:
Lernn ja d Kind - n schenn Schund, und n andne Haofart und Baosht
Lernn s! Anders weng, sag - um viel und ums Baunvolk viel schlecht!
s Kunderl, wia gschlecht dwllt, zm s mehr wos Baunmensch;
D Hndwerichsleut - f d Lst wrn d Hfenfhr n Baun fr! -
Mir hnds, mir hn bliebn, wos dradam is gwn und d Adaming;
Mir dnihrn d ganz Welt und s braucht d Herrgott wia eahm mir:
Kaiser und Kni und Papst und olls, wos liabt, it Braot gern!
Mir dbeten n Rgn, wann olls lechtzt vo Hitz und voschmacht schier;
Mir dbitten d Sunn, wann vo Nen olls duscht und wur austrnkt;
Mir - aw hau, das ghert ja nt her, heunt is d Ahnfrau ganz anders -
So rdt s nr iabl von Baunstolz blht, wann s Herrenmensch hribt -
Hau, und Hrbs is nt mild, Sierigs rdt d nix Liabs nach! -
Heunt, o wia mild und frumm, wia voll Andacht, siagst und voll Deanmuat!
Weil sd Herrgott so gsgnt hat mit lang Lbn und mit Gsundheit,
D s kann zun zweiten Mol toan, was bei d e r Zeit hufti nt oanmol
Kinnn und derfen: heirchten und Haochztmahl anstlln!
Und sie hat recht, schau n hi, d ganze Kir is gstrotztvoll
Leut, zwann Ablaozeit wr, s Schiff, d Oratori und d Porkirch;
Krzen brinnn soviel, zwann Apostelfst wr od Liachtm;
Pfarrer und Ministrirbuam stehnt in kostbarsten Anzug;
s Weizeug fn Altar frisch gstrkt und olls agstaubt und fputzt;
D Leut, go d Kinder olls std, mausstd, koan Druck, koan Dauch -
Leichtli gehts ausnand und ruali schliet es s wied. -
- Iazt treten s vor. - D Pfarr, m siahts, mua tlimol schlndten,
Eht d Rd vomag; glaubs gern, d olden ltern und s Tchterl
Vo sn Bruadern, den taotn, sollt bsprch und priastl zsamgbn!
Zsammkuwliern mit n Klang, der ewi nt lt und nt fgeht!
Bo d Olden is s leicht, in fufzg Jahrn gwehnt m ja s Ehjoch;
Aw d jung zwoa, go s Raosidl mit den feinn Hlserl!
In Gottsnam! Er mua s hald denk: er mat s bograbn, wann s
Gstoribn wrn; na und d Fastenprdign, d traurign, wer halt s denn?
Er hald, er, und wanns go ztrauri kimmt, so woant hald selm mit.
Na, und so is s worn. - Wia d Oldn n Ghoa in sein Hndt gbn,
D s in Liab und Treu, in Frieden und Ghorsam wia bisher -
Fllt eahm ein, weil ers wei, d sein Vader in Ehstand viel aussteht
Und den 30jhrign Kriag schan bald zwoamal fhrt mit d Muad! -
Ein- und beid Augn f oanmol stehnt toif in Wasser und d Stimm bricht.
Leut vielmchti, Haoztpaschan, ds wissen, und andr,
Ds dhoam r so ham, wern woach und woann mit; aw dAhnfrau
Km d s es gsprt, tuat n Ruspler n fsten - so weit defs nt kemm -
Denkt s eahm - mir ham heunt nu mehr z toan! - und siah, glei wirds anders!
Das, wer n kennt, is d e r Ruspl, jo - und wer n ghert hat, der kennt n! -
Wo bs anders wern mua, wann s nt bes wern sollt, d guat Ahnfrau.
Mann und d Kinder und d Freund und d Leut aus d Nachbaunschaft, olls hrts;
Schau, und guat hats tan; d Pfarrer wird hirt wia kalts Eisen
Und kann sprch fs schenst, d d Leut nur vo wunnerswgn lisnn -
Lisnn und geltsgott! sagn, zwann vo d Kanzel hd prdigt.
Wissen wohl dd is, do hau, i mags nt vodribn mitn Nachsagn,
Fraoh aw bin i, z Taod fraoh wgn d andern und bsunders
Wgn d Raosidl-Braut, d koan sae Brah und koan Lenkoch
Draus is worn - gscheh mua s und zun ndern wrs nt und wurs nt.
Is nix wert hin und her, liab gradaus und furt, wanns glei gfhlt geht.
Tragn muat dein Schicksal, Mensch, und wers leicht troat, den druckts nt so bluadi,
Rffen dmit derfst , is eahm aw koan nu Herr worn. -
Is Raosidl hat s Jawort gbn, dreimol - gern, nt gern? i woa nt.
Hergbn hat sis mol und is den d Himmel nt eingfolln;
Nt mol s Gwlb od d Wndt in d Kir, koan Ruckerl - do ah,
Loign derf i nt: in d Porkir obn hats mit tli Husrn
bbs gstzt, woa nt was, is glei wied dmpft worn und gar gwn -
DAndacht, hau, is viel zstark, mua s d Baost allmal glei guschen!
Kurz, vobeigangr is s nach dr hnl sn Wunsch: ahne Unglck!
D Brautweib habnt s d Krb in d Sakrstei aft gschwind leicht gmacht:
Was d Soldat f fnf Tag Camibraod fot, soviel Krapfen
Lgn s frn Schulmoast hi und frn Pfarr natrli ds Dowelt;
D Brutfhr greifn in Sack und vosteht s hbsch toif, aft gehts weid. -
Daustern Freidhof glei wern d Spielleut geigt und blast.
Leicht und lusti zun gehn drf machn s Stckl, rebigs.
D Bndl an Geign und Trumpeten wcheln in Wind d s Lust is;
D Frt , d seidern, rauschen, und f d Linzhaubn d Mschen
Krachn vo Steifen schier wia Hobelschoaten, wannst drftretst.
D Sunn schaut gern weng au, geht eahm aw d Wind z kold;
Macht wiar Vgerl, das froist, ollmol glei n Plz und vobirigt,
Zwann s schan einschlafn mecht, n Kopf in d Pflm intern Gfiedrt.
Vlli huschelt is s und s Raosidl gruselts voneten.
D hnl aw glost und glat und is hoa wiar brinnd Sandlew -
Hau, zerst gfrerts dr in Schnee und aft reibst dr in Schnee wied d Hndt hoa! -
D Spielleut, wia rg d sgeign und blasen, wia freundlig winkt s eahn,
Na, und d kennn das Ding und werkn, d wild is, so gro schen!
D Figelbgn boign s und n Fridl sein Cymbl zspringt schier, so millt ers;
n Leuten hbts d Kpf und d Fa, und Fa und Mul machts geht,
Wr n schau d Haoztstubn da, gflickt wur und tanzt, d s Lust wr! -
Hau, gch is s std. - Wos gts f oanmol, d s std is, la guck!
Nit geig, Zigeuner verfluckt, ower schlag ich Figlin und Cymbl,
Pssm, olles schlag zham, wann nit Maul halt schwind - Deremdede! -
Herst, so schreit d Husr und vosprt eahn n Wg mit nu tlign -
Olle ham s Tremmeln und hbn s, zwanns glei wur zun trmmn und dreinschlagn.
D Spielleut - denn olls was mitn Fingern hantirt, wia d Schneider und d Schreiber,
Is nt viel mit d Faust! - d druckn glei zruck f den Anruaf;
Aw wias Hasenfa gt, so gts beid Hundskpf:
Wos hats, Skrwold! und wos wllts, s Skrmenlign!
Bricht dr oan Brutfhr laos und prllt glei hi fn Pssm.
Der aw wr nt z ful und leniert eahm frisch oane ab,
Wann dr ander nt fieng just nu recht und zruck ri und rttt -
s Ertel is guat gwhlt: just bon Stg, wo nr allzeit n Oanzigs
Drf kann und drber, da pleschten schan eahn tlige ell -
Aw d Brugg, d jung - ei kimmt den f oanmol d Bitzl!
Skr, und schau eahm zua, der vosteht das Gschft! - Wen is s Lbn fail?
Schreit r und schoit wiar Schunad schnell bern Stg und dwischt glei
Zwen f oann Griff und hbt s grundlaos und lt s weng schnbln in Lften -
Enk zwen Nigeln wrs fail - built - aber i mags nt! - und lt s falln.
Hbts enks f! - brllt r aft d andern an, d ganz strr stehnt,
Od blangt enk zun eahn, nur n Ruck toats und n Muck! -
Spielleut, frisch auf und frischan, und frisch nachi Leut nachi, i bleib stehn!
Schreit r f d Seit, awer Augn wendt koans, leicht denn s Bannsirn kann! -
Siah, und alls folgt, s Sprch und sn Arm snd Gschwistrtkind.
Gehn mua s, wann schafft: Geh! und brch, wann soat: - Brich, Drck!
Awer bleibt nt lloan, d zwen Brutfhr, siagst s und - is leicht
Schan in dr Art! - s Vad, dr old, stlln s rffrisch nbn eahm.
Fhln tuat d nix, Sepp - soat dr Old - und freun tuast mi ollmol!
Aw d Sepp, i sag, er hert nix und siacht nix von Vadern:
Dnett geht s Raosidl, s Braut, s schens, s jungfruligs Weiberl,
Mit dr hnl vobei und - n, n, e irrt s nt dsmol! -
Schaut n voll Freundlikeit an, weng fhlt, d s glacht hd und gwunk.
Herrgott, freundlig Blick, wer oann kriagt hat - den ersten! der woa s schan:
Ktten zri m, Krautstoan fr m, umbrcht m vo Liab oans,
Nix gbs, was m nt kunnt, und n Unglck is s, wer nix z toan kriagt!

Pssmderemdete, std! Sist drennt d, aus is s, wannst anhbst;
Schad um dein kaisligs Gwand, will nt sagn - um dein Lbn, das hast gschenkt!
Aw s kennn den Toag und - nt z glaubn schier! - halten s mausstd,
Bis olls fr is und furt, das macht n Seppen viel rnild:
Wehtan han i dert koann? - Das Teufelszorniwern! soat ,
Gehts mr f d Haozt dafr, frein Trunk habts und s Tanzen kostt nix;
Und ders n schensten kann - Mann Wort! - den leih i d Braut selrn.
Soats, nt gsptti, nt gstolz, und geht; d andern drei gfolign.
Langsam n Ertel hintnach gehn d Soldaten und wlschen f ungrisch,
Kennt koan Teuxl eahn lem, eahn eki und dekimarschleki:
Eahn absundlign Fluach kennt fnfjhrigs Knberl und - Mthis,
Mthis! vonimmt mr oll Bud, und n Bruggn kimmt Gdank,
Soat aw nix, nt sn Vadern und neamd, aw wart, denkt , beit, Hias!
Denn so leicht lt nt nach, wer so anhbt, roat ganz richti;
Aw hol drn n gwi, kriagn tuast n, deinn Anstiftlahn, Hias! -
Das hnd schen std in Kopf n Bruggn seine Gdnk.
Na, und mir wern schan segn, hat recht od nt und wias gehn wird,
Irrt s leicht nt d Mensch, und n ftern, wann vo Liab brennt:
Olls, meint , schaut f sein Schatz und n iads mecht n heunt od marign.
s gehts nt soviel an, und wer zuaschaut, liabts, wann viel z segn is. -
Das iazt is aus und vobei, d Brutfhrjuchtzen wied;
D Weibsbild schnadern und rdn: Na gel! - Ja hau du! - Moann sollt ms!
D Mannleut hnd voll Gursch, weil s Rffen so glckli n Endt hat;
D hnl taucht n hnl f d Seit und geht mitn Schwiagsuh, Joseph -
Raosidl - lacht s -wos gst f, wann m Brugg tauschen und Mann?
Od toam glei um und i gib d m stoanolde Haut z Gwing! -
Sfr, mir wrn Paar! soat s und ranzt s, d Rucken und Lend kracht.
Rff ha i nt gern, do d Zamrff - schmutzt s- is m gro lia;
I, woa i wohl, pack koans an, aw woa i, wo mi nt oans anpackt!?
Wos denn d ,Blomoasenwllnt, ham eahn mir nix in Wg gloat und z Load tan!
Af du sfrisch Sepp! - und schmutzen kann d hnl so schen mostsa.
Scherzen ham s wlln - soat d Sepp - und da han i hald mitgscherzt und Gspoa gmacht.
Kenn , meints Ahnfrau, wanns naot tuat, n Ernst und - heunt kanns nu naot toan.
Muist? - Ja, i moan; aw lats n bolei mn Raosidl nix mrk -
I han n Wahn! - I Gspur! - s zwoa, nt go zhuimli! schreits ruckwrts,
Od dr hnl und i - d jung Braut - s graust leicht von Schensein!?
In Seppen sein Vader, wer sist, macht den Gspoa und is guat, d er n gmacht hat,
Dhnl und d Sepp hdn s Stirn und s Grbeln anghbt, und wia oft is
Schan vo wisplden Zwoan d halb Freud, d ganz Lustbarkeit gstrt worn!
Aw koan Sorg, s kimmt schan wieder in Gang - hau, s geht schan!
D Haoztbuam, herst, d s alls hellt, schrein Juh und dSpielleut zimpimperln
Mir aw lassen s gehn und laufen voraushi zun Wirtshaus.
Siagst, da steht schan alls auf d Gred und pat f d Haozt,
Go d Broiherr selm is nt z grao heunt, d dhoamt bleibt;
Lt sn Hasen Rua und strt koann Fuchs in seinn Glig;
Schrckt koan Krahn fn Feld und schoit koan Oacherl von Holzbm;
Hund und Herr hat heunt Rast und s Bchserl hngt fn Nagel.
Alls hat Rua von sn Sachn, dnett sein Mul und sein Hausgsind
Hat ds Dowelte z toan; -Hnsel, Reinthal Hnsel!
Hast d Kalm, d golt, gschlagn? - Ja, Herr - schreit d Brandfuchs, d liegt schan!
Seidnfelln - schreit - is s Bier gricht? - Ja, ruaft d Gschwollnfuaߓ, gricht is s!
Richten, das mua i enk sagn, hoat: hast s tauft gnua mit Wasser? -
Brtl, is d Kglstatt khrt? - Is schan auskhrt, knauferlt d Stumpfnas. -
Hans - schreit - Hans - und schaut f d Leut, stich d Keibeln, oll schse,
Brdeln brauchm heunt gnua und - spann frn Lder d Hut auf!
Hanerl - schreit - hast d Schaf dhoamt, d drei krumpen wern gstoch!
Vier, Herr, vier hnd krank - schreit d Hupfauf und vier hnd z stch!
- Stchts und schlagts und rmts und richts und rhrts enk, s Grabl!
Schreit d Broi und schoit aus und ein und - d Broin hats in d Kuchel:
Kchin - fragt s- bist gschickt, wann d Haozt kimmt und mecht ssen?
Mensch, habts Holz gnua und Witt, und is s Zinngschirr bei Handten und saub?
Ja, sagt d Kchin und ja sagn d Menscher und posseln und rennn;
s Broihaus, ds ganz, is auf und alls strabelt und zabelt und tuat s
Um, go d Broiherr selm hat Dweil heunt, d was angreift:
Denn d Broiadel, hau sitzt ab von Straenkaot und von Baunmist!
Wissen toan sis go wohl, aw wann mr eahns soat, is s eahn zwid -
Zwid hi, zwid her, i hans gsoat und iazt schenkts mr Bier ein -
Ein und guats, sist fhlts, i wir pfnottt und roatt und - hats enk!
Enk und dhalts mi schen mild, i woa llhand Freundligs,
Freundligs und Friedligs und Schens, na, und schen wr i gern oll mein Lbt! -
Siagst, iazt siagt ms schan gehn herauf nachn Bach in d Herrnwies.
D hnl wia d Glockenkua - d Glocken natrli hnd d Spielleut -
Alln voraus, d andern schbl- und trstweis nachi.
Wia um d Reid d Staub, floigt lustigs Gsunn um n Haufen -
Das hat d Musi so schen, d s n Leuten lachr und woann hilft!! -
Ollweil nhd ruckts und wias kimmt, lockts d Leut ausn Husern:
D Kind nix f, d Gslln nix an und d Kchin nix um und
s Abwaschmensch stckt nu gschwind von ruaing Frtr n Zipf f;
s Schulmoasterl steht schan vorn Haus mitn Kirschlsseln und freut s,
D Fing zuckn schan und d Zhnt ham eahm lang nt so gwssert,
Olls geht heunt zwifach her, d Trinkgeld dowelt und d Krapfen!
Und bo d Prming Frau, bo d Liablign mit den schenn Kinderl
Geht koan Brautpaar, koan nois, do gwi nt fr ahne z bitten
Um sn himmlischen Sgn und ahne d s eahm Gab bringt;
Is ahnedem, woa neamd wia, um sein Wahlfart kemmr und arm worn,
Arm zammt e a h m , gleiwohl Sie hat den nu z lbn, dweil s taot is,
E r aber, e r , d Lemd hat z viel sitdem, d sturib! -
Ollweil nhd ruckts, und d Kind schrein schan fs Brautwei,
Und bern Stg spann d Buam Schnur f Schnur und fahn d Brugg,
Brugg, Brutfhr, Brautwei, olls, wos s fah lt, fahn s.

Oann aw gch wirds zviel, zuckt s Stilett ausn Zweristsack und
Schneidt - was nt flt, gschwind Strick und Schnur und Bndel frisch wurzwg.
Je, da geanlffeln d Buam, stattn Trinkgeld - Ertel und Trmm!
Gschiaht eahn aw schan recht, und gstraft mua wern, was koann Bom hat;
Grobian, schau, wias d schmckt! und aft nimm eahm bs, was gern hat. -
Nach d Liabn Frau aft is das Geistlige abtan und alls aus,
Und d lusting Weltdrei: ssen, Trinkr und Tanzen
Nehmn n Anhb. - Schau, wia vornehm d Tafel schan dckt is!
D Tischtach schneeblherlwei von schwren, eingarchten Fuazeug;
s Zigschirr hi d ganz Lng, das glanzt, zwanns silberplatirt wr;
Aft d drei Hauptstuck: Mss, Gabel und Lffel, olls fankliacht.
Gustli anzschaun is s und n iaden wird wditli.
Recht, und so wllms habn! Denn sechts, da kimmt d erst Richt schan:
Schsseln, n tli so grao zwia d Ksseln, mit gsattelt Suppen -
Spreizts enk nt lang und folgts n Prokrad, wor r enk hizoagt,
E hat z schaffen iazt, e woa, wo n iads highert, d s recht sitzt.
Bitt enk go schen! so bitt r und schoibt ds oan dort, ds oan dhi.
Tausend, braucht das n Ernst, volaut Deamuat wern s sttzi,
Schwr wern s vo laut Gringschtzen, vo laut Wengzimm wern s hufti.
Aw kimmts nr in Gang erst, wtten aft tu i, d s flink geht,
Sechts es, d Suppen, wia s reitt und voschwindt mit Sattel und Zeug! Ja
Kenn mua m sein Volk; aw d Schsseln wern schan gwechselt,
Wgn d Naot hats koan Gfahr, d voll lesen d lrn ab,
Fleisch fr n iads schens Trum, und n ssikren, der vo Strk raukt,
Der is fr d Mannleut recht und d Zwifelso schmckt n Weibern!
Kraut und Kohlrbi bleibt stehn, d Woch sibnmol is oann nt seltsam!
Ollweil nu bss kimmts: schau, iazt bringn s droi Keibel f oanmol.
Aw schan zstckelt und zhackt und schen safti kemmn s und braunbradn.
Sfr, da schnotzeln d Baun und d Buring ssen so zierl!
D s dert koann Tropftz kriagn in d seidern Tchel und Frt,
Broaten s Sacktua f d Schao und schleckn in oann furt n Fingern,
Gbts enk nr acht, meine Leut, kostt enk Mh und Plag gnua enk Haofart!
Ei, hds, was s habts, nt und liab dafr bbs anders:
Statt d Haofart Geduld, aft wurden d Weritg Feirt,
Stattn Schinten und Plagn kunnts rasten und lsen und beten!
D Welt aber is nt so und drum hn m und ham ms ganz anders.
Siagst, bon Soilat is wieder f beid denkt, Mannr und Weib:
Saer und saurer is da und d Zelr is ansa und ansaur.
Hurti haun s drein und s schlaunt, mein, Haozt is ja koan Fasttag,
Und in Haozt zoiht koan Karthuser und koan Kallatz!
Dort und da oann, so schnblirt ! rinnt d Festen schier intn Koi zsamm. -
Hau, d hnl hbt s, voricht s Gebet und vonoagt s ggn ollsand -
Wolfgstillt, moant i wrs, soat s, d Mogn kunnt gstrkt und s Herz zfrim sein;
Spielleut! - ruaft s luder - iazt hbts enk und rhrts enk, d mr bs z toan kriagn!
Und sie hats nu km gsoat, steht schau olls fn Faen, und d Spielleut
Geignt schan. - Sikr, geht d hnl nu so gring bon boarischen Langaus,
Zwann s koan Boanl in Ruck und d Fa an n Schnrl bon eahm hd -
Olls steht vowunert und schaut und - lsso, hnl, lsso! is oan Ruaf.
Schau, und s Wei freuts, d ms lobt und Kenn hat und n Einsicht.
Wiagngeig! - ruaft s, denn sie woa, d sis glernt habn maen und kinnn -
Geigts m Minet! - und Kasp! - ruaft s und winkt n Prokrad -
Sist - mein Old hat ollweil - lcht s - bss krauttret wos tanztret -
Na, und sist, will i sagn, kanns ebbnt eh kuis wos mir zwoa! -
Km aw geign s und sie nimmt Postur mitn Kspn, da schau nur,
Siagst, d boarische Vader und wart, was is s denn fr oan,
Dr s fzogn hat - is s nt s Brautwei ds oan? - Ja, ja is s schan!
Siagst, wia rund und wia rr d s das Paar Leut dzua anstllt! -
Sagn tuat s koan Wrtel, d hnl, aw schaun tuat s grao vowunnert,
Grao vowunert schaut s und denkt mua s eahm ham bon eahm hoamli:
Hitanzt werdts, wo nix hilft! - Und schauts n das Weib mit der Jahrzahl -
D Fa gehn so gschmalzen und leicht, und wia schen und wia gschmchi d s d Arm speilt;
Schau n d Buckerl, d schenn, und wia zierl d s Frtr und Schaubn hbt;
Olls steht voll Freuden und schaut und - lsso, hnl, lsso! geht s Schrein an,
Siah, und is freuts, d sis lobn und Kenn zoagn und n Einsicht -
s Kasperl hald is, woat, v d ersten oaner Tanz,
Sttn Leut is koan Kunst, d ollweil dbei hnd und mittoan! - -
Wia denn s schen Raosidl tanzt? froat dort oaner. Mein, schen hald, schenmchti!
Heunt aw tanzt werdwll, s gret Gschaut heunt hat schan dAhnfrau. -
Lng wos sist ollmol whrn heunt d drei Ehren- und Ehtnz,
Ja, wann nt ftragn wur, d zweit Richt nt schau fn Tisch km,
Gngs schan furt narnand, drin hnd s und s Lobn is wias Sporn:
Ollweil nu gschwind htzts und joads, da s troift und da s angeht. -
Aws Tracktment raukt, und slls Mol, wo alls zahlt wird,
Zahlt und das guat, lt d nt gern d Sach voraukr und kold wern.
Hau, n Baunmenschen is ja d Wirtshauskost mal seltsam!
Allweil Suppen und Kraut und aft drf siebn spindig Spckknodn,
Selten Fleisch, na und kriagst mol oans, is s mufflds, madigs,
Oder s is von n Vieh, das s schlagn habn maen und stch:
Von franzosing Kua od von n pfining Saubrn -
Da schau und heunt wird eahn kocht fs vornehmst und fgstzt fs prchtigst!
Freili, d heunt bonand sitzen, laut rndig Herrnbaun,

Lbn dhoamt nt so schlecht und wrn nt gscheit, wann ss tten
Braot korns, schens, in d Suppen und int d Mahlzeit -
Fleisch schweiners, gselkts, und rinders, frischs aus d Fleischbenk;
Most, schen gelvlt und mild, der frbt eahn s Gsicht so schen anraot,
Ja, und n Baun wchst d God, siagst, und d Schnazen d Buring,
Awer s schmckt hald dstwgn olls anders und bsser in Wirtshaus,
D Kching is ja drf glernt und kocht nt f - Gsgndrsgott-guat-is s!
D Weinberlsuppen schan gar, an der kunnten s d Weiber Load toan,
Wann n d Kind dhoamt f n oanzigs Lfferl voll dawrn!
Toamr eahns gschwind int s Bschoad, fn Abnd nach d Schul wern s schan kemm;
D Mandelbbn und Stckl, zwoa vo d Breseltorten,
Gsodens und Bradens dzua und ganze Semmeln und Brock!
Sas und Saurs und Hirts und Lens f- und duringnanda
Tragn s in n Gschirr als Bschoadssen hoam und in Magen als Mahlzeit
Hi wur d Mensch, wann s eft hd als zu seltsam Zeiten! -
Aw mir lassen s dabei und ham ns Freud, d s eahn wohlschmckt.
Moring is alls wieder aus und anders, tausendmal anders:
Wieder in Weritaggwand von Zwli und rupfen Leiwd
Hoats wieder arbten grob und nix lassen gsprn von n Hoagl,
Helfen natrli dds nix und drum wrst Narr wannst s gsprn luast.
D Baun aw hnd nt so dumm, mein du, wia ms iablmol anschaut;
Richt eahns n lusti her und gib eahn brav z ssen und z trink,
Ahne Gedankr f ncht und moring wern s d ganz heunti.
Na und so is s heunt gricht, denn alls is in bflu anholbn,
Und d Prokrader, o, der tuat s um zwia s Hderl in Steck:
Kellnering! schreit , fwortmentsch! daher, daher, da fehlt bs!
D hnl - er mrkts - aw schaut schan lang, d kennt, sie hat Wohlgfalln,
Und wia s eahm winkt und deutt, woa , d r s nt umsist tuat.

Aw wia wrs - von Speisendell iss vlg weng dusti! -
Wia, wann ms liaen bonand und gngn, bis s agssen sein wird,
Aui weng in d Frei, d schm, wia d Leut zuhpoffeln.
Siagst, n cklberi hera kemmn d Pricham, d stridign,
Sist sauberne Zch, schene Buam und lustige Tanz,
Aw hald hoa, gro hoa und bon Eitzing brinnts leicht in oann furt! -
D Ewschwang - voraus d Pritschbrei-Woferl vo Forstern -
Kemmn, ds Teil f d Stra, ds Teil bers Gehholz vo Piansham.
Laut rndige Buam und Rffer, oan vo d ersten;
Guck, und vo Schildern herum und her vo Ewsau kemmn
D Pmpf vo Waldzell und d Peanken vo Lahnsberi angruckt,
Kerln zwia dTannzepfen grckt und ridrisch anzrhrn wia Grasst;
Hau, und -

lsso, Buam, wihrts enk n,
Heunt kemmn d Jetzing,
D Jetzing hnd schan da,
Nehmnt enk d Menscher a!
Jujuhu!

herst s und siagst s, das hnd d Drei Habing Moarbuam,
Nt so rndi wos hndi, so grao nt wos haoch und glei hupfauf,
Aushabn mua mr eahn hald, weil s koan Aushabn nt glernt hamt. -
Siagst, und von enters Wald, von Ottkrigen, Otzigen, Stuiming
Kemmnt go Buam, braun s Mul nt zrhrn, m kennt d Lndler in Gwand glei:
Abrdelte Hat und, d s anlgn wia d Strmpf, gwalchte Stiefeln;
Rdntoans, eschtun zescht und gheert und ghad und wanns warn w -
Na, ham d Unsern d Straoh fn Denn, wann Drschts gch auskimmt! -
Mensch vo links und rechts, bald zwo, bald mehr bald oane
Olde Trm dabei, den s Nrrisch go nt vogehn will,
Und den s z bald kimmt, Goaerl bluatjung und zun zbrch, so keisch nu -
Kemmn, d Tchelzipf bers Mul sobald san oann frgehn,
Und wann ms anschaut, ho, da steign s und stchn mitn Zehn,
Ei, n Scham ham s do, d olden Flaucknr und Flitscherl!
Mein, und d Nzi, d blind - fufzg Jahr, wann s klckn, schan kimmt ,
Zwann koan Haozt vobeigehn kunnt, wo d Nzi nt drauf wr,
Kimmt zwia allmal - lloan; f Stund in Kroas und nu weid
Woa r all Wg und Stg, oll Stiagerl und Steigerl und Stigeln;
Kennt r oll Grberl und Grabn, oll Brndel und Bcherl und Grundlaos.
D Buam, wia s schan zennrisch hn, d kloann wia d graoen, d trznn
Iabl und schroignn n Eicht, d scheldt wird und aft bittt,
Zupfnr und stupfn bal hint und bal vo und treibn mit eahm Schalkt,
Bis sterkelt und sprzt und mit beed Fusten um eahm schlcht.
Skr, Hllskrment! gehts aft und - s Spitzbuam, s Toifeln!
Awer n Buamn is s wohl, hau, weil eahn bmuat zgrao is.
Gern aft wann seins Wgs abschia, nimmer aus und vodann woa,
Wann stattn Schelten schan bitt, lft oaner f d Seit und hbts schrein an,
Zwann r erst km und eahm z Hilf: s sfrischen Lumpen s! schreit ,
Lats mehr n Nzi nt gehn, warts! - Gel, iaz kinnts lffen, s Schlnkeln! -
Nzi, wos ham sd denn tan? froat r aft und nimmt n bon Arm und
Weist n wieder f recht. - Hau, zennt ham smi wied, d Toifeln,
Ja, und, Ped, geltsgott, dst m gholfen hast! - Hast s kennt ?
Sag mrs d dunnrischen Hund, aft sag i wann s fragn: ,wia old hn m?

Just f n Tag woa is s nt, awer ldne Hund schlcht d Schind;
Fert hdts nu rotzi gwn und fs Jahr werdts erst truck bon Aohrnn!
So sag i, Ped, hh, gel recht gschiaht eahn, Ped, den Schliffeln! -
Gschiaht eahn schan recht, Nzi, ja, soat d Bursch und d Nzi wird roatt.
Du woat leicht dert, wia oldst bist? froat - beit, f Simani wirst zwoanzg!
Schod um dn hnl, e w hoi siebnzg worn, wann lbt;
D hnl is ,Knaustocht gwn, dl Leut bringts kuis b sechzg;
Vader und Muad, wart - zhln mitnand oanneunzg,
Droi hat dein Vad bovo; und dein Schwst, dJuri, wird oanlf;
Vier, n fnf go hnd kloanhoat gstoribn, d zhln nix. -
Ped, gehst leicht du f d Haozt, natrli, wo sist aus?!
Heunt wirds Vlln mehr kriagn, i bi fraoh, m Platz is m sich;
Hint d Spielleutbenk, i woa s, volangt s koan Hund z lgn,
Pumpert und beidelt eahn z viel; i aw la s beideln und pumpern,
Mrk m d noi Tnz von jung Hagn und Hning,
Hau i dhuit bo d Nacht dert wieder bs z raunln und z humsen,
Ollweil ds Olde wird mir, mein Ped, so zwid, wias enk wur,
Hau, und frtaus sinnirn und roaten macht mr n Kopf z dick:
Ggn droitausend, mein du, hnd hald ell wann m s in Kopf troat! -
Mi, Nz, wttm, mi - schreit oan vo d Vosprengten,
D s oll, wiar schmtzt, std wied nhern und herstehln -
Mi, Nz, kennst nt und woat nt, wia old i bi. - Und mi go nt!
Schreit d zweit und d dritt und vostlln eahn Stimm und rdn dwi;
Awer er mrkts, d s n fockn, und denkt s: d hnds, d mi trtzt ham!
Kenn di schan - soat - du bist den olden Batzenlippel sein Lipperl,
Hoi hundsjung und saugrob. fs Jahr weng lder und grber!
Enk zwoa andern - is schad! do i kann mi nt bsinn und guat is s -
lder aw sds km wos nserne Salzburger Terzen;
D chserl, meints s, hnd brav und wern sicher zwen stattlige Ochsen! -
Soats und geht, wann s Stroafen und Stroppen anders dert Gehn hoat:
D Hndt wia d Hrndl d Schneck voraus und aft wied wia d Schnecken
Tridl fr Tridl dhi - wohl langsam gehts, aw gehn tuats.
Hdnn n d Buam nt voweilt und d Mllnhund zu Raohrt nt angfahrn -
D Hund und d Buam, wann n d nt wrn, moant d Nz, od frmm! -
Lngst wr dort, und heunt is schad um jede Minuten:
Heunt gts z trink gnua, weils gwi gnua fragde Leut gt;
Na, und d Nazi nur Bier, nur Bier ganze Kanln und Krag voll!
Auskimmts ehnt nt z oft und dhoamt hat Wass wia d Klb! -
Nazi, kennst mi? schreit oans von n cktisch dan - Na, nt recht!
Bist leicht vo Porz? - Naja - Jeschps hau, du wirst gen bol vierzg,
s Supherl, d Wei, is dreidreig worn und d Muader hat sechzg ghabt;
Vier Jahr wirds in Hinaus, d s dn Vadern in Holz dschlagn hat;
Der in dr Ewschwang haust, s Bruad, d Gottel, wird siebnzg;
Aw so old wia eahn Vad, dn hnl, wird koan - schier hundert!
Nzi, zw soll ms nt wern? - Weils neamd nix vogunnts und enk selm nt!
Trumpft , schan zlang gehts eahm her, d r: bring drs! sagt und brcht eahms.
Na, so zapf an! lacht d Mann, und d Nazi nt z ful trinkt n Kruag aus.
Mit n Kreiser aft wischt s s Mul und soat: Geltsgott und guat is s!
Guat is s und brav bist, Bau, wia dn hnl, und mi zimmt, du wirst meh nu!
Hau, soviel troats eahm nt oft; denn n iads sist trinkt, ehts eahms zuabringt,
Weil schan bekannt is sein Brau: was drin is in Kruag, das mua aui. -
Wann er aft Hunderten gsoat hat, wia old, und wann d Zung schan schier schwr wird,
Is r f oanmol dhi und liegt, wos koan Hund nt dleidt:
Int d Spielleutbenk. - In d Frua, wann d Menscher mitn Besen
Zsammkhrn, was von aller Welt Pracht und Herrlikeit zruckbleibt:
Fetzen, Staub und Mist - siah, da finden s n Nzi, der schlft nu!
Nazi auf, auf! schreit s Mensch und ntzt n Besen als Wck;
Glei, soat , Mirl, glei glei! - h - h! - glei glei! - bi schan dad! -
Nzi, wia geht denn d Tanz, d noi, den d Hagn ncht geigt hat?
Froat n d Jng, d Ursch - gingging - hbt r an drf und humst eahnn,
Humst und klckelt dzua mitn Fingern - langmchtige Ngeln
Hat r ollweil - f d Brust und nennt sein Klckeln Cymblschlagn.
D Ursch wirft n Besen f d Seit und fht d Miaz und schreit: Tanzm!

I bin frisch Bua,
Tanz vo spat bis in d Frua,
Tanzen und Weibleut,
Das is mein Freud!

Singt seelnguate Seel, d koan Hoamweh nia plagt hat,
D nu sein Lbt der Erst und d Lst nia hat kemm und gehn gsegn,
Der Hchztl, nu so kloan, gwi ollmol drei Tag daurt.
Nix wos d Nasen, d raot, wird sichtbar und krgtzen hert m n.
D Ursch, d Ruasch, aw herts km, so schreit s schan: Nakittel, da her!
Wanns nur Mannmndl is, moant s, aft is s Wcheln glei bss;
Aw d Nzi soat: N, n Nakittel gib i koan Geign a!
Herts es, lacht d Miaz und gt der Ursch und n Kundten mitn Besen n Deut,
Geh n - soat s - geh, und schoibt n, dst nt vo d Zeit fn Mist kimmst!
Zerst wia Mist Geld, aft stattn Geld Mist - wirds halt hoaen, gelt ,Duschnaߒ!
Ja, mein Nakittel, ja, d wildern Leut, ds hnd d Wirtsleut:
Wannst dein Gatl, dein ganz, votrinkst und hast s votrunk,
Beitn s dr nu oan- zwoamol, aft schaffen s di furt wannst nu Durst hdst,
Na, und speilst di weng, so lst schan draust fn Braodsack,
Lump! schrein sdr nach, Kalfackt! und - Scher di zun Teufl! hoat Bfatgott.
Ja, mein Nakittel, ja, d gret Undank wchst fn Schenktisch! -
Nzi - soat d Ursch, dweil d Miaz nu sn Tanzer furtrdelt, n Duschnaߓ,
Nzi, n Kruag voll Bier kriagst vo mir, wannst d Miaz soast, wia old s is. -
D Miaz, schan hbsch spnrucki, woat, wr nu ollweil gern jung und drum trtzt s d Ursch.
Aw d Nzi woa s und soat: Du bist lder wos s Mirl is,
Ja und meh wos vo dir, weil smeh hat, kriag i Bier vo d ,Mirlmoahm!
Z Lahn aft, Mirl, gelt ja! - richt i wieder Ebbn n Grua aus;
Di lt neam graen, du Drud! - Aw Nzi, wart Nzi, das bast m!
Gschiaht d nix, Nz! - soat d Miaz, und wias wird aft, kinnts enk leicht denk:
Is Nzerl wirfelt hoam und singt s Tnzerl, lustigs,
Just, wia d gschlafen Leut voll Hunger beten ums Fruastuck;
Is Nzerl lgt s und rckt oll Viere von eahm f d Hllbenk,
Just, wo d andern n Lffel wischen und aufstehn zum Drschen.
Nzi, drischt mit? froat Knecht, der eahm neidi is um sein Gatt.
Zw denn nt - soat d Nz, wannst s leidst, d i di fn Kopf drisch,
Au fllt freili nt viel vo dn aftern Kopfstraoh, du Straohkopf!
Hau, Frag is ja frei - greint d Bau - du Kund, du ugwamst!
Drum kann ms bleibn lossen - schnappt d Nz - aw antworten mua m.
Gel, du froast mi um nix ganz Tg und ganz Wochn, um go nix!
Weilst nix z wissen volangst vo hufti, wos i d z sagn hd:
Frag mi, wo i zfrim bi, mol, wo i kriag, wos m gschofft is und zuaghert!
Wr n d Vad nt taot, nt d Muad gstoribn vo Loadtragn -
Gsgn drs Gott, i wir old - aw gehts n, gehts n und drschts brav,
Lats enk n Zorn aus in Denn, de is hitzer, de gsprt nix! -
Weilst n dert s Mul ollmol hoambringst, ds ltz - soat d Bau - vo dn Strzen. -
Ltz - fr di freili is s ltz, weilst s fuadern muat! trumpft d Nzi -
O, der borigt d nix und blieb d nix schuldi, wia weng nt!
Borign macht Sorign, das woat und - Schuldisein, wilde Pein! mrk drs! -
Wer wia d Nazi, d blind, viel z roaten hat und viel z mrk,
Derf s n Kopf nt flln mit Sorign, nt schwrmati braten;
Iabl Zornerl, kloans, Hitzerl, fliagds, das schadt nt:
Is wiar hndig Trunk, brr! aw frn Magn halt herrli! -
Hau, wiar i gsagt han, s leidt n iazt nt lang in d Hll hint,
Trebelt schan wied sn Tritt in Kroas umdum, swiar allmol,
Wann Register macht und s Noie lgt zu den Olden.
Halbe Tg oft daurts und Ncht, d ziftert und auszhlt:
Siebnzhn sechzehn - oans, zwoa, fufzhn, vierzhn - vier -
Zuaghert ham s eahm schan viel und oft, do vostanden hats koans nu;
Und so kkrt wiar in Kopf, so dnett macht rs mitn Faen:
Zwoamal hat schan d Ldn, sit d Leut s Pedbaumguat ham,
Duritret fn Loam, und d dritten, siagst s, ham Gram schan,
Gruam so glatt und glei, koan Zimmblir mitn Dechsel
Machts glei, so glatt koan Tischlgsll mitn Hobel! -
Trebel n, Nzi, und tret, tret s duri nu, is koan Schad drum,
s Holz geht nt aus, d ganz Hausruck steht, aft - d Wald z Kobnaussen,
Tausend und tausend Stm, ja, was sag i, soviel Millian!
Und weilst trebelst und gehst, ham s Tauf- und s Taotenbuach richti;
Drinen in Buach kinnn s fhln und vogssen, du fhlst und vogit nix!
Tag und Nacht hald sinnirn muat, na und du kannst s und tuasts gern.
Mrkn do Leut, d segn, Stern, Stoan, Kraut, Vlker und Viech;
Oa ham Finger und Dm fn Griff, oa d Fa fn Tritt glernt,
Na, und du mrkst d wost herst, Gschichten, Gsngr und Tnzeln -
Lustigs und Traurigs, oan Ding, wast innwirst, mrkst und woat s.
Schad, wannst stiribst und wirst, der alls gwt hat und gmrkt, ganz vogssen!! -

Siah, nu ollweil kimmts und bofelts daher - go vo Mehrnbach,
Robach, Aspach und Henhart kimmts, und vo Weifendorf d Wirtsbuam -
Schene Kerln, gailnte Tanzer und gwappelte Rff,
Spieln um Ksperl und Krnl und Mnsch, hats enk - d Sffr!
Schau, wer kimmt nu, herst! - I - , i - , i - , i - ! -
Mein, d Gaugau, d Gottsgnad-Stummel, und singd kimmt !
Heunt hat dert alls seinn Lust, d Graoen, d Kinder und Narren! -
,Hans sollst hoaen, geht d Rd, Gaugau,Gaugau!schrein d Kind.
Hans, wo gehst hi? Du woat s nt, wos di hitroat, da bist hald!
Bist und bleibst und hast Hung - wos denn - gehst hald ein in d Tischlad,
Bittst nt und dankst nt, du woat nur, da is s und i mags, also, mein gherts!
Ninnert dhoamt woat do und ganz wohl, dst dein Bleibn berall hast.
Truckers Braod, blao Bodn ist d gnua, wann di hungert und schlffert -
Dein Bogehrn is kloan und i wisst neam, dens wr z grao gwn!
Aft wannst gnua hast und grast, nur Ghlzt und Mss zun schnirzeln,
Hlzel von ollloa Frm nach d Duizt und Duizt aft schneidst d,
Gwiblt und kroaslt und zackt und - n Archt schen gnua f n Drchsler,
Ja, awer auweh ums Gwand, wannst koann Flck hast f Sckel zun dreinschoibn!
Hosen und Joppen und Pfoad, und wanns noi wr vo ncht und draust Wint,
Zschnidn f Fetzen und Stream und vorarbt f Bndel und Sck wirds! -
Aft wia d Patrantaschen hht bon Soldaten, so hht s d Sck um,
Und mit beid Hnden schleppt nu vielmchti und i -
I - ! gehts aft und d Freud is - wer glaubts - wia schwr wia greer!
Aw fr d Buam is s hald wied was, d Gaugau wird oans ghmischt:
Nehmn eahm d Sck und lrn s eahm aus und vowerfen eahm d Hlzel,
Siah, od hahn eahms go als gfllt z hchst an n Bm f -
Herrgott, den Zorn aft, z frchten is und s Load - nt zun bschreibn is s!
Awer n Buamn machts Gspoa, wann n Olde greint und n Hans trestt;
Wann r Kid, das nu kloan is und gschrckt, laut woant und dvanlft. -
Hans, du stehde Sndt vo dn Vadern, du Schandt fr dein Muad!
Fremde holn s n Sgn und Fremde vosndten s deintwgn!
Sgn und Sndt, dir is s oans, fr di gibts koan Sndt und koann Sgn nt;
Fhrst dein Lbn und wias is, woa i nt und neamd und du selm nt! -

Gelt, was ham grad gsagt: heunt hat arm und rei, Kind und Narr Freud -
Siagst, da kimmt schan Burin daher mit n entrischen Krug Bier!
Nzi, hast Durst? froat s. Ja, soat r; aw sie roachts n Gaugau zerst,
Den und nu ttlign dnbn, d z heiling Zeiten und da km
Gwi Bier segn, ja, was sag i - koann Hoanzel, koann Most nt!
Trinkts - soat s, trinkts wos mgts, d ganze Kruag is fr enk bstimmt!
Na, und das Trink sollst segn aft und hern das z tausendmal Geltsgott,
Vder, i woa s, vo dn Rausch lschtst eft Schsen eahn Durst aft! -
Wieder n andern roast in d Kugelstatt mitr Bitschen,
Hoae Spiel woa s dort, d vo Hitz fs Trink vogen -
Hau, is koan Fhl so grao, den d Mensch nt voziah wia d Herrgott! -
Jagel, se trink - lacht s, falln leicht d Kgel aft liab? - Sollt woh s!
Soat r und trinkt und denkt s: Weibglck is Mannsuglck
Gwn und nu! - drf scheibt r und richti - gfhlt is d Veder.
Siagst s - soat s - tanzen weilst sollst, drum wern d d Kgel nt tanzt.
Awer er gt ihr weng Acht, was froat d Spieljagel ums Tanzen.
Tanzten schan, aw frchten toan s, s matens mit dir toan!
Schnappt s n andner an, den drstt, und sie hat eahms nt zuabracht.
D s hald s Kgel-Stadt-Herrn glei so bissi sds f s Doofleut!
Soat s und geht und bringts aft Hfligern, d s bodankn.
Weib nu hufti, oans da und oans dorthi siagst mit n Kruag gehn -
D Mannleut trinkn wohl viel, do nt holb was d Weib voschleppen -
D Weib, d hn schan so, wann s Freud ham, maen ss mittailn!
Siah, do kimmt s Raosidl selm, mein, wen bringts d schen Braut gen?
Hau, n stoanolden Mann, und so freundli soats: Freut mi, dst da bist!
hnl, da schau! - schreits zruck; denn dAhnfrau folgt fn Fua nach.
Weil d Olden rdn, schaut s Raosidl freundli f d Leut um -
Laut Bokannte, wia s moant, und d Kruag geht von oann zu den andern.
Glck, viel Glck wnscht n iads und n iads moants ernstli und herzli.
Wirs schan brauch! und geltsgott! soat s, da gibt eahm d Lst,
Rndig Bursch n Kruag und zwann r n hart aus d Hndt brcht,
Macht s z bndeln und z toan und aft huimli, d s d hnl und neamd hert -
Soat : Raosidl, i sollt drs nt sagn, du hast heunt nu n Schrack,
Aw - Da kriagt r n Stao und Druckt wird und Taucht,
D s, zwia s schaun kann, wann s bes wird d hnl, n Blitzer f d Leut schoit -
Sagn tuat s nix, zun greinn is d heuntige Tag viel zheili!
Awer ums Raosidl glangt s und soat: Gehm zu nsn Brugg!
Hast leicht n Tritt kriagt f d Fa, hn, oder n Renner in d Seiten,
Dst so dweiend bist?! - Mi zimmt schier, soat s Raosidl, i woa s nt! -
Zimmt di hald ja, mein liabs Leut, aw na, wer kanns nnern!! In Gottsnam! -

Just ums Dumpwern is s, wo gmoanli Jubel und Lust wchst.
D Schenheit blendt nt meh und d Mail und d Masern vohlln s;
s Gschau, weil m nimm recht siagt, wird schrfer und d Rd gurschirt.
Leut snd da berviel, und koan Lckerl so kloan, wo nt tanzt wird;
Stridig Tnz wern schan gsung und d Buam wern hiaer und hiaer. -
Ollweil dumper wirds, und lrmd, stridiger ollweil.
Iazt und iazt ruckt r an - o mein Gott! - dr entstzlig Schrack -
Siah, und da schau, stattn Schrack was kimmt, - s liab Liacht fn Leuchtern!
Liacht, kloans Braderl von Tag, olls schtzt di und bschutzt di und putzt di,
Olls, was grecht is und schen, nur Wilden und Schlechten bist zwid!
Liacht, kloans Brderl von Tag, na, was sagst zu d Braut, gelt, d gfllt d!
Brv, Baberl, brv! - Und da schau, wias umhupft und ugelt und gugerlt!
Olls schauts an, Gwand, Gschmuck und in Gsicht is koan Gngn und koan Heng! -
n Raosidl is just zwanns n andern Kopf hd, d schwren Gednk,
fn Herzen d Stoan, d schwr, olls, olls wia wgzaubert!
Stridige Tnz - singts zua! - Buam, brinnts und laubtzts wia Keanholz,
Weil n d Dumpern n Liacht is gwichr, iaz is s schan gwung!
Rdn mitn Leuten, schau hi, ja go tanzen kanns s Raosidl wied.
Siah, und dAhnfrau siahts und is fraoh, d s lusti is, s hnlkind;
Denn Stund her zwo, hald sit sff hnd vo d Gassen -
Ei, d s d hnl nt neust! - is s eahm nt recht richti frkemm;
Hau, und Liab, das woa s , d hnl, reit m nt aus wiar Feldruabn!
Her und her schan d Zeit und go heunt - hn, Wund! D go nix
Von Huihiaserl volautt od - hd ms voduscht? - schier nt mgli! -
Tausend is das Lust und s Gstu und s Getes is n Lust glei;
Oans wia ds ander machts und kriagts und das is so lusti!

Funkelnaglnoi Stiefel
Und d Taschen voll Geld,
Und mein Vad hat gsoat:
Bua, botrocht dr iazt dWelt!

Und i han ms betrachtt
0, wia schen is d Welt!
Aw d Stiefel hnd duri,
Dhi is mein Geld.

In d Fra bin i furt
Und bi hoam in d Fra,
Und dweil is das gscheh,
Woa selm schier nt wia!

Wannst an n Abnd, an n schenn, schan n Mucknn mischen hast zuagschaut,
Aft, Freund, woat bon n Glei, wias is f n nsrischen Haozt.
Tausend, is das Lust, aw s Gstu und s Getes ist nu gre!

In Gstu und in Gschroa
Smr oans worn mir zwoa,
Ahne Dell, ahne Dust
Hd Haozt koann Lust.


Recht is s, recht, maringn Frua wird ausklopft und abbrstt und Huftign
Is schan mitn Haoztstaub d Lust f s Lbt dvangflogn! -
Recht is s, recht, und s geht heunt sist nu allweil recht rund her;
Just weng gstroaft annand wia zwen Wgn, wo d Wg weng eng is,
Ham s zwo Zchn mol, aw ham zlst dert frnand mgn,
D s eahn koan chst hat gschdigt, koan Lanwid voruckt hat und adruckt.
Sist kloans Ghglt halb Ernst, halb Gspoa gts all Bud, awer achts neamd:
Zwen um Mnsch, um Gspiel, das s oanmol mitnand ghabt ham;
Drei um n Ochsen, Ro, n Hund - so Hndel, wer mrkt drauf;
Treten und gstaoen wern gnua, na, d staoen und treten hald wied -
Fein gehts bon Baunn nt her, aw dert ollweil feiner und feiner. -
s Raosidl tanzt erst iazt recht und mitn Bruggn schau zwoamol nandan.
Eahm gschiaht so wohl zwia nia und n Raosidl whler als langher;
Eahm zimmts ninert so schen, und ihr hbts f oanmol zun gfalln an;
Er is voll Freud, d rs gfunden, sie nt bes, weil rs gsuacht hat;
Denkt s f den Schrack, der kimmt, n, kemm hd solln und is ausblibn,
Od hald nu wann km, wo, wo wr leicht zun ausstehn!

lewfrisch Bua
Schier von Eisen und Stahl
Is n Menschern eahn Freud
Und n Buamn eahn Gall. -

Stark schan ggn Mittnacht gehts, d Prokrad siahts f sn Brad -
S tumbckene Uhr bald so grao und gfurmt wiar Pauken
Nennt r in Gspoa gern so - und d hat r in Hndten und schaut drf.
Viel hat z toan ghabt heunt und viel hat tan, aw dHauptsach
Kimmt erst - just will hi, d sfroat, obs eahm recht is, dr Ahnfrau,
Eahm und d jung Braut - eahm Bruggn wirds aft schan recht sein! -
Wann d Torten - ? Da siah, was gts gen nu ab iazt f oanmol!
Reid blitzblawi, Stuck siebn, n acht od nu meh
Pofeln weltlt daher von Tanzbom eilds d Stubn zua -
Jesss, denkt s Raosidl und gibt eahm n Sti, iazt kimmt gen d Schrack! -
Was m vospricht, mua m halten als Mann: d Brugg hat seinglodnt
Heunt frua marings und na, da wrn s iazt und snd s, und d Braut mua
Tanzen mit oann nach sn Ghoa, eahn is s oans, is s sein Gspoa oder Ernst gwn!
So bonn Glei hats glautt eahn Gwlscht und Gwablt und Gweltlt.
I sags grad bonn Glei, weil mi s Nachzngeln niamals leicht ankimmt.
Han i enks gbn - und i hans! - soat d Brugg so halt i enks , s Wort.
Is s schan hbsch ggn Endt, ganz aus is s do nu nt d Haozt.
Raosidl - wendt s um - kimm daner und tanz, weil s mn Ghoa ham!
Mein Gott, d Schrack, da is , denkt s Raosidl, in Gottsnam! Und schau n,
Fleii, wias wr und sein sollt in der Eh, sollt sein oann und oll Tag
Fleii folgt s eahm d Braut, weng anschia tuat s, do da steht s schan! -
Awer i kann nix wos landlrisch, soat s, und den boarischen Langaus. -
Dnett zwiar i - soat d gret vo d Reid so deutsch und so deutli,
D oll zwoa grao schaun, d Braut nu mehr als d Brugg -
Dnett zwiar i! soat rescher und glangt um d Braut und schreit: Afgmacht!

Spielleut, s Schwanz,
Machts mr f meine Tnz,
Meine Tnz geigts mr f,
Aften zahl i enk brav! - Juhu!

Vd! schreits Raosidl, Hias! - aft dweiend s und - da is d Schrack! -
Das is freili Schrack, hald ja, und - d Hndt ehwennst umdrhst,
Wo is d Braut!? - Von alln Seitn schoits zsam und - wos is s und wos gts da! -
Hin is sund wo?! - Koan gschlossene Tr is in zwo, drei Minuten,
D nt schan eingrennt wr, in ganzen Haus is nt oane -
b d Stiag gehts - pumps, pumps! - zwann m Krautstoan wutzlt und Fss,
Hn aw nix wos Leut, denn alls is f oanmol in Aufruhr:
Muler und Fa und Fust, olls rhrt s und wihrt s und werkt rund;
D Zchbuam schrein oanch den oann, zwia s Vieh, wannst s durignand joast;
D Mensch toan Giller und Schroa zwia d Katzen, dst gch fn Schwoaf tretst;
D Spielleut hupfen f d Benk, d n Geignn nix gschiaht und eahn Gigeln;
D Weib glangn ds Tail ums Bschoad, ds Tail habri n Mann fst -
Wann nrn Bschoad nix fhlt, moant d oa, wgn n Mann und wgn seiner
Hats koan Gfahr, do d oa denkt: hi Bschoad, nur i und m Mann da! -
D Kellnrin schoit wiar Weps, d Kchin burren wia Hummeln;
Wild wos Herndelkf wern d Knecht und d Dirn wia Hournau -
Zwannst mit n Brand in namoahffen stchst, so is s anzschaun -
Aw gottlob, s is Nacht und i wunsch, s wrs ollmol, wanns Strid stzt! -
Schau, schan schier obn zwischen Binder und Bck, wo s dWg ausnand tailn,
Schoppt s s iazt - zwen Schroa, schier so hell, zwanns Pfiff wrn,
Herst, aft Grllz wilde und Kreis, zwann zwen Tratstier
Taucht wrn worn - bbs Tragns, dst nt woat wos s is, weils koann Laut lt,
Rumpelt vobei duri d Leut in oann Prll schnurgrad zua fs Wirtshaus -
Viel rennt den nach und zruck, ds ander fr wo s grllzt,
Aw kimmt schan zspat - fn Bom is Gwurlt und Umkrlln,
Zwia nach n Rgn, n schwrn, der d Wrm ausn Letten hat ausgschwemmt,
Obnher is olls schan vobei, n oanzig Scheld, zwannst schnalztst,
Ja und kinntst s guat mitr Schlittenpeitschen - kracht laos nu -
Weil r aw nu knallt, wirds ents Bindzaun lemd:
Pssm, Pssm! - krllts bern Zaun und - den mua i seh,
Der mi da umgschmitzt hat, wann i n siag, sag i, kennin und mrk mrn! -
Weil nu schilt, kimmt gstign halb und halb gfalln f d Straen,
Na und aft grao wiar r is und stark und Mensch, der Schneid hat,
Druckt mit nackten Knia und dort und da gschirft fn Leibsfell
Peankisch von Art und hoa vo Zorn duri d Leut bis in d Mitt hi,
Olls is gwichr und weicht, nur n oanzig steht wiar Stoansuln -
Bis s leicht du? - schreit d Hias - d blawmuntirte Deutschmichel -
Denn wer anders als der sollts sein, das s dmpisch daherbricht! -
Pssm, Skrwold, sag ja od n, d i eahm z toan woa!
Liab, du Lkel, wrst bliebn derst bist, dei Pssm macht koann
Ungrischen Reid, und Bchs und Sbl troat d Steften,
Katz bleibt Katz, wann s blst, und d Hpping, wia blht , bleibt Hpping -
Magst leicht nu mol floign? - schreit d Brugg - denn der is d Stoansuln.
Bi m schan gflogn gnua, und i woa iazt gnua; aw s Raosidl wanns wisst! -
Sein tuat s dn Wei, aw bleibn dd sis nt, denn du hast s zrissen; -
Du, du Rftoifl du, neamd sist als du und d old Hex
Hds s gwn in d Nacht von Jakobitag, d mi gstrzt ham,
Kenn schan dn Griff, du mein Vogl Greiff, und dn Pfiff kenn i iazt,
Awer i mrk drs, du - boarisch Hund! - und wia Kader f Kader
Springt r f ihm - umsist - lt schan wieder ent d Plank!!
Aft wias hoat: Wer hat, den wird gbn, wer nt klckt, den wird gnumm -
Fllt in oann Stroach alls her ber alls, was blaw is und mithilft -
Dr Engl in jngsten Tag hd z suach und z klaubn, so Str is! -

Std is s, alls is vobei, alls is schan wieder in Wirtshaus.
Buam stehnt schbelweis zsam - d Brugg! d Brugg! sist herst nix.
Das is Kerl! - und - der hat Strk! - ja, wo is denn? froat wer;
Auweh, nt da! - bb hnd s eahm lloan ollsand f d Lst Herr worn?! -
Dnett wlln s lffen und schaun, da kimmt daher bern Tanzbom.
Gts da leicht nu was? froat . Nix, sagn s, um di hdn mr umgschaut!
So? I schau auf mi selm, da brauchts kein Schaun. Is d Braut da? -
Han drs schan grtt! - soat Bursch - dersell is, der um d Sach gwt mua
Habn, der n Raosidl hat gsoat, d s heunt nu n Schrack wird ausstehn -
Brv fr heunt - soat d Boar - n anders Mol la mr s lffen;
Liab nu is s m, la s stehn, so siaht s, d nbn mein koan Gfahr is! -
D Ahnfrau, n Bruggn wia s siagt, lat s Raosidl aus, s kloan vowoante,
Und haochmchti wia s is, steht f und soat: Joseph, sitzts he da!
Dahe sitzts, Joseph, zu mir und zun Raosidl, trests Enks und strkt s s!
Ihrtzen mui Enk vo Freud und dugtz Enk nimm mein Lbt;
Grao Gf holt i f Enk, und bi fraoh, d s vo Moarhof d Moar hds!
Spielleut - ruaft s laut - lgts d Geign f d Benk und s Cymbl und d Trumpeten!
Kellnering - ruaft s - blei stehn wost stehst, und we sitzt, de blei sitzen!
Thams - soat s zu sn Mann - du ruck he da zu mir, dst m Zeug bist! -
Alls wia sis schafft, is und gschiaht: d Sach lt, d Leut sitzen und stehn std.
Joseph - soat s - heunt is s fufzg Jahr - bo nsch Famili da bleibt schan! -
Da bi i dagsssen wia d - deutt fs Raosidl - trauri,
Nu viel traurig, oh! denn d Mein is nt gwn swias s hds.
Thams - soats s- wir fein nt bes, w i di schndt zerst, s Lob wird viel gr!
Std mitn Mul is gwn zwiar s, halt mit Hndten und Faen
nt anders - gottlob, s hat koan Rffen nt naot ghabt!
D Schenheit hds nt vodeant und mein Guat und mein Gatt nu weng.
Dstwgn hd mi wer mgn und i eahm, n holt gwn wrs und worn nix;
Dnett soviel, mein Raosidlkid, wia mit dir und dn Huihias -
Meins wr Lump, Votuarer worn; dein Narr Runirer.
Siagst n den hirngsengten Schedl, was andern scheucht, in das tappt er:
Lt s de Narr angschirn, desntern toan d annern, d s fahn;
Sitzt s der Kopp f Ro, kunnt schen hudeln dhuit f n Loanstuhl;
Hht s n Sbl um d Mitt, hd Grtel, pfawnfdgstppt! -
Do vobei is vobei, e is Herr Husg, du bist Moaring,
Moaring wir i vo fufzg Jahr und i wnsch d m Glck und mn Haussgn,
Da, m Thamerl, d guat, hat mi guat gmacht und mild und barmherzi,
I - und s hat n nt gschodt! - han n iablmol greschnt und fgfrischt;
Kinder, oans wia ds oan rr und nt weng hnd s gschenkt worn - da sitzen s:
Geistli Herr Suh, roachts m d Hndt, d i Enks ku, und aft but m d meine!
Enkr hat Sgn und Weih, do d meine hat Plag viel und Mah ghabt.
Buring, Tcht, stehts f und schoffts enkern Kinn, d sfstehn!
Sechts, das is ns Bluat, und gottlob, m Thamas und i ham
Dert nu oans, hm! - Rund umdum schaut s, wia da dert d Leut schaun. -
Joseph - soat s aft und wendt s zun Brugg - dzoihts Enk rechts Wei!
Recht is s so, ngrad z len, z woah und z guat, s hdt stark, machts Enks krfti!
Raosidl - soat s - dir hats graten, gro graten - dn Mann wird ganz!
Ganz, mrk drs, gts weng, und n ganzen mua ganz s Wei ghern! -
Mir zwoa lbn nimm lang, d zweit Haozt ist ds erst Steribn;
Awer i stirib iaz gern, wanns dzua kimmt, du hast n Mann kriagt,
Mann, n rechten und grecht und n Moar n rechten d Moarhof.
Gsundheit trink i enk iazt und heng f aft, d d Lust wieder anhbt.
Kasp - ruaft s- trag iazt d Torten f und n Wein zu d Gsundheit! -
Flink is d Kasp dhi und flink is s gholt und da is d Sach,
D Spielleut geign eahm voraus und er macht drauf sein Ceman:

Auf diesen heutigen Tag sein wir eingeladen worden bei dieser hochzeitlichen Mahlzeit, auch beede Paar Brautpersonen, zwei Vater, Geschwistert, Freundte und Nachbarn, Verwandte und Bekannte; sein auch eingeladen worden bei der Ehrengeachten Brautmuater auf ein Frhstuk, nun aber sein wir gangen ber die Gassen und Straen zu den Lobwrdigsten Gottshaus Schildern, allwo dort rastet der auserwhlte Bischof St. Martin, da haben sie empfangen das heilige Sakrament der Eh und der himmlische Brutigam hat seinen heiligen Segen darber geben. Nun aber nach dem heiligen Lobamt sein wir wiederum gangen ber die Gassen und Straen zu den Ehrengeachten F.X.E. Bru und Gastgeber in Prmat in seine Behausung, da ist einer jeden hochzeitlichen Person auftraktirt worden von Kuchel und Keller Speis und Trank, zwei Viertel Bier und um vier Kreuzer Brot und das Mahlgeld samt der Nachzech macht 3 fl. 40 kr. Sollen aber einige Personen hier sein, die ihner Sach nicht recht bekommen haben, so soll es dem Tischdiener oder Gastgeber gemeldet werden, er hat noch Brot im Kasten und Bier im Keller und andere Traktamenten in der Kuchel. So sein wir den heutigen Tag brav eingerichtet gewesen mit jungen Leuten, mit Tanzen und Springen, mit Lustbarkeiten, sein auch gro oder klein, jung oder alt bei dieser hochzeitlichen Mahlzeit lustig beisammen gesessen. So hat sich der Tag vollendet und die Nacht, die kommt herbei; da wir aber nicht vergessen auf den himmlischen Brotmeister, so wollen wir ihm auch danken fr alle Speis und Trank, so wir den heutigen Tag empfangen haben! Auch so lat sich der Brutfhrer und der Jungfrauengleiter zum allerschnsten bedanken, und sollen sie ihre Sach nicht recht verrichtet haben, so sein sie noch da, ihner Sach zu erstatten; so lat sich auch mehrmalen der Ehrengeachte Brutigam, alt und jung und auch ingleichen die tugendsame Frau und Jungfrau Braut bei diesen hochzeitlichen Personen zum allerschnsten bedanken, da ihnen haben das Gleit geben und gholfen; nun soll auch der Ehrengeachte Brutigam mit der tugendsamen Braut noch einen Ehrentanz tun; da sich aber keiner untersteht, der ihm einen Fu untertanzen oder unterspringen sollte, da auch keiner in groen Schaden oder Unkosten nicht hineingefhrt werde, die Geistlichkeit oder Obrichkeit nichts zu schaffen habe; nun so bitt ich meine Lieben Hochzeitlichen Personen, sie wollen mit meinigen schlechten Danksagung Voliebnehmen, weil wir sein ausgangen im Namen derallerheiligsten Dreifaltigkeit, Gott des Vaters, Gott des Sohnes, Gott des Heiligen Geistes in alle Ewigkeit Amen.


So, n Huat in d Hndt und voll Ernst spricht dr olde Prokrad,
Und wiar er mit Ernst und Andacht lisent und lost olls.
Drf geht s Gsundheittrinkr an, und so zierl und gschmchi,
Ha, m mua das nur gsegn habn! s Kasperl, d vornehme Sprch,
Selm mua go - d hnl wills ham - f sn und den jung
Paar eahn Gsundheit und Wohl Glserl schwing und ausnoagn,
Und bon Ehrntanz aft - d Thams is mad schan und ruaht gern! -
Zoicht s eahmr f, dweil s woa, d s tanzt mit eahm schens Paar macht.
s Raosidl, von Schrack nu gschrckt und bodilt vo dr hnl sn Zuardn,
Tanzt wohl zerst weng schwr, aft aw gringer und gringer.
Denkt s d Sepp - weil ghert hat mol, s sollt eahm gwi nachgehn:
Wia d drei lsten Tnz so d ganze knftige Ehstand!
Denkt eahm: mein Gott und Herr, i bi zfrim, wann wird so dr unser! -
Nach n Tanz, er lt ss nit whrn - d Thdd mitn Geigerl
Sekundiert eahm dazu - singt dr olde Prokrad zun Bschlu nu: -

s Haoztgsang

1.
Kind, herts nur f von schnadern,
Mein, seids nur bil still,
Losts f enkern olden Vadern,
Was r enk heunt votragn will;
Schauts, s seids zwoa junge Ding,
Nix fr unguat, da igs rd!
Lats enk heunt Lehr vosing,
Von n Vadern schadts enk nt.

2.
Is s nur enk Willn und Moaning?
Hat enk heunt d Pfarr gfroat,
Wllts enk mitnand voroaning?
Flugs hds einbascht, Ja! habts gsoat!
Ja - is kurz und is bald gsproch,
Aw, Kind, denkt fein drauf,
Was s bedeutt: - wird nimm broch
Bis in Tod, da herts erst auf!

3.
Da s guat ausfallt, liabe Kinn,
Kimmt f nsern Herrgott an,
Ohne den wird d Freud bald zrinn,
Er is s, ders dhalten kann.
D Ehleut, d nt fleii beten,
Kehrn bal alles um und um,
Drum lats enk s nt neten
Bets fein fleii, lbts fein frumm!

4.
Zerst guats, votrglichs Wsen
Is Ding, das d Ehleut ziert,
Wia m bei St. Paul kann lsen,
Wann oans tragt den andern d Brd:
Schauts, mir sn ja alli fehli,
Bald fhlts s Wei und bald d Mann,
Und wer nachgibt, der wird seli,
Und wer zankt, bringt d Hll dvan.

5.
Wann enk Gott wird Kind geben,
Seids fein fleii, ziahts s guat,
Fhrts s zun n christlign Leben,
Lats enks nt aus enkr Huat;
Toats fein stndl fr s wach,
Toats koann Schlnklbuam dziagn,
Wern uns mir bal d Hoffnung mach,
Da m brave hnl kriagn.

6.
So mats lbn, so mats wandeln,
D Hauptsach, d vobleibt enk d Treu,
Is Ehrabschneidn und Weibhandeln
Is ja whrl nimm neu;
Martin, schau, du hast dein Kthel,*
Schau bolei koan andre an,
Ewi wrst Toifelsbrdel,
Zeitli wrst schlecht Mann!

7.
Jezt habts ghert, wia s mats leben,
Gib enk Gott guate Nacht,
Gib enk seinen vterlign Segen,
Dann wird alles leicht vollbracht!
Wia d e r Tag solln olle werden
Abraham, Isak, Jakobs Gott
Leitt und bschtzt enk hier auf Erden
Bis an enkern spaten Tod!

Wied wia ehnt bon Spru ggn Endt macht dr olde Prokrd
Gar n andchtigs Gsicht und so fein, zwann weit wg von Leuten
Stnd und sung, rewdirt ds lsti Gstzel - d Thdd,
Los n, de Mann wiar wunnschen geigt, zwann Klaostfrau chorsung! -
Geigt und geigt, olls is mausstd und hat frumme Gednk.

Wia der Tag solln alle werden,
Abraham, Isak, Jakobs Gott
Leit und beschtz uns hier auf Erden
Bis an unser spaten Tod!

Singt d Prokrad und noagt s und d Ahnfrau noagt s ggn sein.
tli Minuten darnah is d Tisch, wo d Brautleut hnd gsssen,
Lr. - S hnd hoam. - Stattn Lrum ham s Rua, stattn Gschwurfel - s lloansein. -

Bschtz enk und uns d liabe Gott
Bis an unsern spaten Tod!