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John Brinckman

Kasper Ohm un ick

Plattdeutsche Erzählung

Buten frür dat Pickelsteen. Ick hadd æwersten bannig inkacheln latenun deoll Aben bullert' man orig so von dat böken Blankholtwovon he drangvullproppt wir. Een Buddel Schato Dikem hadden wi all dat warme Blot bet up denletzten Druppen aftapptun bi de tweet wiren wi grad biun vier anner stünnennoch in den Korw rechtsch von miso dat ick man totogripen bruktahn uptostahn.Oll Unkel Andrees set æwer in minen Armstohl vör den Aben'n Fotere dree orevier af un hadd sick von den veritabeln Türkschen instopptden ick von P. J.Behnken an 'n »Glatten Aal« för des' Gelegenheit halt hadd; denn de oll Herrfrög nich vel nah Glimmstengels nahun wenn se ok ut de Vega de la Habanaimportiert wiren. Wi annern'n Manner söß hochhadden uns æwer de Trabukoshermaktwo 'n apen Viertelkist von up den Disch vör uns stünn. DeFinsterladen wiren dichting to un de Roulos dalun dat was so mollig in minQuartieras dat männigmal in son oll Junggesellenharbarg iswenn dor godeFrünn in tosamen kamende sick 'nanner mœgen un de jedermann mag. Ick hadd nämlicholl Unkel Andreeßen richtig dorto kregen un an de duwwelten Trossen von sinVörleew un Fründschaft för mi un uns' Vetterschaft in minen eegen Habenbinnen slept. – »NaBengel«hadd he to mi seggt»denn helpt dat nichseggt Toppstedtdenn möt ick mi jo woll man gewen; denn kam ick morn abend sohento sössen to diHans! Man länger as bet dreeviertel up negen bliw ick nich;ick kam so all dordörch üm min Partie Lomber Imperijalun dat do 'k ünnod.«Oll Unkel Andrees süll üns nämlich mal eens richtig un sonn beten de Reeg nahall sin Fohrten un Stückschen vertellende he in sin Slüngeljohren mit sinenOhm un minen GrotöhmeKasper-Ohmenhatt haddwat siner Tid eenen gewaltigenSchipper vör den Herrn west wirdormit dat noch up Kinner un Kinneskinner kemso seker as de Chronika von de heilige Genoveva un Offerussen un de Legende vonden Pannkokenberg un Kaptein Sindbadden un den fleegenden Hollander un de InselFelsenborg.

Un nu set de oll Herr richtig dor un let sick ok nich irst twee lang un tweebreet nödigen. He kek üns 'n Ogenblick scharp un plietsch aneen nah 'nannern. Wiren dat ok nich all Vettern von em un miso wiren dat doch bekannteGesichterde richtigen Switiesas oll Unkel Andrees uns to döpen pleggt'undorup grient' he sick un säd: »NaKinningsick heww mi dat gestern un hütall sonn lütt beten trecht leggt. Wi sünd jo nu woll Ahl Pipel an Buurd? Ickbün nu klor; dennso smit ick nu de Troß af un kann nu de Fohrt losgahn.Seefast sünd wi jo allun dat beten Spölwaterwat dor bi vörfölltdatlat't ji juch woll in de Hoor drögen. Nadenn gäw ok dejenigte got Achtung!as Utröper Prüter von den Ambarg sin Tid to ropen pleggtwenn he an 'nefrisch Strateneck kem.

Wer Anno een ore so– up een Johr mihr ore weniger kümmt dat dorbi nichan; genogdat was nah den Rostocker Botterkrieg un vör de Franzosentiden un asde Fastgälljassen un Mufferdeischoners noch in de Mod wiren un man so'neFohrtüg' as Klipper un Schruwendampers noch nich kennen don ded– wer dor deKoßfellerstrat ore den Borgwall in Rostock lang kamen isde mag dor villichtüm de Adventen utwenn de letzten Appelschep mit Hemp un Talg un LichtersmitLinsaat un rußsche Seep un allerhand so'ne schöne Sæbensaken von PetersborgHaben binnen kemeneenen stiftakelten un strammen ollen Burßen preit hewweneen dägtes Rundgattbreet un vull æwer Bog un Speegel as ne hollandsche Kuffun dat was min Moderbroder Käppen Pöttore kortweg Kasper-Ohm benömt. Dehadd all sit Anno sæbenunsæbentig as Kaptein von de Fastgälljaß Anna MariaSophia up Petersborg fohrt un sick 'n schönen Schilling ut de Gravensteiners unGoldränetts ruteslahn un hadd so vel vör sick bröchtdat he dunn all deSchepfohrt upgewen un von sin Tinsen un Gotts Gnad un de groten Botterbrödriklich hadd lewen künntwenn he man wullt hadd. Wenn he æwerst to Hus wir undenn sünndags morns Klock teihn de Strat ruppe stüert nah de MarigenkirchdatGesangbok ünner 'n linken Armdat lange spansche Ruhr ünner den sülwern Knopin sin rechte Fustden nigen dreekantigen Hot up 'n Kopp un 'n Zopp achter 'nKoppso lang un dick as 'n rökerten Spickaal to sößunddörtig Schillingdenn sehg he so mastig un kumplett ut as 'n regulären Schout by Nacht ore 'nRostocker Börger ore irgend so'n annern forschen Kierl bi de Sprütt. Un wennhe nahsten up dat Schippergelag bi den groten Fastnachtschmus nah Disch sindrüdd Glas Grog wegstaut hadd un up all de Legerwalls un Wedergallen un all deNurd-Nurd-Osts bi Nurden to spreken kemde he all afwedert haddun von deMunsuns bi Batavia un von de Magellan'sche Sund bi Kap Hurn un de Passaten un deMahlstrom bi de Lofodden un den fleegenden Hollander bi de FlamlandischenEilanden ond de grot Seeslang ünner de Lakediben vertellen don deddenn pust'the so'n grausamen Damp ut sin lütt ierden Pip vör sick weg as een Urlogsmannde ne vulle Lag ut alle Stücken von de Backburd giwwt. Dorbi sprök he so moiHollandsch as een Schiedamer Schipper. Ob dat nu dorvon kemdat he so oft inBatavia west wir ore dat he sin Lewdag so vel veritabeln Knaster von RuyterPuyterZnuyter en ZoonenAmsterdamsmökt hadddat weet ick nich. Dor wirenwoll weckde sädenKäppen Pött hadd nie nich sin Näs' æwer 'n Belt unSkagerrack rutesteken; æwerst dat wiren gewiß all man so'n afgünstigeSmugglers un Sötwatermatrosenschowjackige Ballastschüwers un schlusuhrigeHiringswrakers mit keenen Schilling Geld in de Furrickun so'e trandrüsigeTopgasten estimeert Kasper-Ohm ok nich een Spier; man dat hewenn sonnKeelschwin em vör de Bog kemdat linke Og dichting toknep un mit dat redetedwars æwer sin Näsenstag nah den Spurrer henplirtas wenn he seggen wull: »Gottverdom mimein Jongekumm mi nich in min Fohrwateroder ick jage di minenKlüverbom in die Kombüs!« – Ob Käppen Pött nu würklich nie nich ut denSund un dat Kattegatt vör 'n annern Windas den sin Tung maken dedrutelopenisdor heww ick mi man een eenzigstes mal sülst üm kümmert un dunn nie nichwedder. Un dat kem so:

Ick hadd dunn twölw ore dörteihn Jahr up 'n Puckel un was grad so'ngottvergetenen Slöpendriweras je een up de Ballaststäd bi dat Mönkedur sickmit sin Frünn sünnabends nahmiddags de Näs' ut æwergrote Fründschaftblödig slahn hett. Nu hadd mi minen Vader sin Maat 'ne Flöh int Uhr sett't vonwegen Kasper-Ohm un Bataviaund or ick grad in de Gegraphie von 'n Kanter 'npoor höllische Ramps wegkregen haddwil ick bi Batavia nich so got Bescheedwüßt as min Öhmeso möt mi de Moord ridenun ick frag emnämlich Pötten– as wiick un min Ollgrad bi em sünndags up Rindfleesch un Ris mitPlummen to Gast seten – »Kasper-Ohm«– frag ick – »up wecken Gradliggt Batavia?«

Min Oll kek mi dorup ganz plietsch anas wenn he seggen wull: »Jungplagtdi disser un jener!« – Kasper-Ohm würd æwerst up eens verdeuwelt brunutsehnläd Metzer un Gabel dal un schöt dwars æwer sinen Näsenspanker so'ngiftigen Blick nah mi hendar ick dat nich uthollen künnvör mi up datDischlaken dalkiken müßt un all dacht: Nu sleiht he di an 'n Hals! – Dar dedhe æwerst – Gott si Dank! nichick segg: Gott si Dank! un heww een Rechtdortodenn he hadd ne Fust as ne Ballastschüffel; he säd blot to mi in so'ndeepen Tondat mi acht Dag' nahher noch dat linke Uhr – denn dat was sinrechte Hand tonegst – dorvon dræhnen ded:

»MorblexJonge! kik mi in den Kikero ond driw du keenen Schmoggelcommerciumonder den Disch mit dine latinsche Vokabelsverstehst du miNäs'water!«

Dor ick dat nu würklich den Dag vörher dan haddmit de Vokabels nämlichas ick to min eegen Schimp un Schann' noch up min ollen Dag' gestahn mötundor ick dat gor nich begripen künnwen Kasper-Ohm dat hadd steken könnt–so fohrt' mit dat up eens so swer up dat Gewissendat mi all dat Blot in 'nKopp schöt un ick mi so dägten verfihrtas wenn de oll Kanter mi sülst dorbifat't kregen haddbi de Vokabels nämlichun ick vör Angst den grotenPlummensteen mit dalsluken müßtden ick grad mang de Tähnen hadd. Nahstenwull mi dat Rindfleesch gor nich mihr recht smeckenschonst dat von 'n fettenjütschen Ossen ut Tietzen sinen Schorn wasne Handbreet Fett anun newunderschöne Soß von HiringBotter un Marressig to de Katüffeln.

Von de Tid af heww ick Kasper-Ohm nie nich widder nah Batavia fragt. Ganzverget un vergew he mi dat ok nie nich. Denn vördem hadd ick jedwermal toPingsten un Wihnacht een lübsches Markstück von em schenkt kregenwo ick mitmaken künnwat ick wullun wat ick ümmer flink no verswupsen ded. Von Stundan was dat æwerst dormit rein ut un vörbi. Dat hadd ick dorvon. Worüm wir ickok so'n Döschkopp west. Toirst glöwt' ickKasper-Ohm hadd dat man blotvergetenun töwt un töwt– æwerst keen lübsches Markstück kemhöchstens 'n poor oll brun Päpernœt to Wihnachtun so blew datbet ickinsehgdat Kasper-Ohm blot dat Markstück vergeten dedwil he Batavia nichvergeten hadd. Nah disse trurige Erfohrung heww ick mi ümmer bestmæglich inacht nahmenkeen Minschenkind afsichtlich up sin Batavia-Likdurns to peddenwil man nich weeten kannwat för 'n häßlichen Schaden man dorvon wegkriggt.

Ick heww æwerst noch männig hübsche Fohrt mit Kasper-Ohm aflewt – sädoll Unkel Andrees un staut 'n frischen Priem achter de Kusendenn he nehm datTabaks-Sakrament in all dree Gestalten – ick holl noch een grotes Stück up emobschonst he all lang' dor wegstaut liggtwo wi all toletzt henstaut wardenunick will juch noch 'n poor Stückschen von em vertellenwenn ji Tid un Lust unnich all nog von en hewwt.

Naick kam sünnabends middags Klock twölw ut de Scholidel vergnögtunseil' mit vulle Fohrt de Koßfellerstrat dalup den groten Middelsteen langgrade Kurs in minen Ollen sin Hus Haben binnenun dor smit ick min ollenScholschmökers an ehr oll Ankerstäd achter 'n Aben in de Slapstuw. De Dör nahde Vörstuw steiht halw apenun dor sitt min Oll up dat Kanapeehett sinenNäsenkniper up un lest in de Affisen. Duert nich so langmaracht dor wat deHusdör apen mit so'n Marakeldat de Schostein bewertun rinne kümmtKasper-Ohmbrun as 'ne frisch anteert Persenningseggt nich Goden Dag un Wogeiht dat un steiht dat – stellt sick grad vör minen Ollen henstütt't sichmit beide Fusten up dat spansche Ruhr mit den sülwern Knopknippt dat linke Ogdichting tomakt dat Mul breet as 'n Sporbüssenschlitz un schrigt:

»Broder! Broder! wat ertreckst du di för eenen Rangen!«

Dat mit den Rangen nüms nich anners as ick sülst meent sin künndat haddick glik weg. Ick schul also achter de halwapen Dör dörch un denk: Nawat dorwoll rutebrött.

Min Oll nehmas Kasper-Ohm em so anseilen dedden Näsenkniper afläd deAffisen up den Dischkek Kasper-Ohm an und sehg dorbi so parplex ut as 'neMaddick an 'n Angelhaken. »Wurans meenst du datBroder?« säd hemin Ollnämlich.

»Wurans ick dat meenBroder? Donder un Blixen! Din Jonge geiht min Husvörbi un grüßt mi nich! Ick segg diBroderdin Range geiht min Hus vörbiun grüßt sinen leibhaftigen Unkel nich! MorblexBroder! Wat skall dorrutebraden! Der Jonge kennt sinen Katechismo nich. Wat steiht schrewen inMartino Luthero sin gülden Hustafel iersten Petri fiffif? Ick seh dat kamendat se den Jongen noch an der Raanock upknöpen for eenen Rebellerwat er is.Lat di bi Tiden eenen nigen Tagel van den Reemer halen un köpe di eenen nigenKatechismo van den Bokbinnersünst warst du noch Apenschande van datKeelschwin erfohren!«

»Idat is jo eenen infamden Schlüngel!« seggt min Oll»dat sall em nichso hengahndor kannst du di up verlaten. Dat hadd ick von den Jungen doch minLere nich dachtdat möt ick gestahnKasper! Aewerst Ordnung is OrdnungunRespekt is Respekt un möt Respekt bliwen. Dat weeten wi Kapteins am besten.«

»Well! Well« – säd Kasper-Ohm – »Dat bün ick ok de Meenung. Respektis Respekt un mot Respekt bliwenun dor sünd twe Ell' Trossen got för; derDeuwel mag sünst Kaptein sin!«

»Ick will em schon mit dad End vör den Speegel kamen; wo is dat dennpasseert?«

»Wo dat passeert is! Tjusend Schepslast Tjävel! Disse klockendige Stund'as ick di seggin min eegen Hus!«

»Is de Jung denn bi di in din Hus west?«

»Neebi mi in dat Hus is er nich west.«

»Denn hest du woll up 'n Süll vör din Husdör stahn?«

»Nedor heww ick ok nich stahn.«

»Wat! denn hest du woll vör dat Finster seten?«

»Neeok dat nich!«

»Nawo stünnst du denn eegentlichBroder?«

»Nawo skall ick denn stahn hewwen! Du fröggst mi am Enn' nochob icknich ut de Dackluk keken oder gor up den Schostein stahn heww. Up den Armstohlset ickachter bi den Aben!«

»Aewerst wenn du up 'n Armstohl achter bi den Aben seten hestKasperhettmin Jung di von de Strat ut jo nich sehn künnt!« röp dor min Oll un lacht'sickdat em de Buk bewert.

Kasper-Ohm nehm dat æwerst hellschen krumm un schreg vuller Raasch: »Donderund BlixenBroder! Stahn oder nich stahnsehn oder nich sehn– der Jongemot jo Respekt vör dat Hus hewwen!« – Un dormit scheest he wedder ut de Dörgrad so as he rinkamen wirun sprök vierteihn Dag' hendörch keen Wurt mitminen Ollen.

Min Oll wir up den »Poseidon« nah Nurwegen un Kasper-Ohm up de grotAppeljagd achter de Goldränettenun wildes müßt' ick mit GretenwäschenwatKasper-Ohmen sin Dochter un Annerbäulkenkind mit mi wasjedweden Sundag in deMarigenkirch von wegen dem Segen des Herrn up Fracht un Kapplaken. Nadat keemuns nu so wedderdänsch andat wi dor Höltendrætick spelt. Aewer jüst dennmüßt jo nu Kasper-Ohm von sin Appelfohrt trüggkomen un uns in de Kirch bi ditSpill ünverwohrens to faten kregen.

Un he kreg mi an den Kragen von min Jäcke fat't un let mi ok nich ihre losas bet wi in de Achterstuw vör min eegen Moder stünnende dor in den Armstohlæwer ehr Gesangbok in so deepe christliche Betrachtungen setdat se orig tohopfohren ded un sick de Ogen riwen müßtas Kasper-Ohm mi mit 'n richtigenwollgemeenten Schups von achter to rinne smet.

»Herr du mein HeilandBroder! Broder!« – schreg se – »Du stöttst mijo woll min eegen Fleesch un Blot dat Gnick in min eegen Hus af. Jesus GottesSohn! wat is dor nu denn all wedder passiert?«

»Wat dor passeert ist« – säd donn Kasper-Ohm. – »Wat dor passeert isfröggst duIllschen! Unsaglichessegg ick di! Wat noch nie dorwest issolange der Welt steihtsegg ick di. SüsterSüsterwat meenst du wollwatdor passeert is? For Dæms is er nu rip! Wat segg ickDæmsfor deHöllenfohrt ond de ewige Verdammnissüll ick leewer seggenfor Pick ondSwewel ond den Gottselbeidich sin grausamste glööndige Kniptang ond Bräuketel!«

»Mein Gott nee jaBroderBroder!« schreg dor min Ollsch wedder up. – »Wathett de unselige Jung denn nu all wedder verbraken? He hett doch woll nich gorstahlen! Jesus Gottes Sohn! hett er dat?«

»LegerSüsterleger«– säd Kasper-Ohm mit den deepsten Tonden hein sinen breeden Bostkasten upmustern künn – »Negenunnegentigmal leger!«

»O Gotto Gottwat hett he denn dan? wat hett he denn dan? Hei kann dochkeenen Nebenminschen dotslahn hewwen?« röp min Ollsch un füng an to weenen.– »Kasper! Broder! Ick bidd di üm Gottes Jesu willen! Dat Kind hett dochkeen Blotschuld up sick lad't?«

»Wat er nu dan hettIllschenSüster«säd dunn Kasper-Ohm»dat stinktgen Himmelsegg ick di! Dor möt een Insehn bi dandor möt Vörpahl bi slahnwardenoder er bringt noch de gesamte Familige von Ihr un Reputatschon onddreggt ünsern ihrlichen Namen in den Schandrachen van de Bosheit un den æwelnLeumundsgeruch van de Niedertracht. Oh! Oh! Ond wann der Jonge noch eenen FonkenGeföhl in sick hadd! Sin eegen Ohm will sick wedder rute wagen in de Baltik mitKantappels ond Bürregrinu dat Äquinoktium mit Macht ranne trecken deit–dat weet eroder weet er dat nich? Sin eegen Vader is all veer Wochen in Seenah Bargen– dat weet er recht gotoder weet er dat nich recht got? SprekIllschen! weet er datoder süll er dat nicht recht got weeten? Mi düchtersüll dat doch weeten. Alleen æwersten dat kann er nich weetenwat sin eegenVader nich all lang uplopen is bi Schagen oder de Paternosters vör Marstrandmit Himp un Hamp un Hün un Perdün mitsamt de ›Poseidon‹– de joGottsei geklagt! eenmal leider nich so fast in de Spantung steiht as de ›AnnaMaria Sophia‹– mitsamt de ›Poseidon‹segg ickun Mann un Mus. Neeweeten kann er dat nichder Jonge. Man bedenken hadd he dat doch sülltdorinmöst du mi recht gewendu magst mœgen oder nichIllschen! wat nich all deMakrelen sinen Vader all hüt un dissen Dag üm de korten Rippen rümme sittendondeep onder sin Pijäckeüm em beter an dat Mager antokamenond wat deLobsters mit ehr groten Schiren nich dissen sülstigen Mojemang dorbi sündsinen eegen Vader de Nahten an de groten Seestewel uptotrennenüm sick nah sinWaden ümtosehn. Alleen æwersten dennoch –«

Wider kem æwer Kasper-Ohm nich. He hadd nämlich dat richtige Flag drapenwo min selig oll Moder am scharpsten bitokamen wir. »O dat ünselige Kind dat!«– schreg min Moderun de blanken Tranen schöten ehr man ümmer so piplingsde Back dal. – »Kasper! Broder! Den eenen heww ick manun dat ick dat ok anem erlewen möt! O Jesusgroßer Gottessohn!« Un dormit sprüng se updat datGesangbok up de Ird' föllslög de Hänn æwer ehren Kopp tosamenkreg mi mitehr beiden Hänn nahsten in den Poll fat't un tus't mi so lang in de Hoorenbetse beid Fusten so vull hadddat dor ne Börgermeisterprük ut hadd makt wardenkünnt. – »Töwick will di woll kriegen; töw mantöwdu Racker du! Miso'ne Schann' to makennu dat Vatting up See is. Ick ward di æwer nah dissenanners nehmen. Di sall de Fleeschpott 'n beten höger hängt warden. So drad asdu nahmiddags ut de Schol kümmsttreck ick di dine Stewel afdat du mi nichut dat Hus un æwer den Süll un to din gottvergetne Kameradschaft nah deBallaststäd henkannst.«

»Treck em de Söcken ok afSüster! treck em de Söcken ut Vorsicht ok afwann der Jonge sick ok 'n Snuppen dorbi haltschadt em nich; – treck emleewersten sin Brok ok noch af ond lat em een von sin'n Vader sin afleggtenPijäckes as Figenblatt üm de Schinkens hangensünst wutscht er di doch nochonder din Näsen weg. Sin Hart is een muurdverbranntes Rebellerhartsegg ickdi! Lütt fangt dat anIllschelütt fangt dat ümmer an! Mit den Mangel anRespekt vör dat Hus fangt dat anmit den Mangel an Respekt vor dat EvangeliumSirachen ond die Weisheit Salomonis ond vor sonn Lüdde Geld ond Verstandhewwenas ick dat hewwond de dor weetenwat Maneer ishürt dat up.«

Un dormit güng Kasper-Ohmun min Ollsch spunnt' mi ok fuurtstens achter inde Kamer in un wull up min Verklorung nich hürenschonst se dat gor nich malto weeten kregen haddwat ick denn eegentlich recht versünnigt hadd. Dat haddick nu von Kasper-Ohm sin barborische Eloquenz. Ick mücht mi noch so dull in mirinne bosendat hülp nich.

Man dat beten Bosheitas an 'n annern Morgen de Barnitter un RethwischerAppelwagens ankemen un vör Kasper-Ohm sin Dör afladt würden un as min Modernu nahmiddags Klock vieras ick ut de Grot Schol kemmi richtig de Stewelaftrok un se mitsamt all de Pantüffeln in dat grot Schapp un mi mit den lütten»Bröder« achter in de Stuwwo de Finstern up den Hoff rute güngenin- unnahsten de Hoffdör un Husdör achter sick toslöt un nah Kasper-Ohm rümme gingüm de Appels in de Tunnen inpacken to helpen! Se wir dor all den heelen Morgenmit de Appels in 'n Gang west un eegens dorüm man wedder trüggkamenüm ehrgrausames Wuurt an mi wohrtomaken. Un dor süll ick nu sitten achter denverdammten lütten »Bröder« un grad bi de Fabul von den Voß un de Windruwen.Dat wir jo so'n bitterbösen Schicksalshohndat mi de Tranen in eensento asSpölwater öwer de Näsenbog wegsimmten. Wi wiren grad midden in 'n September;dat Weder was so warm un macklich; de Sünn schint' so hell up den Hoff ruppeun ick wir dor jo ümmer ok mit bi west un hadd noch jidwesmal de Appels mit inde Tunnen packen hulpenwenn Kasper-Ohm harwsts nah Peterborg güng. Womännigen Appel hadd ick nich dorbi an Buurd un ünner Deck namenun nu süllick leddig utgahnun worüm? blot wil ick Höltendrætick spelt hadd! TümUthollen wir dat nich. Ick kreg den ollen Schmöker von lütten »Bröder« bide Flünken un segelt' em de Achterstuw lankerdat de Pappdeckel Ach und Wehschrigen ded; ledweek hadd ick em all in Quarta verstudiertman nu hadd he sickdat Rückgrat brakendat sehg ick em anas he so gottserbarmlich verstukt inde Eck bi den Aben up den Achtersteven in de Huk sitten ded. Dorup makt ick dateen Finster sachten up un künn dat nu dütlich hürenwo se bi de Appels upKasper-Ohmen sinen Hoff hantieren deden; de beiden Hüsers nämlich mit ehrSpikers achter stödden tosamenun de beiden Hœw hadden ne gemeensame Muerdenich vel æwer mannshoch wir. Nade Versökung wir nu to grot. Ick stegsachting ut dat Finster up ünsen Hoff rute un slek mi nah de Muer ranne; tohüren wir dat nichup Söcken güng ick jo.

»Kik eensIllschen! Dit is nu all de sößteihnst Gravensteinerde æwertwintig Lot wägen deit; de is in Peterborg fifuntwintig Kopeken wiertond ickheww den Barnitter Buern man tweeonddörtig Schilling for den heelen Schepelbitahlt!« – hürt ick Kasper-Ohmen seggen. – »Morblexdat flutschtseggick diSüster! Jaick heww Verstand! Wann din Jonge den Appel so mang deTähnen haddwat denn? wat der Jonge sick woll smüstern würd! Du hest em dochde Stewel aftrecktIllsche? Hest du datoder hest du dat nich?«

»Vierteihn Dag' sall he mi kuschen«– säd dunn min Moder. – »Ickwill em den Pipp woll aftreckennu dat sin Vadding in See is. Verlat du didorupBroder!«

»Veerteihn Dag'?« – säd donn Kasper-Ohm wedder – »Veerteihn Dag'?Morblex! Dat nehm ick di gotSüster! Segg æwer leewersten veer Wochen. Do dudin Schülligkeit an den Jongenwil dat Fleesch van din Fleesch ond Blot vandin Blot un Been van din Been is; so vel an mi isstah ick di dorto biwil datick den Jongen sin Pät bün– dat versprek ick di! Appels kriggt er ditmalok keenen eenzigsten nichdor gew ick Paß up; ond wann er eenen kriggtdormag er mi for mintwegen dat Hüschen in de Laweih smiten. Kik eensIllschen!Frukik eens! Gretenkik du ok eens! Dor is all wedder eende sin twintig Lotwegen deit. De kümmt ok mit up den Zoren sin Tafel to stahn in Sarskoiselowann se dor mit den Wutki klor sünd nah Disch!«

»Und denn brächtest du mich jo woll wieder drei neige silberne Leffels mitvon die Petersburg; denn hätte ich all dem vierten Dutzend vollniching?Kasping?« – säd Kasper-Möhme.

»Kann sin«– säd min Öhme– »kann abersten ok sinwat ick datnich don do. Wat kümmtdat geit. An't Kænen is 't gelegenFru!«

Mi löp dat Water man so üm de Kusen tosamenas Kasper-Ohm grad soas wüßthe datwat mi am smarzlichsten antröckde Gravensteiner so rute strek. Wennick se man hadd sehn künnt! Aewer de Hoffmuer to kikendat hadd ick sacht toSchick kregenman dat wir doch to driest west. Donn föll mi æwersten mit eenswat in. De Dör to ünsen Spiker achter was toslatenun de Slætel dorto hüngmit an min Ollsch ehr grot Slætelbundun dat slöt se ümmer sorgsam in datWandschapp in de Vörstuw inwenn se utgüng. HoffdörVörstuwendör unHusdör wiren ümslaten. Man de een Luk von den Spiker ünnendat wüßt ickde hadd sick von Snee un RegenKüll un Hitt smeten; de Kramp wir man mit 'nSackband æwerhakt un let sick von buten un inwennig glik licht af- undæwerhaken. In den Spiker künn ick rinneun wenn ick denn nah de Dackrönntwischen de beiden SpikersKasper-Ohm sinen un ünsen eegenruppe stegdennso künn ick dat gesamte Himmelreich up Kasper-Ohmen sinen Hoff æwersehn. Een– twee – dree – wutscht' ick dörch de Luk nah den Spiker rinneunhaleen – hal twee – hal dree –wir ick baben in de Dackrönnwo von beidSpikers Luken rinne güngen von wegen dat Schneeschüffeln winters. Dor läd ickmi denn sachting up den Buk dal un kröp vorsichtig nah de Hoffsit henas 'nKaterde Lünkens ore Swælkens beluren willbet ick minen Willen kreg un mitminen Kopp æwer dat Buttenn von de Dackrönn up de beiden Hœw dalkiken künn.

Dor leg dat nu ünnen up Kasper-Ohm sinen Hoff vör mi apenbor grad as tümTolangen un ausgebreitet as Hans Dümling'n sin Pankokenbarg. De ganze groteHoff was mit slowitte oll Bramsegels afleggtun dor stünn dat all Tunn an Tunnun dor leg dat noch in gewaltige Hupenseen ümmer lieblicher as de anner:Burstörpers un Goldränettenwitte Pischons un rode PischonsbottergeleDruwappels un brunblanke Kantappelshier de een Suurt un dor de anner Suurtall von een scheid't as die Stämme Israels. Herr du meines Lebensun denn datbeten von Gravensteiners! Ick süfzt' up as Adam æwer dat verluren Paradiesunick kreg dat mit so'ne inbrünstige Sehnsucht nach diesem güldnen Baum derErkenntnis: 'ne Slang un 'ne Eva wiren gor nich mihr nödigverführt wir ickall up dat ierste Ankiken. Kasper-Ohm hadd dat mächtig hild un keen Ahnungdorvonwat för een fleegender Hollander hoch baben æwer sinen Kopp ranne luvtwir. He hadd sinen Rock afsmeteneen von sin Fru ehr Kækenschörten vör unsin grot Prük mit den langen Swanzzopp an een von de Liningsnagels in deHoffmuer anhängt. He wir grad bi dat Inpacken von de Gravensteinersun wenn hesick bücken ded un den Kopp wedder trügg tröckdenn blänkert' un blitzt' unlücht't sin Glatz in de Sünn' nah mi ruppe grad so as dat Flammenswert von denheilgen Engel vör de Paradiesendör. Bi em stünn 'n Dischun dor legen apartide bewußten twintiglötigen rußschen Zorenappels Stück för Stück tofifuntwintig Kopeken jederun min Moder un Kasper-Möhme rewen flitig mitheeden Handdöker de Appels afihre Kasper-Ohm se in de Tunn inläd un deenselten Lagen mit Kaff un Hackels toschüdd'. Gretenwäschen set æwer kortachter den Disch un bi den groten Hümpel von Gravensteinersde dor noch up datBramdok utschüddt leggrad ünner mi up'n Hüker in de Spikereck mit 'neallmächtige Knütt und knütt't sick de lütten Knæwels wund an Kasper-Ohmensin groten krus un glatten Magenstrümp un sehg so in den Dod bidröwt ut as deunnerdrückteohnmächtigeæwer gottergebenste Unschuldall von wegen denHöltendrætick.

Ick leg woll 'ne Viertelstunn dor in andächtigste zerknirschte Betrachtungenæwer de gottvullen Zorenappels versunken. Min inbrünstige Sehnsucht nah deverbaden Frucht würd ümmer grötter un grötter. Man wo de Leew so recht vonHarten kemdor hett dat ehr ok nie nich an Mittel un Wegen fehlttoletzt dochnoch Hochtid to hollenun wenn dat Füer up all teihn Nagels brenntdenn wardok den dümmsten Dœtz de Kopp anslägsch. Geiht dat von vörn nichsäd ick tomi as Nelson bi Abukirdenn geiht dat womœglich sacht von achter. Kasper-Ohmensin Magenstrump up lütt Greting ehren Schot gew mi 'n kostbaren Gedanken an deHand – un dormit tröck ick minen Kopp wedder sachting æwer dat Buttenn vonde Dackrönn trügg un kröp rüggwartsch bet an üns Dacklukun hal een –hal twee – hal dree – ahoi! – wir ick wedder ünnen in üns Achterstuwwur min Moder up den Neihdischas ick mi besünnde ollen Seestrümp von minenOllen liggen haddde se grad mit utrappelt Wull un de groten Stoppnadelmarlinenkalfatern ded. Dorvon nehm ick nu den längstenden ick finnen künnun datwedder nah den Spiker rinne. Dor halt ick mi min grot Hektangel ut de ollSchepspumpde dor legruteun dat wedder sachtingas 'n Deew in de Nachtnah de Dackrönn baben ruppe un led mi wedder up den Buk dalden langenAngelschacht an de Sid mit de fif Faden langen Snürenwo ick ünnen an denHaken den Rand von den Strump sülm vörher seker fastmakt haddun dor leg ickas' Kosak mit de Lanz in 'n Grawen klor för den Aewerfall. Kümmt TidkümmtRat – säd ick to mi – Glück muß ein junger Mensch habenun wennKasper-Ohm ok teihnmal in Batavia west isachter Batavia sünd ok noch Eilandenwo he nich west is un wo he noch nicks von afweetun wenn he nägenmal up denGouvernüre sinen Staatselefanten dor reden hett; Ohmskind is all öfters ihrekamenas Ohm sülm kem. Man blot 'n lütt beten Glück! Nicks nich wider asblot 'n lütt beten Glück! un wenn ick denn nich dorvon profitieren don do undat versitt un verpaßdenn mag min Öhme mi een verpürrickt Appelhüschen inde Laweih smiten.

Nadat wohrt jo nu ok nich so langdonn müßt sick dat jo nu so drapenasick dat nich beter drapen künn. Kasper-Ohm hadd grad den achteihnstenZorenappel up den Disch bi Gretenwäschen henleggtdonn güng sin Husdör upun donn kem sin MaatKoorl Pussehl von de »Anna Maria Sophia«un säd em watint Uhr; un dorup güng Kasper-Ohm to sin Fru un säd de wat int Uhrun donngüngen se all beid mit den Maat nah vörn in dat Hus rinne; un dunn würd minModer jo woll niglichwat dat Tüscheln up sick hebben künnun güng swinningde dree nah ok nah dat Hus rinneunhal een – hal twee – hal dree –föll ok minen Ollen sin Strumpschacht an de Angelsnür von baben dal unGretenwäschen up 'n Schotdat se orig tohop schötso verfihrt se sick.

»Schrig nichGreten!« – röp ickas se upkek un minen Kopp baben æwerdat Buttenn von de Dackrönn un min Hektangel to sehn kreg – »Schrig nichDiern! Ick gew di ok 'n Schock Hasselnœt so grot as Stickelbeeren. Man flinkingDiernrög di! Stau mi mal flinking 'n poor von de Appels in den Strumpschacht!Nee – nee – nee – nich von de lüttenvon de groten dor up den Disch! Ickmak di ok ne Glitschwenn dat Is ierst hölt!«

NaGretenwäschen wir jo nu so gotmödig as Maria Magdalenaun ick hadd seso flink æwerrumpelt as Eva'n de Slang. Se stök miahn sick lang to besinnenso vel von de Zorenappels in den Strumpschachtas dor rinne güngensæbenStückgrad dat Rostocker Wohrteeken.

»So« – röp ick – »SoDiern! Nu æwersten flink! Legg swinning sæbenvon de gröttstende dor bi di up dat Bramdok liggen un de duahn uptostahnaflangen kannstwedder an de Städ hensünst rückt din Oll den Bradenundenn krieg ick bannig Schacht un nimmt din Ollsch di wedder de Schinkens ut datSolt!«

Greten led ok flink sæben von de gröttsten Appelsde se in de Hast finnenkünnto den Rest von de Zorenappels up den Dischun ick hadd den Hektde dorup den Bom in den Barnitter Schulten sinen Goren wussen wirbaben in deDackrönn man so justament Haben binnenas de dree ahn den Maat wedder up denHoff rute kemen.

Man dor Vörsicht to allen Dingen got is un een Heww-ick beter is as teihnHadd-ickso tröck ich sachting mit minen vullen Strumpschacht un min Hektangelwedder afstök de Angel in de oll Schepspump ünne in den Spikerruumlädsöß von de Appels in dat Abenlock von de Achterstuw un min'n Ollen sinenStrumpschacht up min Ollsch ehren Neihdisch. Den sæwtensworsten un gröttsten– denn bi den gröttsten möt 'n jo ümmer anfangendenn so ist de lüttst oknoch grot – led ick vör mi up den Disch un kek em so verleewt an un strakt emæwer as 'n Brüjamde dat Jawuurt gegen Öhme un Möhme ehr Gotheeten dochrichtig kregen hett.

Man ick künn mi noch ümmer nich enslutenem antobitenschonst he schönrip wirdenn die Karns klæterten dor all inun schonst he so lieblich rökas Odelawang un Muschatbläut. Mi was ümmeras wenn mi noch wat fehlen dedüm den Genuß kumplett to makenun dat wasdat ungünnt Brot ümmer am bestensmeckt grad ünner den afgünstigen Nahwer sin Ogenun so led mi dat denn nichin de eensam oll Achterstuw bi den kranken lütten »Bröder« mit dat terbrakenRückgrat. Dat wir origas tröck mi dat wedder bi de Hooren nah de Dackrönntüschen de Spikers ruppe. Dor seilten die Swælken so moi in de Luft rümmedor tummelten Nahwer Dittmern sin Duwen so feindor schint' de Sünn sowarmingun dor müßt jo natürlich de Gravensteiner am besten smeckenannersgüng dat jo nich; un so steg ick denn tom drüttenmal nah de Dackrönn inBegleitung von den Appel ruppekröp wedder up den Buk an dat Buttenn an deHoffsid von den Spiker un füng anden Zorenappel richtig to verputzenmit eenganz unbeschriwlich Geföhl von Satisfaktschonbaben æwer Kasper-Ohmen sinenKoppKasper-Ohmen tom TortKasper-Ohmende min Moder dat anschünnt hadd vonwegen de vier Wochen Söckenstraftom Profuntun bi jeden Happsden ick vonden Appel afbethadd ick giern losprust't vör Vergnögen. Un so bet ick mi betan dat saftige Appelhüschen ranneworbi ick mi ümmer ümschichtig de Fingersablicken müßtdat de Saft nich minen Öhme up de Näs' drüppeln dedun kekdorbi mit Verachtung up de Dusenden von gemeenen oll' Druwappels un lümmeligenKantappels dalde dor noch legen: de besten Zorenappels hadd ick wegun deKaiser von Rußland de künn nu tosehnwo he sinen Schaden nahkem. So drad asick dat æwer denken dedso glitscht' mi ok dat Appelhüschen ut de Fingers unbang! föllt dat Kasper-Ohmen baben up den Glatzkoppas ob ick dornah zielthadd; ebenso flink hadd ick æwersten ok minen eegen Kopp wedder trügg æwerdat Dackrönnenbuttennas 'n Krewtde in sin Lock trüggkrüppt.

»Morblex! wat is mi dit?« schreg Kasper-Ohm ünnen up den Hoff. »Dat di deSwedde Dän un de Polack! Wur dat nich een Appelhüschen isso will ick eenBreetlingsplümper un keen Kaptein von ne Fastgälljaß sin. Donder ond Blixen!Dat süht jo grad so utas hadd mi dor wen up min'nicht eegen Hoff in de Laweihmit smiten wullt. Donderlüchting noch mal toSüsterwo ist der Jonge?«

»De sitt in de Achterstuw inslaten up Söcken achter dat Vokabulario«säddonn min Moder. – »Wurüm meenst duBroder?«

»Wurüm ick dat meenen do? Schpook! segg ick. Wann der muurdverbrannteRebeller von Jonge ond dit Appelhüschen hier nich miteenanner Bescheed weetendenn will ick nie wedder Plusterschinken geneeten ond ok nich wedder nah deBatavia seilen! Wur hest du den HusdörenslætelSüster? Wur hest du denStuwenslætel? Dit möt ick mit min eegen Ogen sehnoder ick will nich Pöttheeten. Tjusend Schepslast Tjäwel noch mal to! Dit will kalfatert sin!«

Mihr hürt' ick æwersten nich. Hal een – wir ick dörch de Dackluk un haddde achter mi to; hal twee – wir ick ut den Spiker rute un hadd dor den Hakenvon de Luk ok æwerund hal dree – dor set ick achter dat tomakte Finster inde Achterstuw un æwer den apenmakten lütten »Bröder«den ick dat Rückgratwedder glatt streken haddund ded soas wir mi de swore latinsche Eloquentschto Kopp stegen un ick doræwer indrusselt. Ick hadd ok nich 'n halwen Gedankenweniger flink sin müßtdor flög ok all Husdör un Stuwendör apen asuppust't un dor stünn Kasper-Ohm vör mi in so'ne Fus un so'ne Raasch as defleegende Hollanderwenn he nachts in dat Äquinoktium bi de FlamlandischenEilanden ne christliche Flagg æwerseiltdat se achter em mit Mann un Mus in deGrund versackt in sin Keelwaterahn Tid tom Kentern to hewwen. He hadd sick gorde Tid nich latensick de Prük wedder uptosetten ore sin Fru ehr Schörtaftobinnen. Ick schult' æwer min Hänn vördwars nah em hen. Dat Mul hadd hebreed apen as 'n Döschde nah 'ne Maddick snappen will.

»Schpook! Blendwark der Höllen!«schreg he»Bengel! Jonge! Schpook! isEr datoder is Er dat nich? Kennt Er dat Appelhüschen hieroder kennt Er datnich? Is Er bi sin Vokabulario un de Eloquentschoder is Er dat nich? Wis Erdoch mal ierst eens Sin Been her! NeeSin Schoh hett Er richtig nich anMorblexi up Söcken is Er. Nadenn mak Er mal eens de Keemen apendat ick Emdor rinne rüken kann!«

Dormit kreeg he mi bi den Kopp fat't un knep mi achter dat Knick tosamendatick dat Mul sparrangelwit apenriten müßtun donn stök he de Näs so witrinnedat ick se bet up den Knaken hadd afbiten künnt.

»Nawat denn? Giww Er mal eens Hals! Rükt Er nah Appelsoder rükt Ernich nah Appels? Wo hett Er de Appels her? Sprek Er!«

»Ach JesusGottes Sohn!« schreg ick»dat sünd jo Se Ehr Hännde sonah Appels rüken. Ick weet von keen Appels!«

»Sünd dat min Hänn?« – säd Kasper-Ohm donn un let mi los un rök ierstan de een un nahst an de anner Hand. – »Süllen dat min eegen Hänn sin?Morblex! Der Jonge hett rechtdat sünd min Hänn.« Min Öhme stünn soparplex vör mi as de Dän vör Gadebusch.

»Er is dat also nich westoder is Er dat doch west? Ond wann Er dat nichwest iswur is Er denn westond wur wid is Er denn nu mit sin Vokabulario ondmit der Eloquentsch? Lat Er mal hören! Lat Er mal sehen! Les Er mal vör!Aewersett Er mi mal den Sentenzwur Er nu bi is. Kann Er datoder kann Er datnich? Ond wenn Er dat kanndenn so do Er dat mal eens!«

Naick wir jo nu in de Angst vör de beiden Ballastschüffeln un deKalfaterung driest as 'n Slachterhund wordenun so kek ick denn in den lütten»Bröder«.

»Wat hett Er dor for een Bok?«säd Kasper-Ohm un kek mi an as deDurschriwer de Möllerpungen up den Slenkwagen.

»Dat 's de lütt ›Bröder‹Kasper-Ohm!« säd ick.

»Nadenn verklor Er mi mal ut den lütten Broder datwur Er nu bi is!«NaKinningsick wir nu grad in den lütten »Bröder« bi Vulpes et uvae; dorsüll ick mi to morgen up präprieren bi Magister Siemaxen in de GrotStadtschol. Aewersetten künn ick dat noch nichman ick dacht: Büst du mit deGravensteiners dörchkamendenn so kümmst du ok sacht mit de Eloquentschdörch und segelst di von den Legerwall afun so schöt ick denn los nah deAnthologie von Custos volebat hominibus – der Küster wollte läuten – un atpastor Corydon ardebat formosum Alexin – aber der Pastor Krauthahn briet sicheinen Flohmhering– un dor ded ick dennas ob ick mi ierst 'n Ogenblickbisinnen müßtwil dat keen Spaß wirun donn les ick ierst up Latinsch denSlußsatz von wegen de Moral von de Fabel un wil dat de körtst Satz wir: Envulpeculaquam es astuta! un œwersett't dat mit: O du Ochsewelch dickes Fellhast du! – un dorup kek ick Kasper-Ohmen anas ob ick em fragen wullwat datrichtig æwersett't wir odder nich.

Kasper-Ohm stünn eenen Ogenblick ganz æwerögt dor un kek mi mit singrallen Kreihenogen anas wull he üm de Eck von de Eloquentsch rümme kiken.

»Jongesteiht dat dor?«säd he»Wis mal her! Wur steht dat denn in denlütten Broder?«

»Dor steiht datKasper-Ohm!« säd ick un wiest mit den Finger up de Reeg.Kasper-Ohm füng an to bokstabeeren: »A–s–as–t–u–tu–t–a–t–a–astuta.Hast du daheet dat? Morblex! richtigso mag dat heetenwann dat nich andersheet. Dat is een eegen Kasu mit de Eloquentsch; männigmal heet dat somännigmal heet dat æwersten ok nich so.«

»Jonge«sett't he donn hinto un läd mi de Ballastschüffel up den Koppas wir he nu ganz beruhigt»Jongewann Er so mit Euchariussen un PerfesserKnallerballer 'n beten Fründschaft hollen wulldat würd Em got donJongewenn Er man so willen ded. Verstand hett Erdat hett Er van mi dörch SinModerwat min Süster is. Jongewenn Er so willen dedas Er nich willErkünn noch eens Perfesser Knallerballerwat min wierten Fründ issinen Postenkriegenwann der Perfesser mal afgängig ward!«

Un dormit güng Kasper-Ohm wedder weg un let dat Appelhüschen vör mi up denDisch bi den lütten »Bröder« liggenslöt æwer de Dör wedder achter mito.

As Kasper-Ohm fuurt wirdonn pust't ick orig ierst eens up un wischt mi denSweetdruppen von de Näs un säd to mi: man blot sick nich kriegen latenunnahst würd mi so woll to Sinnas 'n Schipperde bi Schagen uplopen is un sickmit sin eegen Gangspill sülm wedder afbröcht hett un nu keen Havarie tobetahlen brukt ore gor Bodmeriegeld upnehmen möt. Beter is beter – säd ickdonn to mi – un seker is seker. Din Ollsch lett sick so licht keen Brillenverköpenwenn se wedderkümmt. Un so kreg ick denn fuurtstens min æwrigensöß Zorenappels ut dat Abenlock wedder rute un verputzt' se all nah de Reegdormit nicks nich wedder mi tügen künn; ick staut' se dor wegwur keen Minschse söken süllun dorup kröp ick in de Posen un slöpdat dat een Og datanner nich sehg in den gerechten Triumph der kindlichen Einfalt æwer deAnmaßung von de ingebildte Weisheit.

Min Stewel kreg ick æwer dorüm doch nich ihre wedderas bet de vierteihnDag' richtig üm wiren; denn min selig oll Moder wir nich blot ne geburnePöttense wir ok bannig steenpöttigso lang as Vatting in See wir un se datReich alleen hadd.

So drad as ick æwersten wedder vulle frige Dispositschon æwer min Schohtüghaddded ick mi ok nah Eikater Knallerballer üm von wegen de Nüschung de ickem todacht hadd; denn Kasper-Ohm hadd ganz recht: ick künn de Spirrfixenseenmal nich utstahn von wegen dat se so'n utlannsch oll Diere wiren: Aidu HerrCheses! un wil Spirrfix dörch Kasper-Ohm ümmer up mi losarbeiten dedicksüll Fründschaft mit Euchariussen hollenun dat künn ick eenmal nich.Eikatern sin Mutter brennt' em ümmer Unschuldslocken in 'n Nacken un krullt' emStrichen üm 'n Halsdat was eenmal gegen min Natur un is dat noch hüt undissen Dag. Eikater hadd donn glücklicherwis för em de Masselnun ick kreg emierst up 'n Marigenkirchhoff fat'tas de ierst Snee föll; he ruhgt' donn gradnochman ick nehm em gratis in de Waterkur un wüsch em eens orig af. Aewerstmit Spirrfixen kem ick noch ihre in Kuntaktun hadd ick keen Bosheit gegen emdenn kreg ick se ierst recht.« Dorup stoppt sich oll Unkel Andrees ne frischePipun as he de richtig in Brand haddsäd he:

»Jewat ick seggen wull – wull ick seggen – Nanoch dat sülstigeJohras Käppen Pött in 'n Harwst wedder mit Hemp un Kronlinsaat un Talg unLichters binnen kamen wirmöt ick für min Ollsch nah sin Hus un sall eenLießpund rußsch Lichter halen. Ick gah ok hen mit 'n Markkorw. As ick in deVörstuw kamsteiht dor 'n deckten Disch un up den Disch 'n halben hollandschenKesrökert Spickgos un Ossentung' un 'n Plusterschinken mit ne wunderschöneBork von Zucker un Kaneelinbradt Negenogen un 'ne finnsch Büß mit KaviarBotter un Kæmbrot un 'ne Kruk mit Gin un 'ne Buddel mit Fattelkann. DunnerNarren! denk ickdat geiht hier hüt woll von flessen? Achter den Disch æwerstsitt Kasper-Ohm in 'n Lehnstohlhett sin Bradenwest mit de Goldtressen an unsüht so brunblank un glatting ut as nuurdschen Läwertran ore 'ne fetteGosbradwenn se anfängtmör to warden. Grad em gegenæwerok in'nLehnstohlsitt sin Nahwerde lütt Professerde bi uns Jungs ut de StratDoktor Spirrfix heeten don dedwil he so drög un gel as 'n ollen Flickhiringwasde dree Dag' an de Sünn stahn hett. Ick künnwie geseggtSpirrfix up 'nDod nich utstahn; he güng alle Dag' an 'n Strann spazierenun denn kek heümmer towur ick angeln dedun denn wull nie nich keen Witick anbiten.Kasper-Ohm hel æwer een grotes Stück up den Professerwil he Studieren lihrthadd'n vörnehmen Mann wassick giern wat von Batavia un de Munsunsverklænen let; un Doktor Spirrfix hel ok 'n grot Stück up Käppen Pöttmannich von wegen Bataviaæwerst von wegen Pötten sin Frühstücks un sinPlusterschinkens un sin'n moigen Gin. Naji wee't jower lang hettlett langhängen. Kasper-Ohm hadd dat langun dat hüng mannigmal höllisch lang bi em.Dat schint'as ob Kasper-Ohm un Spirrfix ditmol ok nich schlicht inhaut uninbött hadden; de Ossentung un de Spickbost wiren man noch half nah; von denPlusterschinken was ok all 'n gatlich Stück rutsnedenun Spirrfix let sick sopustig an un hickupt un slenkert in sinen Armstohl so velas 'n Fohrtügdatvör Notanker liggtun as ob he sick de Quack an 'n Hals eten hadd. Sin lüttKopp set deep in sinen hogen Rockskragen rinneas 'n Kopp von 'nKröpperdüffertde sick uppust't hett; de lütt Zopp von sin oll vossig Prükstünn pil in 'n Enn achter æwer den smerigen Rockkragen wegas 'n Rottenswanzæwer 'n Swinstrogun sin lütten brunen Ogen plierten so grall hinner sin grotsülwern Brill rute as Müs in ne Drahtfall.

As Kasper-Ohm mi rinne kamen sühtdunn wischt he sick de Mund mit sinTöllerdok un prei't mi an:

»NaJonge! Er will woll den Ließpond Lichters afhalenden Sin Modergestern bi mi bespraken hett? Den kann Er nahsten kriegen; sett man ierst denMarkkorw dal un stopp mi un den Harrn Professor dor een Pip in. Wi sünd nu mitunser Fröhstück dörchoder wurans is datHerr Professernehmt wir noch eenbitschen van den hollandschen Kes ond noch eenen lüttjen Wutki?«

»Eischeensten TankKeppen Pött! Mich pestens zu petanken; ich habe tesKuten kenugiperreiklich kenug!«säd Spirrfixun dorbi hickupt' he eens.

He was nämlich dor achter ut Stoppelsachsen hervon wo se dortomals sickall ehr Professers her verschrewennich von wegen dat Hickuppenman von wegende Sprak.

»WellJonge!«röp dunn Kasper-Ohm»denn man flink! De Knaster un dePipen stahn dor achter in dat Wandschapp bi den Aben.«

Ick sett't ok flinking den Korw dal un denk: dat lohnt nahsten am Enn noch 'nStück von den feinen Plusterschinken ore von de Spickbost. Dorup hal ick denKnaster ut dat Wandschapp und stopp de Pipen. De Kæksch möt 'n Licht rinnebringenun Kasper-Ohm un de Professer stäken sick ehr Smölstakens an. As nuKasper-Ohm sin Pip richtig in 'n Brand pufft hadddunn lehnt' he sick trügg insinen Armstohlkek Spirrfixen un mi ne ganze Tid nahdenklich an un pust't eenenRokkringel nah den annern in de Luftso egalas wenn he se afdresseln ded. Upeens säd he: »Harr Professerdo Er mi doch den Gefallen un examneer mi malden Jongen! Dat is min Süster Illsche ehr Jongeund er geiht bei den Kanter upde Grot Stadtschol. Seh Er doch mal toHarr Professorwurans mi dat mit Kikerobi em utsüht. Ich mücht dat woll weetenob er sick heel so got up sinlatinische Vokabels versteiht as up sin Hansbunken-Knep unUlenspeegelschaften.«

As Kasper-Ohm dat den Professer an 'n Sinn wiræwerkümmt mi dat up eens somit de Angstdat ick nah minen Korw grip un ut de Dör wegwutschen willæwerst Kasper-Ohm let dat nich dorto kamen und schrigt mi to:

»Jongewur Er sick dat ondersteiht ond de Blockade brecktso ward ick emmal bidreibassen«.

Ick müßt also woll bliwenick mücht willen ore nichbliw an de Dörstahn un kik den Professer an as de Deef den Slüter. Dokter Spirrfix sehg okganz knurrig utas ob em dat gor nich mit wirwat Käppen Pött em anmodended. Alleen æwersten dor he Pött sinen Plusterschinken genaten un Pött'n sinFattelkann drunken hadd un nu Pött'n sinen Knaster smöken deddacht hewohrschinlich grad so as ick: Nadenn helpt dat nich!

Dorup kek Spirrfix mi an von ünne bet babenas ob he taxieren wullwurvelPund ick woll up 'n Desen wägen künnun up eens schöt he los: »Quot suntpartes orationis in lingua latinami fili?.

Wenn he mi fragt haddwurvel Faden böken Blankholt up ne holl Eek gahnwenn de Tunn Hiring sœben Daler un sößteihn Schilling kosten don deitwirdat nich dœsiger von em west. Hadd he mi man fuurtst fragtwur wit ick in 'n lütten»Bröder« bi den Kanter all kamen wirdenn hadd ick em dat woll seggenkünnt. Achter bi de negt Fabel von »glis et mus« hadd ick denn seggt. Ickverstünn æwerst nicks von sin oll Kramerlatin. Soans künn ick nich anners unsweg bomstill.

»AhoiJonge!« – schreg Kasper-Ohm dunn – »Luv in den Windsegg ickluv in den Wind!«

Jeick süll dat Luven woll laten vör den verdammten Professer sinenLegerwall; ick hadd jo kee'n Wind nich. Kort un gotick set up as ne TexelschSchuyt up de Gudwins.

»HmHm!« – säd de Professer.

Kasper-Ohm läd æwer sinen Vörfinger sinnig an sin Näskek ierst mi undorup den Professer ümschichtig an un röp:

»Harr Professerdat is licht mæglichdat der Jonge noch nich so wit inden Kikero kamen is. Er süht jodat er dat noch nich hatt hett; frag Er emdoch mal nah wat anners! Frag Er em doch mal in der Mathes'; dat is upstunds foreenen tokünftigen Skipper eene necessierliche Wissentlichkeit!«

»Hmhm!« – säd dunn Spirrfix un hickupt'. Dorup nehm he sin grotsülwern Brill afwischt de Gläser mit sin oll bomwullen Näsdok blank unschult' mir dorbi vördwaß so falsch un giftig an as 'n Hingstde grad tobitenwill.

»Ei jata werten wir mal sehnKeppen Pettwas ter Schiler in Mathesiverschtähn dut« – seggt he. »Was kilt von denen Kadäden einesrechtfinklichen Drianjuli?«

Dor set ick wedder up de Gudwins. Wat 'n Katheder wasdat wüßt ick sihrgot; denn dor hadd uns oll Kanter sinen Sprakmeister inslatennämlich sinenReetstockwomit he mi all tüm öftersten dat Jackledder mächtig utballerthadd. Wat 'n Katteeker wasdat wüßt ick ok recht gotdenn so'n utlandschDiert hadden Jochen BeesHans Holtfreter un ick in dat Mönkweder Holtdotslahnas wi in 'n Harwst up dat Nætröwern utwest warendat was noch gorso lang nich her– man æwerst wat Kadäden för Dinger sin künnendorwüßt ick so wenig von af as 'n Möppe von 'n Vullmaand. Spirrfix hadd miebensogot fragen künntwurvel Kubikfot up 'n duwwelten Pietschenknall gahn orewurvel masern Pipenköpp ut een Kubikwörtel makt warden kænen. Nich as ob icknich mang de Dreeeckers to Hus wir; kunträrde Kanter hadd mi dorbi somächtig dakstdat ick mit Winkels un Schenkels grad so fix ümsprüngas mitBall un Ballknüppelwenn wi LockballUtlöperball odder Kuhlsæg in den ollenScheetgraben bi dat Steenduhr spelten. Ick bün bi de infamden Triangels sodägt todeckt wordendat ick dat noch up min ollen Dag' nich vergeten hewwwenn twee Triangels sick decken donun dat ick hüt un dissen Dag nochmännigmal dorvon drömdat de oll Kanter mi bi den Rockkragen æwer deScholbänk treckt un schrigt: Verdammter Schlingelhast die Kongruenz noch nichkapiert! Ich werde dir die Argumenten wohl wieder einmal rite et fundamentaliterad podicem demonstrieren müssen! – so dat ick vör Angst in 'n Schlap lutupschrigen mötun wenn ick upwakæwer un æwer in 'n Sweet liggen doas obick teihn Köppens vull heeten Fleedertee drunken haddüm in Transpratschon tokamen.

Kortüm un langüm un rundüm – ick künn ok in de Mathes keen Hals gewenun swig wedder bomstillheww æwerst dorbi twee Gedankenierstens:Plusterschinken kriggst du hüt nichAndrees! un tweetens: NatöwSpirrfixidin blank missingsch Husdörklink ward hüt Abend wedder mal 'n beten mitmasigen Holsteenschen inrewen.

»Hm – hm!« – säd Spirrfix dunn wedderhickupt' un tröck sin Näskrusas ob se 'ne Ahnung dorvon haddwat ehr för ne schöne Bescherung von mitodacht wir. Nahst brummt' he noch wat in 'n Boortwat binah as ›banausisch‹klüngick weet nich recht wat. Dorup kek ick nah Kasper-Ohm henvull Angstæwer de Lexde he mi nu lesen würd. To min gröttste Verwunnerung ögt heæwerst nich misünnern den Professer mit eene heel malkuntante Expreschon.Sin linke Og hadd he dorbi wedder toknepenun sin Kinn stünn dorbi vör as 'neuttrocken Schuwladde eens vergeten hett totoschuwen. Ick sehg dütlichdat biem 'ne Bö mit HagelDunner un Blitz uptög. Up eens prust' he los:

»Harr Professernicks för ungotHarr Professer! Ick will Em mal watseggenHarr Professer! Fragt ji miick heww Verstanddat weet jedereen vanRostock bet Petersborg un Batavia; fragt ji mine Frude hett Verstandsünsthadd ick ehr un se mi nich nahmen; fragt ji den Jongen dorde hett ok Verstanddenn dat is min Süster Illsche ehr Jonge un hört mit to der Familie. De Jongekennt zwarst sinen Jesum nichæwerst Verstand hett er doch. Harr Professer! Nuwill ick Em mal wat seggen. Er mot nich meenenas ob der Jonge nicks nichweeten don deit. AewerstHarr ProfesserEr fröggt em jo ümmerwat er nichweet; wenn Er to examneeren versteht Harr Professerwat mit anfangt'n betendubitanter to wardenso do Er mi doch mal de Kumpläsanzen ond frag Er em malwat er weet!«

As Spirrfix Käppen Pött so unmaßmäßig snacken hürt'dunn kek he em sowild un dæmlich an as de Koh dat nig' Durun nahsten nah de Dör as 'n Hohnnah 'n Wiem. Dorup sprüng he uptröck sinen Chronometer ut de Bücksentaschund säd:

»Mein Kott nee jaKäppen Pett! Schon zwelf. Kietigst zu entschultiken.Rector et Concilium – Weißes Kolleg – Zitzung«un dormit grep he nahStock un Hot un seilt ut de Dör as 'n Smuggler mit Kunterband dörch deTollkutters.

»Lat den Schappskopp lopenJonge!«röp Kasper-Ohmas de Husdör achterden Professer klinken ded»lat em lopensegg ick; der Keerl hett jo nich sovel Verstand as in 'n Maikäwerkopp wegstaut warden kann. Dadrum quäl di nich!Wenn he nich to examneeren versteihtwurans sast du denn antwuurten kænen. Datis jo gegen alle Minschlichkeit und gegen den naturam van de rerumas deGelihrten seggen.«

Ick stünn dor mit apen Mundas Kasper-Ohm so driftig sprök; æwerst migüng up eens 'n Licht upun dat würd mi nu klordat de Professer sülst unalleen schuld wirdat ick nicks weeten ded. Man so wollfeil kem ick dorüm dochnich weg. Denn Kasper-Ohm stellt sick vör mi hen und säd: »Süh malJonge!Nu will ick di mal examneeren; nu nimm di æwerst tosamensegg ick dinu holldi stifsünst slah ick di achter de Klüsgaten! Wat is een Mufferdeischoner?«

»Een Mufferdeischoner is een Schoner mit vulltakelt Grotmast un Fockmastmit Giek un Gaffel«.

»Dat is nich schippermäßig beteekentæwerst dat geihtdat lett sickverstahnJonge! Naond wat sünd denn Puttingen?«

»Grot Klümp ut WeitenmehlBotterZuckerEiersöten RohmvelHammelfett un noch mihr Krintendree Stunn' lang in ne bleckern Büß inkakendig Water kakt.«

»Nu kik eens eener den rammdæsigen Rangen! MorblexBengelick meen jo dePuttings an de ›Anna Maria Sophia‹!«

»Jeso! so'n Puttings! Dat ünnerste Enn von de Wantenwur se mit Jumpfernun Boltens glik ünner dat Schantdeck fastspikert sünd.«

»Un wat is 'n LeikAndrees?«

»'N Leik is 'n Tauwurmit dat Seil infat't is.«

»Un wat deist duwenn de Topgallantpardun ritt?«

»Denn spleiß ick se wedder.«

»NeeJongedat most du nich don! Scher leewerst 'n frisch Tau in. Beter isbeter! So'n spleißt Tau döggt un düst nich. Dat 's as bore Drüttels up 'nfalschen Wessel. Naun nu noch eens. Wat 's 'n Lots'?«

»Lots is 'n Lots'n Kierlde sin Schuldigkeit don mötHaben in un Habenutsünst ward he æwer Buurd smetenun dorför kriggt he sin Betahlung!«

»RichtigJonge! Un dorüm do Er stets un ständig Sin SchuldigkeitdormitEr nich æwer Buurd smeten ward ond ümmer Sin bore Betahlung kriegen deit–un grüße Sinen Unkelwenn er ok nich an dat Finster steiht. Un nu weet Erdat dat dorup ankümmtwer un wur man examneert. Verstand is Verstand! Dortobrukt man sick keenen Schapskopp van achter de Karpathen her to verschriwen. Datdeit mir eegentlich leed üm den Professerdat ick mi so in em verkalkuleertheww. Ick hadd em for klöker hollen as er is. Nanu snid Er sick man eenStückschen van den Plusterschinken afman dat Er mi den Gin nich anrögendeitJonge! Mitdes will ick Em Sin Ließpond Lichters van achter ut den Spikerhalen.«

In Batavia möt he doch abslut west sindacht ick bi mi sülstasKasper-Ohm nah den Spiker stüert. West is he dordat is so gewiß as Amen inde Kirch; wo künn he sünst so grausam klok sin; un von de Tid af heww ick förmin Part stif un fast glöwtwennwo un wat Käppen Pött von Bataviavertellen dedun wat ok min'n Ollen sin Maat dorgegen seggen mücht. Nahstenhürt ick den Plusterschinken sin Lex gehürig afwobi he to min grote Freudgot bestünnbloß wil ick em richtig to examneeren wüßtded ok noch 'n poorflinke Krüz- un Querfragen an de Negenogen un de Spickgosde ok nich slichtutfüllenun rök ok eens an den Proppen von de Ginbuddelobschonst dateegentlich gegen den Kuntrakt wasalleen æwersten ick dachtdat geiht allför Manchester wegun dat is all een Afwaschen. –

Nadat wir jo nunas ick juch all seggt hewwKinningsnoch vör deFranzosentiden – füng oll Unkel Andrees wedder annahdem he sick verpust'thaddunas dat sick anlet(denn he kek so nahdenklich deep in de Eck achterden Aben rinne un kaugt up de Huurnspitz von sinen ollen swartbrunsmöktenGesundheitskopp) upmarksam von dat Register von dat oll Ihrgistern een poorFoliosiden wider ümslahn hadd. – Vör de Franzosentidendor hadd de ollSchepsfohrt noch so recht ehr Däg un sonn feinen Klemmas dat nuGott siklagt! all lang nich mihr isnu dat de verdammten Avkaten hier dat Ünwesen mitde Settschippers so recht in Gang bröcht hebbenun nudat de Schipper sülmmihr keen Kopmann nich sin dörfthett he ok Kopp un Mittel dorto. Donn haddennoch de anstännigen Rostocker Kapteinsde ganze lange Reeg nahorig wat inBanken un ne richtige Wehr för dat Ollerwenn 'n nich mihr kann un nich mihrmagas mi dat nu geihtun wo 'n am leewsten abends achter 'n stiwes Glas Grogsitten deitmit 'n deepen Töller vull Petiknaster vör sickun von all deLegerwallen klæntde 'n afwädert hett mit ne duwwelt refft' Fock un Bram unStag vor sonn blinne Nuurdostde juch de Huurnknöp von de Pijäckes wegpustendeit un den Südwester von den Kopp ströpt. Un wat donn noch so'n richtigSchipperfru wirde hadd ehr vier Kuffers vull Boltenlinnenflessen un heedenLinnenvier Stand Extrabedden mit köpert Inlädenun de Kæk vullKoppergeschirr un Kastrullenun de Spiskamer vull Botter un Eier un Grütt unGrupenden Rökerbæhn vull Speck un Schinken un Mettwurstun in de Kommod ehrsößundörtig sülwern Läpels un dree Fülläpelsvon den Punschläpel un debeiden sülwern Streudosen gor nicks to seggen. Donn wir dor noch Freud bi deSeefohrt buten up See un Haben binnenun wenn denn de Warreminnersch kem un deTiding bröcht: Vatting is kamen; de ›Poseidon‹ von Bargen is in Sicht unseilt dat Spill an! – denn füngen Mutting de Hänn an to fleegenun dennkreg se de grot sülwern Gelddos' ut de Fickun denn kreg de ollTidungsbringersch ehr richtigen twee Daler Drüttels; un denn würd nah KösterKnaaken ore Köster Voegen schickt un würd sünndags danken laten in de Kirchför glückliche Heimkihrun de Köster kreg denn sinen Guldende Herr Pastoræwer ok sin twee Daler för dat Dankgebetun sünndags deden Vatting unMutting – Mutting in swartsiden Mantel mit blagen Voßpelz dor ünner unVatting mit 'n funkelnagelnigen Kasterhot up 'n Koppden he ut Lonnon oreAmsterdam mitbröcht hadd– den leewen Herrgott de schullige Ihr an.

Un wenn denn de oll Fastgälljaß an de Lager- odder Koßfellerbrügg löschtwürddenn kem Vatting mit de Aewerraschungenun Mutting kreg 'n ni sidenKleed to de dreede se all haddun oll Tanten Mähnen kreg 'n Poor rußschJuchtenschoh mit Astrachaninwennig un mit Astrachan ründüm besett't för de Kirch wintersun KusiningMöllern 'n half Dutzend Stangen ruß'sche Seepun Vetter Meyer 'n FattAnschovisun de Herr Gewettssenater 'n nurdschen Laß odder ne finnsche Büßmit üngepreßten Kaviar odder ok hunnert Stück Oystersje nahdemun wat deoll Stüermannswittfru Tewsen up 'n Krönkenhagen wir un de Matrosenfru Piehlenin dat Sparlingsnestde ehr Mann noch Anno negentig Vullmatros' up den ›Poseidon‹west wir un den de Störtsee von de Bogspriet dalrakt haddas se dat grotKlüversegel bi de Kursche Wall hadd bargen wulltde kregen ok all ehr Deelvergeten würd denn keener un ok nich oll Dokter Zipoll un oll SchriwlihrerRokett æwergahnwo ick Schriwstunnen bi hadd; un ick güng ok nie nich leddigutick kreg regelrichtig min Jack vull Schachtdenn ick hadd denn ümmer minNäs' allerwegten mang un ret mi achterwarts handgrot Löcker in minmanschestern Kneebüxen in den Ruum von de oll Fastgälljaß un halt' miTeerplacken in min Jäcke un stödd mi de Snuten dörch von min Schoh an deWanten von den ›Poseidon‹ un an de Pardunenwo ick an dalrutschen ded. JaGeld würd donn verdeentun Geld würd donn dor ok an wenntun anständigmüßt all's sin und all' togahn; sport würd in den Punkt nichun wiren dennde Termins dordenn wir dor doch noch ümmer riklich wat zwerdat VetterSoundso 'n Part reedt warden künn up dat nige Schippdat an dat Fischerdur upde Helgen stellt würd– ore för Nahwer Kluthen sinen Sæhnde sick asKramer setten wullore ne gatliche Hypothek för Schauster Kaiseltde sick nusülben 'n eegen Hus köfft un den sin Vader all för de Familige schausterthaddwen weet sit wovel Johren. Un min Oll wir denn ümmer so vergnögt unhäwelt' so vel mit min Ollsch rümme un lacht sick sovel æwer Kasper-Ohmen unden Pöttschen Tickeras he dat nennen dedbet min Ollsch bös würdun dennföt he se ründ üm un säd: »Nalat man sinIllsching! Ick meen dat jo nichso schlimm. Buck man bioll Rottun giww mi 'n Söten!« – Un denn ded sedat ok half afwennt.

Manas ick minen Ollen dat vertellen ded von Höltendrætick un deGravensteinersdenn wenn ick em in de kloren grellen Seemansogen kekdennkünn ick em nix verswiegendenn so müßte dat all von sülben vör em rünnerun rutewat ick in minen lütten Seelsack hadddonn lacht de Oll sick deTranen ut de Ogen un röp: »Bengeldu büst jo æwerst eenen wohren Banditenvon Seehundlat di man jo nich kriegen! De dullen Jungshürn warden 's di nochtidig nog afsagen – ward du man ierst Kajütenwächterdenn geiht di dat nochsoas de Jung to Phylaxen an Buurd säd: ›Wo geht uns datuns armenRostocker Stadtkinner! Ick krieg Slägun du möst Knaken fräten‹.«

Wenn min Oll æwer de Affisen les un sinen Näsenkniper up hadddenn wirkeen Spaßen nich mit emdenn güng ick up Söckenok wenn mi de Stewel nichaftreckt wirendenn he wir eenen gewaltigen Politikus in den Harrn un eenafgeseggte Fiend von Boneparten und de Franzosen. Un as dunn de Nahricht von deSlacht von Abukir kemwo Nelson den Franzosen so bannig utjackst hadddonn leshe mi dat lut vör ut de ›Börsenlist‹un donn lücht'ten sin grallen Ogenas wir he do giern mit bi west as Koxen ore Mastersmaat in de ›Vanguar‹ oreden ›Bellerophon‹ ore den ›Minotaur‹as dat fransche Admiralschipp mitAdmiral Brüeyßen an Buurd nachts Klock teihn in de Luft güng: »Jungewatdat woll för een Geraaster west is un wo dat woll ballert hettall detweeuntwintighunnert Brümmers! Dunner Gnittstein noch mal towo dat wollknackt un raastert hettJunge di noch mal toAndrees!«

Nawi seten nu beid twee odder dree Dag' nah Nijohr in de Achterstuw'; ickachter Roketten sin Vörschriftendenn min Oll gew æwermaten vel up ne saubreHandschrift un mihr as up Professer Knallerballern sin gesamte Eloquentsch unmeent ümmer: wen 'ne saubre Handschrift hett un korrekt un flink räkentdehölt sick von sülm all sauber in Dohn un Laten un denkt un hannelt ok sauberun honettwil dat he scharpflink un richtig denken lihrtun dorüm kreg hemi ümmer noch extra vörwenn he nich in See wir.

He sülm æwer set æwer de ›Börsenlist‹. Ick sehgwo em de Lippenbewertenas he halwlut vör sick hen lesun wat em de Sweet æwer de Branenuttreden dedso interessiert' em dat. Ick hadd em man eben ierst de Zeitunghalt von Wichmann un Bartelsen in de Grot Waterstrat. Dunnso güng de Husdörapenun dunn harkt' sick dor wat up de Del un kratzt' sick de Schoh up deLorringmatt vör de Stuwendör af un kloppt nahsten an de Dör sülben.

»Hereinwann 's kein Schneider is!« röp dunn min Oll verdreetlich; dennhe hadd ierst Vörmiddag Snider Vossen sin Reknung betahltun dat was de letztSchuld west ut dat vörige Johrde he sick vermoden wirun dor hadd Vössingso 'n unschülligen lütten Philippsposten mit inflickt hatt un den sick nichafstriden laten wullt. Dunn güng de Dör upun dunn was dat ok keen Snidernichdunn was dat Köster Knaak von Sankt Marigensauber as ut dat Ei pölltin sin wittes Schabo un sin witten Kneestrümp un de speegelblanken Wellingtonsmit de swartwullen Quastens un de wittpuderte Stutzprükden Dreemaster ünnerden Arm un den Swælkenswanz æwer den annern Arm.

»Iwat heww wie dor? Dat is jo woll Herr Knaak?« – säd min Ollläd deZeitung up den Dischnehm den Näsenkniper af un stünn von dat Kanapee up. –»Na wat numin leew Herr Knaak? Wat bringen Se üns Godes?«

»Ein schönstes Kompliment von Harr Diakonussen an Sankt Marigen«'säddonn Köster Knaak»und der Harr Diakonus lassen gehursamst bei Harr Kapteinun werte Frau Ehegesponßen anfragenwasmaßen und wannehro es Harr Kapteinangemessen erscheinen und dieselben geneigt sein möchtenselbigen HarrnDiakonussen seine gehorsamste persönliche Gratulatschon zu das nunmehroglücklichst erreichte Neijohr mit selbigen Harrn Diakonussen und Magisternseinen harzlichsten Wünsche for weiteres Wollergehn und for mit Gottesgnädigem Beistande recht glückliche Reisen und an zeitlichem Heil und Güternund Gaben arsprießlichen Fahrten entgegenzunehmen?«

»Dunner Narrndat 'n so wat grad ok ümmer vergeten kann! Du Klas vonBengel du! Du büst sünst ümmer Hans vör allen Hægendat du mi dor ok nichup wohrschugt hest! Nasetten S' sick 'n betenmin leew Herr Knaakun nehmenS' dat nich för ungotdat Se sick dorüm in Person noch hebben her bemäuhenmüßtdat ick dat den Herrn Magister un Se nich all Silvester toschickt hewwwat Se beid von Gotts un Rechtswegen bikamen deit!« – säd min Oll.

»Geschieht nich mehr als garneHarr Kapteingeschieht bei Sie un werteFamilige nich mehr als ganz garne!« – säd Köster Knaak un sett't sick bi miup 'n leddigen Stohl. »Der junge Harr seien wohl bei die kalligraphischenFraktureien. Ei ei. Wird mich das aber einmal sauber! P–o–Po–s–ei–ei–d–o–n–donPoseidonsüh einer mal an!«

Min Oll wir mitdes an de oll grot Eekenschatullde all von sin Großmoderherstammen ded un noch bi mi in de Vörstuw steihtranne gahnslöt de apen unwickelt' dor 'n Gullen in Papierun dorup nehm he dree Gullen un wickelt' de okin Papier.

»Dor« – säd he – »min leew Harr Knaakdat is för Seun dit's förHarrn Diakonussenun ne Sünn un ne Schann is dat för E. E. Rat un beideEhrliebende Quartieredat de Kirchendeeners un de würdige un gelihrte Harrdede christliche Leew nah de Perikopen de gesamte Gemeen in ünsen leewen Herrgottsin eegen Hus von de Kanzel un dat Pulpet ut in de indringlichst un heilsamstWis utdüden sall un deitmit den Stadtpieper un de Nachtwächters up eenen unden sülstigen Stand stellt worden is un sick sin bäten Leibes- undLebensnotdurft tosamen snurren möt as 'n Pracher. Seggen S' dat gefälligst denHarrn Magistermin leew Harr Knaakdat dat min uprichtige Meenung isun watick dat morgen in 'n Dag afännern würd in de anstünnigste Schicklichkeit unvull so riklichas sick dat gebühren dedstünn dat man an miun nochmalsnehmen Se sülm dat nich æwelwat Se sick hebben in Person de Mäuh nehmenmüßtun denken Se in dissejenigte Betreckung man nix Args nich von mi!«

»Mich bestens zu bedanken«säd Köster Knaak un schüdd'te minen Ollen deHand; »mich allerbestens zu bedanken vor meine Person un vor den Harrn Magisterseineinsonderheit auch for die honette Gesinnungen von SieHarr Kapteinwelche nicht verfehlen wardeHarrn Diakonussen ans Herz zu legen; abersten wann's so wär'un wannwill ich man so quansweis sagenwas mein Möhm is meinOhm wirdenn künnte der Harr Diakonus sich Pir un Wagen hollen un ick jedenNahmiddag mit Fru un Dochter Schwaanschen Koken in minen Koffee stippen.«

Köster Knaak wull upstahn un gahn.

»Bitte«säd min Oll donn»bliwen S' noch 'n beten sitten! Wor? Sehebben jo doch so'n Il nich. Wat ick seggen wullsünd Se all bi minen SwagerPötten west?«

»Komme direktemang aus seinem Hause. Harr Kaptein Pött warden sich die EhregebenHarrn Diakonussen übermorgen Nachmittag Punkto drei Uhr zu einer TasseKoffi un Harrnbrot bei sich zu empfangenum Harrn Diakonussen seineNeujahrsgratlatschon eigenhändig entgegenzunehmen. Harr Diakonus müchte auch'n bissen präzise seinSlag Klock fünf gingen Harr Kaptein nach »Nurwegen«bei Klehmzowen zu seinem ordinären Parti Klevergassen –«

»Is jo woll nich mæglichKnaak!« säd donn min Oll. »Pött is doch wollnich kumpabel un steckt den Herrn Magister dat in de Hand as 'n Viatikum för 'nreisenden Handwarksburßen?«

»JeKäppen Pött hett dat noch ümmer so hollenHerr Kapteinwenigstensso lang ick in 'n Deenst bi Sankt Marigen bün; man so vel kann ick Se seggende Harr Magister is noch ümmer sihr kuntantemang von Harr Pötten wedder kamenun hett manso quanswis will ick man seggenvör mi fallen latenwat HarrKaptein Pött een Mann von utnehmende Begawung wir. Wohrschinlicherwis sühtKaptein Pött mihr up Amt un Würden un giwwt mi nah baben wegwat nah ünneneegentlich henhüren deit; dennwat mi angahn don deitick ward ümmer förminen Gang mit 'n zeitlichen Papphahn afspiest. Sehn SeHarr Kapteinhier ishe noch!«

»Dat 's mihr as gemeen!« stödd dunn min Oll rut. »Knaakick segg Sedat's mihr as gemeen! Knaakick bidd Se üm Gotteswillen! Min Swager Pött stecktdat doch nich den Magister vielleicht gor in de Handwenn de Harr Magister biem vörkickt ore wedder von em fuurt gahn deit?«

»Dat is mich verborgenHarr Kaptein«säd Knaak»was Harr Kaptein Pöttden Harrn Diakonussen das mit seine Kæksch vielleicht zuschicken täte oderwasmaßen das persönlich zwischen zwei Hände abgemacht wird. So viel stehtfastwann de Harr Magister die Danksagung von die Kanzel spricht von wegen dieglücklich vollendete Reise eines geihrten Harrn Kapiteins aus der SanktMarigen-Gemeinde von Sankt Petersburg oder aberst Rigadann setzt der HarrMagister noch stännig zwei oder drei ansehnliche Satzen mit 'ne dreidoppelteSalbung hinzuwas er bei die andern Harrn Kapteins nie nich täteund dann istdas stännig for Harrn Kaptein Pött von die ›Anna Sophia Maria‹wann dieNamens auch nich genannt sein– so viel is mich wenigstens klar– wennmichwas mich selbsten angehn tutauch die Pöttsche Begabung nich weit her isund mich ansehnlich genug erscheintdenn müßt ich lügenwenn ich dieWahrheit sprechen sollwas ich abersten nich will. Dero gehorsamsten DienerHarr Kaptein! Mich nochmalens bestens zu bedankenund 'ne glückliche Reise forSchiff und Mannschaftwenn es zum Frühjohr wieder ans Auslaufen geht und der›Poseidon‹ aus Winterlage und mang die Pahls wieder rauskommen tut. Ichhätte noch ein paar recht saure Gänge vor heute nachmittagwissen Sie woll.Gehorsamster!«

»Nadenn ok AdschüsHerr Knaak!« säd min Ollgew den Köster datGeleit bet an de Husdör un sett't sick nahsten wedder to de Affisen. As he sickæwer den Näsenkniper wedder upsedden deddonn brummt he halwlud vör sickhen: »Sehn mücht' ick em man blotwo he sick Middwoch nahmiddag dorbi hebbendeit. Ne– is un bliwwt doch eenen narrschen Pötterde Kasper Pött!«

Nawenn minen Ollen dat nu ok nich günnt wirdat he dat mit sin eegen Ogento sehn kregdenn süll ick dat doch to sehn kriegenwo he sick dorbi hadddenn min Glück bläuht jo ümmer mit Kasper-Ohmso lang' wi beid in eenFohrwater legenun dat makt mi noch stännig up min Oller vel Vergnögenmimin Fohrten mit em hen un wedder eens uptofrischen. Eegentlich süll datupschrewen wardenKinnings! Kann sindat dat Kinner un Kinneskinner noch Spaßmaken deit; so'n oll Familienchronik von Anno Tobackdor sitt männigmal mihrWiert un Lihr un mihr Witz un Ulk in as in 'n ganzen Putscheneller-Kasten un indat gesamte Theatrum Mundi.

Kasper-Ohm müßt mi nu richtig den Dag dorupas Köster Knaak bi üns westwirup 'n Zegenmarkt drapengrad as ick vörmiddags Klock twölw ut de Scholkemun so drad as he mi up den Kiker kregpreit' he mi an: »Huker dradahoi!Legg Er mal bi! NaJongeis Er datoder is Er dat nich? Dat dröppt sick gotdat Er dat is ond dat ick Em drapen do; æwerstenwann mi dat nödig isdennso dröppt sick dat jidwermalas sick dat drapen solldorför heww ick denrichtigen Draperonddat versteht sickwil ick Verstand heww; ond wenn anderLüd dat nich so drapenas sick dat drapen mötdenn geschüht dat manwildat se nich den Verstand dorto hebben donde dorto hüren deit; dat 's klor asetwas ond einiges ond Diverses. Segg mal eensJonge! Morn nahmiddag is jo wollkeen Schol nichwann ick mi nich irren doond ick irr mi nich licht. Mornnahmiddag hett Er jo woll fri ond is Er jo woll absolveert von de Eloquentsch?Worans is datJonge? Is datoder is dat nich?«

»So is datKasper-Ohm!« säd ick. »Morgen is Middwochun denn is ümmerkeen Schol nichdenn hett de ganze Stadtschol frimiddwochs- un sünnabendsnahmiddags.«

»Segg ick dat nichond heww ick dat nich seggtmiddwochen ond sünnabendsnahmiddag hett Er fri! Süht Erdat dröppt sickdat stimmtond dat paßtsickwil dat mi so paßt. Hadd sin Oll Em söchtde hadd Em nich drapendennder wir nah de Ballaststäd oder æwersten ok nah den Wallgraben achter datScheethus gahnond denn hadd he Em nich drapen. Denn wenn Sin Oll ok Verstandhebben deitso hett er em doch nich ümmer up den Hümpel tosamenas ick emhebben do; he hett sick man in de Familige rinne frigtond Blot von datPöttenblot is er nichwat Sin Vader un min Swager iswenn Er sülben ok Gottup Sin Knee dorför danken sülldat Er eenen Druppen dorvan afkregen hettahnSin Todohn. Segg Er malJonge! Wat Knaak iswat der Köster an Sankt Marigensisweet Er datoder weet er dat nich?«

»Jawolldat weet ickKasper-Ohm!«

»WellJongedann so ward Er ok weetenwat der Köster gistern nahmiddagbi sinen Vader in dat Hus west is oder wat er dor nich west is.«

»JawollKasper-Ohmwest is er dor!«

»Und wur grot is de Foi westde Sin Vader an den Köster gewen hett?«

»Knaak hett 'n Prükenkopp kregen för sick!«

»Wat denn!« schreg donn Kasper-Ohm. »Eenen Prükenkoppeenen heelenGuldentweeundörtig Schilling?«

»Ja«säd ick»un den Harrn Magister hett Vatting twe Daler schickt.«

»Dörch Köster Knaaken?«

»Jadörch Köster Knaaken; dat anner wir all keen Manier nichhettVatting seggt.«

»Keen Maneer nich? Sühst du! Segg ick dat nichond heww ick dat nichümmer seggt! Wo ick dat mi nich glik dacht heww! Keen Maneer nich– all datanner is keen Maneer nich? Is dor Sinn in? Is dor Verstand in? Sin Vader nimmtalso den Besök von den Harrn Magister nich anwil dat keen Maneer nich is?Neeer nich! Versteiht sickdat er dat nich deit. Sin Vader giwwt leewerstenden Kösterwat den Magister bikümmt. Sin Vader giwwt nix nich up deEloquentsch. Neewurüm süll er dat ok! Dor hett er jo ok gar keen Ursach nichto. Sin Vader geiht der richtige Taktus af. Wat Sin Vader isde hölt sickümmer gemeen nah ünnen to ond wat oder em steihtun groff un patzig nah babenond wat over em steiht an dat Geld un de Eloquentsch. Sin Vader giwwt ümmer nahünnen to vel ond nah baben nich nogsegg ick; alleen æwersten he glöwt midat nich. Is dor Zoortgeföhl infrag ick Em? Wann een Gelihrten sick bi em upne Taß Koffi anmelden lettdenn bidankt Sin Vader sick velmals dorför ondschickt em leewersten twee Daler. So 'nen delikaten Punkt mit so 'ne rugeScheperfuusthanschen antofatenis dor Sinn inis dor Bildung inis dorgesunden Minschenverstand in? Wat do ick dagegen? Ick gew den Kösterwat eenenKirchenlawkaien iswat em bikümmtond nehm de Gottesgelahrtheit up ne TaßKoffi anwann he sick tüm Bisök bi mi anmellen ond mi tüm Nijohr gratuleerenlettond denn ward dat mit den Geldpunkto mit de feine Maneer makt ond mit denrichtigen Taktusas dat Mod is ünner Lüd von Bildung un Geföhl for derSchicklichkeit ond for den Anstand in de kulturisierte Welt. Un wur dat anstelltwarddat sall Er mit Sin eegen Ogen sehenMusche Blixdormit Er nichwann ereenen groten Talglümmel worden isas Er dat seker wardwann Er sich nichstrikter an de Kuursen van der Eloquentsch höltdermaleens seggen kannwat Erkeen richtiges Vörbild in der Familige hatt hettond denn kann Er förmintwegen Sinen Vader dat vermellenwann Er will; kann sinwat Sin Vader dennin sick geiht ond to Verstand kümmt; van mi nimmt er dat jo doch nich andortois er vel to eenbömig!«

»Watick sall dat mit ansehnKasper-Ohm?«

»JaEr! Wen anners? Ond denn kam Er man morn nahmiddag Klock dreeond seggEr Sin Moderwat se Em Sinen Sünndagnahmiddagschen antrecken deit ond derußsche Seep nich an Em spoort. Sin Moder is up dat Flack ok ümmer sporsam andat ünrechte Enn. Greten schall den Koffi präsenteerenond Er schall denHerrn Magister ond mi de Pipen stoppenas Er se den Harrn Perfesser ond mi alleens stoppt hettas der Perfesser ond ick Em noch examneeren deden. EenKöppken Koffi un een gatliches Stück von den groten Botterkringel totweeundörtig Schillingden ick eben bi den Bäckeröllsten Schomann besprekenwilllohnt dat denn ok sacht för Emhört ErJongeond versteiht Er?«

»JawollKasper-Ohm!« röp ick»Dat do 'k nich mihr as giern.«

»Wur ick dat mi nich dacht hewwdenn will ick nich Pött heeten– watdeit sonn Jonge nich vor een Stück Botterkringel!« – säd Kasper-Ohm ungüng sinen Gang so mastig un so wichtigas wir de breed Steen in de Blotstratför em alleen indämmtun as ob he sick von nümms nich wat verestimeeren letde nich ringstens Professer ore Börgermeister wir ore æwersten okföftigdusend Daler to Stadtbok un in dat Aerario hadd. So'n ordinären Senaterut de Gewandsniderkumpaniewur dörteihn von up dat Dutz gahnden hadd he jovon den breeden Steen so seker dalrempeltas he Pött heeten ded; Ballast noghadd he dorto inun ne klotzige Bog hadd he.

Ick wir orig stolz up minen Öhmeas he so forschden feinen Dreemaster upden Kopp un dat lange spansche Ruhr in de rechte Handde link æwerstenBackbuurd upstütt'tnah den Hoppenmarkt ruppe seilen dedgrad' Kuursen wegümmer up den breeden Steen lanke. Un as ick dat sehgwur een Brandvoßde dorgradin Kanonenstewel mit bannige Voßisens doran vör Kasper-Ohmen in de Windafföll as ne Flensbörger Kesjacht vör 'n engelschen Urlogsmann un liksterWelt soas wir he bi sick ünsekerwat dor nich 'n lütt Spierken mihr von 'nSimson as von 'n Philister in Kasper-Ohmen stök un wat de nich fuurtstens upapenbore Strat losgüng gegen allen Kommang ahn Unparteiischen un ahn Binnen unBandagen up eenen Gang Ballastschüffeldonn säd ick to mi: Mæglich is datdochdat de olle Bengel in Batavia west is; wenn min Vader sin Maat sick mannich irren deit.

»Nanu paß mi æwer ok gut upAndrees!« säd min Oll to mias ick denannern Dag nahmiddags vör Klock dree nah Kasper-Ohmen in minenSünndagnahmiddagschen rümme stüern ded»un giww mi nu ok got PaßwatManeer isun bring uns man düchdig wat to lachen mitwo ick Kasper mitbrüden kannwenn wi hüt Abend in ›Nurwegen‹ æwer dat Kleverjaß sittendon. Du lihrst dor viellicht wat biwat du sin Dag' nich wedder vergetendeist.«

»Kann sindat ick dat don doVatting! Alleen æwersten kann ok sindatick dat nich don dode Mæglichkeit is dor!« säd ick un smeet mi stif in deBostas wir ick Kasper-Ohm junior.

»Süh den infamen Rackerden!« röp min Oll un lacht. Min Ollsch smet miæwersten ehren Pantüffel so hart an 'n Kopp vörbidat dat seker 'n Bruuschas 'n Höhnerei grot gewen haddhadd ick nich den Kopp flink noch mihrKasper-Ohm-mäßig in den Nacken smeten.

Wir dat æwersten wedder mal eens fein bi Kasper-Ohmen in de Vörstuw! De wirmit slowitt Seesand utstreutun de ollen Möbels blitzten un blänkerten mansoso blank wiren se all afbohnertun up den Disch stünn de grote sworesülwern Koffikannwo richtige vierteihn Tassen ingüngenup dat sülwernFüerfatt; un dor stünn de grot sülwern Armlüchter mit dree Waßlichtersdeall anstickt wirenun 'n sülwern Fidibusbeker mit postpapieren Fidibussen –un 'n sülwern Rohmguß mit bottergelen Rohm in– un de beiden sülwernZuckerschalen mit de sülwern Zuckertangen un de feinste Raffinad inde manorig so blitzen ded – un up 'n annern Disch bi de Mundtassen mit den güllenRand de grot Botterkringel to tweeundörtig Schilling von Bäcker Schomann. Indat nige Mahagoni-Eckschapp dor wiren baben de grönsiden Gardinen nah beidSiden von de Glasflœgel trüggtrecktun dor hüngen de twee grotenPunschlepels un de dree groten Füllepels un all de Dutzenden von Etlepels ümde grot sülwern Teemaschin as Sülwerstrahlen rümme un as sühst du mi woll?un wat denkst du woll von mi? un wat kannst du dorgegen upwisen? so as inGoldsmidt Riebowen sinen Sülwerladen an de Steenstrat– un in dat Abenrührdor glimmt 'n Rökerketschen– un de Koffi de dampt so krus ut de sülwernKann– un dat let sick all so vornehm an– un dat sehg all so feierlichut– un dat rök all so as markst du wat? und as ob dat ne Kinddöp gewensüll ore ne Hochtid un as ob nu de Dör alle twee Minut' upgahn un een Gast nahden annern mitsamst Fru Gemahlin un Harr Sæhn un Demoiselle Dochter uptreckenmüßt in Samt un Sidin Tüll un Kasimir un witt Schabo mit witt waschleddernHanschen för dat Fest.

Kasper-Möhme hadd ehr koffeebrunes Atlassen anehr nige Fladdus' up 'n Koppmit den breeden franschen inkrellten Strich un de achteihn blagenroden ungelen Astern achter üm den Dutt un all ehr Pretschosen up de Fingersoh! UnGretenweschen in ehr rehbrun Merino-Pi makt mi 'n deepen Knicks toas ob se mito 'ne Menuett upföddern wullun Kasper-Ohm güng langsam un würdigst in deStuw up un dalde Ballastschüffeln vör Krüz achter æwer den Speegelunhadd sin twee güllen Repertüre-Uhren instekenun de bannigen güllenPitschaften bammelten linksch un rechtsch æwer sin'n strammen Bog ünner deGoldbuurten von sin karmesinsiden Bradenwest ruteJunge di! Un as ick donnrinne kemdonn stünn he vör mi still un mustert mi von Kopp bet to Fotundor mücht ick denn jo woll in min lütten nigen manchestern Kneebüxen un deblankputzten Snürenstewel un den lütten Zoppden min Ollsch mi achteranbunnen haddnu mal utnahmswis Gnad vör sin Ogen finnendenn he led mi deeen Ballastschüffel mit den massiven gollen Siegelringwur 'n Karneolsteeninset as 'n duwwelten Speziesdaler grotup den Kopp un säd to mi:

»Is Er datJongeoder is Er dat nich? Ick nehm andat Er dat nich is;denn sünst süht Er ständig ut as rug as een van de Schümpansi-Apen van deMalakka – un nu süht Er so utas ob Er eenen Druppen van dat Pöttenblot insick hett; nu süht Er utas min Sæhn utsehn würdwann ick eenen Sæhn haddas ick em nich hewwaberstenso Gott willnoch kriegen kann.«

»Kaspingich bitte dir!« smet dunn æwersten Kaspar-Möhme ut de Eck vondat Kanapeewo se in vullen Staat un vulle Erwartung von den Harrn Magister sinGratulatschon up sitten deddortwischen. »Sieh mich doch gefälligst einbißchen nach deine Rede! Mich so was in die Kinder ihre Gegenwärtigkeiten zusagen! Männingich bitte dirso was täte man jo nich bei Leuten wie wir.«

Kasper-Ohm dreht sinen Kopp langsam von mi weg un kek sin Fru an un knepdorto dat linke Og to: »Fru!« säd he donn»ick will di mal wat seggenFru!'n Snack is 'n Snackond wat een kloken Snack isdat is een kloken Snackunwat een dummen Snack isdat is een dummen Snack; man wat ick seggdat seggickond wat ick seggt hewwdat heww ick seggtond dorbi bliw ickwil dat dorVerstand in is. Ond wat ick man seggen willFrudat isall wat nich isdatis noch nichalleen æwersten werden kann dat. Wat kümmtdat geitis dat nueen Jonge oder is dat een Gör. Wann du abersten de Tokunft peilen kannstdannso will ick di wat seggenFrudannso gah du man hen ond warde du Luurd vande engelsch Admiralität ond Kummudure van de blage Flagg. Strümpenbänder hestdumag sinwat du dann noch den Uurden van dat Hosenband dorto kriggst; man inmin eegen Hus dor dreg ick de Büxen und lat se mi nich aftreckenond weer datok teigenmal van min eegen Fru!«

»Männing! Männing! Werde mich man liebersten nich ordinär!« sädKasperMöhme donn un schüdd't mit den Kopp un twinkelt mit de Ogen so vörnehmun so æwerlegenas hadd se em blot üm Gotteswillen friegt un mücht sick manblot nich dat Ansehn gewensünst würd se ehren Mann annerst kamen.

Kasper-Ohm ded soas wenn he den lütten Denkzettel von sin Fru œwerhürendeddreigt sick wedder to mi rümme un säd:

»Nu will ick Em noch wider wat seggenJonge! Nu sett Er sick up den Stohlan dat Finster dor ond mucks sich nichond wann ick Em denn nahsten den Wunkgewen dodann geiht Er stillswigens hen nah den Disch bi dat Eckschappwur deirdenen Pipen up liggen un wur der deepe Töller mit den hollannschen Knastervan RuyterPuyterSnuyter en ZoonenAmsterdamup steihtond denn stoppt Ermi ond den Harrn Magister jeden 'ne Pipe in ond präsentürt se uns up denandern Töllerder dorbi steiht. Ond denn do Er sin Ogen got upso lange deHarr Magister mi beihren delt ond bet er wedder weggeihtond denn begleit Ermit mi ond Sin Fru Möhme un Greten den Harrn Magister bet an de Husdörondgew Er got Achtungwat Er wat bi Sinen Ohm sühtwat nich van Maneer ond watnich so isas dat sin mötwann Sin Ohm sick dorto hergiwwt ond deGottesgelahrtheit annimmtwenn se sick bi em to de stadtübliche Gratulatschonhett mellen laten. Wat Sin Vader sick denktdat heww ick mi all nahdacht. ManSin Vader denkt von mi ümmer den Araratwann ick den Sinai denken do; ond datkann Er em man seggenwann Er wedder to Hus kümmtversteiht Er? Wat Maneerisdat weet ickun dor bruk ick nich ierst bi Sinen Vader in de Schol to gahnwann der sick ok denken deitwat er dat beter weet. Man Verstand is Verstandond Maneer is Maneerond de Gawen sünd nich glik verdeelt; denn wir datdennhadd Sin Vader den sülstigen Verstand ond de sülwige Maneer as ick; man minManeer is min Maneerond sin Maneer is sin Maneerond dorbi bliw ick!«

Dorup läd Kasper-Ohm wedder de Ballastschüffeln för dwars æwer sin Heckun güng wedder de Stuw nahdenklich up un dalas hadd he de Boi von sinenGedankenanker verloren; man as he tüm drüddenmal an den Stohl ranne kemwoick an dat Finster up sitten deddonn so stünn he wedder vör mi still un kekmi an as Stadtwachtmeister Speltz den Packjudenmitdes ick den grotenSchomannschen Botterkringel achter up den Disch bi de Koffiköppkens up denKiker kreg as de engelsch Revenjukutter den franschen Schmuggler.

»Kik mi mal anJongesegg ick!« säd Kasper-Ohmlangt in de rechte Taschvon sin karmesinsiden Bradenwest un halt dor 'n Stück Geld rute. »Og in Ogsegg ickwann Er een godes Gewissen hettun schul Er mi nich so nah achter toan min Stüerbuurd weg. Nu kik Er mi dit hier eens an! Wat is dit? Kennt Er datoder kennt Er dat nich? Ick nehm andat Er dat nich kennen deit.«

»Dat is jo 'n Luidur!« säd ick.

»Süht Erdat Er dat nich kennen deit! Dat is een duwwelten hollanschenDukaten. De is söß Daler Drüttel onder Bröder wiertond dat iswat ick denHarrn Magister todacht heww vor der Gratulatschonversteht sich mit Maneer.«

Kasper-Ohm stök nu den duwwelten Dukaten vörsichtig wedder in de rechteWestentasch un grappelt donn mit sinen dicken Dollenfinger in de linkWestentasch rümme un halt dor wedder wat rute. »Ond nun kik Er mi mal dit anJonge! Dit ward Er weetenwat dat is.«

»Dat is 'n köppern WittenKasper-Ohm!«

»Süht Erdat Er dat weet. Dat is 'n köppern Rostocker Dreeling vonverleden Johrdorvan is er noch so blankond wen den Rostöcker Witten kriggtdat kriggt Er ok noch to weetenonddit versteiht sickok mit Maneer. Ond numöt der Klock dree sin«sett't Kasper-Ohm donn hentonahdem he den blankenköppern Dreeling eben so vorsichtig wedder in de link Westentasch hadd rinnegliden laten as den Dukaten in de recht. Un donn triezt' he den eenenallmächtigen güllen Repetüre ut de Büxentasch un drückt' dor an un hüll eman dat linke Uhr. ›Pink–Pink–Pink‹ säd de Klock. Un donn triezt' he denannern güllen Repetüre ut de anner Büxentasch un drückt' dor an un höll eman dat rechte Uhrun donn klüng dat ok dreemal ›Pink–Pink–Pink‹–undonn füng de grot Klock up de Marigenkirch ok an vull to slahn Een–Twee–Dree–.Kasper Ohm sehg sihr kuntenteert utda he all wedder recht hadd un dat de grotTuurnklock up Sankt Marigen sick so prompt nah sin Repetüres richten ded. Undorup wennt he sick wedder an mi un säd:

»Nu kik Er mal ut dat Finster de Koßfellstrat rupperJongewat der HarrMagister nich all in 'n Anseilen is. De Klock is nu dreeas ick dat seggt hewwond nun ward er woll all baben üm de Eck rümme sin. De Lüd sünd ümmerpromptwann dor wat Angenehmes för se in de Wind ond Kimming liggt ond wanndat für se wat to halen giwwtwat dat Opnehmen weert isond eenen duwweltenhollanschen Dukaten is dat ümmer weertmeen ickond wann eener ok Kaiser vandat Reich is ond de Weisheit Salomonis mit den gesamten Semp van de Eloquentschonder dat Quarterdeck van den Verstand rinne staut hebben deitopnehmen deit erem doch. Na? Kümmt der Harr Magister alloder kümmt er noch nichJonge?«

»Jador kümmt he all; he is all bi Snider Krügern sin Dör vörbi un isnu all grad gegen Dokter Wiesen sinen Durweg!« röp ick.

»Wur ick dat mi nich dacht heww«säd Kasper-Ohm un güng nah deStuwendör un makt se apen. Un donn kem de Harr Magister in sinen swartenChurrock un in sine grote witte Halsfres' mit de Böffkens dor ünnerdenFiltpüttel ünner den Arm un de kruse Stutzprük mit de utkrüsten Löckschenachter vull witten Puderin Kasper-Ohmen sin Hus rinne un würd vonKasper-Ohmen mit 'n feinen Kratzfot in de Stuwendör entgegennamen.

»Mein würdiger Herr KapitänDero Ergebenster!« säd de Harr Magister miteene liebliche Verneigung des Hauptes»Insonderheit verehrte Madame PöttenDero ganz Gehorsamster!« Kasper-Möhme stünn dunn von dat Kanapee up un maktden Harrn Magister eenen verehrungswürdigen Knicks. De Harr Magister nehmæwersten de insonderheit zu verehrende Madame Pötten ehr Hand an sinen ganzgehorsamsten Mund.

»Und das wird unsre holde kleine Margaretha seinso wir nicht irren. Waswir einmal groß geworden sindseit verlegenem Jahre; denken wir schon etwa andie heilige Handlung der Firmelungoder setzen wir selbige lieber noch ein Jahraus?«

»Dat Näsewater is jo noch nich drög achter de UhrenHarr Magister! Dathett nöch een poor Johren Tid dormit. Wat ehr Moder ismöt ehr noch van Tidto Tid de Schinkens det Morgens ut dat Solt halen un in frische Päk leggendatse nich hiddig wardenwill ick Em man seggen.«

»So so – ei ei!« säd de Harr Magister. Gretenwäschen kreg æwer deblanken Tranen doræwer in de Ogenun ick hadd Kasper-Ohmen achter dat flopsigeMul slahn künnt ut Fründschaft för Greten von wegen de Zorenappels.

»So so – ei ei!« fohrt de Harr Magister fuurt. »Wohl dem Hausewürdiger Herr Kapitänwo wie in dem werten Ihrigen eine weise Zucht undVermahnung des Herrn also verarbeitet fernerer Erbauung durch die Hülfe derKirche. Aber dieser freundliche Knabe hier am Fensterder ist wohl –«

»Dat is min Süster Illschen ehr Jonge! Der muurdverbrannte Rebellerderkennt den iersten Petri fiffif nich. Der Jonge hett keenen Respekt nich vordat HusHarr Magister. Een Blasphemiter is der Jonge all. Mi schall man blotverlangenwat der Jonge sin eegen Vaderstadt nich noch eens an all ehr sæbenEnns un Eckens in Brand stäken deit ond bi sin eegen Ohm sin Hus dormitanfangt.«

»Ei eimein junger Freund! Was muß ich da hören von deinem würdigenOheimbewas vernehmen da meine Ohren? Sollte es da nicht geraten seinHerrKapitän und insonderheit verehrte Madame Pöttenohne weitern Verzug mit denHeilswahrheiten durch Priestermund an das störrige junge Herz heranzutreten?Mein junger Freund scheint mir seinem äußern Habitus nach das gesetzlicheAlter für die Konfirmation zu haben. Das bereits Versäumte ließe sich etwadurch Extrastunden nachholen.'

»Jagrot nog wussen is he«säd Kasper-Ohm»dat sall wohr sin; man ditJohr ward er noch nich konfermeert. Wat er æwersten all tokünftig Johrkonfermeert ward oder wat er denn noch nich konfermeert warddat steht sinenVader to ond nich mi. Haddwat sin Vader issick mit den ›Poseidon‹ up sinHarwstfohrt van Bargen in de Ewigkeit rinne seiltwat er nich hettwatæwersten jo mæglich west wirdenn stünn dat sacht mi nu todenn hadd datGewett mi sacht to sinen Vörmund bestelltond denn würd der Jonge nukonfermeertwil he doch an de Eloquentsch nich ranne ond sick nich vorProfessor Doktor Knallerballer sinen Posten trecht scholen laten will. Wann Erden Jongen æwersten de Bicht mal to verhüren kriegen süllwat ick nichweetenalleen abersten Em günnen doHarr Magisterond dorto bidragen wardedat dat geschühtdenn sin Moder hett mennigmal eenen lichten Ogenblickwo sebi Verstand is ond mit sick spräken lettwat ick von minen Swager leider nichseggen kanndenn so will ick Em indringlichstens beden hebbengah Er em 'nbeten drang to Liw; denn ick bün sin Pæt ond heww dat mit toseggtwat eenMinsch ut em wardde Maneer hett ond för den dat Geld for de Eloquentsch up deGrot Stadtschol nich ümsünst utgewen sin sall.«

»Dem soll geschehenwürdigster Herr Kapitändem soll geschehen! Was anmir und meines Amtes istsoll an dem störrigen Herzen meines jungen Freundesversucht werden. Ihre verheißene gütige Berücksichtigung meinerpastoriprimariogegenüber dürfte selbiges schon im Interesse Dero werter Familieerheischen.«

»Bitte gütigst!« säd Kasper-Ohm»der Jonge is man blot hierHarrMagisterwil Durick Peißenwat min Kæksche issick den Lümmel up denRugeschen Wippersaal vor dat Steendur Nijohr an den Hals ranne danzt hett ondanstänniger Wise nich upwohren kann in ehr Kimmeldok mit de Buckwull ond denStank van den Kampferspirito. Dorüm schallwat min Dochter isons den Koffipræsenteerenond wat der Jonge dor isder schall ons van den Knasterinstoppen. Ond nu sett Er sickHarr Magisterbi min Fru dor up dat Kanapeeond ick warde mi den Armstohl von den Aben dor achter an Sin geihrte rechte Sitgütigst een bæten ranne treckenond denn will wi mal sehnHarr Magisterwatder Mokka van Onlandten ond Sanitern in der Grot Waterstrat noch van dersülstigen Qualifikatschon isvörut tüschen Köppken ond Onderschalenas derOnlandt ond Sanitersche Mokka west ismit den ick Em verleden Nijohr bi desülstige annehmliche Gelegenheit onder de Näsen to gahn Em ond mi sülsten ondmin Hus de Ihr anded– wann de Jonge dor ok nich mit dorbi west is– oderwat viellicht der Mokka ditmal duwwelt so got utfallen deit; kann sindat erdat deitHarr Magister!«

Aewer den Harrn Magister sin Gesicht flög dorup von inwennig rute einlieblicher Strahl des Wohlbehagensun he säd to Kasper-Möhme:

»Mit Dero gütigem Wollnehmen und Gestatteninsonderheit Verehrtewerdeich der freundlichen Erlaubnis Dero Herrn Gesponses Folge zu geben mir somit dieFreiheit nehmen« – un dormit sett't sick de Harr Magister to Kasper-Ohmen sinFru up dat Kanapee.

Kasper-Ohm güng æwersten nah den lütten Dischwur de grot Botterkringelun de Koffiköppkens up stünnenun makt sick dor to schaffen. Ick hürt datwat he dor ne Taß upnehm; von wegen sin breedes Heck künn ick æwer nich sehnwat he dormit dedun nahsten rullt he sick den sworen Armstohl mit den Aewertogvon Juchtenledder nah den Harrn Diakonus ranne un sett't sick bi em dal. »SoHarr Magisternu wiren wi so wit klor for de Fracht ond könnten wir deKonnossementen ond dat Manifest teeken. Gretenden Harrn Magister sin Köppkentoierst! Ihredem Ihr gebühren deitRömer am drittenHarr Magister! De grotpuzzelanen Mundtaß mit den ViölkenstrußGretenversteihst du? An Order fürden Harrn Magister! Dat is de sülstige Mundtaß noch as verleden JohrHarrMagister! Weet Er noch woll?«

Aewer den Herrn Magister sin Gesicht güng wedder so'n fründlichen Strahlvon Vorgeföhl in Erfüllung gehender Hoffnungen. He säd nixgew æwerstenKasper-Ohmen de Handun de beiden würdigen Harren schüdd'ten sick de Hänn'mit der lieblichen Eintracht gegenseitigem Verständnisses.

Un dorup kem Gretenwäschen mit de grot puzzelanen Mundtaß mit denViölkenstruß up 'n Präsentürtöller nah ehr Muttingun Madame Pötten nehmde grote sülwern Koffeekann von dat sülwern Füerfatt un schenkt de Taßdreevirtel vullun donn sett't se den sülwern Rohmguß un de een sülwernZuckerschal mit de Zuckertang ok up den Presentürtöller un säd:

»SoGretingKintingnu geh mich zu Harrn Diakonussen un spill mich auchnichts nich überKintinggib mich hübsch 'n bischen achtdaß auch keinPlack nich in deine neue Merino kömmt!«

»Makt dat mit ManeerGreteversteihst du? Mit Maneer segg ick diso–o!«säd min Öhme.

Un dat ded lütt Gretenwäschen denn ok un makt 'n feinen Menuettenknicksvör Harr Diakonussenun de Harr Diakonus halt' sick bedächtig de Taß von denPräsentürtöllersmet sick dree Stücken von de slohwitte Raffinad ingötsick von den bottergelen Rohm dorto un sett't dorup de vulle Taß vör sick upden Dischstrakt Greting æwer den srnucken lütten Flaßkopp un säd to deinsonderheit Verihrte:

»Ganz Ihr Konterfeiwerteste Madame Pötten– ein wahres und rares Bildprangender Gesundheitganz wie des holden Kindes würdiger Herr Vater!«

»Jadat seggen Se wollHarr Magister«säd donn Kasper-Ohm. »Mi is deDiern eegentlich noch nich ribbig nog in de Spantung. Ick schick ehr wollwannder Sommer kommtnoch 'n beten nah minen Broderden Barnstörper Pensionarius;dor schall se mit nach der Rägel gahnond wann dat Kalw denn noch so'n Wocheresöß mit frische Melk nahbörnt warddormeen ickschall sick dat noch betermit ehr helpen. Gretenmin Taß ond denn din Moder ehr Taß ond denn denBotterkringel!«

Un as Gretenwäschen dat besorgt hadddonn kreg ick minen Wunk vonKasper-Ohmen von wegen de ierden Pipen un den Knaster. Nadat besorgt' ick jonu mit Maneer un Geföhl un bedurt man blotswat ick mi nich ok een ansteckendörwen ded; twee Büxen hadd ick jo all lang an– dörchsükt hatt ick mi inden Punkto jo all up de Ballaststäd mit min goden Frünn' Hans HoltfräternJochen Beesen un Vogel Straußen.

De Harr Magister nehm sick de lang' ierden Pip mit de blag Fedderposenspitzun Kasper-Ohm de tweet mit de gelun denn wir dor noch een achter up den Dischmit ne rod'un de hadd ick för min Lewen giern mi sülben anbrenntümKasper-Ohmde den Knaster vör sick henpusten ded as 'n Schosteen von neGrowsmeddat mal eens to wisenwat Maneer wirwo he dat maken müßtümrichtige Rökkringels aftodresselnun wo de Tung sick dorto in de Mund mit 'nhalw Wenning dreigen müßt. – Dat güng jo æwersten nichun so sett't ickmi gedüllig wedder up minen Stohl vör dat Finster dal un hürt andächtig mittowo min Kasper-Ohm den Harrn Diakonussen mit sinen dicken Dollenvörfingerdonn up den Churrock tuppen un to ein seggen ded: »Fett swemmt babenHarrMagister; ick segg Emdat Fett swemmt ümmer babenond wenn dat ok man Tranond keen Provanzi isbaben swemmt dat dochas de Rohm dor vör Em in densülwern Rohmguß up de Melk swemmt. Wer lang hettder dörft lang hängenlatenond wen mit den sülwern Lepel in de Mund jung worden isglöw Er midatHarr Magister ond nich mit ne höltern Kellder is stännig in dat Rechtwann er seggen deit: lerst kam ickond denn kam ick noch malond denn kamt jinoch lang nich; glöw Er mi datHerr Magisterder hett dor nich nödig nah togahn«; – donn horcht' ick scharp hen un kek ick nipp to un dacht bi mi: Nusteckt Kasper-Ohm den Harrn Magister den duwwelten hollanschen Dukaten in deHand; æwersten nee!

De Harr Magister hadd dor ok nix gegen intowennen gegen minen Öhmen sinBehauptung un nickt' tostimmig dreemal langsam mit den Kopp un let ebensolangsam den Knasterdamp ut sin beiden Näsenklusgaten rute gahn. »Alleenæwerstenwer nix hettHarr Magisterond wer dor up de Tofälligkeit un deAccidenzen anwiest ist ond wer dor van der Hand sotoseggen in den Mund lewenmötder kann Gott sinen Schöpfer dorvör dankenwann er wat kriggtond dermot dornah gahnwann er wat kriegen willond der mot sick dornah hebbendater wat wedder kriggtwann er wat kregen hettond ick for miner Person verdenkem dat nichwann er dat deit; man mit Maneer mot er dat donond wann er dannbi mi kümmtdenn do ick dat ok ümmer mit Maneer un holl em sin höltern Kellnich jerst lang vördat schall mi keen Minsch nich nahseggen. Ond wenn ick eenpoor Skillinge hewwHarr Magisterond wann ick mihr hewwas ick taxeert warddenn dat is nich blot dat beten Sülwertüg dor achter in dat Eckschappdatfrett jo man blot Tinsen un is jo man blot sotoseggen för de reine Fromascheas de Franzos seggen deitdenn so ist dat min Fiendde mi dat nahseggen deitwat ick dor dick mit do. Dat lett sich nich gewenHarr Magisterwat derichtige Taktus van de feine Maneer is; man dat lehrt sickwann een sick deWelt üm de Uhren slahn hettas ick dat dan hewwOst un West bet nah deBatavia ond de Magellansche Sundond wann een bi den hollanschen Gouvernüre toJava in Slott Buytenzorg to Gast seten hettas ick dan heww. Lat Er æwerstendoch sinen Koffi nich kolt wardenHarr Magister! So'n feine Taß Koffi ward Emso licht nich wedder badenHarr Magister! Der Mokka is duwwelt so got asverleden Johrsegg ick Emas Er mi de sülwige Ihr andedHarr MagisterweetEr noch wöll?«

De Harr Diakonus nehm dorup bedächtignahdem he vorsichtig de ierden Pip upden Disch leggt hadddat vull Köppken von dat Unnerschælkenlet sick denMokkadamp sihr befriedigt ünner de Näs dördigahnwurbi he eenen flinkenæwer sihr kuntentierten Blick up dat Ünnerschælken smetun drünk de Taßhalf ut.

»Es scheint mir würklich eine vortreffliche Bohne zu seinHerrKapitän!«säd he.

»Javullwichtig is hedor kann Er sick up verlatenHarr Magister! Frugah mal eens rute un besorg ons frische Kahlen for dat Füerfatt!«Kasper-Möhme nehm dorup dat sülwern Füerfatt un stüert dormit ut de Dörrute. »Greten!«säd donn Kasper-Ohm»Mi düchtde Husdör is apengahhen ond klink ehr wedder in!«

Gretenwäschen sprüng von ehrn Stohl up un dat ok ut de Dör rute.Kasper-Ohm wir mitdes ok upstahn un kem nah dat Finster ranne. »Jonge«sädhe to mi»kik Er mal eens nah den Marigentuurn ruppe ond segg Er mi malwatder Wind is! Ick glöwwat der Frost nu bald insetten deitHarr Magistermornis Niemaand.«

Naick kek jo nu ut dat Finster nach den Turm ruppe. »De Wind is NuurdostKasper-Ohm!«säd ick.

»Wat is er? Nuurdost is er?«säd donn min Öhme un kek ok ut dat Finster.»Do Er Sin Külpen upJonge! Osten bi Nuurden is er!«

De Harr Magister wir jo woll mitdes mit sinen Mokka klor wordendenn ickhürt datwo he dat Köppken wedder up dat Ünnerschælken stellen dedun asick un min Ohm uns wedder nah em ümdreihtendonn led he grad sinen Teelepelwedder up dat Köppken. Glik dorup kemen Kasper-Möhme un Greten wedder rinne.De Harr Magister stünn æwersten up un sädwat he beduren deddat deinsonderheit verihrte Madame Pöttenwenn se dat üm sine bescheidene Persondan haddsick de Unmäuh namen hadd; wat em dat von Harten leed deddat hesick de tweete schöne Taß Koffi verseggen müßt; wat he noch bi anderweitigeverihrte Mitglieder von de Gemeen in gleiche Amtszwecken sick de Ihr un denNahmiddag nehmen müßtun wat sin würdiger GönnerHerr Kaptein Pöttwollweeten dedwat Ansehn sin müßt un Ansehn gedenken dedun wat hedeMagisterför emHarr Kaptein Pötteneen recht günstiges Frühjohr för deSchepsfohrt verholfen dedun kort un gotde Harr Magister empföhl sick dewierte Familige Pött so angelegentlichst as ganz ergebenst un kreg dat Geleitbet an de Husdör mit Knicks un Kratzfotas dat Maneer wir.

Nanu güngen wi jo all vier wedder in de Vörstuw rinneickversteihtsickalleen schon von wegen den Botterkringelun donn sett't Kasper-Ohm sickwedder in sinen groten Armstohl dal un säd to sin Fru:

»Sett di man wedder in de Eck van dat KanapeeModer! Den Harrn Magisterheww wi hatt. Der kommt vor dat negste Johr nich wedder; alleen æwersten dennkümmt er wedderverlat di dorupsegg ick. Dat is een slichten Maklerder sinProvischon in Stich lettdat is dat Bogankervor dat er liggt. Verlat didorupFrudat kappt er nichso lang er up de Reed' vor Käppen Pött sinenFrihaben liggen kann. De Harr Magister is nu bi dat Inkasseeren Hus bi Hus as deMonitorvan dat Gewett; abersten wedder kamen deit erso drad as dat Johr ründ is; upden Punkto hett dat Gottswuurt in den Churrock ond mit de Böffkens eendelikates Geföhlsegg ick diModerwann dat man mit Maneer behannelt wardas ick dat behanneln do ond as ick den Harrn Magister trakteert heww. Modersegg ickick bün noch nich dörch mit den Koffi. Ick heww den Jongen dor okinviteert up een Köppken Koffi ond up een gatlich Stück van den SchomannschenBotterkringelond dat schall er nu hebbenabersten mit Maneer schall der Jongedat hebbendormit er dat lehrt ond for der Tokunft weeten deit ond sinen Vaderdat mitdeelen kannwat Maneer is ond wo Maneer utsüht ond wat sin Ohm Maneerhett oder wat er keen Maneer hett; ond wann den Jongen sin Vader keen Maneer vanmi antonehmen gemeent iswil dat er sick vor kloker hölt as ickdenn so magdat jo woll sindat er Maneer van den Jongen dor annehmen deitdenn mennigesMal belihrt di de EinfaltModerwo du up de Weisheit ond den gewecktenVerstand nix gewen deist ond von se nix hüren ond ok nix weeten magst. Kumm malherJonge!«

»Wat sall ickKasper-Ohm?« säd ick.

»Nu stell Er sick hier mal grad vor mi hen ond kik Er mi in dat Gesicht ondschul Er nich ümmer so nürig nah den Botterkringel; der Botterkringel löpptEm nich wegond de Taß Koffi ok nichde ick Em todacht heww ond wur eenMoralischen för Em ünnen in sitten deitgrad as in dat Swanzenn' van derFabul ut den lütten Broderden Er mi explizeert hettweet Er noch woll? Nanu segg Er mi mal eensJongeheww ick etwan den Harrn Magister den duwweltenHollanschen eegenhannig in de Hand stekenas een riken Mann eenenBallastschüwer etwan 'ne Foi in de Hand steken deit ond as Sin Vader datviellicht van mi estimeertoder heww ick den Harrn Magister den duwweltenHollannschen nich in de Hand steken? Sprek ErJonge!«

»NeeKasper-Ohmdat heww ick nich sehn!«

»Süht Erdat Er dat nich sehn hett! Ick heww den Magister den Dukaten nichin der Hand stekenond dat wir ok keen Maneer westso ick dat dahn hadd. Hettdenn etwanwat Sin Fru Möhme dor up dat Kanapee isdat för mi æwernamen ondden Harrn Magister dat tostekenodder hett Sin Fru Möhme dat nich dan?«

»NeeÖhme!«säd ick»de hett dat ok nich dan!«

»Süht Er? Sin Fru Möhme hett dat ok nich dan; man denn hett dat woll vörSin sichtlichen Ogenwat Sin Wäschendor achter isGretendat achter minen Rücken don müßtwat denn? Sprek ErJonge! Hett Greten dat danoder æwersten hett se dat nich dan?«

»Nee«säd ick donn wedder»de hett dat ok nich dan!«

»Greten hett dat also ok nich dan. Süht Er! Denn hett Er am Enn dat wollgor up min Geheet sülben don müßt? Sprek Er! Hett Er datoder hett Er datnich müßt?«

Ick kek Kasper-Ohm ganz verwunnert an. »Nee«säd ick»ick för min Partheww dat ok nich dan.«

»Denn hett der Harr Magister etwan den duwwelten Hollannschen gor nich mitkregenwat meent Er? Hett der Harr Magister datoder hett er dat nich?«

»Nee«säd ick donn wedder»so vel ick weet un man sehn hewwhett deMagister dat nich.«

»Dor irrt Er sick inJonge! Kregen hett der Harr Magister den Duwwelten;man wo hett der ihrwürdige Harr em woll kregenweet Er dat wollond kann Ermi dat woll seggen?«

Ick ret de Ogen wit apen.

»Süht Er? Er weet dat nich! Nadenn so will ick Em dat man seggenwuransde Harr Magister den duwwelten Hollannschen kregen hett: Mit Maneer hett er emkregen! Ond nu will ick Em dat mal sülben wisenwat Maneer is ond wat dat upsick hettond nu sett Er sick mal in de anner Eck van dat Kanapeewur de HarrMagister vörhen seten hettbi Sin Fru Möhme henond lang Er sick man eengatlich Stück von den Botterkringel. Sett Er sickJongehört Er? Sett Ersickas ick Em heeten heww!'

Naick let mi ok nich lang bidden un nehm mi een banniges Stück von denSchomannschen.

»Greten!«säd donn Kasper-Ohm wedder»Gretennu hal mal eens dat PoorTassen herwat ick Andreeßen todacht heww. Modernu schenk den Jongen datKöppken vull van den Onlandtschen Mokka ond smit Em ok 'n Stückschen Zuckerin!«

Kasper-Möhme ded dat denn ok.

»SoGretennu præsenteer dat mal den Jongen dorgrad so as du dat denHarrn Magister præsenteert hest!«

Gretenwäschen makt 'n feinen Menuettenknicks vör miun ick halt' mi deTaß ok ganz gemütlich von den Präsentürtöller rünner un dacht bi mi: Idit kann di gefallen!

»Well! Nu lat Er den Koffi ok nich kolt wardenJonge!«

Ick let mi dat nich tweemal seggennehm de Taß mit dat Ünnerschælken inde Hand un füng an to drinken. Wir ick æwersten nich verwunnertdenn so würdick datdenn midden up min Ünnerschälken leg de blanke köppern WittendenKasper-Ohm mi wiest un wedder in sin link Westentasch steken haddihre dat deoll Diakonus kem.

»Nawat hett Er dor woll up dat OnderschælkenJonge?«

»Dat 's jo woll de köppern Dreeling von ierstenKasper-Ohm?« säd ick.

»Richtigdat is erJongeond dat würd een lübsches Markstück sinkannick Em seggenwann een gewissen Slöpendriwer van Jongenden ick leewer nichnennen willmihr Respekt vor dat Hus hatt hadd. Süht Er? Nu is dat man eenDreeling! Ond nuGretengah mal hen un kik mal towat der Husdör richtiginklinkt is! Moderstell mal de sülwern Zuckerschalen in dat Eckschappondick will mal so lang an dat Finster gahn ond tosehnwat der Wind noch ostlichergahn is. Er bliwwt sittenJongeond drinkt mitdes den Koffi ut!«

Naso geschehg dat denn ok all. Ick drünk minen Koffi ganz koltblödig utdacht awersten bi mi: Needen Gefallen mit den köppern Witten deist duKasper-Ohmen doch nich! Ich stellt' also dat leddig Köppken up datÜnnerschalkenlet æwersten den köppern Dreeling up dat Schælken liggenasick de Taß up den Disch henstellen un den sülwern Teeleppel grad so as derHarr Magister up dat Köppken leggen ded.

Donn dreigt Kasper-Ohm sick üm.

»NaJonge!«röp he»weet Er nuwat Maneer is? Nu möt Er sick denkenwat der Dreeling eenen duwwelten Hollandschen west isond denn weet Er allens.Nu hett Er eenen Witten kregen; nu schick Er sick ond nehm Er Maneer andat datball wedder een Markstück warden dörft.«

»NeeKasper-Ohm!«säd ick»wenn Se dat viellicht meenenneedennleewersten nich! De Botterkringel is sihr gotun de Koffi smeckt na mihrmanwat Se Ehr Kopperwitten isde liggt noch grad so up dat Ünnerschælkenas Seem henleggt habben«.

Kasper-Ohm makt 'n poor Ogen as ne Ulwürd so brun as sin Onlandtsch Mokkatröck dat Mul so breet as von 'n Snatermann nah Lütten-Kleen ond schreg:»Morblex! Moder! Moder! Hörst du? Nu gew ick dat up! Der Jonge lehrt in sin'Lewen keen Maneer nich! Der Jonge treckt sick dat Bispill van den Magister nichto Gemöt. Der Jonge hett keenen Druppen Pöttsches Blot in sick. Der slacht'tnah sinen Vader. Wur is de StockModerdat ick den heillosen Jongen eenmalManeer bibringen do! Der muurdverbrannter Rebeller der! Moder! Wur is derSpan'sche?«

Gretenwäschen füng an to weenen. Kasper-Möhme hadd sick ok bi datEckschapp wedder ümkihrt un röp ganz besorgt:

»KaspingKaspingich bitte dirtu mich das Kind man liebersten nichtsnich! Bedenk' mich doch! Du weißtwas meine Swiegerin wäredie möchte dasnichwann wir das Kind man schief ansähen; es möchte dich achterher leid tunwenns du es auch noch so gut mit das unartige un unverständige Kind meintestwas jo in Grund un Bodden verzogen is. Bedenk mich das dochKaspingun laßmich das man liebersten unterwegs!«

Man Kasper-Ohm let sick nich hollen; he fohrt nah den Alkaben rinneas ob hesick sinen Span'schen mit den sülwern Knop halen wull. Ick let mi æwer nichverblüffenlangt' mi noch flink 'n gatlich Stück von den Schomannschen vonden Dischdor min Ohm mi jo nu doch eenmal den Krieg erklärt haddasfeindliches God rünner. »Man blot sick nich kriegen laten!« säd ick to miun dat ut de Dör rute un let Kasper-Ohm dat Nahfleuten.

As ick dat æwer minen Ollen vertellen dedwat Maneer is un wo mi dat biminen Öhme wedder mal gahn wirdunn so lacht he still för sick hen un säd:»Is un bliwwt doch eenen appeldwatschen Pötterde Kasper-Ohm!«

Dorup sett't de Winter inun dat kem mit sonne brandbitterböse Külldatde Strom Hilgendree-König bet nah Warmünn'n hen hollen don ded. Nadunn würdStritschoh lopen nich för de Frag. Jungediwat güng dat moi! Ierst gegen deforsche Nordwest an 'ne vull Halfstunn geampelt bet de Tranen an de Backenfastfrieren dedenun denn wedder vör de Wind retour gekitscht in teihn Minutenup minen Ollen sin langsnablig hollannschen Stritschoh. Junge diwat güng datmoi!

Mi ward männigmal ganz hypokolschsäd oll Unkel Andrees un speg dorbitrurig up de Kahlen vör sick in dat apen Abenlockwenn 'k an de Tidentrüggdenken don do. Wo schlick un flink de Been dunnwo mör un kroß nu un wonehg an 't Afwraken! Dat sünd man fifunföftig Johr heræwerst upstäds wardmi dat all orig suerwenn ick so'ne halwe Stunn gegen de Nordwest an Stritschohlopun hen un her nah Warmünn'n in annerthalw Stunnenas ick dat as Jungmannoft nog dan hewwdat künn ick nu nich mihr för hunnertdusend Dalerun wenn'k HabenmeisterLots'kummandür ore gor Vagt in Warenmünn'n dorför wardensüll. Needat kann 'k abslut un partutemang nich mihr!

Nadat Is was got! Kam ik in vulle Fohrt gegen den Fischerhabenwur de ›AnnaMaria Sophia‹ ant Bollwark sorrt legun Kasper-Ohm steiht bi ehr mit 'n poorKapteins un spreken von KeelhalenVertimmern und Kalfatern un all so wat.

»NaMusche Blixfall Er mi man nich in de Wak ond gah Er mi nich up datBoll-Is!« seggt Kasper-Ohmas ick rannekam.

»Hett nix to bedüdenKasper-Ohm! Hett nix up sick!« segg ick un sus ümde Kapteins rüm as ne Fleddermus üm de Nachtwächters.

»Is all mennig een inbraken un versapenBengelde nich so'n Dwallhamel wasas Er! Lat Er sick radenJongelat Er sick raden!« seggt dunn Kasper-Ohmwedder.

»Wenn de Hewen instört'tsünd all de Swælken dot!' segg ick dunn wedderun fohr dicht üm de Füerwak bi den Fischerhaben rümme as 'n Brümmer üm deTranlamp.

»Is dat eenen gottlosen RangenKäppen Bradhiering!« seggt dunnKasperohrn. »Dat is min Süster Illsche ehr Jonge. Wenn de nich noch eensversüppt oder uphängt warddenn so is keene Gerechtigkeit nich mihr in deWelt un keen Verlat nich up dat Evangelium.«

»Sünd ok rore Gasten west in uns TidKäppen Pött– hä – hä! –nich wohr?« röp dunn Bradhiering. »Weet ji noch de Kokenbodde wi beidPingsten Anno 59 an 'n Strann ümstöten dedenun wo dei Krewts achter unswiren un uns bet achter de Fischerbastjon dor nahsetten deden? Wi æwerstampelten dörch den Graben un knepen ut. Weet Ji dat noch?«

»Silentium! Lat Er doch so wat den Slæks dor nich hürenBradhiering! Datheet jo Tran nah Tromsoe bringen! Der Jonge geiht sünst noch ganz æwer Stag.«

Ick hüll mi æwerst nich wider bi se updenn ick sehg minen Fründ HansHoltfräter ut dat Fischerdur up 'n Sleden mit so'n Fohrt rute un nah denFischerhaben rinne seilenas wenn he von 'n Flitzbagen afschaten wir. Ick nahem ranne.

»DeuwelHans! Dat geiht fein!«

»Jafein gahn dohn deit datAndrees!« seggt Hans un stoppt sinen Sleden.»Snall din Stritschoh man fuurtst af un kumm mit.«

»Hest du noch 'n Sleden un Peekhaken för mi?« segg ick.

»Wiß!« seggt Hans»min' Oll'n sin grot Fischersleden steiht achter deHusdör; den kannst kriegen; den hal di man! So'ne feine Bahn hest du noch nieaflewt. As dat schummern würd gestern Abend un ihr de Nachtwächters kemenheww wi twee Stunnen lang baben an de Pump pumptun æwer Nacht is de heelStrat so blanking worden as 'n Speegel. Neewat dor all för Lüd up de Snut unup den Achtersteven follen sünddat glöwst du nichun wat dat für ne Fohrtden Amberg dalmaktdat mötst sülst dörchmaken!«

Ick let mi dat nich tweemal seggen. Stritschoh af– Holtfrätern sinengroten Fischersleden rute– un nu güng dat bet baben in de Strat ruppe undenn up den Sleden von baben hendal de Strat rünner in sonne Fus un Fohrtaswenn 'n Schipp von Stapel geiht.

»Süh dorholt Bahn! Süh dorholt Bahn!«

»Junge didat geiht feinHans!« segg ickas wi unnen in 'n Habenankamen.

»Jafein gahn dohn deit datAndrees!« seggt Hans Holtfräter. Un de Lüdde dor in de Strat güngenmüßten sick an de Husdören drückensünst haddwi se mit uns' Sledens üm un üm führt.

Nu müßt sick dat so drapendatas wi de Sledens wedder ruppetröckendeoll Paster von Sankt Jakobi de Strat dalgüng in vulle Ornatden Köster achtersick. Wi nehmen uns Deckels afas de Preester üns vörbigüng; man heestimiert' uns nich.

»Bi Hierundar up de Lastadie is hüt Nahmiddag Kinddöp; dor werdenTwäschen döffteen Jung un ne Diern; weeßt allAndrees?« seggt Hans.

»So?« segg ick. »Hewwt se ok Appeltuurt?«

»Ja!« seggt Hans»Appeltuurt un Malahaga!«

Mitdes kemen wi wedder baben in de Strat an. As wi nu baben sündseggt HansHoltfräter to mi:

»Ick will dit wat seggenAndreeslat ierst den Preester nah de Lastadieafbögen.«

»Ach wat!« segg ick. »Mitdes dat wi ünne sündhett de all lang'afbögt; he is jo all dichting bi.«

Un nu güng dat wedder los von baben dal in vulle Fohrthest mi nich sehnun wen sin Vader büst du? »Süh dorholt Bahn! süh dorholt Bahn!«

Aewersten de Preester un de Köster hürten nichwur wi se preiten. Langsamun ihrenfast stüerten se ehren Kuurs. Ob de Paster nu so von sinKindelbierssermon un de Köster so mächtig von sin Betrachtungen æwerAppeltuurt un Malahaga un de lübschen Markstücken up den Opfertöller innamenwirdat lett sick nich got nahwiesen. Ick weet blotdat wi se ümmer neger upde Hacken kemen un dat dat nich mæglich wirden Sleden in sin dull Fohrt tomöten.

»Süh dorholt Bahn!« schreg ick noch mal so lutas ick künn. Paster unKöster hürten nichrein as wenn se beid mit Blindheit un Dowheit slahn wiren.

»Süh dorholt Bahn!« schreg ick tum drüdden Mal in hellelichteDodesangst.

Ich hadd dat æwerst kum ruteso stödd min grot Fischersleden ok all denollen Köster bums up de Hacken; swapps set he vör min Föt up 'n Sledenuneen – twee – dree – swapps set min leew Preester up den Köster sinenSchot. Beid makten woll een gräßliches Wesen un handschlagten as unklog. Dathülp æwer altosamen nich. De Sleden let sick nich hissen un nich locken; datwas reinas wenn de Büßworm achter 'n Ossen isun vörwartsch güng dat invullem Ornat up den Sleden de Strat dal ut dat Stranddur rute un so in 'n Habenrinne bet dicht an de ›Anna Maria Sophia‹. Dor ierst künn 'k dat Beest vonSleden wedder stoppen.

Harre Gott un Harre Jes'wat hadd ick vör ne Angst mides utstahn! Ickdachtmin Hoor müßt dorvon gris worden sin. Den ollen ihrwürdigen Paster invullem Ornat up minen Sleden an 'n hellen Dag' de Strat dalscheest! Dat güngseker nich ahn Krewt un Brummborenlock för mi af! Wo süll dat wardenwo sülldat eenmal warden! Mi wasas ob ick Preester un Köster dotslahn hadd. So kemenwi an de ›Anna Maria Sophia‹ ran. Kasper-Ohm un Käppen Bradhiering stünnennoch dor.

»Needat is doch æwer Dreibassen un Muskedunners!« schreg Pött. »Datgeiht jo æwer Boll-IsGrott-Is un Schlamp-Is! Van den Köster will ick nixseggen; æwerstHarr PasterHarr Paster! Wur kann Er sick van sonnförbannaden Jongen so begrismulen laten. Is dat mæglichun is dat erhürt!Hett je een so wat aflewtun kann 'e so wat wedder vörkamen! Heww ick Juch datnich glik seggtBradhieringwat der Jonge for eene gottlose Karnalji is! HarrPasterder Jonge kennt sinen Jesum nich; der Jonge weet nix von 'n ierstenPetri fiffif. Harr Pasterskall ick den Jongen mit sinen eegen Peekhaken vörden Bleß slahnoder skall ick em hier in der Füerwak versöpen?«

Kasper-Ohm hadd æwerst got in de Füerwak versöpen un vör 'n Bleß slahn.Ick hadd keen Tid. Ick hadd kum minen Fot von den Sledenas ick ok Sleden unPeekhakenPaster un KösterBradhieringPötten un de ›Anna Maria Sophia‹in 'n Stich let un utneigen dedas ob dat Is ünner mi inbreken wull.

Dat treckt sick all nah 'n Liwhadd Snider Rathsack seggthadd de Armels ande Rocktaschens neigt. Un as sick dat sonn beten pöapö mit mi un minen Öhmeutglek un torechttröck unas mi düchtvon em vergeten würdso vergetKasper-Ohm dat okwat he sinen Nahwer von grad æwerden Harrn PerfesserKnallerballer'n ollen Schapskopp schullen haddde nich to examneerenverstünn un schuld doran wirdat sin Süster ehr Jonge in de Eloquentsch nixnich weeten ded. Un Kasper-Ohm würd dunn wedder up sin Fründschaft un denintimitesischen Verkihr mit den Harrn Perfesser un Kasper-Möhme up denfründschaftlichen Ümgang mit de Fru Perfesserinde de Harr Perfesser sicksamt Eikatern all fix un fardig ut Stoppelsachsen mitbröcht hadd un all vördree Johrenas E. E. Rat as Mitpatron an dat Witte Kollegium sick den HarrnPerfesser noch verschrew– so stur un stifnackig un æwer de Stippbesökedese sick gegensidig maktenso vörnehmun so gereden beid so in de feine Maneerrinnese kennten man so knapperment noch ehr eegen Näsenschonst se sestännig vör Ogen hadden un se ansehnlich nog un een richtiges Poor Näsenwirenwur söß von up dat Schock gahn. In Stoppelsachsen wir DoktorKnallerballer all een uterordentliches Membran von de Eloquentsch westhaddKasper-Ohm to minen Ollen seggteen Wonder wir dat nichwat de Rekter ond deSenato academico Knallerballer nu alldat was noch nich mal in dat drüddeJohrtüm Dickhahn in de Eloquentsch makt hadd. Wat dor noch all ut den HarrnPerfesser warden künn mit de Tiddat was üngewiß. Un dat was doch eenenandern Snack mit den Harrn Perfesser un mit den Harrn Perfesser sin Fru as mitKaptein Bradhieringenwo min Oll ümmer mit up de Koßfeller Brügg up- undalgüngun Fru Frätwusten ut de lütt Mönkenstratwo nu jo woll–Kasper-Ohm künn dat nich ännern– Illschensin SüsterHand un Hanschenmit worden wiras der Hollander sädond de Frätwustens wiren jo man von datFischland.

De Harr Professerde man vierhunnert Daler Fixum haddmücht jo nu woll denÜmgang mit Kasper-Ohmen för sihr vortelhaft erachten; un de Frau Professerinmücht jo wull bi sick dacht hebbenwat min Ollschas Kasper-Ohmen sinSüsterok 'n lütt beten mitdeelsam wirgenogse hadd ok 'nSchiemannsknuppen in min Ollsch ehr Trossen slahn wulltman dat hadd doch keenDäg mit de twee beiden hatt un let wedder voneenihre dat richtig fast wordenwir. Min Ollsch hadd dor man mal morgens bi de Fru Professern ut Niglichkeitinkäken hattun donn hadd de Fru Professern Eikaternwat all 'n Bengel vondörteihn Johren wassplitterfaselnackt up 'n Disch un up 'n Pæhl vör sickliggen hatt un den langen spirrknakigen Räkel mit 'n groten Waschschwamm vonden Top bet up dat Keelswin un von dat Heck bet an de Gallion afswabbert unafbolußt un afwuschengrad so as 'n lütt Kinddat noch de Bost kriggtunEikater hadd ümmer dorbi schrigt: »Ei aber MitterchenMitterchenbei Leibenicht so hart!« un de Fru Professorin hadd ümmer dorto schrigt: »Eikarwirscht du dich fiegen! Eikarich sag 's dem Babada wird der Baba dir ohneZwaifel einen Luzianischen Göttertialok extra zutiktierenunt tu weischt'sEikardaßwenn Väterchen dich an das Exschponieren nimmtda währt 's aSchtunde mehrKindchen. Gehab dichEikar!«

Un 'n anner Mal wir min Ollsch wedder rümgahnun dor wir de Fru Professernbi ne Gos bi westde noch to Middag hadd brad't warden sülltun de Klock wirall halwig twölf westun de Fru Professern hadd noch ne ganz unglaublicheDormös' up 'n Kopp un sonn vergelte kort Ünnerrock un 'n grot Lock in denlinken Strumpschacht hattas 'n Gullen grotun ne Brill up de Näs dortounde Gos hadd se mit Thymijan un Majoranmit KrüsermüntPeperkrutDill unZipollenmit KarmumMuschatHerr du meines Lebens! und 'n ganz klein bisserlDeifelsdreckjust nur 'n Sticknadelskopf großder Schleckerei halbenstopptstatt mit Appels un Plummen. Un dat hadd ehr all so utlannsch anstahn mit ehrknækern Fingers un so linksch un dwatschun ne Kækenschört hadd se gor nichmal vör hattun dor wir min Ollsch so vör grugen wordendat ehr ganz slimmworden wirdat se den ganzen Harwst æwer keen Gosbrad nich hadd eten künnt undat se noch to Kasper-Möhme achterher säd:

»NeeSwiegerinallens in der Welt! Man dat 's jo 'n richtigenKæmtürkenkram bi dat Volk. Ick paß nich to KnallerballerschunKnallerballersch paßt nich to mi. Do duwat du wistSwiegerin. Mi is üm deIhr nich to dohn. Ick bliw för mi un bi Fru Frätwustenmit de lett sick doch'n vernünftig Wuurt snackenun de hett doch wenigstens keen Löcker in ihrStrümp as ne Hand grot.«

Kasper-Möhme hadd æwersten dorto wedder mit ehren Kopp schüddt un mit deOgen twinkelt un mit ehren vornehmsten Akzent seggt:

»Achliebe Ilsenimm mich das man nich übeldas änderst du mich dochnichliebes Kind! Das laß mich liebersten man gut sein. Sag michmit wem duumgehstund ich will dich sagenwen du büstund das ist mich wenigstenskeine Kunst nichsich zu Seinesgleichen zu halten; abersten das muß ich dichsagenlieb Ilsingwo das nich in istdas sieht mich auch das nich ein. DasGeld täte es nich. Wenn es man das Geld isdenn hätte Kasping es. Kaspinghätte Antonii wieder tausend Taler in der städtische Aerarii eingelegtkannstdu Micheln man sagenwenn Swager das noch nicht wissen täte. Abersten wenn dieFrau Professorin Knallerballer auch zehnmal Knopflauch in die Bratengans tätedas kennst du mich man nichtdie akademische Gerichtsstand hätte dieKnallerballern dochund die Frätwusten ihr Mann wäre jo woll man 'nNahprahmer und stände mich jo woll unters Niedergerichtund siedieFrätwustenwäre mich jo woll so ordinärdaß sie zehn ehliche Kinder allvon ein und denselbigen Mann hätteund die alte swarze Taftfahnwelche michdie Frätwusten ümmer trägtwenn sie Kirchgang hältwäre auch jo woll dieeinzigst anstännige Montierungdie sie hätteund alltags ginge sie mich jowoll ümmer auf Slarpen mit ne gedruckte Schürze as meine Köchin DurickPeyßen. Needas laß mich man solieb Ilsing!«

Kasper-Ohm wir æwersten mit den Harrn Professer nahmiddags æwer den Strandso mastig spazieren gahnun de Professer hadd Kasper-Ohmen so todolichünnerhakt hattun Kasper-Ohm hadd sick donn so utdrücklich nah minen Ollenümsehnde mit Kaptein Bradhieringen up de Snickmannsbrügg up un dahl gahnwirso utdrücklichas hadd he seggen wullt: »Maneer is Maneerond dat kenntji man nichaber wann ji mi fragtick heww Verstand!« so dat min Oll toBradhieringen noch seggt hadd:

»Bradhiering! Nu don S' mi de Leew un kiken Se mi blot eens Kasper-Ohmen an!Weeten Sewat ick dorvon denken do? Wenn man nich am Ennwat Knallerballer sinPump isup Pötten sinen Hoff stehtun wenn de Harr Perfesser leck isPöttpumpen möt. 'N poor von Pött sin Schruwen sünd all von lütt up bi den ollenBurßen nich drang nog indreigt west. 'N Ticke hett he all ümmer hatt. Wenn deso Gewettssignater wirBradhieringhü?«

Un oll Bradhiering hadd donn so recht fett vör sick henhuchelt un dortoseggt:

»Wiß! Wat mi wunnertisdat he nich all lang' sick mang de Gewandsnidershett upnehmen latenman blot üm ünner dat Obergericht to kamen. DeDreihkrankheit hett he all; kriggt de Pürrickden Kasper ünner den Brägensitten hettæwerst ierst Jungendenn so ward ut de Musket een Muskedunnerunwenn denn de Drücker von dat Gewehr nich æwersnappt un Kasten seggtdenn sois dat Gott's Will!«

 

Dat wir so gegen Ostern rümme west; mitdes hadd sick jo nu dat Johr bet nahPingsten ranne luvt. Min Oll un Bradhiering wiren all 'n poor Wochen wedder inSeemin Oll nah Krischania un oll Bradhiering von den ›Emanuel‹ nah Rowan.De Boden an den Strann von de Borgwallduran de Ballaststäd vörbibet nahdat Petridur würden een nah de anner upstellt för dat Pingstmarktun wiJungsmin Kumpans von de oll BallaststädJochen Bees'Vogel StraußHansHoltfräterEte Kock un wo se all noch heeten dedenhadden dat mächtig hildnahmiddags na de Schol mit dat Tokiken bi de grot Bireuterbodun de grot Menageriede Timmermeister Wölfelt un Zacharius Dierksen dorupslahn dedenun mit de Karussels un nahsten mit dat Klaribospillachter de BodenJunge di! Un Fridagabend vör dat Pingstfest donn trocken deJuden in ut Meusling un Israelsdörp un Altonaun Teterow un Kröplinall upgrot PlanwagensAchum machechummachachum! SchalemichumSchalemachumJungedi! Schachermachei! Un Fru Schrödern ut Lübeck mit de Appelsinen wir ok allankamenun de Stettiner Pötterjachtenlegen ok all bi den Kran an dat Borgwaller Dur; un oll Tanten Mæhnen hadd miseggen latenick süll mi den tweeten Festdag man dat Bewußte abhalenun datwas ümmer 'n lübsches Markstück; un oll Vetter Meyer hadd mi up de Stratdrapen– tofällig wir dat nichdenn ick wüßt prickde Tidwenn he abends nah Blocken an de Blotstrat mit sin lange Pip stüerndedun hadd to mi seggt: »NaAndreesverget dat ok nich un lat di eensnegste Dags bi mi sehn!« – un dat bedüdte ok een lübsches Markstückundorto vierteihn Dag' keen Schol un keen Eloquentsch nich. Junge didat wirfein!

Sünnabendnahmiddags Slag vier würd dat Fest inlüddt von all de sæbenTuurns mit all de Hauptklocken 'ne halwige Stunn langun mi wir dat nürigeJungshart so vull von all de Harrlichkeitde dor nu kemun von dat söteVörgeföhldat dor jo noch ümmer söter is as de Würklichkeit sülbendennKasper-Ohm wir mi bi dat Mönkedur begegent un hadd dat linke Og so halwtoknepen un mi so ohmshaftig towunkt as lang' nich un hadd to mi seggt:

»Is Er datJongeoder is Er dat nich? Er künn sick ok woll wedder eens bimi sehn latenAnsehn deit gedenkenond wen wat willder mot dor ok nah gahnmag er oder mag er nich; ond wen nich dornah gahn magder mot sick achterherman nich wondernwann dat Ei schier ond dor keen Gel nich for em in is. Magsindat ick ok noch wat in Petto for Em hewwJongeversteiht Er oderversteiht Er nich?«

Un dat läd ick mi so utdat min Öhme mi doch noch am Enn ok wedder maleens een lübsches Markstück anwassen laten künnas oll Tanten Mæhnen unVetter Meyerun denn wiren dat all dree Markstückenun dor künn ick jo wollSchröders ehr halw Appelsinenbod för utköpen.

Un as ick so kalkuleeren deddor stünn ick grad mit minen Fründ VogelStraußen vör Mynheer van der Plömerstaken sin Waffelkokenbodde ut Amsterdamup sin eegen Schuyt æwer Tönningen kamen wir mit Mynfruw van der Plömerstakenond mit twee Mynjungfruwens van ick weet nich wat; man sonn Barribalvon Jungmannde achter mi stünnsäd donn to 'n annern Jannmaatde bi emstünn un ok de Bod mit ankekdat he se all in Hamburg sehn haddun wenn datnich twee van den Barg wirendenn wull he Warg priemen. – Mynheer was eegensup sin Schuyt kamenüm de Rostockers mit veritablen Gintoddyun Waffelkokens direkt ut de Pann un echte Vagelnesters un ick weet nich watsünst noch för Delikatessen ünner de Ogen to gahn. 'n Bod wir dat nichmaneen puikeslüttjes Hüschenorig mit Finstern in un Gardinen achter de Finstern un 'nlüttjen Schosteen baben up dat rode Dack: »Harredu Vogelkik eens!« Unvör de Dör von dat lüttje hollandsche Hus hüng an 'ne Stang 'n Arra invonde Westindiesun karktas wenn een up ne Gosgörgel fläuten deitun in datlütt'e Hus sprüng üm Mynfruw van der Plömerstakende grote güllenSchillers æwer ehr Uhren drögne lütte Apkatt rümme: »Junge dihest wollsehnVogel Strauß? 'ne Waffel ward etenwenn se man ierst backen deden'neWaffel ward etenun wenn dat ok twee warden«un donn kreg ick dat mit datDickdon un säd to Vogel Straußen:

»Wenn min ÖhmeKaptein Pött von de ›Anna Maria Sophia‹mi eenMarkstück tüm Pingsten schenken deitdenn so kriggst du een Waffel von mi afVogel!«

Vogel Strauß höll mi donn flink de Hand hen un röp:

»Hal mi de Düwel up ewig?«

Donn rögt sick æwersten de Druppen Pöttsches Blot in mi. Ick kek VogelStraußen mit eenen Blick annich för de Fragun säd to emas wir ick minenÖhme sin Sæhnde dor dunn noch kamen süll: »Ick will di mal wat seggenVogel Strauß! Wat ick seggdat segg ickun wat ick seggt hewwdat heww ickseggt!«

Vogel Strauß höll mi æwersten noch ümmer heel thomassig de Hand hen:

»Hal mi de Düwel up ewigAndrees?«

Donn gew ick Vogel Straußen de Hand un bünn mi:

»Hal mi de Düwel up ewig!« säd ick.

Vogel Strauß höll æwerstenum noch sekerer to gahnmin Hand fast un sädto Hans Holtfrätern:

»Slah mal dörchHans! Du büst min Tüg'Hans! Een Schinnerde nichWuurt höltAndrees!«

»Een Schinderde nich Wuurt hölt!« röp ick.

Un donn slög Hans ok dörchun donn wir de Pakt so fast as mit 'n Düwelun donn sett't ick noch hento mit de richtige Maneer von minen Öhme un mit denfeinen Taktusde sick nich gewen lettwen dat nich hett: »Un denn kriggst duok een Waffel afHans! Denn wat ick seggdat segg ickun wat ick seggt hewwdat heww ick seggt.«

»Dat weet ickAndreesdat du nich so büst!« säd dunn Hans Holtfräter.Naden negsten Dag wir jo nu de hoge Festdagun dunn müßt ick vörmiddagsmit min Ollsch nah de Kirch; Vatting wir jo in See. Hasselnæt nehm ick jo nunich wedder mitun Höltendræticksgedanken hadd ick nich mihr. Man as wi donnin ünsen ollen Kirchstohl rinne kemendunn ret ick de Ogen wit apendunn setdor Kasper-Ohm un Kasper-Möhme un lütt Gretenwäschenun EikaterKnallerballer set midden mang minen Ohm un min Möhme. »Eikater? Slah mi deDeukerwo kümmt de her?« säd ick to mi»un wat will de hier? Wat heet miditun wat is dit? Un dit sall mi man blot wunnernwo mi dat noch verlangenward.« Aewer ick kem bald up anner Gedankendenn de Bälgentreder füng an topeddende grot Örgel füng an to snuwenun donn sett't Kasper-Ohm in mitsonne muurdsche Tremulatschonas wull he ChurOrgel un Köstervon dePosaunen un Trumpeten gor nix to seggendot un dal singen: »KommheilgerGeistbefeuchte michErwünschter Regenzeige dichDu Wasser aus derHöhe.« Un as he bi dat Wuurt ›Wasser‹ wirdunn würd jo min Ollsch wollan Vatting un dat Schagerack un de Paternosters un de Makrelen un Lobstersdenkendunn fohrt' se sick mit dat Taschendok üm de Ogen und sett't ok mitsonne feine Fistulatschon in:

»Süße Fülle lasse quirlenWohl zu stillen Unser LechzenHeilger Geisterhör mein Ächzen!« un dunn hüng dor sonn blanken Druppen an ehrenNäsenzippeldat mi de Tranen in de Ogen kemenun dunn sett't ick ok mit in:»Wie sehn ich michmein Hortnach dir!« ümmer gegen Kasper-Ohmen upun aswenn ick em dat wisen wullwat dat wohr wirwat de oll Kanter nülich noch tomi un Tribeseeßen seggt hadd bi de grote Chural: »Tribesees un duAndreesihr habt beide eine Stimme unter Dausenden!«

Un as dunn Köster Knaak mit den Klingbüdel kemdunn so kem ick jonatürlicherwis wedder up anner Gedankenun dunn kem ick up den Harrn Magisterun den hollannschen Duwwelten un von den Hollannschen begriplicherwis up datlübsche Markstück un Kasper-Ohmen un dat Mönkedur un so wedder midden up datPingstmarkt un de Appelsinen un den Arra un de Apkatt un Mynheer van derPlömerstakenunKinningsick will mi nich slichter makenas ick dunn wirick wir 'n richtigen Rostocker Jungrichtige Klürun dat sünd de meisten vonjuch ok woll west jug Tid.«

»Du wenigstensHans!« säd ok Unkel Andrees to mide ick dat jo in Gangbröcht hadddat oll Unkel Andrees üns sin Fohrten mit Kasper-Ohm vertellended. Du süllst man leewersten nix nich seggen un nich vull so plietsch utsehnun gor den Kopp schüdden! Wat di angeihtdu haddst jo den Rostocker Jungennoch nich uttrockenas du all lang de Voßisens an de Hackens drögst. Wierstdu dat nichde noch Anno so un soas de Brandvoß nah dat Karzer nah dat ollWitt Kolleg ruppe müßtden Komitatoas Kasper-Ohm sin Tid seggt hebbenwürdmit in Gang bröcht hett von Meister Langen ut in de Drägerstrat? –Wat denn? Naleeg nichBengelsünst vertell ick nich wider. Du büst datwest! Wat denn? Du haddst noch Meister Langen sin witt Slapmütz up un dinenRock verkihrt antrocken un setst up Korkenführer Knüppeln sinenhahnentrittigen Voßun ji haddt noch den Armensünner up denKorkenführerwagenji Kaldunslukers ji– un de Brandvoß hadd Fru Meisternehr Nachtmütz updat rode Onnerfutter von sinen Gottfried nah butenun 'nlütten Disch vör sick up 'n Wagen mit 'n Buddel Steenbecker dorup– un ollÜlzen mit den kahlen Koppde so speegelblank un glatt nog wirdat de Lüs dorup Stritschoh lopen könnende set achterup mit ne Rumbuddel ünnern Arm? –Wat denn? – Un de een von juch Studiermakergesellen güng noch an de een Sidvon den Wagenmit 'n Virgil ünnern Armun de annerde an de anner Sid güngde drög noch 'n Stewelknechtun all de æwrigen Kaldunslukers von MeisterLangen sin Klürde güngen all nochtweeundörtig Mann hochachterherallehr Röck verkihrt ümtrocken un de Taschendöker as Slapmützen up 'n Kopp unsüngen dortoierst: »Was kommt dort von der Höh?« un nahst: »Nur immerlangsam voran!« Und so güng dat an 'n hellichten Dag' de Mönkestrat dörch undat æwer 'n ›Schill‹ un nah 'n Nigen Markt ruppe un nahst dörch deBlotstrat nah Famulus Jungen un dat Witte Kolleg Haben binnenun dor würdwedder Chur sungen: »Nun lasset uns den Leib begraben!« – un de beidenPudelsoll Schultz un Roloffsende würden doch voßwildwil se to lat kemenüm auch aftofatenun de blagen Wäpstierts kemen nahsten noch in Gang. Kriegendeden se juch æwersten ok nich! – So 'n Skandal was datas in teihn Johrennich west wir! Wat denn? Wenn ick dat nich mit min eegen Ogen afsehn hadd! Jekik du mi man noch twee lang un twee breet an! Ick stünn grad bi Krischanen von'n ›Schill‹ vör de Dör un wull grad mit em nah Mutter Meyersch von de ›Altona‹vör dat Steendur rute stüern to üns Partie Scherwenzel; de Brandvoßde Lockin müßtwir noch Voß Köchysühst du woll? Wat denn? – Un denn wist dumi hier noch lang grinendu muurdverbrannter Rebeller du! Un wat noch mihr iswat ick di seggen kann: Ick hadd mi dunn noch so vel hægt œwer juchdennmagick watdenn sünd dat jung Lüdde orig eens achterut keilen un sick eensupsteideln un brenschen as jung' Hingsten in de Koppelwenn se denFrachtfuhrmann sin Swep up de Landstrat klappen hüren don– de sich origutrasenwenn de Tid dorto dor isun nich ierst dormit anfangenwenn de Tiddor iswur se Großvatters sin künnen. Neegiww mi so 'n richtigen Jungwordat Lewen fördwars in sitt un den dat nich dorup ankümmtwenn he 'nGröschensupeter uphettnoch ne Matt Plummen dorachter uptosetten un denn dochnoch nich richtig satt is– man leegen un stehlen möt he nich! Dat is datrichtige Pockholtwur achterher ne Kugel utdresselt warden kannwurmit achtüm 'n König smeten warden kann. Upstäds is dat jo woll all nich mihr so. Ickbegegen man männigmal so 'n Quart von Talglümmels un Taftlappens unSidenswäns mit Glacéstewel un Noahscheitel un Ogenkniperde den Achterstevendreigenas wenn dat Stüer uthakt isun wenn mi denn seggt wardwat dat eenBroder Studio sin salldenn is mi ümmer soas mücht ick em in sinKajütenfinster eens richtig rinne deffenso 'n Zivilleutnant so 'n as dat isun dorbi möt ick denn ümmer denken: Is de ierst Börgermeister unJustitschorivusde leckt jo woll mit sin Tung an de Junkers ehr swart Städenso lang rümmebet he sick 'n grundentsetzlichen Likduurn doran ranne lickthett un dor 'n Hofratsplaster upleggt warden möt. Un wat de Jungs upstädssündHarre du meines! Dat kümmt jo woll all mit Kaloschen un Kaschnetzen unHewlocken up de Weltwenn dat jung wardde sehn jo all so verpimpeltvermißqueemt un spirrfixig un doch so wissnutig utas wiren se EikaterKnallerballer sin Nahkamenschaft un as hadden s' sick 'n »Korten Jedoch von deEloquentsch« all ut den Lutschbüdel rutesagen. Wat denn? Heww ick rechtoderæwersten heww ick nich recht?«

Wi gewen jo nu natürlich oll Unkel Andreeßen ganz rechtman blot dat henich ut den Text von Kasper-Ohmen af un in 'n anner Fohrwater rinne luven süll.He wir eenmal so moi in Togun dat sick dat mal wedder so drapen künnwirmihr denn üngewiß. He schint' ok sihr kontentiertas he üns all mit den Kopptostimmig nicken sehgun so schenkt' ick em denn sinen Kros mit Schato Dikemwedder vullschöw em den Töller vull Türkschen henstickt em 'n Fidibus anun säd donn:

»NaUnkeling! Eikater set also doch richtig mit in den ollen Churstohl biKasper-Ohmen un Kasper-Möhme?«

»Je wat wull he nich!« füng oll Unkel Andrees wedder an. »Un as dePredigt ut wir un wi de Koßfellerstrat wedder dalstüertendonn ret ick minOgen noch wider apenas ick dat sehgdat Eikater mit minen Öhme nah den sinenSüll ruppe steg. »Wat kann dit eenmal up sick hebben?« säd ick to mi.

»Nu geh mich man reinEichachen!« säd Kasper-Möhme»Un duGretinglauf man flink zu Dürting in die Küchwas sie mich auch all den großenabgerührten Klump artig ins Kochen hätte. Adjes auchlieb IlsingAdjes auch!Wir hätten heut 'n kleinen Kalberbraten an 's Spittlieb Ilsingund Segain Franzwein als Vorspeis. Du hättest mich ja woll wieder man 'n StückRindfleisch von Frau Bucken ihre Moljewassing? Nageh mich doch man reinEuchaching! NaAdjessing auchingliebIlsing!« Un dormit schüdd't Kasper-Möhme den Kopp un twinkelt' mit de Ogen unsteg Gretenwäschen un Eikater nah in dat Hus rinne.

Ihre Kaspar-Ohm se æwer nah güngdreigt' he sick vull nah mi üm un röpmi to: »Hör ErJonge! Ick will Em wat seggenJonge! Wer Maneer hett onddornah geihtder kriggt dor ok wat von af; alleen æwerstenwer keen Maneerhett ond dor nich nah geihtder kann sick achterher dat Mul mit datSchötteldok wischen ond sick gehuursamst wat prosten laten. Versteiht Er mi?«

Namin Olsch verklort mit dat jo nuwat dat mit Eikater up sick hadd. DeHerr Professer hadd nämlich to Micheli 'n Rop nah Greifswald von wegen deEloquentsch kregen un wir dorup acht Dag' mit de Fru Professern henreistümsick dor to präsentüren un to glike Tid nah de Wahnung ümtodohnun so haddense denn so lang Eikatern bi Kasper-Ohmen fründnahwerschaftlichst up den Lepelgewen; kosten ded se dat nixun Kasper-Ohm hadd sick dor babenin noch ne grotIhr ut maktun Kasper-Möhme hadd seggt:

»Aus das bischen Essen mach ich mich nichtswerteste Frau Professern! Daskomrnt mich jo doch man in die Dranktonnund das holt sich nachher doch manHantelmannsch abwas mich immer bei die große Wasch und auf die Bleiche helfentäte. Das täte ich mich jo nich mehr als gernewerteste Frau Professern! Dakäme uns das jo gar nich auf an; das nehmen Sie sich man nich so zu Herzenmein Seeling. Sweine hielten wir jo nich und machten wir jo nich fett.«

»Un du sülben«säd min Ollsch»dedst am bestenwenn du ok man glikrümmegüngst nah Kasper-Ohmen un dormit förleew nehmst. Du hest jo hürtwatdor an 't Spitt is. Grot anrichten do ick hüt nich; dor bün ick nich nah in deStimmung. Vatting is in Seeweeßt du; un denn is dor æwerall keen Ursak nichto Rösten un Köstenun is dat ok teihnmal 'n hogen Festdag. Dor is noch datbäten Hartslagsupp von Fridag in dat Fleegenschapp; dat mak ick üns warmdenkick. Ore wist du nich leewer rümmegahn? An 'n schicklichen Vörwand fehlt didat jo nichAndrees! Dor liggen de Affisende nimmst du rümme. Rutesmitenward Kasper-Ohm di nichun blöd' Hunn' warden nich fettmin Sæhn!«

Ick würd nahdenklich un æwerläd mit den Fall. Upwarmt Hartslagsupp? hum!– 'n afrührten Klumproden Sega in FranzwinKalwerbraden? hum! – un dennnoch viellicht 'n lübsches Markstück achterher? hum! – Ick säd also keenWuurtnehm stillswigens de Affisen un dat nah Kasper-Ohmen rümme!

»Also Er geiht dor doch nah!« säd min Öhmeas ick rinne kem. »Wo ickdat mi nich dacht heww! Denn kriggt Er dor ok wat von af. Am Enn kriggt Er dochnoch ManeerJonge!«

»Süh mal einer mich anAndreeßing!« säd min Möhme un twinkelt' mit deOgen. »Büst du mich auch daKinting? Ungebeten Gästen hören micheigentlichich will nich sagen wo. Nadat is mich man schöndaß du auch dawärest. Hättest du mich auch die Beine gut an die Matte baußen abgepeddt? Duhättest mich immer so viel Müll an deine SohlenKindgänzlich abgesehen vonPick und Teer; ich weiß nichwo du mich das man immer herbringen tätest. Dakuck mich mal Euchaching an!«

Dit tröck mi jo nu mächtig in de Krondat min Möhme mi so spitz kem; manick slök dat in mi dal und säd to mi: »Natöw mandorför sall ehr datAfrührt nahsten Bescheed seggen!«

Donn nehm æwersten Kasper-Ohm min Partie. »Wat seggst du dorFru?Ungeladen Gastenseggst du? Wurans ungeladen Gasten? Ick heww den Jongen dorseggtwat wen dornah geihtwat der dor ok wat van kriggt. Nu hett der Jongemal den Verstand hatt ond is dornah gahnond nu kriggt er ok wat dorvan af. Ondnun will ick di wat seggenGreten! Nu halst du mi noch eenen Salvijetten onddeckst em for den Jongen; ond wenn der Jonge ok negenunnegentigmal eenenmuurdverbrannten Rebeller is ond nich lang dornah henkicktwat er in den Teerpeddt oder wat er dor nich in peddtmin Süster Illschen ehr Jonge is erondmin Süster ehr Jonge bliwwt erond all dat anner is mi man Fromaschias derHollander seggtoder seggt dat der Franzmann? Ond mit nah de Kunstrüders geihtder Jonge nu okwann ick mit Eikoariwussen ond Greten dor morn nahmiddag nochhengahn do!«

»Nadenn wird mich jo woll das nich anders«säd min Möhme un schüddt'mit 'n Kopp. »Denn schrenkel mich aberst auch nich wieder so die Beinen um denStuhlfüßenAndreeßingun nimm dich hübsch mal ein Beispiel anEichaching!«

»Jawann Er sick dor sonn Exemplor an nehmen wullJonge! Dat heww ick allümmer seggtdor bün ick ok mit inverstahn – ond wann Er sick deEloquentschen sonn beten to Kopp stigen laten müchtas Eikoarivus«säd minOhme. Man dat Er dat nich will ond dat Er dat nich deitdorto hett Er nich nogvan dat Pöttsche Blot in de grot Arterige van dat Occiput«. Eikater kek miindes ganz ängstlich anun as wenn em dat teihnmal leewer west wirwir ickteihn Milen dorvon west. He hadd jo woll de grot Wasch up den Marigenkirchhoffnoch nich vergetende ick mit em anstellt hadd. As he æwerst so kläglich unstill dor set un so fram un in sick tosamenduktas sonn lütt Windspillwennso'n grot Kädenräkelas ick donn wirbi em rümsnückertun as ick datsehgwur kläglich dat doch man mit de Todaten bestellt wirde he vonVaderswegen mitkregen hadddonn säd ick to mi: »Needen deist du nix wedderdat 's jo keen Kunst nichwenn du den æwerwarst un ünnerkriggst!« – undonn güng ick to em un gew em de Hand un säd: »Wes man nich bang'Eicha! Ickdo di nix mihr; un wenn di wen wat dohn willdenn kannst du dat mi man seggendenn bün ick din Bistahner.«

»Kann sindat der Jonge doch noch Maneer kriegen deitde Mæglichkeit isdor«säd donn Kasper-Ohmas Dürten Peyßen grad den Sega in Franzwinupdrägen dedun Gretenwäschen kek mi mit ehr grallen Ogen so fründlich anas wull se seggen: »Dat nehm ick di gotAndrees!«

Dat beten Mund vull Eten was jo nu so gotas dat jichtens warden künn.Dürten Peyßen verstünn sick dorupun dor ick nu doch eenmal Kasper-Ohmen deIhr andan hadd un bi em förleew nehmso let ick dor jo ok keenen Kummer nichin kamenso dat Kasper-Möhme mi tweemal scharp dorup ankek un to mi säd:

»KintingAndreeßing! Ich bitte dichdu überissest mich dich noch! Nichals ob es dich nich gegönnt wäre; ich gönnte dich das jo gerne! Man das kannmich jo nich ausbleibendaß du mich noch die Magenkrämpfen kriggstund dannmißt mich dein Mutting am End noch die Schuld davon bei. Du büßt mich jo wollausglasürt und hast mich jo woll keinen Bodden nich. Euchaching is mich nichso; Euchaching weiß mich wollwas sich schicken täte un was anständigwäre.«

Min Trummelfell wir æwersten grad in dissen Punkt vel to dick für sonnzoorten Knüttelstickendor gew dat keenen Ton nich up anas StadtpiperKihrhahn in Wismar sin een Paukwur ok ümmer ierst mit 'n isern Hamer uplosbækert warden müßtsüll de wat von sick hüren laten.

Un Kasper-Ohmdemarkt' ickgünnt' mi dat; denn de langt' mi denBradentöller un den Schüpott tum drüddenmal her un säd to sin Fru:

»Fruder Jonge is eenmal dornah gahnder Jonge kriggt dor ok wat van afun nu kümmt er ok noch mit in der Menascherie.«

Hadd Kasper-Möhme nich den lütten ingedrögten Kopp mit de langehoge unspitze Näs schüddtdenn füng se nu anem to schüdden.

»Vor meinswegen man immer zuKasping!« säd se. »Vor meinswegen nimm ihnmich auch man noch mit in die Wachsfiguras; das wären mich denn schon dreiMarkstücken. Erste Rang gehst du mich jo dochund auf Geld käme es dich jonich an. In die Affisen steht mich jo noch weit mehrwas es allens am Strand zusehen gäbe und was allens Geld kosten täte; vor meinswegen könntest duAndreeßing jo recht gern in allens mitnehmenwas dich man gefiele.Hollanndsche Waffels wären da ja woll auch noch. Wo dollerwo besser! Und michtäte es jo ganz recht seinund wenns du Andreeßing einen doppeltenHollanndschen zugedacht hättestmich schlüge da jo keine Ader nachneemichnichmich ganz gewiß nich! Auf doppelte hollanndsche Dukaten käme es dich janich anwenns du man deinen Willen kriegtest.«

Dunn led æwersten Kasper-Ohm sin Metz un Gabel dal un kek Kasper-Möhme miteenen penetranten Blick anscharp as 'ne Packnadel un as wir ehr Seelensack soschamfiltdat dor 'n düchdigen Flicken upsett't warden müßt:

»Du nimmst mi dat Woort ut den MondFru!« säd he. »Wann ick mitEuchoarivussen nah de Figuras gahdann geiht mi der Jonge ok mitond wann ickdat for got estimeerwat Euchoavirus in de Panoram mitkamen deitond biMynheer van der Plömerstaken Waffels ettdann so geschüht datond dann soett der Jonge ok weckond ob dat een mihre oder æwersten een weniger isdatis mi Fromaschias de Hollander seggtoder is dat der Franzmann? Ond wann ickden Jongen eenen duwwelten Hollanndschen todacht haddwat sin kannwatæwersten ok nich sin kanndann so kriggt er eenenond wann dor ok Holland inNot över kem un Pankrott maken müßtkriegen ded der Jonge em denn dochondwann dat der letzte in der Welt wirdenn so kreg er em doch. Der Jonge hettManeer hattond nu kriggt er ok noch een Glas Win to den Bradendenn wendornah geihtder kriggt dor ock wat van. Gretenstah mal upGretenond seggDurickense skall mal eens een Boddel van den roden Langproppen ruppehalenondhier hest du den Slætel to de Winbuurten in den Achterkeller.«

»Dunner Narren!« säd ick to mi. »Geiht dit man noch een Viertelstunn sofuurtdenn ward dat Läuschen von den Dukatenkacker wohr.« Man Kasper-Möhmebegrep sick; dat mücht ehr sur nog ankamenman se begrep sick; man dat Rot vonehr Backendat set all in ehren Gewelso dat de Näsenspitz utseg as neBlotwustde in 'n Rok sall. Se sweg nu stillæwer dat Koppschüdden unOgentwinkeln dat güng nu so flink as 'n Warbel up ne Trummel un 'n Triller upde Fläutun as se bi den groten Afrührten an to sniden füngdonn würden deStücken duwwelt so grotso flögen ehr de Finger in die fleegende AngstdatKasper-Ohm sick den iersten duwwelten Dukaten för mi tüm Pingstmarkt afbängenun dat dat denn tüm Dörchfall mit em kamen un de güllen Ader dorbi brekenkünn.

Ick mücht jo natürlich minen Öhme nich argerndenn he stünn mi neger indat Blot as Kasper-Möhmeun so güng ick denn ganz in Kasper-Ohmen sinen Geistin un et em to Leew so vel von den Afrührtendat Kasper-Möhme eenenflehentlichen un rührsamen Blick gen Himmel smetas ob se in sick sülbenrinne beden ded: »O du großer Vater im Himmelvergib mich ihmer weiß michnichwas er täte!« un dorto drünk ich min twee Spitzgläser von den moigenRotspohn mit sonne Gewissenhaftigkeit utdat ick eegentlich noch een drüddesdorför verdeent hadd un dat min Pflichtgeföhl sülben Prost! to mi sädas wivon Disch upstünnen. Man as ick dünn sülsten ok min Möhme eenen gesegnetenProst wünschen un 'n Kratzfot dorto maken deddonn künn se dat doch nichlaten un säd to mi: »Wann dich das man so gut bekämeKintingas ich dichdas gerne gegönnt hättedenn müßt ich die Wahrheit nich die Ehre gebenunddenn tätest du mich groß UnrechtAndreeßingund das tätest du mich jo wollnieso artig as du mich immer bistwenn auch dein lieber Onkel meinen tätewas deine Manieren nich immer so wärenmein Liebing!«

NaKinningsdat weet ji ok all recht got: de Löwens sünd jo nu ümmergroßmütig un lammfrommwenn se sick richtig satt freten hewwenun dat haddick jo nu. Dat ick nu ok 'n beten nett gegen Eikatern sin müßtdor he minenÖhme sin Gast wir un ick mit em to Disch seten haddso dumm wir ick nichdatick dat nich insehgun so ballstürig ok nichdat ick mi dor nich 'n lüttbeten nah hadd hewwen un schicken süllt. Dorto noch klüng mir dat rechte Uhras dat feinste lübsche sülwerne Markstück. A hadd ick jo all to Eikaternseggtun dat B seggen is denn so sur nich; un so brukt' mi dat gor nich ierstlang an de Hand gewen to wardenso föddert' ick denn Eikatern von sülben upmit mi nah den Strann hentogahn un mal totokikenwat dor all wat los wir. Olllütt Eikater wir ok glik dorto bi de Handick mücht em nu Tovertrugen makthewwen; un dunn wull jo nu Gretenwäschen ok mit. So seilten wir denn mitKasper-Ohm sin Gotheeten to Strann an.

»Bring Er mi Eukoariwussen ond de Deern ok wedder heel an dat Hus!« röpKasper-Ohm mi ut dat Finster nah. »Hört ErJonge! Dat se mi nich overseiltwarden ond kapzeißeversteiht Er miJonge? Ond dat Er mi dat Kargo in desülwige richtige ond gode Konditschon nahsten wedder löschen deitas deKonnossementen beseggen. Ond denn hol Er sick ut dat Fohrwater van deRiffpiraten up der Ballaststädhört Er! Oder Er ward keelhaltwann Er Habenbinnen kümmtond van de Keelspant bet nah dat Schantdeck rupper verkalfatertond teertversteiht Er! Der Teerquast steiht in der Eck!«

»Wellwell! Kasper-Ohmdat sick dat versteiht!« röp ickun dormitpeekten wir af.

Wenn dat nu Supp regentdenn sünd weck Lüd ehr Schöttels ümmerümstülptweck ehr æwersten ok nich. Un so müßt dat denn kamendatnochihre wi ut dat Koßfellerdur rute wirenoll Vetter Meyer mi begegen müßtunde säd to mi:

»StoppBengelstopp! Du kümmst mir grad recht to Paß. Wen hest du denndor in dat Sleptau? Isüh mal! Dat 's jo woll oll lütt Greting Pötten un delütt Knallerballer. Jungedenn fangst du nu jo woll gor all anmit Minschenümtogahn? Nada hest du din Pingstfoi. Dor! Un nu besup di ok nichhürstdu?« Dormit langt he nu in de Taschgew mi 'n Geldstück un klopptGretenwäschen up de Backen: »Isüh malGretingwat wi eenmal smuckwarden!« säd he un gew nahsten Eikatern de Hand. »Und dat 's woll uns lüttHerr Professor? Sühst du æwersten eenmal pewrig un küm utmin Sæhn! Wenn dudi sonn beten mihr up Swinspoten un Snuten mit dick Arwten leggen dedst stats updat Swinsledderdat künn di nich schaden; dat segg man dinen Vadderhürstdu?«

Ick grient mi æwer dat heele Gesicht un kek vergnögt nah Vetter Meyer up.»Dat 's jo 'n PrükenkoppVetter Krischan!« säd ick. »Dat 's jo 'n ganzenPrükenkoppden Se mi verihrt hebben!«

»Einem geschenkten Gaul sollst du nich schaun in das Maul. Schick di manBengelun bædel em man nich in eenen Dag dot!« Un dormit güng VetterKrischan sinen Gang.

Wen wir vergnögter as ick. Kem oll Tanten Mæhnen ehr Markstück dorto undenn noch dat Markstück von Kasper-Ohmenwat jo ok mi nu mihr as wohrschinlichwirdat dat kamen künndenn hadd ick 'n Daler un sößteihn Schilling. So velhadd ick noch in minen Lewen nich up 'n Hümpel hattJunge di! Un denn noch deKunstrüders un de Waßpoppen un de Panoramas un Mynheer van der Plömerstakenun de Menascherie in Utsicht up minen Öhme sin Kosten – Junge di! Un dennSchrödersch ehr Appelsinen un Kokenbäcker Schulten sin feinen Plummentuurten– und denn vierteihn Dag' lang keen Schol nich – un denn eenmal sowat sonnSlæksas ick dunn wir»richtig satt« nennt. – Mi wir so fidel to Sinnick hadd lut upjuchen müchtick hadd Eikatern 'n Kuß up apene Strat gewenkünntwenn dat hadd sin müßtun Gretenwäschen ierst rechtde wir mi jo soall vel to fast in 't Hart rinne wussen von wegen den Höltendrætick un deZorenappels – von wegen de Not un dat Leeddat wi tosamen all dragen – vonwegen dat Schinken-ut-Solt-Böhren un dat Stewelaftrecken.

Gretenwäschen wir negerto ebenso vergnögt as ick sülben æwer den Gullenden Vetter Meyer mi schenkt haddun se rekent mir dat vörwurvelmal ickdorför up dat Karussell riden un in »TrullTrullOß is keen Bull! Nu man deolle Jumfer noch ganz alleen! Hier is sewen will se? ümmer ranümmer ran!Nu man de olle Jumfer noch ganz alleen!« insetten un dat ick dordreehunnertunvierunachtig Aniskoken bi Mutter Petermannsch ore Dielsch köpenkünn. Greting wir jo 'ne Pöttenun up dat Reken verstünnen de sick allwatPött heeten dedutgeteekent.

»JaGreting!« säd ick. »Un de Klemmersde sick dorför kriegen latende sünd gornich to tellen!«

Eikater säd æwersten nix; de schint dor gor keen Begriffe von to hewwenwat ick up eens för 'n riken Mann worden wir. He hadd all aewer Disch keenWuurt nich seggtman mi in eensento ankekenas künn he dat nich begripenwoick all den Appetit herkreg. Ick hadd em dunn 'n poor Mal tonickt un mit deGawel up minen Töller wiestüm em dörch den Blomenstengel antodüdendat hesick an mi 'n got Exemplor nehmen un sick man jo un jo nich vör Kasper-Möhmeschenieren süll. Blöd' Hunn' würden jo nich fetthadd min Ollsch seggtunwohl dem Kindedas sich seiner Mutter Rat fügt! Eikater güng ümmerstillswigens mit un hadd Gretenwäschen an de Hand fat'tas wenn em sülm bangwirwat he sick verlopen künn.

Dat was all so gegen halw fif nahmiddags. De heel oll Strand krimmelt' allvon Volksun so güngen wi denn bet an dat Petridur ranneun dor begegent' ick'n poor von min Frünn von de Ballaststäd.

Vogel Strauß schrammt' dicht an mi vörbi:

»Hal mi de Düwel up ewig?« säd he in't Vörbigahn.

»Dingstagsmorgen Klock teihn up de Ballaststäd!« säd ick»un dennsokannst du dat Hans Holtfrätern un Ete Kocken un Peter Pæsel un Jochen Beesenok man glik seggen!«

»Bonus!« säd Vogel Strauß un güng wider. Ick hadd dat jo nu noch nichnödigmin Wuurt to hollenwur he mi an mahnen deddenn dat Markstück vonKasper-Ohmen hadd ick jo noch nich; man dat was de Druppen Pöttenblot in deArterige von min Occiput un de Prükenkopp in min Büxentaschde mi donn jækenwürd.

»Dat wir jo woll Heine Strauß ut de Winstrat?«säd Gretenwäschen. »Watde eenmal för swartes kruses Hoor up 'n Kopp hett!«

»JaGreting!« säd ick»dat wir heun 'n richtigen Kruskopp is heunde kann up de Hänn gahn un 'n Rad slahn un in 'n vull Emmer mit Water Bom stahnun as 'n Nachtigal fläutenun dükern kann he as 'n Nifundlänner un ünnerWater swemmen bet halw na de Fähr ræwerun beter Stritschoh lopen as ick kannhe ok. Man so got smiten un drapen as ickdat kann he nich!«

»So«säd Gretenwäschen. Eikater säd æwer nix; he drückt' sick anGretenwäschen ranneas wenn em bang vör Vogel Straußen wir.

Wi güngen den heelen Strand wedder trügg un wiren all wedder bet an deBrügg bi dat Lazarettdur. Eicha hadd æwer noch ümmer nicks seggtnich toGreten noch to mi. Ick sett't dat nu up sin Erstaunen æwer all de glänzendeHarrlichkeit üm üns rümme; denn wenn ok up den hogen iersten Festdag nochnich hannelt un schachert un keen Kunstmakeri makt un Hunnbüdeli bidrebendörben warden ded un de Krewts to twee un twee halfdutzwis' dor up un dalseilten; de Anstaltende dor all makt wiren un würdennade wiren jo in minJungsogen as een Blick in dat gelobte Land von Horeb utun Schrödersch mit deAppelsinen un Mutter Schulten mit de feinen Plummentuurten un Fru Ficken mit deSpickaaldat de sick an dat Verbott nich kihren dedendat wüßt ick utErfohrung.

Nade lütt Druppen Pöttenblot in min Occiputde würd jo woll rein wildsit ick Vetter Meyern sinen Prükenkopp in de Furrick haddun wenn ick mit deHand dornah rinne langen dedwat he noch dor wirdenn würd mi ümmer de Dumenjækenas kreg ick wat sihr Annehmbores to weeten un as wir dat keen Frag nichwat ick Verstand hadd. Un Fru Schulten mücht mi dat jo woll ansehnwat ickför 'n verstännigen jungen Herrn wirdenn se röp mi ut de Bod to:

»Nawat sall 't sinjunger Herr? 'n Päckschen Witt ore æwersten 'nPäckschen Brun tüm Sößling odder tüm Schilling? Frische Frimurers sünd dorok all. Najunger Herrwormit kann ick upwohren?«

»Sünd dor noch keen Appeltuurten nich?« säd ick. »Nee!« säd FruSchulten»de sünd noch in 'n Abende kamen ierst in 'ne halwig Stunn. Aewerkiken Se mal eenswat för schöne Makronens ore æwersten so 'n lütt rodSchachtel mit Zuckerarwten ore so'n poor Schillingsharten von Mandeldeeg?«

Greten höll mi an den Arm trügg.

»Brek doch den Gullen nich an!« röp se. »Brek doch den schönen Gullennich andat 's jo man ewig schadAndrees!« Un dorbi schüdd't se mit denlütten Kruskopp un plinkert mit de Ogenda se liksterwelt as Kasper-Möhmeutsehn würd. Ick säd æwersten grad so as min Öhme: »Ick will di wat seggenGreten! Wat ick dodat do ick. Wiren dor all Appeltuurtendenn würden nu dreeStück köfft; wil dat dor nu æwer noch keen sündwarden dor noch keenköfft; köfft ward dor æwer watun nu will ick di seggenwat dor köfftward'ne Appelsin ward köfft.«

Un dunn würd jo nu to Fru Schrödersch gahnun de wir bi dat Utpacken unströpt' grad dat Papier von een wunderbar schöne goldgele Appelsin afso datmi ok fuurtstens dat Water in de Mund tosamschöt un ick an de Zorenappels vonverleden Harwst denken würd. »Wat kost' de AppelsinFru Schrödern?« sädick. Fru Schrödern bekek de Appelsin nah alle Ecken un Kanten.

»Ünner'n Groschen kann ick de nich fuurtslahn«säd se»æwer dor sündok weck tüm Schillingun 'ne Kist mit anstött tüm Sößling is dor ok; mandor kann ick ierst morgen bikamen.«

»So«säd ick»nadenn langen Se de tüm Gröschen mal her un tweeanner tüm Schilling!« Schrödersch ded dat denn ok.

»DaGreting!« säd ick un gew ehr de tüm Gröschen. »Dat is von wegen deZorenappels.«

»Herr Jesses!« säd Greting. »Sprek man jo un jo nich von de ollen Appels!Kreg Vatting dat to weetendat güng jo in'n Lewen nich got!«

»Ick ward mi woll höden!« säd ick. »Dor kann nu æwer in 'n Lewen kamenwat dor willde Zorenappels verget ick di nichdor verlat di up!« Dorup langtick Eikatern een von de beiden Schillingsappelsinen hen. Eikater kek mi anschüdd't mit 'n Kopp un nehm de Appelsin nich.

»Nawenn du se nich magst un wenn du se nich wistEicha«säd ick»denn beholl ick se nich mihr as giern. Du büst mi woll noch fünsch von wegendat Schneewaschen up den Marigenkirchhoff?«

Eikater schüdd't wedder mit 'n Kopp. He hadd den Dag noch keen Wuurtspraken. Ick hadd em eegentlich noch ganz un gor nich eens spreken hürt; dennwenn he mi mal in de Mangel kamen wirdenn wir he man blot tüm Schrigen kamen.Ick kek em anun he kek mi anas wir ick em een komplettes Rätsel. Ich sehgem dat andat he mi wat fragen wulldenn he würd up eens sinen Ollen soähnlichas de mi bi Kasper-Ohmen examneeren ded; ebenso olt sehg he utgradso sperrig liksterwelt as 'n verkrünkelten Bagen Löschpapierwur griechischeBokstawen indrögt sünd vörlangs un vördwars ahn Sinn un Verstand; man blotdat he keen Brill nich up de Näs un keenen Zopp achter drög. Bröder unSwestern hadd he nichmang anner Lüd ehr Kinner dörwt' he nich gahnin deSchol mit üns annern Jungs güng he nich; he wir bi sinen Ollen in deStudierstuw grot wordenliksterwelt as 'ne Kaktusplant ünner 'n GlashabenwatWunnerwat he utsehg as sin eegen Großvaderas de dat Swabenöller achtersick hadd! He jammert' mi origas he so vör mi stünnas lütt David vörGoliathendenn ick wir annerthalben Kopp grötter as he un 'n heelen Fotbreeder mang de Schullernschonst wi beid von eenen Jahrgang wiren.

»Nawat hest denn up de Seelun wat kickst mi ümmer so an un seggst keenWuurt nichdu Quaduxendings du? Wenn du wat wistdenn kumm dor man mit rute.Ick heww di jo all seggtwat ick di nu nie nich wedder wat do'n do. Du brukstnu nich mihr bang to sin.« Donn kek Eikater mi ganz swinplietsch an un säd:

»Du gehscht dochsoviel ich weißauf die ladeinische SchuleAntreeschund pist der Sohn eines Seemanns?«

»Well well!« säd ick. »Dat do ickun dat bün ick!«

»Weischt du dann auch schonwie der Tualisch von dem griechischen naus dasSchiff und der zweite Aorist von dinchano heischt?«

Dit kem mi nu jo putzlustig von den Bengel vör.

»Do mi den GefallenEicha«säd ick»un bliw mi mit de verdammteEloquentsch von 'n Liw! Din Dualismus un Ariovist kann mi stahlen warden! Kannstdu Türksch?«

Eikater kek mi hell an. »Nein«säd he»neinaber der Vaterverschtäht's. Der hat die semidischen Itiome in Leipzig studiertund da wirder auchtenk ichDürkisch verschtähn. Verschtähst du 's etwa?«

»Jawoll!« säd ick»Dat sick dat versteiht! Du – ulevu – büst –üstlevüst – een – heenleveen – Schapsapslepaps – kopp – opplepopp!«Dat wir nämlich de nige Sprakde ick un Vogel Strauß eegens för uns Beduinenvon de Ballaststäd-Sahara erfunnen haddenwenn sick mal 'n fremden Jung mangüns sehn letden wi dat verleeden wullenweddertokamen. Eikater kek mi in denhöchsten Grad erstaunt an.

»Eidas hätte ich firwahr nicht in tir gesuchtAndreesch! Der Vater hatmir mitgedeiltdu kenntest nicht einmal die partes orationis. Werden etwanbereitsch die semidischen Itiomen bei eich in der ladeinischen Schuleschtudiert?«

»Jawoll!« säd ick»Eichadat sick dat versteiht! Dor süllst du ok manhenkamen nah Magister Siemaxen un Kanter Köhnken un Konrektor Huschkin un ollPlagmannen! Dat segg dinen Vatter manwenn he wedder von Gripswoldtrüggkümmt. Hebräisch lihren wir dor ok: Bra Berischit Heloim Mene TekelUfarsinun Engelschdat is man so in 'n Vörbigahnblot von wegen dat betenFluchenahn dat dat an Buurd nich geiht. Dämm jur eys and niver meind it! Ahlpipel an Buurdjo hiev ho! Jisjisleehn mi 'n Teerquast! Ji Sönn af äbitsch! Jesühst du wollEicha! Dor süll din Vatter di ok man henschickendenn künn dor noch mal wat ut di warden!«

»Eiei! ei!« säd Eikaterun hadd he nich Respekt vör min Knaken hattdenn kreg he nu Respekt vör min Occiput. Gretenwäschen wull sich æwer halwdotlachen.

Nadit wir jo nu got. Oll Tanten Mæhnen höll jo mit dat Markstück Wuurtdat ick mi den tweeten Festdag morgens von ehr afhalen dedun Kasper-Ohm höllmit de Kunstrüders Wuurtwo he mit Euchariwussen un mi un Gretenwäschenhengüng. Un Dingstagmorn hento teihn höll ick nu wedder min Wuurtdat ickVogel Straußen un Hans Holtfrätern von wegen de Waffelkokens von Mynheer vander Plömerstaken gewen haddun den sülstigen Nahmiddag güng Kasper-Ohm mitünsEikaternGreten un minah de Waßfigurasun dor kregen wi to sehnwoLuurd Nelsonnen dat letun dor stünn noch Schinderhannes bi Robspierren unMaratten un de Mameluckde Genral Klebern sin Kesmetz ünner de korten Rippenjagt haddun de oll Fritz in den sülstigen gragen Kaputrock un mit densülstigen Krückstockden he bi Kolin all hatt haddun wat weet ick allwider. Un as Eikater den Mamelucken to sehn kregdor wür he jo woll an dattürksche Idiom denken un frög miwat ick em min türksche Grammatik nich 'nbeten don wullem würd de Tid so lang bi Kasper-Ohmenun sinen Ollen sin»Schtudierschtupe« wir toslaten; sünst würd he sick dorin nah türkscheBökers ümsehndenn de hadd seker weck.

Ick säd em æwerstendat min türksch Grammatik bi 'n Bokbinner wir; ickhadd dor so vel in schtutiertdat se ledweek worden wir. Wenn em dor æwer sovel üm to dohn wirdenn süll mi dat dor nich up ankamendenn fünn ick sacht'ne Gelegenheitem dor widere Begriffe von bitobringen. »Ick will mi dat mal'n beten æwerleggen«säd ick to em»wo dat am besten geiht. Dat lihrt sickvon Mund to Mund am ierstenun ick kann dat all so flink as Plattdütsch.«

Eikater kek mi grot an un würd üterst nahdenklich.

Wenn du Eikatern so schicklich mit Vogel StraußenHans Holtfrätern un EteKocken tohopbringen künnstdacht ick bi midenn so würd dat viellicht sachteens wedder 'n Hauptulk. De Bengel is jo al richtig so dwatsch as sin Oll isunem noch 'n beten tralliger to makendat 's keen Sünn. De Eloquentsch kriggtdorüm noch lang keenen Riß nich. Wurüm bitt he ok so nürig an dinen Zopp?Klok müßt dat æwer doch anleggt warden. So dummerhaftig wir Eikater noch langnich. He wir oltklog un binnenklok un unklogmallig un trallig un æwerspönigas all de armen Jungs sündde as tweejohrig Fahlens mit 'n vulltehnigen Ossenvör een un den sülstigen Haken gahn sælen in den allerstrengsten Lehm von deEloquentsch. Sin oll Oß von Oll hadd em in sin eegen Jüch mit rinnebännigtvör sin Tidun nu hadd de arm Eikater sick de Hessen von dat Occiput utpedd'tun wir all mächtig sankrückig. För künn de arm Bengel dorför jo nu nichman ick ok nich; dat künn em jo viellicht am Enn de Ogen eens richtigupknöpenwürd he eens düchtig anführt un kreg he in dat Kulsægenspilldatick mit em anstellen wullmal eens 'n richtigen Slag an de Schenen.

Naun as nu een Gedanken so ümmer den annern in sick dreggt un sick an 'ndrüdden anspleißen lettun as ick nu den annern Dag in de Panoram dörch dateen Glas kek un dor Nelson de dänsch' Flott vör Kopenhagen Keelhalen sehgsokem ick sotoseggen von sülm up Abukir to denken un dat Geraasterdat datAdmiralschipp makt haddas dat mit Kommodure Brüheißen nachts Klock teihn inde Luft güng. Un as ick dunn den annern Morgen upstünndunn hadd ick mi datnachts noch sonn beten wider trechtdrömtdunn wir dat Päckschen fardig unkünn up de Post gewen warden; richtig ankamen würd dat denn woll an de Adress.

Fridagnahmiddag Klock söß wull Kasper-Ohm to Kasper-Möhme ehren grotenArger noch mit Eikoariwussenmi un Gretenwäschen nah Mynheer van derPlömerstaken von wegen de Waffels gahnun wenn sick denn de Gelegenheit manjichtens so schicken wulldennso süll Eikater so vel Türksch to hürenkriegendat he sülben dorvon 'ne Grammatik schriwen künnduwwelt so dick asde lütt »Bröder«glik mit 'n Lexikon achter un 'n Antibarboren un 'nvullstännig Register von all de Dualisten un Ariovistenun dræhnen süll emsin vierkantig Waterkopp dorbidat em de grot Blasde dor in wirmal eensrichtig riten ded.

Kort un gotick stök min lütt Knasterpip in de Taschun dat nah 'n Strannhen. Dor dröp ick denn ok glik meinen Fründ Pæselde up dat Bollwark bi denKran an dat Borgwalldur sitten un Witicks angeln deed.

»Peter!« säd ick»Nu lop mal fuurtstens eens flink hen un trummel mi deannern tosamen. Ick will din Angel un Fischbüdel un Maddickenpott woll mit nahde Ballaststäd nehmen; dor drap wi üns denn. Du kannst seggenwat ick watvör hadd.«

Peter schees't ok fuurtstens afun ick güng nah de oll Ballaststäd unpinkert mi minen lütten Smölstaken an. Dat wohrt ok nich so langdonn sokemen s' een nah 'n annern anniglich as de Rotten ut de Löckerwenn deöppelst Rott piepen deit.

»Töwt man so langbet Vogel Strauß hier is!« säd ickas se mi frögenwurtoneben dat Füer wir. »Ahn Vogeln geiht dat nich.« NaVogel Strauß kemjo nu ok glik dorup mit Petern anun donn würd Kriegsrat hollen. Wi sett'tenüns all up dat warme Sand dal; se seten all ründ üm mi rümme un keken mi an.Vogel Strauß stök sick 'n lütten Priem in de Mund un halt ok sin lütt Pipruteun ick langt em stillswigens minen Swinsblasenbüdel hen.

»WellJungs!« säd ick»Türksch kænt ji woll all noch?«

Dunn keken se sick all 'n anner nah de Reeg anun Vogel Strauß speg iersteens utun donn säd he:

»Wurans meenst du datAndrees?«

Ick sehg æwer so iernsthaft ut as de Grotsultan up den Verwunnerungsstohl.»Wat – atlewat – ji – ilewi – weet – eetleweet – dat – atlewat– nich – ichlewich – mihr – ihrlewihr –?«

»Ja – alewa – woll – ollewoll!« röpen s' dunn all.

»Na«säd ick»denn is 't man got. Ji hewwt mi mit EikaterKnallerballern gahn sehn; den heww ick nu ünner min Fittichen namendat ji datman weeten dotun dat em keen von juch nu wedder wat to Leeden deitæwerstenem bisteihtwenn he sühtwat anner Jungs em wat anhebben willenun Eikaterward he nu ok nich wider schullenEicha heet he nu– man wat sin Oll isdekann för mintwegen noch ümmer Spirrfix heeten. Nu will ick juch mal watseggen: De oll Knallerballer hett'n groten Sparling ünner dat Dackun watEicha isde hett dor ok 'n jungen Sparling ünner sittende all feddern deitun nu will he bi üns in de Schol gahn un Türksch lihrenun dor hewwt ji wollall nix gegen? Namorgen is Fridagun wenn dat abends schummern ward so gegenhalwig negendenn sall dat mit em vör sick gahndenn makt ji juch all deGesichtern swart mit anbrennt Proppens un treckt juch de Hemders æwer deBüxen. In minen Ollen sinen Spiker achter dor liggt noch sonn oll mekelbörgschFlaggde up den ›Poseidon‹ nich mihr brukt wardwil dat se all towanschapen isun ut den witten Stripendor makt ji juch Turbans utun ut denroden warden Scharpens æwer de Hüften dreihtun ut den blagen snidt ji juchStripensun dor bebünnelt ji juch de Strümp mit bet an dat Kneeun dennkriggt jeder 'ne lange ierden Pip in de Mund– den Knasterde dorto gehürtden schaff ick an– un dat Verkleeden dat kænt ji dor achter Schreppen unWiecherten sin groten Brederstapels bi de dree umkippten Schepsbödde dorliggen donfardigmakenun denn kam ick mit Eichaun denn kriggt he sintürksche Lekschon; un wenn juch dat denn nich all as richtige Türken latendeitdenn so bünn ick dor nich schuld an.«

Se seten all bomstill un keken mi an.

»Un denn?« säd Vogel Straußun sin swarten Ogen füngen an to lüchten»Un dennAndrees?«

»Un denn«säd ick»ward de Slacht bi Abukir vör Eicha upführt un datfransche Admiralschipp mit Kummodure Brüheißen vör Eicha sin sichtlichen Ogenmit Himp un Hamp un Hün un Pardün up de Ballaststäd in de Luft sprengtun jisünd denn de Türkende von 'n Strann ut tokiken. Dat oll Modell vonKasper-Ohmen sin Fastgälljaßdat liggt achter in den sinen Spikerdat leehnick mi von min Gretenwäschenun dat takelst du denn hüt noch to 'n richtigenDreemaster up mit Sacksband un oll TobackspapierHans Holtfräterun denn warddat Admiralschipp hier midden up dat Ballastsand upstelltPetermännings ründrümmeun 'n Pund Pulver in 'ne Buddeldat ward dor ünner ingrawtdat deHals man so eben ünner den Keel rute kickt mit 'n langen Swefelfaden in denHalsde bet æwer dat Glind von de Ballaststäd ræwerreken deitun dor büstdu de Mann toVogel Strauß! Dor hest du min Markstück von Mæhnetanten! Nubesorg mi dat! Un denn ward de Faden mit Tunner ansticktun 'n beten losenPulver kann jo noch vörher up dat Deck un in den Ruum von dat Admiralschipprinne schüddt wardenun denndenk ickkriegen wi em sacht 'n Fotere föftigin de Luft rinne. Wat – atlewat?«

»Junge diHurra!« schregen s' dunn all. »Hurradat ward fein!«

Vogel Strauß hadd dat Markstück namen un schreg nich Hurra mit.

»NaVogel?« säd ick»Du büst jo süß nich so?«

»De Gedanken is fein!« säd Vogel Strauß. »Extrafein! Man wenn üns manblot de verdammten Krewts dor nich bi affaten dohn. Dat möt jo bet nah deFischerbastschon un nah Bentwisch ruppe ballernwenn dat upblucken deit.«

»Ja«säd ick»Vogeldat ward dat'n lüttbeten raastern deit datsachtun dat soll dat ok. Man wen is so'n Schapskopp un lett sick woll kriegen.Man blots sick nich kriegen laten! Klock acht is jo keen Minsch mihr up deBallaststäd. Schepen liggt dor jo keen längs dat Bollwarkun so drad as wiman dat Admiralschipp richtig in de Luft rinne hebbendenn heet dat: Voß toLock! un denn wutschen wi alltosamen in Schreppen sin Brederstapels rinnehestmi nich sehn! un wenn se denn ok all ut de Boden rutestörten un sick dornahümdon – je jaje ja! fläut Vader nah! Wen is dat denn west? Un denn kænense sick Koken backen laten un Grotmoder grüßen. Naward dor wat utVogelore ward dor nicks ut? Aewermorgen is ok noch 'n Dagun is dat denn man allrichtig in Gang bröcht wordendenn sall mi dat up 'n halw Stieg Waffels biMynheer van der Plömerstaken nich ankamen. Hier sitten noch 'n poor Muskantende 'n richtigen Bummelschottschen blasen kænenwenn se Order von mi dortokriegen«säd ick un kloppt an min Büxentaschdat de achtuntwintigSchillingde dor noch in sitten dedenlieblich an to singen füngen.

»Nadenn man to!« säd Vogel Strauß resolviert»'n Spillverlöper un 'nKattenversöper bün ick nichAndrees! Dat weest du. Sovel kann ick juch æwerseggenPeter un Ete! Ji kriegt nahsten bannige Schachtwenn ji juch dorbikriegen lat't.«

»Dat wir dat ierstmal!« säd Hans Holtfräter ganz drög. »Ihre gah ich toWater an un swemm nah de Slachterwischen ore de Kohlgorens ræwer.«

Nadit wir jo nu got. Vogel StraußHans Holtfräter un ick nehmen jo nufuurtstens dat Geschäft in de Hand. Ick güng to Hus un kek æwer de Muertwischen Kasper-Ohm sin Hus un minen Ollen sinbet ick Gretenwäschen to sehnkreg.

»Greting!« röp ick»Greting!«

»Sühbüst du dat?« säd Greting un nickt mi to. »Ick heww all hütmorgen min Appelsin verputzt. Wir de æwersten saftig. Ick bedank mi ok noch gortovelmalAndreeßing! Morn abend giwwt dat nu doch Waffelsun du kriggst okweck afhett Vatting all seggtun he is nu sihr mit di tofredenwil dat du sonett gegen Eika west büstun as ick nu dat sädwat ick de Appelsin von dihadddonn hett he to Mutting seggt: ›Is dat Maneer von den Jungoder is datnich Maneer? Mi düchtdat is all een Anfang von 'ne Maneer!‹ – Wat wist dudenn nuAndrees?«

»Greting!« säd ick. »Du künnst mi nu 'n groten Gefallen don.«

»Nawat denn?« säd Greting.

»Kikdor achter in jugen Spikerdor liggt dat oll Modell von de ›AnnaMaria Sophia‹; künnst mi dat nich 'n beten hier æwer de Muer ræwerlangen?«

»Achdat oll Dings meenst duAndrees! Wat wust du dor mit?«

»Oh«säd ick un lög»ick will mi dor man mal 'n Riß von upnehmenwenn ick mi mal 'n Schipp bugen do; denn ick ward doch in minen Lewen nix annersas 'n Kapteinun du wist jo ok woll nix anners nich as 'ne lütt Kapteinsfruwardennich?«

»Achsnack doch nich so! Naick will mal tosehn«säd Greting un güngnah den Spiker rinne un fünn dor ok richtig dat Modell von de Fastgälljaß.»Dit Dings hier sall dat jo woll sinnich?« säd se.

»Wiß!« säd ick»dat is dat; lang man swinn her!«

Ick hadd mi mit den Buk up de Muer leggt un tröck dat Modelldat so zirkatwee un 'n halwen Fot lang wirnah üns Sit roewer.

»Brek 't ok nich inzweiAndreeßing! Hürst du?« säd Greting. »Vaddingweeßt duis so eegen.«

»Keen Sorg nich!« säd ick un wutscht' mit dat Modell nah ünsen eegenSpiker rinne.

In de Strat achter den Spiker stünn all Hans Holtfräter pratun den langt'ick dörch de Luk dat Modell un de oll mekelbörgsch Flagg towur de Türkenund Ägyptiers ut makt werden süllen.

»Is dat æwersten een feines Fortüg!« säd Hans. »Wenn dat man nichnahsten to dull inblœkert ward von dat Pulver?«

»Oh«säd ick»Hansdenn teeren wi dat 'n beten andenn is dor nixnich von to sehn un an to rüken.«

Ick künn dat gor nich aftöwenbet dat Fridag abend würd. Kasper-Ohm höllwedder Wuurt un güng so gegen half sæben mit Eika un mi nah den Strann.

»Greting kann mich nich mitauf keinem Falle! Das wäre mich zu ungebildetun gar nich mal anstännig for Mannszimmers. Die beiden Mädchens dadas wärenmich jo woll gar keine echte Hollandsche. Wenns das man nich am Enn Solchewelchewären. Gingen täte mich dieses nich für Gretchen. Kasping möchte mich sagenwas er mich möchtezu so was gäbe ich mich meine Konsensen nich!« haddKasper-Möhme seggtun datmal hadd Kasper-Ohm lütt bigewen un in de Vörhandpassen müßt. Vörher hadd ick mi dorvon mit eegen Ogen æwertügtwat VogelStrauß un Hans Holtfräter ok de Sak den richtigen Klemm gewenun dor haddVogel mi seggt: To mihre Sekerheitun dat se üns man nich dorbi kriegensüllenmüßt dat nu so macht wardendatso drad as dat Admiralsschipp in deLuft gahn wirJochen Beesde dorüm nich mit nah de Ballaststäd kamen un keenTürk nich agieren süllan dat Waterenn von de Lagerbrügg losen Pulverupblucken laten müßt. Un denn würd dat woll all nah de Lagerbrügghenstörten un irrig wardenwat dat up de Ballaststäd west wir ore nichundenn künn ick jo man driest mit Eicha achter de Holtlagers rümme unas wirnicks passiertnah de Allee un twischen de Boden rinnewutschen. Dor hürtenæwer noch vier Schilling to.

Nador wir jo nu Sinn inun dat Geld dat is jo ümmer dat wenigst. Mi würdde Spaß nu twintig Schilling kostenæwer dorför wir he funnendat wir heünner Bröder wiert.

Kasper-Ohm bröcht uns noch ierst 'n beten nah de Menagerie rinnewo deutlandschen Beesters grad in affuttert würden; un dor wir 'ne Apkatt indelust't de anner so natürlichdat mi de Kopp dorvon jæken würdun een Isborde mit den Kopp un de Vörbeen liksterwelt so wiwagen ded as Magister Siemaxwenn de up dat Katheder setun donn würd mi up eens de Puckel jæken. Denn wirdor noch 'n groten bengalischen Tiger von de Insel Ceylonun donn würdKasper-Ohm an Batavia denken un verklort ünswat de Beesters an 'n hellichtenDag üm Batavia rümme löpenas bi üns de Swin up den Dalwitzer Swinsbrinkvör dat Steendur; un nahsten güngen wi nah Mynheer van der Plömerstaken sinWaffelbod rinneun de leg dicht bi vör de Ballaststäd. Nador müßt je nuKäppen Bradhiering sitten un oll Käppen Davidsen un Jochen Jenßen von den ›Neptunus‹un oll dick Käppen Maak von de ›Providentia‹un de hadden all hollandschePipen in de Brand un 'n veritabeln Gintoddy vör sickun dat was jo nuStauwater för Käppen Pött sin Mæhl: dor brukt' he jo man de Schüttuptotreckenun denn wir sin Rad in Gang. Le let sick fuurtstens ok 'n Gintoddyvörriden un beordert heet Waffels för mi un Eicha. Un as donn Kasper-Ohm biden tweeten Gintoddy ankemdonn wir he all üm dat Kapland rümme un midden inde Indian Oschen; un Jochen Jenßen hadd dat noch nich hürtwo de grotSeeslangeen Beest as 'n Fregattenkabel mit 'n Ossenkopp vörn un 'n Bootsankeras Swanzem ünner de Lakediben in sin Keelwater nahseilt wir un sinen MaatGust Rening von dat Deck rünner un dat op grade Kuurs in de heiligeDreieinigkeit rinneem sülm æwer den Südwester von den Kopp mit dat Swanzennslahn haddMorblex! Anno tackenuntackentig wir dat west.

Eicha hadd dor de ganze Tid mit apen Mund seten un nix seggt un ok man eenWaffel eten; de annern et ick för embetahlt wiren se jo. Ick hadd jo nu förmin Lewen giern de Kasper-Ohmsche Histurie mit an- un afhürt; man wenn dor nochwat ut minen eegen türkschen Unnerricht un de Accidenz up de Ballaststädwarden sülldenn würd dat nu nahgrads hoge Tid. Ick stödd also Eicha an.

»Du haddst jo LustEicha'n beten Türksch mit antohüren!« säd ick toem. »Wenn du dor noch Lust to hestdenn wir nu so 'ne feine Gelegenheit dortoas so licht nich wedder kümmt. Dor is 'n Fohrtüg ut de Smyrna hier Habenbinnen lopenun dor sünd 'n poor Türkens mitkamende heww dat mit ansehnwoAdmiral Nelson dat fransche Admiralschipp in de Luft jagt hettun de willenhier negste Wochwo jo de Hauptwoch istVörstellungen dorvon gewen; hütAbend æwersten hollen se ierst Prow af dicht achter hier. Ick bün mit denPatron von de Gesellschaft Heinteriko Vogello Straußifixio bekannt wordenwildat ick so moi Türksch kann. Wenn du also noch wistdenn kannst du dat nu vonMund to Mund to hüren kriegen; ick gah nu hensünst krieg ick dat nich tosehn!«

»Ei ja!« säd donn Eicha»da werd ich schon mit dir gehnAntrees. DasItiom klingt das einmal kuriose. Der Baba kehrt morgen schon zurückda werdich ihm sofort dariper berichten.«

Naso kreg ick em nu jo richtig mit. – Wi güngen achter Schreppen sinBrederstapel rümmeun dor set de gesamte türksche Gesellschaft in de Huk bide umkippten groten Schepsbootenlang' ierden Pipen in de Mundun smökten toiernsthaftas hadden s' sick för dat Theater inexerziertde Gesichterpickenswartwitt Turbans up 'n Kopprode Scharpen üm de Hemders mit ne Sleufvörn un de Been mit blage Stripens bet an de Knee bebünnelt. Ick müßt mi manGewalt andonüm nich lut uttoprustenso wedder min Erwarten fein let deBengels dat.

Vogel Strauß stünn upas wi ankemenläd de Arms för Krüz æwer de Bostun makt ne deepe Verneigung vör uns.

»Nu – ulevu – is – hislevis – doch – ochlevoch – woll –ollevoll – all – knallefall – klor – orlevor?« säd ick to VogelStraußen.

»Ja – aleva – woll – ollevoll!« röpen donn de æwrigen Türken unverneigten sick.

»Na – aleva – dat – atlevat – is – hislevis – man – anlevan– got – otlefot!« säd ick donn wedder. »Denn – ennlevenn – nu –ulevu – man – anlevan – ok – oklefok – flink – inklefink – to –olevo!«

»Ja – aleva – woll – ollevoll!« röpen donn de Türken dor wedder.Eika stünn wedder dorde Mund sparrangelwit upreten. »Ischt mir ties aberinderessant!« säd he to mi. »Was hat er denn gesagtlieper Antreas?«

»Wat he seggt hett? Wi süllen man 'n beten nah de Balkunen dor ruppestigensünst künnen wi dat Admiralschipp vör dat Glind von de Ballaststäd nichsehn.« Dor steg denn ok richtig Eika mit mi ruppe. De Türken kletterten æwereen nah den annern nah den eenen von Schreppen sin Brederstapels ruppede 'nbeten sider wir as de annernde dor ok noch stünnenun wur se so licht nichsehn warden künnen. De Grow leg nu twors twischen uns un de Ballaststäd; mandor legen Schepsbooten inun æwer de löp nu jo Vogel Strauß wegflink as 'nHeisterun een – twee – dree – hadd de den Swewelfadende æwer datGlind hünganstickt un wir wedder bi mi un Eika up de Balkunenvon wo wi datModell von de ›Anna Maria Sophia‹as Fregatt mit lange Holtstickens unTobackspapier uptakeltdütlich sehn künnen.

»Dat sall dat fransche Admiralschipp dor verstellenEicha!« säd ick. »Nukik ok got to!« Eicha hadd den Kopp lang vorstreckt.

»Eiich seh aper kein Schiff nicht!« säd Eicha.

»O – olevo – wat – atlevat – för – örlevör – een –eenleveen – Schaps – apslepaps – kopp – opplepopp!« säd Vogel Strauß.

»Ja – aleva – woll – ollevoll!« säd ick.

Ick hadd dat æwersten kum rutedonn füng dat anup de oll Ballaststäd toglimmen un to lüchten üm de ›Anna Maria Sophia‹. Up eens güng dat los miteen Geraasterdat de Balkunen ünner üns to bewern füngen. De oll drög Sandup de Ballaststäd warwelt sick up as Bülgen vör 'ne Böun dor schöt 'nmannshogen Füerstrahl ut de Ierd rute un ret de oll ›Anna Maria Sophia‹perdang! mit in de Luft rinne as hoch as 'n Mastkorf un dat ok glik sodat dorok keen Swewelsticken grot von nahblewin dausend Granatstücken.

Dat hadd so dull knalltdat müßten s' in Warnemünn un Papendörp hürthebben. Ick sülben hadd mi bannig verfihrt. »DunnerwetterVogel!« säd ick»hett dat æwer eenmal ballert!« Vogel behöll æwer sinen Kopp baben. –»Rünner mit juch dor!« röp he de Türken up den Brederstapel toun wegwiren s' as in 'ne Versenkung von dat Theater. »Un nu makdat du mit Eikaterwegkümmst; sünst kriegen s' üns nochAndrees! Hier flink achter rümmetüschen de Balkunens dörchun denn nah dat Wendendur hen un fuurtstens nahHus! Jochen Bees ward jo woll uppassen bi de Lagerbrügg mit dat lose Pulverdat de Krewts von üns' Hackens afkamen!« Un weg wir he sülbenok in deKatakomben von den Schreppschen Brederstapel rinne.

Eikater wir jo woll de Kopp in de Luft gahn. He flög an dat ganze Liw. Ickkreg em æwer ünner den Arm und dat mit em afachter de Balkunen rümme un sonah dat Wendendur. Was dat een Gerönn un Geropeen Geschricht un Marakel anden Strann un mang de Bodenas ick mit Eikatern so wit wir!

»Wat is dor los!« – »Wurtoneben is dat Füer?« – »Dat is up deBallaststäd west!«

»Needat is dor achter bi de Koßfellerbrügg! Kikwur dat dor upbluckt!«Ick smet dor ok 'n Blick hen. Dat blitzt' dor up eens upun dat wir jo woll delose Pulver von Jochen Bees. – »Bi den Kran is dat!« schreg dat wedder. –»Drängen S' hier man nich so!« – »Wat pedden S' mi hier up de Been!« –»Ick verbidd mit datSe olles Schleef Se!« – »Platz dor vörn!« –»Wurtoneben is dat Füer?«

Oll Eikater hadd jo woll gor keen Been mihr ünner sick. Ick hadd nog to dondat ick em man nah dat Hus kregun ick hadd em noch nich in de Husdör rinnedonn wir ok all Kasper-Ohm dor.

»Is Er datJongeoder is Er dat nich?« schreg he. »Dat is Sin Glückdat Er dat is! Ick dacht allwat Er dat west wir mit sin Bukkanierers van deBallaststäd ond wat Er nu dorbi wirsin eegen Vaderstadt an all sæben Eckenin de Brand to sticken ond de dree Börgermeisters de Görge aftosniden. Dennhett Er jo nu woll doch nix dormit to don hattas dat lett. Weet Er wat dorvonoder weet Er nicks dorvon af? Sprek Er!«

»Nee!« säd ick»Kasper-OhmEicha hett sick man so verfihrt æwer datBallernun dorup heww ick em leewer glik nah Hus bröcht.« Eika glotztKasper-Ohmen anas wenn he em gor nich kennen dedso verbaast wir he. »Tüt– ütletüt – vüt – ütlevüt!« säd heas Kasper-Ohm em frögwat emwir.

»Hett der Jonge dat danEuchoarivusoder hett er dat nich dan?«

»Tüt – ütletüt! – vüt – ütlevüt!« säd Eichaun wider wir nixut em rute to bringen. Kasper-Ohm nehm Eicha'n up 'n Arm un drög em in dat Husun dunn würd Kamellentee för em makt un he to Bedd bröcht. Aewer ok denannern Dag hadd he sick noch nich besunnen un sprök von nix as von Nelson undat Admiralschippdat dor in de Luft gahn wirun de Türkende he sehn haddun würd he denn fragtwat för Türkendenn würden sin Ogen ganz kalwerigun denn säd he wedder: »Tüt – ütletüt! – vüt – ütlevüt!« – sodat nah den Doktor schickt warden müßtde dor ok nich ut klok warden künn.Det Abends künn he doch æwersten wenigstens wedder stahn un gahnun donnnehmen em sin Ollen in Empfangde wedder to Hus kamen wiren. Un dat iersteTeeken von würkliche Besinnung bi Eikatern dat wirdat he sinen Ollen bedhesüll em 'ne türksch Grammatik dohndenn würd he sick woll up allens wedderbesinnen.

Nade Polizei wir jo donn noch nich so scharpas se nu isun se knüpptendonn noch nümms nich upihre dat se em fat't haddenun 'n dummen Streichwürd dunn noch nich as slichten Streich to Buch schrewen. Den annern Abendasdat schummern würdsöcht ick Vogel Strauß up.

»Jewat dat west isdat weet jo noch woll keen Minsch?« säd Vogel. »DatLock von de Pulverbuddel up de Ballaststäd is oewerst so deepAndreesseggick didor kann ne heel Familie inpurrt warden. Dat is een wohres Glückdatse üns dorbi nich fat't hebben!«

»Ja«säd ick»Vogelwohr is dat! Bannig knallt hett dat! Aewer manblot sick nich kriegen laten! Nanu kumm oower mannu will wi nahPlömerstaken gahn un Waffelkokens geneetendomit de æwerstahn Angstgründlich beswichtigt ward. Morgen kænen de annern Türken ok ehr Deelkriegen.«

As oll Unkel Andrees sin Schiemannsgorn so wit afwickelt hadddunn stünn heuptröck sinen Gesundheitskopp von dat Weichselühr af un pust't emvörsichtig in den isern Aschkasten achter den Awen ut.

»Sall ick ok noch leewersten 'n beten nahstekenUnkel?« säd ick.

»Ischaden künn dat nichVetter Hans!« meent Unkel Andrees. »Hier liggtjo noch sonn gatlichen Knacken. Ick denkwenn wi den so noch sin Uplösungentgegenschicktendenn nehm he sacht 'n warmen Affscheed von ünsun wenn wiem denn noch so'ne herzliche Tran Schato Dikem nahweenen deden un ick noch so'nvullstännig türksches Brand- un Rokopfer em in de Ewigkeit nahschicken ded unjeder von juch 'n frisch Rökerketschen mang dat Gagel nehmschaden künn datnich.«

Dorup stoppt de stramme olle Herr sick sin Pip wedder vull mit den richtigenAvecun as he dor so bi den Disch vör üns stünnde slohwitten langhoorigenBranen 'n beten krus trecktstur un grad as ne stiftakelte Fockmastæwersöß Fot in sin Schoh un dree Fot mang de Schullerndat Hoor noch nich ganzgrisfast un vullkantig trotz de sæbentig Johrde he in sin Lewensränzel allup den Puckel drögdat Gesicht'n poor Kreihgenföt üm de Ogen un de Mundafrekentnoch frisch un rot– donn let em dat as den Isern Hinrich sinenTwäschenbroderun donn sehg ickwur min Fründ Wilhelm Hanningsde in de eenSofaeck sitten dedden strammen ollen Herrn wollgefällig ankek un minen annernFründAvkat Ratzmannde in de anner Sofaeck setmit de Ogen toblinkertaswull he to em seggen: »Ist das aber einmal noch ein forsches altes Haus!«Ratzmann hadd dor jo nu een Urtel æwer; de met ok sin richtigen söß Fot undree Toll in sin Strümpun de nickt Hanningsen tostimmig toas wull heantwuurten: »Jarichtig afwagen is heun bliwen kann he so!« – Wat æwermin Fründ Knieper isde säd donn to Unkel Andreeßen: »Nanehmen Se mi datnich æwel'n richtigen Ritendal sünd Se Ehr Tid æwersten west! Kreg dePolizei dat denn nich rute?« Unkel Andrees kek dunn minen Fründ Knieper 'nOgenblick mit sin hellen gragen Ogen scharp an:

»Jadat sall wohr sinHarr Avkat!« säd he donn. »Richtige Rackers wirenwiun ne düchtige Dracht Släg hadd üns dorför tostahnun de hadden wi oksacht upladen müßtwenn se üns man kregen hadden. De Harrn Avkatensdeseggen twors ümmer: ›Dat will wir woll kriegen!‹ Man ümmer kriegen s' datdoch nichwenn se ok man dat Geld meenen. Un wenn wi ok dulle Jungs wiren ünsTidman dumme Jungs wiren wi dorüm noch lang nichun Bosheit was dor ok nichin. Dat kem man von de groten Botterbrödde dat dunn noch gewun von datSpeck un de Arwtenwur sick donn noch so'n richtigen Jung in grot lutschen dedun von den Pott vull Klütergrüttwurmit se morgens un abends afbörntwürden. Dat was dat Lewendat fördwars in üns set. Dunn rasten wi üns nochut vör de Konfirmatschon; upstunns fangen s' ierst an to rasenwenn de Boortgris ward. De Tid was dunn æwerall anners getachtHarr Avkatkann 'k Seseggen. Un hadden s' üns ok dorbi fat't kregenüm Ihr un Reputatschon wirdonn doch sonn Jung von E. E. Rat för 'n dummen Streichwur keen Bosheit nichin wirnich brecht worden. De säden höchstens: »Dat hebben wedder ünsverfluchten Jungs dan! NaKinner un Lüdwi sünd ok nich anners west.« Wileten üns eenfach nich kriegenHarr Avkat! De spröken woll dree Dag lang inde Stadt dorvonwat dat woll west sin künn; man nahsten verblödd sick dat.Vogel Strauß hadd dat vel to klok anfungen hatt. De hadd dat Pund Pulver fördat lübsch Markstück von Mæhnen-Tanten schillingwis vör de Kramerbodenköfft un de Krewts dörch Hans Holtfrätern sin Pulverupblucken up falscheSpören bröcht. Von de ›Anna Maria Sophia‹ wir ok keen Spon nich nahblewende wir jo woll nah de Warnow rinne sust.«

»Aewerst EikaterHerr Kaptein!« säd Knieper donn wedder. »Hadd de dordenn nix von nahseggtas he sick wedder besünn?«

»Jesehen SeHarr Avkat! De sprök noch acht Dag lang achterher Türkschun let sick dor nich von afbringenwat ick mit em nah de Türken henwest wirso dat Spirrfixen angst un bang würd un Knallerballersch mi dor in eegenstePerson bi min Ollsch in de Vörstuw up to Red stellen ded. Donn säd ick æwerdat Eicha woll all 'n beten krank west wir un sick wohrschinlich in Mynheer vander Plömerstaken sin Waffels æwernamen hadd. He hadd von nix wider spraken asvon de semitischen Itiomenun as donn de Knall kamen wirdor mücht em jo wolleen von sin Blasen in 'n Kopp sprungen sindenn dunn hadd he up eens Türkschan to spreken fungenso dat ick man hadd maken müßtem wedder ant Hus tolotsen.

Den negsten Dag hadd he jo woll æwer dörchsüktdonn set de arm Bengel allwedder in sinen Ollen sine Schtutierstupe iper ten Lukiano und die kettlichenTialokensonn lang Fedderpos achter dat Uhr as von 'n Vagel Rock sin Flünkensun een von Tinngeeter Gottspenningen sin allergröttsten Blackfatten vör sickwur ne Waterrott hadd in versupen künntwenn se dat Unglück hatt hadddorrinne to fallen– as ick man sülben sehgas ick abends Klock teihn dörchde Ritzen von sinen Ollen sin Finsterladens kek. – Un Knallerballer senior setbi sinen hoffnungsreichen Sprößlingok achter eenen bannigen Müllhümpel vonswinsleddern Eloquentschun rew sick mit sin langen knækern Vörfinger denSadel von sin rammsnutig oll Näsas wull he de Weisheit ut sin eegen Occiputrutewinken. Den armen oll Eikater sin grot Waterkopp hüng so vörlastigdatkünn 'n Hund jammernun dunn künn ick dat nich laten un ballert 'n Maler dreemit de Fuust an de Finsterladen. Eicha schöt orig tosamenas hadd he eenenunversehens mit de Fuust achter dat Occiput kregen. Spirrfix fohrt æwersten in'n Enn un kek wild üm sickas müßt he sick ierst besinnenun ick hürt mannochwo he säd:

»Laß tich tas nich sterenKnabe! Tein Bensum will beschafft zein! Tas istsicherlich ter abscheuliche Pubeder Antreesch! Allein ich werte bedreffendenOrtsch die Anzeige machen und tir und mir hinfiro Ruhe schaffen!« – Mihrhürt ick nich.

Min Oll kem jo nu wedder von Krischania Haben binnen mit Frühjohrsfang unwir so lustig un vergnögtas ick em lang' nich sehn hadd. He hewelt mit minOllsch so vel un brüdt' Kasper-Ohmenahn dat de dat marken dedun dat kemdorvonmin Oll hadd so'ne feine Fracht hen makt un æwerdat 'n höllischenRampshandel för sin eegen Reknung in Tran in Krischania sülben maktwotonäben 'ne Firma sick de Baegels an dat grot Purtmonneh verbögt haddsodat ehr Tran ünner den Hamer kamen wir. Ons lütt Spiker legas de»Poseidon« löscht wirganz vult Tran un Hiring un Längendösch unStockfischun dor fehlten blot man noch 'n por Faten vull Petersbörger Talg un'ne richtige Bütt vull masigen Pottkes indenn hadd dat dor komplett so inraken as in Lichthak Triebeseßen an de Marigenkirch sin Bodwo ick minenPottkes för Knallerballern sin Husdör betröck. Dor würd 'n hübschenSchilling Geld an verdeentun wo in so'n Familige mal so'n Extraschilling rinneregentwo noch wat von up Hyptheken utdan warden kanndor is ümmer lieblichesWesen. Ick würd ganz von ünnen bet baben frisch uptakeltun min Ollsch kreg'n funkelnagelniges Stück Sidentüg von achtuntwintig Ellenüm dat min Ollnoch eegens Kopenhagen anlopen wir. Un dor argert sick Kasper-Möhme nu swartæwerdenn nu künn min Ollsch ehr dat jo vörtellenwat se een Sidenkleedmihre hadd as Kasper-Möhme sülbenun dat was gegen Kasper-Möhme ehrKlederordnung. Un Kasper-Ohm sehg so butt ut– wurüm hadd he nich denVerstand hatt un wir nah Krischania lopen? De Gastenden min Oll dorhen brechthaddde wir em toierst as Fracht för de »Anna Maria Sophia« andragen wordenvon Makler Hovitzen; man dat he se nich namen haddwil dat man fif ProzentKapplaken lohnen ded un he sinen verstännigen Kopp up söß sett't hadd. Haddmin Öhme de Fracht sülben namen hattdat versteiht sickwat he denn ok denTran achterher köfft hadd. Dorför müßt jo nu min Oll straft warden; datverstünn sick jo von sülbenun so wir he denn ümmer üterst sturwenn heminen Ollen in de Möt kemun güng Dag för Dag an 'n Strann mit den HerrnProfessor Doktor Knallerbällerwat noch ümmer Dickhahn von de Eloquentschwirspazierenüm minen Ollen dat recht deep föhlen to latenun ded so unbiert' sick soas ob min Oll dat blot sin Omsicht un sinen Verstand toverdanken hadddat he nu an den Tran so spottbillig ankamen wir – »eenewohre Sünde ond eene wohre Schande wir datoder æwersten wir dat dat nich?«Kasper-Möhme hadd zwersten mit den Kopp so vel schüdd't un mit de Ogen so veltwinkeltas se dat nige siden Tüg to sehn kregen haddun hadd noch meent:

»Was mich zu viel islieb Ilsingnimm mich das nich übelKintingdaswäre und bliebe mich doch zu viel un täte ja eigentlich auch gar nich nötig.In solchen Kreisen kämest du mich ja doch nichwo ich kämeund für deinAlter– du wärest mich jo woll den Vierzigen all neger als nicht– paßtesich solche alte bunte geblümte Fahne ja woll weniger als mehrwenn ich dichdas auch gerne gönnte. Du weißtLiebingwie gerne ich euch das gönntedichund deinen lieben Mann!«

Hadd ick sülben ek man 'n Druppen von dat Pöttenblot in de grot Slagadervon dat Occiput nah Kasper-Ohmen sin Verklorung un wir dat ok in sin Ogen all'ne grote un unverdeente Bevörtreckung von een æwermaten gnädiges Schicksaldat ick dat hadd– min Ollsch hadd dat vullstännig Quantum dorvon mitkregenun künn dor got un girn up ut de Ader laten wardenahn dorvon de Swindsucht tokriegen. Se wir æwersten mihre för de Aktschon un weniger för de feine unutgewählte Linguistik un so slöt se denn stillswigens vör Kasper-Möhme dedrüdd grot Schuwlad von de eeken polierte Schatullje uptröck de apen unhalt' dor dat nige Rugwark rutewat min Oll ehr ok noch mitbröcht haddunhöll dat Kasper-Möhme stillswigens ünner de Näs. Dunn kreg Kasper-Möhmeæwer ok dat Stillswigen för fiw Minuten.

»Herre du meine Güte nee ja mal noch zu!« röp se dunn. »Was is michdies? Das wäre mich ja woll gar blauer Fuchspelz! Das hätte Michel jo woll zumVerkauf mitgebrungen? Wäre er mich da vielleicht auch so wollfeilbeigekommen?«

»Dat sall ünner den swartblömten AtlasSwiegerin!« säd dorup min Ollschun bet de Würt 'n beten sihr kort af. »Mit so'nen farwten Kattenpelzas du emhestSwiegerindat mag Michel nichdor is Michel vel to eegen toSwiegerinun ick okSwiegerinkann 'k di man seggenSwiegerin– wenn ick ok negertovierzig warden süllwat æwersten nich de Fall is; denn ick bün Annosæbentig geburenSwiegerinun nu kannst du jo man nahrekenwat ick nich allan de verkihrt Sit von de Viertigen bünwenn du 'n Klenner to Hand nimmstSwiegerin!«

Dit wir jo nu dat Kalw richtig in 't Og slahn. Dit wir jo nu so'n Dämperför Kasper-Möhmedor hadd jo dat christlichste Fugenhart de Gelsucht æwerkriegen künntso dat min Möhme dree Dag' lang in ne vull Teerbütt hadd kikenmüßt för de Beswichtigung von dat gekränkte Geblöt.

Dat kost't Kasper-Möhmen orig Gewaltdat se dat man rute bröcht: »Dennsoll da am Ende gar eine Pelzmäntel für dich aus gemacht werden! Wassing? Nadenn for meinshalben man immer zulieb Ilsing! Ein jeder müßte ja wissenwaser täte.« Un as se dunn kortpustig ut de Dör güngdunn sehg ick dat manflög ehr de Koppdat ich bi mi denken dedwenn se em sick man blot nich utdat Gelenk setten deit. Min Ollsch ehr Kopp wir æwer doch ok 'n betensurkirschenrot bi de Aktschon wordenun as se dat Rugwark wedder vorsichtig inde Schatullje rinne slötdunn hürt ick dat manwor se för sick hen säd:»Dat Purtrett ward jo wull upstäds rein verrückt; wat se woll glöwen deit!«

Dorup dröp sick dat nu 'n poor Dag' nahherdat ick Gretenwäschen up ehrenHoff lachen hüren ded. Ick wir ok grad up ünsen eegen Hoffun dor kek ichflink eens æwer de Muerun dunn was dat Greting un Durick Peyßende nehmendor Tüg von de Lining afdat se drögt haddenun Durick läd dat in de grotenWaschkörw för de Rull. Dat let lütt Greting nur gor to nettwenn se sick upde Tehen stellen ded un mit de schieren witten lütten Arms nah de Lining ruppelangen un männigmal in de Höcht springen dedüm an de Knipen up de Liningantorecken.

Dunn kreg æwersten Greting mi to sehn und säd:

»Sühbüst du datAndrees?« – »Ja«säd ick»wo ick mi nich irrendobün ick dat.«

»Ja«säd Durick»wesen deit he dat! De is ümmer dorwo he nichhenhürtun wo he henhürtdor is he nich.«

»Je«säd ick»wenn du dor wirstwo du henhüren deistdenn stünnstdu nu woll bi Körling Pussehlen an de Pumpenposten in de Mönkestrat unbeklæterst mit em Nahwer Dittmerßens ehr Husmätensnich?« Durick smet denKopp in 'n Nacken un säd:

»Süh den ollen eklichenwissnutigen Bengel den! Neeso wat lewt nich!So'ne gottlose Mundas de an 'n Kopp hett!« – un dormit nehm se de Dracht upde Schullern un peekt mit de Tügkörw af. Ick blew æwer bi Gretenwäschen unhülp ehr de Lining afnehmen un uprullenun as wi dormit klor wirendunn kekGreting mi up eens ganz plietsch an un säd: »Dat is gotdat du hier büstAndrees! Ick heww noch 'n poor Röwen mit di to schrapen. Segg eenswat hest duGott in der Welt mit dat Modell für dumme Streichen makt?«

Ick schöt orig tosamenso verfihrt' ick mi. Aewer ick begrep mi noch unstellt mi dumm an.

»Wecke Modell?« säd ick.

»Kikwo du di noch lang' stellen deist. Wecke Modell? Wecke Modell? Jekikeenswo du rot warst. Du wust di jo 'n Riß dorvon nehmenwenn du di mal neFastgälljaß up de Helgen setten dedst. Du magst di dor 'n schönen Riß vonnamen hewwen. Ward min Vatting di æwerst de Rippen besehn!«

»Harre Jeses!« säd ick dunn. »Weet he datGreting? Weet din Oll dat?«

»Wist du nu mal glik mit de Sprak rute? Wo is dat Modellun wo büst dudormit afblewen? Ick heww din Mutting dor all nah fragtde will dor nix vonweeten. Seggst du mi dat nu glik up de Städore sall ick ierst Vatting ropen?De sitt in de Vörstuwdat du dat man weeßt!«

Gretenwäschen hadd mi so in dat Buckshurn rinne jagtdat ick dat gor nichmarktwat se von de ganze Geschicht up de Ballaststäd gor nix wüßtman sickblot to mi versehgdat ick dat Modell ünner falsche Pretexten ehr afswinnelthaddun so meent ick denn nich mihreas wenn dat achterher nu doch noch an deSünn kamen wirun so säd ick denn to ehr: »Greting! Greting! De ›AnnaMaria Sophia‹ hett de fleegende Hollander hal't!«

Gretenwäschen stünn dor mit apen Mund.

»O Gotto Gott!« säd se un slög de Hänn tosamen. »Wenn Vatting dat mannich to hüren kriggt! Andreesleeg nich! Segg mi de reine Wohrheit!« Dunnmarkt ick dat jo nudat Gretenwäschen gor nix von de Slacht bi Abukir un wodat Admiralschipp in de Luft güng un von de Türkende dor mit bi agiertennoch von dat grausame Slachtfeld up de Ballaststäd wat weeten dedun dunn kemick wedder to min Pust'de in minen Bostkasten kumplett belemmert west wir. Mifüll de Steen von den Bostkastenun ick hadd wedder Water ünner den Keel.Needit wir jo nu ok to un to dummerhaftig von mi! Ick hadd mi sülbenverraden! Man got wirdat Kasper-Ohm dor noch nix von weeten ded. Kreg de datrutenadenn dat lütt beten Kalfaterungdat möcht ick nich besehn; un mineneegen Ollen sin Trossenarbeit bi so'n Ort KasusHerr Jesus! Mi kröp de Hutwenn 'k dor man an denken ded. Min Oll säd ümmer: »Man blot sick nich kriegenlaten! Krieg ick di bin 'n dummen StreichBengeldenn so kriegst du bannigweck in de Jack! Krieg ick di æwerst bin 'n slichten Streichdenn so plückick di de Seel ut dat Liwdornah richt di gefälligst 'n beten!« – Kreg hemi æwer malnadenn dat beten Schacht! Een Potschon von em wir ümmer nerichtige Wesseldeckung mit Tinsen von dree Monat Sicht un 'n Endossementwo destiwste Puckel æwerst Pankrott warden künn. Dat wir mi so ünverwohrens æwerden Hals kamenmi flögen orig de Knee; ick müßt mi man mit den Rücken anden Pumpenpost von den ollen Senksot up minen Öhme sinen Hoff anlehnen un mitde een Hand an den Swengel von den Pumpenpost faten propter angustias rerumasoll Magister Simax ümmer to seggen pleggtwenn wi üns in de Konstruktschonfastklemmt hadden. Kasper-Ohm wüßt dat trurige Schicksal von de verschullne»Anna Maria Sophia« noch nich; æwersten nu wüßt dat jo een Frugensminschun min Oll hadd ümmer to mi seggt: »Wenn du wat to verswigen hestdenn seggdat man din eegen Mutter!« Ick nehm also son iernsthaftes Wesen anas wull ickGretenwäschen von de Sünde wider den heilgen Geist afradenun säd:

»Greting! Greting! Din Oll weet dat noch nich von de »Anna Maria Sophia«.Gretingwenn du mi leew hestdenn so frag mi in din ganzes Lewen nie nich mihrnah dat Modell von de oll Fastgälljaß. Wen vel fröggtde kriggt männigmalmihr Antwurtas för sin Uhren got isde kann dor männigmal stockdow æwerwarden. Do mi de eenzigste LeewGretingun swig von dat verdammte olle Modellun do ok nich soas wenn du dor wat von weeßtwenn du dor nich nah fragtwarstwenigstens so lang' nichas bet min Vating wedder in See is– nahstenschrap ick mi dor sacht noch mit dörch. Du hest mi dat man so listig aflocktsünst hadd dat keen Minsch nich to weeten kregenun nu do mit 'n Gefallen unhal mi 'n Glas Water ut de Kæk; mi is so beswögt von den Schreck.«

»Harre Gottwo du utsühstAndrees! Di ward jo woll ganz slicht?«

»Ja«säd ick»Gretingdat weeßt du man nich'n Spaß is dat nich mitminen Ollen sin Troßenn'.«

NaGreting hadd dat jo nu mal mit ansehn hattwo gewissenhaft un sorgsammin Oll mi keelhalenkalfatern un teeren dedun so jammert' ick ehr dennundorup löp se nah de Kæk rinüm mi 'n Druppen Water to halenun ick wull jowoll up 'n anner Gedankenstrich luvengenogick kreg den Swengel von denPumpenpost up den Senksot fat't un füng an to pumpenas wir de »Poseidon«lack un müßt wedder lenspumpt wardenun donn piept' de oll Swengel unquiekt'as wenn ne Sag dafür scharp makt wardun dat güng so sworas wir deoll Sot swibbendig vullun dunn schöt dor toletzt 'n armsdicken Strahl rute sogel as Leckhonnig un smölt't Botter.

»Ji lat't woll dat Water in den Sot stahnbet dat ful un firrig ward?«säd ick to Gretenwäschenas se mit 'n Pott vull Drinkwater ut de Kæk nah denHoff trügg kem.

»Woans?« säd Greting.

»Kik eens!« säd ick un tröck den Swengel wedder an. Un wedder schöt datarmdick ut de Rühr rut.

Dunn stünn æwer ok all Kasper-Ohm sülben dor; he hadd jo woll in deVörstuw dat Quieken un Krieschen von den Swengel hürt. »Wat is mi ditondwat bidüd't mit dit?« röp he. »Wat maracht Er mi dor an minen PompenstakenJonge?«

»Je«säd ick»Kasper-Ohmde Sot möt afpumpt warden; dor is jo so velful Water in!«

»Wat skall dor in sinJonge? Water skall dor in sin? Ful Water skall dor insin? Der Waterder dor in wiris Pingsten afpumpt. Wo is Durick?«

»Durick is mit Mutting nah de RullVatting!« säd dunn Gretenwäschen.

»RichtigDurick is nah de Rull! Man Water is dor nich insegg ick. DerPompen is lens pomptond Regen is dor nich west.«

»Jekik malKasper-Ohm! Kik mal blot!« säd ick un tröck den Swengel an;un dunn schöt dat wedder rutarmdick un gel un blank as Essigsprit. Kasper-Ohmknep dat linke Og to un säd:

»Pomp Er noch malJongeond rük dor eens anGretenwat dat stenken deitoder wat dat nich stenken delt.«

Dunn pumpt ick. Greting tröck ehr sauber lütt Näs' krus; man dat hülpnich.

»NeeVatting!« säd se dunn»rüken deit dat nich.«

»Pomp Er noch malJongeond denn treck Er mal den Finger dörch ond prowErwat dat brammig smeckt oder wat dat nich brammig smeckt.«

Naick müßt jo nu ok ranne an den Diestel.

»Nee!« säd ick. »Brammig smeckt dat nichun ranzig smeckt da ok nichæwersten fett smecken deit datKasper-Ohm!«

»Liquidatschon is dor«säd Kasper-Ohm nahdenklich. »Dor spreckt derEvidenz for. Rüken deit dat nich. Fulwater is dat nich. Brammig smeckt dat oknichæwersten fett smeckt dat. Idit will jo revideert sin. Hal mal eenreines Spann ut der KækGreten!«

Fuck – fuck – fuck – wir Gretenwäschen mit 'n Emmer dor.

»Nu pomp Er mal dat Emmer eens vullJonge! Hört Er?«

Nadonn pumpt ick jo nu ok dat Emmer vull. Kasper-Ohm böhrt dat Spann ansin Gallion ranne.

»Neerüken deit dat nich!« säd he. He stök dorup den Vörfinger in datEmmer un tröck sick den æwer de Tung.

»Richtig! Fett smecken don deit dat. Hal mi noch den annern Spann ut derKækGretenond pomp Er mi dat ok noch vullJonge!«

Dat anner Spann würd nu ok noch vull pumptund Kasper-Ohm æwertügt sicksülben noch mal fundamentaliter mit sin eegen Näs' un Tungdat dat keenFulwater nich wir.

Dorup knep he wedder dat linke Og to un kek mi an:

»Wat denkt Er sickwat dat isJonge?« säd he. »Dit will obsarveertsin!«

»Jeick weet dat nichKasper-Ohm!« säd ick dunn wedder. »Wenn dat manam Enn keen Naphtha nich is?

»Wat skall dat sin? Naphtha skall dat sinJonge? Wat is mi Naphthaun woheet mi Naphtha? Dat is dat eerste Malwat mi dat Wuurt van de Helgen löppt.Wurans Naphtha? Sprek Er sick utJonge!«

»Weeten do ick dat nichæwersten ick meen man so«säd ick donn.»Kanter Köhnk hett uns man in de Technologie dorvon vertelltwat dat eengriechsches Wuurt is un wat dat Öl meentwat männigmal von sülsten ut deIerd rute brött un wat dat as Linöl brennen deit.«

»As Linöl brennen deitseggst du? Ond Naphtha heet datJongeond eengriechisches Wuurt is dat? Denn so weet dat ok keen beter nich as der HerrPerfesserdenn hört dat mit to de Eloquentschond denn is mi dat eenAccidenzenwat examneert warden mot. Bliwt mi mal beid hier stahnsegg ickond rögt mi den Pompen nich anbet ick wedder dor bün mit den HerrnPerfesser; ick warde den Herrn Perfesser halender skall mi dat examneeren.«

Dat wohrt' nu ok keen fiw Minutendunn kem min Öhme richtig mit EichoarivusKnallerballer Seniur anslept. De Herr Perfesser kem direkt von sin Smökers herin sinen graugelen Gottfriedin Pampuschende wittwullen Strümp hoch betæwer de Knee ruppe treckt un sin Slapmütz up 'n Koppun sehg dörchut nicherbaut von de Examnatschon utde he wedder mal eens anstellen süll.

»Kik Er mal hierherHerr Perfesser!« säd Kasper-Ohm un hüll Spirrfixendat een vull Emmer ünner de Näs. »Rüken deit dat nichond nu möt Er ok malprowenHerr Perfesser! Brammig smeckt dat nichman fett smecken don deitdat!« – Un dormit strek min Öhme den Herrn Perfesser sinen instippten Fingerdörch de Mund. – »Fulwater is dat nichond nu frag ick EmHerr Perfesserwat dat Naphtha is oder wat dat keen Naphtha is? Er mot dat weetenHerrPerfesserdenn Griechsch is datond wenn dat Griechsch isdennso hürt datmit to der Eloquentschond denn ward Er dat ok wetenHerr Perfesser! Ond datdat Naphtha in der Welt gewen don deitdat hett Er mi jo all eben verklort hattin sin eegen Husond denn mag min Süster Illsche ehr Jonge am En'n rechtkriegen. Hal Er mal de leddig Sprittonn ut den SpikerJongeond denn pomp Erde ok noch vulldat der Herr Perfesser dat min sin eegen Ogen sehn deit ond sinVerklorung dor æwer afgewen kann.«

De Herr Perfesser sehg utas hadd he 'ne Quadux æwerslakenun wenn dat vondat Naphtha nich kemdenn mücht dat jo woll de Nahsmack von minen Ohme sinendicken Dollenfinger sin. He würd æwersten mächtig parplex utsehnas ick nude Sprittunnwo de en Bodden von ut wirvör sin eegen Ogen vullpumpen ded.Dunn läd he sinen knækern Vörfinger an sin rammsnutige Näs'.

»Ei ja!« säd he»Herr Kapidän! Ischt tas aber em indressanter Fall!Freilich bringt die Nadur schtellenweise Naphtha hervorund da ich selbst einedief einschneidende Untersuchung iper den heiligen Veschtatienst bei den altenRemern angeschtellt und evident dargetan habedaß das Ölwelches dieheiligen Veschtalinnen Dag und Nacht zu Ehren der Kettin ter KaischheitpranntenNaphtha gewesen sein dürfteund da fernerwie ich kleichfallsdarzudun mich pemihteNaphthasive bidumen liquitumsive BedroleumvulgoSchteinölauch Pedriölnicht nur an den Geschtaden des Marekaspiumsondernauch am Vesuvio selber und weiter in denen Helvetischen Landenin Ungarn undBayernja sogar in unsrer eigenen unmiddelparen Näheim KurferschtendumHannovervorkommtso nehme ich keinen Anschtand zu behauptendie Meglichkeitin unsern eigenen Landen Naphthaquellen aufzufindensei gegeben. Meine Ansichthabe ich weitleiftig in einem Brokramm targelegtwelches ich als Tekan derFakuldät die nadali Serenissimi Suerinensis der Effentlichkeit iperkabundwürde der Herr Kapidän Latein verschtähnkennte derselbe leicht dieIperzeigung gewinnendaß schon bereits vor mehr tenn zweitausend Jahren NumaeBombilii demporipus Naphthavulgo Schteinölin Gebrauch war. Eine ardäsischePohrung würde den vorliegenden Fall nach meiner unmaßkäblichen Meinung nurweiter konschtadieren und eine kämische Prifung ihn außer Frage schtellen.Geschtatten Sie mirihnen aus nachparlicher Freundschaft zu winschendaß derso peispiellos klicklich entteckte Quell sich als ein unversiegbarer erweisenwerde. Sie sind bereits ein wohlhabender MannHerr Kapidän! Aber der Reichtumder aus einer solchen Quelle fließen möchteiperschteigt die kihnstePerechnung.«

Kasper-Ohm stünn eenen Ogenblick ganz verblüfft dor. He kek den HerrnPerfesser deepsinnig anun dunn led he em de een Ballastschüffel up deSchullerun dorbi let em dat as den riken Mannde noch toletzt dat grot Los inde Lotterie gewinnen müßtgor nich mal insett't hadd un dat achterher dochman sin eegen Klokheit toschrewwat he de rechte Nummer von sinen Vetter arwthadd.

»Herr Perfesser!« säd he dorup»Er hett woll tofällig keenenartemisischen Bohrer bi de Hand? AberstenHerr Perfesserwann sick der Sot doras eene unversiegelte Quelle rutstellen deitdenn kann mi der Tran ok stahlenwardende mi in Kristiania ut de Näs' gahn isdennso günn ick dat minenSwager nich mihr as girn un willig!« Dunn röp dor æwersten mit eens wat babenut de een apen Spikerluk von minen Ollen sinen Spiker rünnerun dat was minOll sülben:

»Dat ward dor ünnen in dinen Senksot doch woll am Enn nix nich wider as minTran sinKasperde dor rinne gahn is. Mi is hier babenmark ick man ebeneenhel Fatt æwer Nacht utlopenun nudat ick nahspörfinn ick manwat de Trandörch de Dackrönn sick rute funnen hett un dörch de bleckern Trummelwo deRönn von nah dinen Sot rinne geihtrein wegleckt is.«

Nadunn würd jo nu Kasper-Ohm utsehnas hadd em wen von achtertounversehens linksch un rechtsch an de langen Lepels slahn.

»Wat schüll dat sin?« schreg he un kek nah minen Ollen ruppe. »Din Transchüll dat sin? Hest du viellicht vör Däu un Dag' in den Tran peddtoderhest du dat nichMichel? Herr Perfesser! Hört Er? Hett Er dat hört? Transkall dat sin! Schpook skall dat sinsegg ick! Herr Perfesserprow Er dat nochmal eenswat dat Tran is oder wat dat keen Tran is! Tjusend Skepslast TievelHerr Perfersser! Hett Er mi tüm Buernoder hett Er dat nich? Ond wann derEloquentsch nich dorto döggtTran von Naphtha to onderschedendennso will ickEm man seggenwat do ick denn mit der Eloquentsch? Ond wenn Er denn noch eengrotes Bok æwer de Naphtha schriwen deitdenn skall mi dat nich wondernwennde Keshocker dat achterher mit grön Seep utklareert. Donder ond Blixen noch maltoHerr Perfesser! Wurto bruk ick Em dennHer Pefesser? Nix för ungodHerrPerfesser!«

Un dormit böhrt' min Öhme in sin Raasch' den eenen Fot upun ick dacht allbi mi: Nu kriggt Spirrfix eenen vör den Achtersteven von em! Man ihre ick miversehghadd de dat vull Spritvittel ümstöttdat de Tran æwer den ganzenHoff un æwer den Herrn Perfesser sin Pampuschen löpso dat der Herr Perfesserlut upschreg:

»Ei Herr Cheses! Herr Kapidän!« – un dunn in de Hoffdör rinne un ut deHusdör rute glitscht; denn hadd wen bi de feine Gelegenheit richtig in den Tranpeddtdennso wir dat de Herr Perfesser; ick taxiert dat man sowat he ok sinbeiden Strümp bet an de Enkels ruppe vull hewwen müßt.

»Du büst jo woll rein nich klokKasper!« röp min Oll wedder von babendal. »Minen schönen Tran!«

Kasper-Ohm kek æwersten voßwild nah em ruppe un schreg:

»Wat geiht mi din verdammte Tran an? Wat güttst du em up minen eegen Hoffut!« Un dormit fohrt' he ok nah de Hoffdör rinne un slög de achter sick todat dat man orig so bang! säd.

Gretenwäschen un ick sammelten æwersten mit Kellen un Töllers dat upwatnoch von den Tran to bargen wirin de Sprittunn wedder rinneun ick pumpt' denSot nahsten in uns' eegen Emmers ganz afso dat dor bi den Tran achterher nichvel up dat Verlustkonto kamen dedun dat wir wedder de lütt DruppenPöttenblot in midat ded ick ut min eegen Heetendorto wir ick vel tonährig.

Dat nu den Pott mit den Herrn Professor ok dat tweet Ühr afstött wirdatwardt ji woll begripenKinnings! Dat ierst wir all in Kasper-Ohmen sin Ogenfleuten gahnas mi Spirrfix up de Eloquentsch examneeren süll un mi ümmerfragen dedwat ick nich weeten dedun dat wir jo keen Kunst nich. Kasper-Ohmgüng nu nich länger mihr mit Herr Professer Dokter Knallerballer an den Strannun up den Wall spazieren; he hadd dat Vertrugen to de Eloquentsch verlorenwildat se nich Naphtha von Tran to ünnerscheiden verstünn.

Man de Pott de süll sülben noch so intwei gahndat keen Kätelflicker emje wedder beknütten künn. Wir Kasper-Ohm up den Herrn Perfesser nich mihr gotsprekschdenn wir ick sülben dat ierst recht nich. Minen Ollen sin Trande upKasper-Ohm sinen Hoff so schändlich verspillt wirde wir nu Tran up de Lampvon minen Antipatho gegen den Gurkenfreter ut Stoppelsachsenun de Docht würdfingerlang uttreckt dörch Eikaterso dat he sick wedder in 'n richtigen Brandringlæsen ded.

Kort un gotick kam mal wedder de Koßfellerstrat daldunn steiht dorEikater vör dat apen Finsterversteiht sick mit de göttlichen Tialogen in deHand.

Ick stünn dunn still un säd to em:

»Wo geiht dat eenmal todat du di nich eenmal wedder up de Strat sehnlettstEicha? Du kannst nu woll all ganz moi Türkschwat denn?«

Donn böhrt' Eikater æwersten den groten Waterkopp von sinen sworenHoratschio updreigt mi sin Stück Löschpapier von Gesicht to un glotzt mi an.»Ei ja!« säd he dunn. »Bischt tu tasAntreesch? Ich werde nie wieder zu dirgehn noch mit dir gehn. Der Babba hat gesagtdu seist ein ingenium muldiblex.Non fidum est ingenium muldiblex – hat der Babba gesagt. Geh du mir nur fortmit teinem dirkischen Itiom! Ich habe nur zwei Worte davon bei mir behalten Tüt– ütletüt und vüt – ütlevüt – oter wie tas alberne Kewäsch sonstheißen magund als ich dem Babba die beiden Wörter vorschsprechen gemußtdahat der Babba gesagtdas sei iperall kein Dirkisch und wiese auf keinerleisemidischen Schtamm hin. Das sei eine biffelköppische Lausewenzeleihat derBabba gesagtund du seist ein ingenium muldiblex! Jajadas hat der Babbawirklich gesagtund das heißtda du ja nicht einmal die partes orationis inlingua latina kennst und ich tir es daher wohl ipersetzen mußsoviel als: einrecht hinterlistiger Charakterdem man pei Leibe nich iper ten Weg drauen tarfund somit täte ich bessertir aus tem Wege zu gehnund tas tue ich nicht mehrals gerne; denn tu dreibst doch nichts als Allodriaund aus tir wird in tiesemganzen Leben kein Schtutiertergeschweige denn ein Professor. Jajadas hatder Babba gesagtAntreesch!«

»So?« säd ick. »Hat der Babba tas gesagt! Nadenn is dat ok man rechtgotdenn möt ji woll mal eens gelegentlich wedder bepottkest wardenun dennmöt ick dat woll mal eens to Verännerung un to beter Verständnis mit sicksülben multiplizierenwenn ick doch multiplex bündenn helpt dat woll nich!– wat denn? so unnod as ick dat ok don do.«

Eikater slög æwer dat Finster bums! to un güng mit sin Kikero nah achter.Nadat een Wuurt hadd ick jo nu nich seggen müßtman dat een Wuurtvon datBepottkesenmeen ick; denn nu würd dor nix utun sünst wir dor sacht nochwat ut worden; an minen goden Willen leg dat nichun billig wir dat Vergnögenok man. Eikater hadd jo woll sinen Ollen von min wohlriechenden Absichten watstekengenogmi würd Abend vör Abend uppaßtahn dat ick dor man ok de Lausvon ne Ahnung von hadd. Nu was dat grad Maanschinun so künn jo den Ogenblickkeen Red nich dorvon sinSpirrfixen mit de Odekolong von Keshocker Triebeseßenunner de Näs' to gahn. Ick hadd jo natürlich dorbi min Principio nich ut deOgen sett't: man blot sick nich kriegen laten! un so töwt ick denn gedülligdat letzte Maanviertel af. Morn is de Maand weg – säd ick to mi – datRichtigst æwersten isdu peilst di iersten dat Fohrwater 'n beten afwat dorok ne Verännerung vör sick gahn isdat du nich uplopen deist. Un so slek ickmi denn so hento negen nah Knallerballer sinen Süll ruppe un kek dörch de Ritzvon den Finsterladen. Licht stünn dor richtig in de Studierstuw; man Eikaterset nich dor un de Professor ok nich. Idenk ick bi miwat heet dit? Süllense all in de Achterstuw sin æwer ehr Swärtchensdenn se eten männigmal achtDag' achter 'nanner middags un 's abends nix nich anners as Swärtchens mitKlütchensas de Fru Professorin dat min Ollsch ok mal anempfahlen hadddatwüßt ickun dat bedüdt' suer Klümp mit brad'te Swinsswortenwörpels.

Man den sülstigen Mojemang rögt sick dat unner mi un hadden mi twee PoorHänn ut de apen Kellerlukde unner dat Finster wirso fast anfat'tdat ickmi nich rögen künnun unnen in den Keller hürt ick dat ropen:

»Hollen S' em man jo god fastFru Professerin! Ick heww em all richtigfat't.«

»Hast du ihnDrina? Ei so halt ihn auch!« kriescht de Fru Professorin.»Laß nur nicht losDrina! Ich halt ihn schon am linken Fuß!« – Un dunnfahrt ok all Spirrfix ut de anlehnt Husdör rute un dat up mi los.

»Hab' ich dich endlich erwischtPube!« schreg he un föt mi mit sin'knækern Fingern in dat Nackhoor. »Nun werde ich tir mit dem Pfeifenrohr denDext ementieren!«

»Laten S' dat Spaßen sinHerr Professer!« schreg ick.

Man Spirrfix hadd mi all eenen mit sin Pipenruhr reckt.

»Herr Professor!« schreg ick dunn. »Sall dat Se Ehr Iernst sin?«

»Ei freilich«schreg de Herr Professer»ist das mein pittrer Ernschtduabscheulicher Gassenpube du! Da nimm auch ten nochdu pebelhafterFrachtfuhrmannsjunge du!«

»DunnerwetterHerr Professer!« schreg ick dunn wedder.

Rimps! slög æwer Spirrfix wedder to.

De Herr Professer hadd mi nu jo in dat Nackhoor fat't un drückt' mi mit allsin beten Murrde he mustern künnmit den Kopp gegen den Finsterladen. TrinaSpirrfixen sin Kækschhüll fastwat se man künnun de Fru Professerindeminen linken Been fat't haddröp:

»Gib ihm's nur kleich dichtigEichar!«

Ick glöwTrina hadd mi am leewsten furtst nah den Keller rinne trecktmandat dor isern Krüztrallichen vör dat Lock wiren. Nadunn hülp dat jo nunich. Not kennt kein Gebotun so langt' ick denn ok eens üm mi mit denrichtigen Ballaststädenfäschenun swapps! flög Spirrfixen sin Brill middenin de Strat rin.

»Wartedu verwetterter Frachtfuhrmannsjunge duwerd ich es dir jetzo abergeben!«

Man dat een Wuurt hadd nu wedder de Herr Professer nich seggen müßtwennhe sick richtig besunnen hadd.

»Frachtfohrmannsjonge?« röp dat dunn mit eens achter uns von de Stratruppe. »Wurans FrachtfohrmannsjongeHarr Perfesser?« un dat was Kasper-Ohmde von dat Kleverjaß ut »Nurwegen« Haben binnen wullt hadd un nu to üns nahden Süll ruppe steg.

Dunn let Spirrfix mi losun den Ogenblick nehm ick nu wohr un knep de FruProfessern in de Hänndat se Ach un Weh schrigen un in den Keller trüggfohrendedun dunn schrammt' ick Trina eens mit den Hacken æwer de Knæweldat seupkriescht: »De verfluchtige Jung hett mi den Dumen intweibrakenFruProfesserin!« – un ok loslet. De Herr Professor sprüng nu æwer als 'nKiwitt geg 'n Kuhnhahn gegen Kasper-Ohm up un schreg:

»Ei nun jaHerr Kapidän! Ich habe mich leider einmal genötigt gesähndem verwetterten Frachtfuhrmannsschlingel da durch ein terbes argumentum adhominem zu einem richtigen Verständnis einmal seiner eigenen gesellschaftlichenSchtellungzweitens zu mehrerer Erwecklichkeit seines inneren sittlichenMenschen und trittens endlich in meinem und der Meinigen eigenem Interesse dieAugen zu effnen!«

»Ick heww Herrn Professern gor nix dan hatt!« schreg ick. »Ick heww nichan sin Laden klopptun wenn he meentwat ick sin Husdörklink wat andan hewwdenn so süll he dor irst an rükenihre he dorup so lossleihtun sülllewersten man nich lang' noch sinen eegen Sæhn dat anschünnenwat dat hier biüns to Lann all man büffelköppschen Lausangelkram is. Je!«

»Holl den SchnabelJonge!« säd dunn Kasper-Ohm. »Holl den Schnabelseggickoder ick slah di eenen Schimannsknuppen in dinen Käkelrem! Schad üm denSlagde an die vörbigeihtJonge! Man aberstenHarr Perfessernix förungod! Frachtfohrmannsjonge? Wurans Frachtfohrmannsjonge? Wat meent Er dormit?Is dat min Süster Illsche ehr Jongeoder is dat nich min Süster Illsche ehrJonge? Hett Er sick ok woll vergrepen in der PersonHarr Perfesserwil dat hieman schummerig up de Strat is ond sick dat Minigte van dat Dinigte ond datDinigte van dat Minigte nich so richtig onderscheeden lettdat man sick dorvanafsweren kann?«

»Ei freilich ist es der AntreeschHerr Kapidän!«

»Dat is mi leefHarr Perfesser! Dat iswat ick man blot ierst weten wulltheww. Eene morganatische Ogenverstukung liggt hier also nich vor. Dat is minSüster Illsche ehr Jonge. Dat is keen Frag nichwat er dat isond wann er datis ond wann er een Frachtfohrmannsjonge sin salldennso iswat sin Vader iswohrschinlich een Frachtfohrmannond denn bün ick sülm woll finaliter in SinOgen ok een FrachtfohrmannHarr Perfesser? Denn ick bün den Jongen sin Ohm ondok een Kaptein. Den Jongen sin Vader fohrt up den ›Poseidon‹ond ick fohrup de ›Anna Maria Sophia‹wat een Fastgälljaß is ond keen Frachtwagen mitsæben Kracken dorvor. Hett een Frachtwagen eenen Chronometer an Bordoder hetter dat nich? Wet een Frachtfohrmann wat een Oktant is? Versteiht eenFrachtfohrmann de Logoriphenroeknungond kann een Frachtfohrmann de Latitudenvan den Kanker finden ond dor ruppe führen mit sin sæben Kracken – hi – ha– ho – hott! Harr Perfesser? Ond um VergewungHarr Perfesserwann Ersülben sick ok up de gesamte Konjugatschionierung mitsamst de Periphrastick ondPeripatetick verstahn don deitversteiht Er sick etwan up de unregelmäßigeDeklinatio van de Magnetickwann er sülben an den Helm stellt würd binachtslapende Tid an Bord van een Fastgälliaßsæben Strichen onder deTropikwur de fleegende Hollander sinen Schpook driwen deit? Kann Er datHarrPerfesserond ondernimmt Er sick datoder abersten kann dat viellicht eenFrachtfohrmann?«

»Abermein pester Herr Kapidändavon is ja ieperall nicht die Rede!«säd Knallerballer.

»Jawoll is dorvon de RedHarr Perfesserierst recht is dat! Ond wat ick nunoch to seggen hewwdat is so vel nich mihr; dat is bald geseggtond denn gahnwi in Fründschaft voneen ond laten dor Gras æwer wassen. Süht ErHarrPerfesseras een in de Forst rinne ropen deitso schallt datond wenn eendorin een Musketen afscheeten deitdennso knallt datond wann een mi mit sinMoskedonder eenen Frachtfohrmann vör de Kopp scheeten deitdenn dreibaß ickem eenen Schnæsel an den HalsHarr Perfesserond wann Er dat nich wetenschullwat een Schnæsel isHarr Perfesserdenn so mag Er sick dornah ümdonin Sinen sworen Horatschio ond mang Sin bannigsten Klimaxenond denn besinn Ersick dor mal upHarr Perfesserihre Er nah Gripswold geihtwat in denHondestall von de Eloquentsch ok Brod is. God Nacht okHarr Perfesser!«

Dat wir jo nu 'n wohres Glück för Spirrfixendat he to Micheli ut mingefährliche Nahwerschaft rute kem. All wat ick wet isdat Professer DokterAschenpüster nah em Dickbahn von de Eloquentsch up dat Witte Kollegium würd.

Eikater wir jo nu wegman de Ballaststäd wir noch ümmer dorun ick haddnoch so'n schönes richtiges Slüngeljohr vör miwo noch vel sick in leistenletwürd dat man mit Lust un Leew anfat't. Verstand hadd ick un an den rechtenWillen fehlt mi dat jo ok nich.

Hans HoltfreterVogel Strauß un ickwi güngen to Seedat stünn nu sofast in üns as de Petritorm up den Ollen Marktun dor hadd ierst 'ne Taifun un'ne Monsun ut de Malakka un von achter de Sundas kamen mößtüm dat unswedder ut den Kopp ruttopusten. De »Poseidon« un de »Anna Maria Sophia«löpen glik nah Micheli wedder utKasper-Ohmversteiht sickwedder nahPetersborg mit de bewußte Fracht. De beiden Schäp makten wedder 'neglückliche Fohrt un kemen so medio November up de Lag'un dunn verklort' ickdat minen Ollenwat ick man leewersten ok to See woll. He hadd dor ok gor nixintowennen.

»Man vör Ostern æwer 't Johr kann dor nix ut warden; ihre schick ick dinich nah den Preester«säd min Oll. »Denn warst du föfteihnun denn kannstdu all ihre Bradhieringen sin Troßenn verdrägen. Mit den sast du denn in See.'n richtigen Scholmeister is Bradhieringun vel Faxen makt he nich un 'n fos'nSeehund is he nich. Up de grot Stadtschol möst du æwer noch so lang' bliwen;un nu sößt du dor man achterher sin un beter Klemm dorhinner setten. Wenn dunoch so'n Johr ünner Subrekter Huschki'n wirstschaden künn dat nich. Man indat Reken dor möst du abslut noch in de Prowat rinne; ick will mal mit Rollenspreken. Un so'n beten Danzendat hürt dor ok noch mit to. All de engelschenKapteins sünd Gentelmen. Ick seh dat nich inwurüm en Rostocker Kaptein nichok een Gentelman sin süllde Stoff is dorto dor.«

Naan dat Danzen wull ick jo nu unnod ranne. Man as ick dat hüren dedwatGretenwäschen ok Danzstunn mitnehm von wegen den Taktus ond de feine Maneerdunn weet ick nichwovon dat noch kemdunn fügt' ick mi sihr gedüllig. Un asick nahsten up den groten Schipperball de grot Menuett mit ehr danzen deddunnkeken Kasper-Ohm un min Oll ok mit toun dunn hürt' ick dat manwo Kasper-Ohmto minen Ollen säd:

»Michelick will di wat seggenBroder! Wann der Jonge dor ierst dekomplette Rigging hettdenn kann dor noch mal eens eenen richtigenGrönlandsfohrer ut warden; man dat er noch ümmer nich den rechten Respekt vordat Hus hett.«

»O Kasper!« säd dunn min Oll. »Ick denkede frett sick noch torecht.Aewer Gretingdat sall wohr sindat is doch een sötes Kræt. So'n lütt Dirnhadd ick för min Lewen girn. Nu kik eensKasperde lütt Racker swewt manorig so!«

»JaMichel«säd Kasper-Ohm dunn»dat is ok keen WonderBroder! Datliggt in dat Blotdat hett se van mi! Observeer mal eens dat Für in de Ogenwider nixdenn warst du mi recht gewen möten!«

»JaKasperdat sall wohr sin!« säd min Oll. »Vörut in dat linke Og!Wenn du dat mal so toknippstdenn liggt dor so'n Utdruck indor kann 'nRhinozeros vör löpsch warden!« – »Alleen abersten«sett't Kasper-Ohmhento»dat ick so'n Jongen hebben müchtas du em hestdat kann ick nichseggen. Dat is een wohres Glück for der Familigedat du man den eenen hest;wenn dat so een Dutzend worden wirBroder! Broder! Der Herr bewohr mi in Gnadenvor so eenen Jongen!«

Nahsten danzt' ick 'n swedschen Walzer mit Greting un dorup 'n Figaro; undenn wir mi dat ümmer leedwenn ick in de Touren von min Wäschen afkemunwürd mi ümmer de Tid langbet ick wedder nah ehr ranne luven dedun dennsäd Greting ümmer: »Is man schöndat wi wedder tosamen sünd; mit di danzick doch am leewstenAndrees!« Un wenn se dat säddenn nehm ick dat ehrjedwermal sihr got un slenkert' so fein mit de Beendat möt een Staat west sinmit antosehn.

Dorup kem jo nu Ostern in dat Landun dunn müßt Greting doch richtig nahBarnstörp to Ohm Christofferde hadd Barnstörp dunn in Pachtun dor süllGretenwäschen mal 'n Sommer æwer sinhadd de Dokter wulltwil dat se miteens so nüsterblek würd; achter de frische Melk up de Rägel würd sick datwoll gewenhadd de Dokter seggtdat wir man so'n Aewergang. Mi wir origaswenn mi wat fehlen dedas Greten weg wir.

Nadat Frühjohr leg Käppen Pött æwerdenn de »Anna Maria Sophia« wasup sin letzt Fohrt von Petersbörg vör ne stiwe Nurdwest gegen de Kursche Walllack worden un müßt keelhalt un von Keel up ni vertimmert un kalfatert wardenso dat he vör Egidi nich an 't Utlopen denken künn.

Dröppt he Maandag nah Trinitat's sinen Broderden Barnstörperde vierOssen köfft haddup 'n Hoppenmarkt.

»Nawo geiht di dat denn upstundsKasper?« seggt de anner Pött.

»Jewo skall dat gahn donBroder? Gor nich gahn don deit dat. As 'nChronometer geiht datwur de Ked an reten is. De ›Anna Maria Sophia‹ liggtnoch ümmer keelhalt up de Breetsit as 'n dodigen Nurdkaper an de Harpunden sedat Speck utschniden. Sünd dat din Ossen?«

Ick drew mi dor ok mang de Ossen rüm– säd oll Unkel Andrees – mit minFrün'n Jochen Bees un Hans Holtfreteridel vergnögtdenn wi hadden up 'nNigen Markt bi »Trull-TrullOß is keen Bull« tohop sæben Schilling gewunnenun babenin dree Burwiwer ehr Röckahn dat se dat marktenmit 'ne Packnadel un'n Sacksband so dägt tosamenneigtdat se sick dat Slahn kregenas se wedderut 'n anner wullen un sick de Röck kort un kleen retenbet de Kräwtsdortwischen kemenwuræwer wi uns noch mihr hægten as æwer uns' sæbenSchillings. As ick æwer min Öhms bi de Ossen sehgdunn blew ick ok bi deOssen un hürt' dat all mit af. Ok dacht ickman möt dat Glück nie nich utden Weg gahn; de Barnstörper schenkt di am En'n wedder 'n Papphahn to 'n Markt.

»JaBroderdat sünd min Ossen!« säd dunn de Barnstörper.

»Van wen hest du de Ossen köfftBroder?«

»De heww ick von Barten ut Lütten-Kleen handelt. Worüm meenst du?«

»Der blage Osse dor gefällt mi nich.«

»Worüm denn nich?«

»Vörn is de Osse recht godman achter dor föllt er af.«

»O wenn man nichKasper! Dat is de best Oß von all vier. Nimm mi dat nichæwelæwerst dat kennst du nichBroder. Worans een Gälljaß takelt warddatmagst du wetenman æwerst wo 'n Oß vörn un achter takelt wesen mötdorversteihst du nix von af!«

»Ick segg diBroderverlat di up mi; achter föllt de blage Osse af. Ickverstah mi up allensworum skall ick mi nich ok up de Ossen verstahn? Verstandis Verstandun ick wet Bescheed! Aewrigens will ick di mal wat seggenBroder!«

»Nawat denn?«

»Hest du noch van de fetten Aantende din Fru so moi to braden versteiht?«

»Dor warden woll noch weck von nah wesen.«

»Un hest du noch van den roden Burdauks mit den langen Proppen van din letztKindelbier?«

»Nador sünd ok noch 'n poor Buddel von æwrig bläwen.«

»MorblexBroderdat nehm 'k di got. Denn brad mi man een Aant to mornMiddag. Ick will di 'n beten besöken.«

»Dat 's mi leewKasper! Dat do du man! Aant un Rotspon sælen hento twölwprat stahn. Aewerst holl ok Wuurt! Üm wecke Tid sall ick di de Bänkwag rinneschicken?«

»De Bänkwag? de Stohlwag? de holsteensch WagBroder? Neeup de Bänkwagführ ick nich!«

»Naworüm denn nich?«

»Up de Bänkwag lettst du jo den Swinsnider un de Hewamm rutehalen– wattaxeerst du mi!«

»AchKasperso wes doch nich unklok! Up de Bänkwag führ ick jo sülbenwenn ick nich riden doun min Fru okwenn se nah de Stadt will. Dokter unPaster ward dor ok up haltun 'n Scheswag heww ick nich.«

»Broderick segg diup de Bänkwag führ ick nich! Wer sine Näse afsnittde schampfeert sin Angesicht! Wat du deistmöst du wetenun wat ick dodatmot ick wetenond dat wet ick!«

»Nawenn du steenpöttig büst«säd dunn de Barnstörper»denn möstdu dinen Kopp hewwen. Denn nimm di man Fuhrmann Rossen ore gah to Fot rutedorkannst di noch de Been 'n beten bi verpeddenun dat mag di ganz god don. Duwarst jo upstäds so dickas wenn Smolt din Vadder un Botter din Moder wir!«

»Oder du kannst mi man lewerst dinen Voßwallach mit 'n Dörpjung rinneschicken. Ick will den Jongen woll 'ne Foi gewen.«

»Watden Wallach! Minen Voßwallach wist du riden! Kasperdu büst woll upeens nich recht richtig worden! Du kannst jo nich riden!«

»Donder un BlixenBroder! Wat taxeerst un verestimeerst du mi. In denersten Plaats skall ick nix van dine Ossen verstahnun nu skall ick dinenWallach nich riden kænen? Wat taxeerst du misegg ick!«

»Kasperick segg dibliw dorvon af! De Voß hett sin Nücken. Du döggstdor nich to!«

»Futr' di Morblex! Worüm skall ick dor nich to dægen! Ick heww up de ›AnnaMaria Sophia‹ fifuntwintig Johr in Storm un Unweder redenick heww in Bataviaup den Generalstattholder sinen Elefanten redenun ick schüll dienen lausigenVoßwallach nich to hanteeren verstahn? Schickst du emoder schickst em nich?«

»Naman nich so hastig! För mintwegen recht girn; æwerst giww mi nah'stkeen Schuld nich!«

Kasper-Ohm up den Barnstörper Voßwallach mit den Bleß un dat Glasog un dedree witten Beendenk ick bi midat ward Hauptulkdor möst du mit bi sin!

Kümmt ok richtig 'n Dörpjung mit den Wallach den annern Dag rinne leddt.Kasper-Ohm stünn all vör sin Husdör un hadd sick hel fein maktsinen brunenSünndagnahmiddagschen un sin nigen Manschester-Kneebüxen anden Dremaster unde Staatsprük mit den langen Zopp up 'n Koppin sin Fust dat grote spanscheRuhr mit den sülwern Knopun dorto drög he sin roßleddern Stewel mit dergelen Wadenstülpen. He kladdert ok richtig de Wanten von den Voßwallach in deHöcht' un dat in den Sadel rin. Sin Fru steiht ok vör de Dörsleiht de Hännæwer 'n Kopp tosamen un schrigt:

»Männing! Lieb Männing! Wo mich das man ginge! Steig mich liebersten manwieder runterKasping! Das ginge mich in 'n Leben nich gut! Bittebittesteigmich wieder niederwo du nich wolltestdaß ich meine alten bösen Krämpfenkriegen sollte! Christoffern sein altes Pfart sieht so betsch aus. Kuck michbloßwo es die Ohren niederzöge!«

Durick Peyßen stünn achter ehr Madamde Kækenschört half vör ehrGesichtun kek ok mit togrifflacht sich æwer dorbi un wunnert' sick jo okwollwo ehr dit verlangen süll.

Dor würd æwerst Kasper-Ohm so eklig as ne Kratzböst un schüll:

»Holl dinen GösesnabelFruun räsonneer nich as 'n oll Waschwiw an derBalge! Kik nah din Grapens un Schapens und Pannen un Seilpött un mak mi keenenStratenrandaloder Gott verdom mi! ick stige hier wedder ut den Top dal unrektifiziere di mal dinen Oktanten!«

Dormit nehm he Stang un Trens' in de linke Fustun in de anner hüll he denSpan'schen middwegs vör sick weg as 'n Kummandürstaffun dunn güng de Postaf üm Strand un Wall rüm.

Matrosen un KapteinsStrandführers un DrägersBootslüd unSchepstimmerlüdde keken all mal up un makten grot Ogenas Käppen Pött sostaatsch up den Voßwallach antoseilen kem. He sehg æwerst ok so vörnehm unknasch ut as 'n Generalde to Hochtid riden deit. Stiw un boltengrad set he inden Sadelas ne Reilstengun de Been stünnen pil vör weg in den Bægels asLeeseilböm vör de Wind.

»Süh dorKäppen Pött!« säd Kaptein Bradhieringde dor ok grad stahnded. »Neeso wat lewt nich! Nanaick seggwenn dat Fohrtüg man nich æwerStag geiht!«

»Navigatschon hetwat Navigatschon istond Er steiht jo nich an dat StürBradhiering!« säd Kasper-Ohm boshaftig un red wider.

Ick em ümmer nahdicht achter den Wallach sinen Swanz. Mi wir mitdes watinfollen. Dor müten noch Ierdbeeren in Barnstörp sindacht ick. Un denn isGretenwäschen jo nu ok dorun de hest du jo ok so lang' nich sehnun dorklænt sick dat so nett mitun denn smecken de Ierdbeeren noch eens so god.Wenn Kasper-Ohm sinen Goden hett un du em man schicklich bidden deistis hekumpabel un lett di 'n beten mit achter upsittenwenn wi man ierst buten vördat Dur sünd. So kemen wi nah den Wall. Nu is 't Tiddenk icklop gegen deSit von den Wallach up un rop:

»Kasper-Ohmlaten Se mi vör dat Dur nahsten 'n beten mit achterupsitten?«

»Is Er gesundJonge? Sett Er sick keen Grappen in 'n Kopp! Gah Er mi ut datFohrwateroder ick ride Em de Kaldunen ut dat Liw!«

Ick läd æwer noch mal los: »Don Se dat manKasper-Ohm! Don Se dat man!«

»Gah Er glik an de KantBengelun lat Er sick wohrschugensegg ick«schreg he dunn wedder. »Sünst slah ick Em de Knæwel to 'ne Knackwust. KenntEr den Korporalstock woll?« Un dorbi draugt he mi mit den Span'schen.

Dreemal is Börgerrechtdenk ick dor. Nahstenwenn wi vör dat Dur sündwill ick em nochmal bidden.

Kasper-Ohm red æwerst nich furtst ut dat Dur rute. Dat güng gradwegs nahden annern Wall ruppe. Dat was nämlich hel macklich Weder; dor güngen vel Lüdspazierenun Käppen Pött wull se woll mal wisenwo moi he den BarnstörperWallach to stüern verstünn. Dat künn he nu nich verlangendat ick em un deVoß ok noch æwer den annern Wall nahloppen süll. Ick led em riden un güngdrad nah de Barnstörper Landstrat hen. Wenn he nah Barnstörp willsall he miwoll kamensäd ick to mi un stellt mi bi de Watermæhl up de Brügg prat. Dormüßt ick woll an 'ne Viertelstunn töwen. Mi würd all de Tid langun ickdenkhe kann doch tom Deuwel nich æwer Bramow reden sin!

Up eenmal hürt' ick een murdsches Geraster vör mi in de Vörstadt. Dat wasgradas ob teihn Spann Pir löpsch worden wirenun dat wohrt ok nich so langso sust' Kasper-Ohm up den Voßwallach ranne un grad up mi losas ne Hex up 'nBessenstel ut 'n Schostein– Hot wegPrük wegStock weg – allens tomDeuwel! Mit de een Hand hadd he sick an den missingschen Sadelknop fat'tun mitde anner höll he sick achter an den Swanzreem fastun de Knee hadd he dichtünner den Sadel fastknepen. Mi vergüng up eenen Schlag alle Lust tomAchteruphacken.

»Kasper-Ohmwur willen Se hen? Mein JeKasper-Ohmwur willen Se hen inso'ne Hurri?«

»Dat förbannade Fohrtüg is stürlosJonge! Wur Gott un disse verdömdeBestie mit mi hen will! Schnid den Wallach den Kurs afmöt emJongeoder ickward kapzeist un mot kentern mit Himp un Hamp un Hün un Pardün!«

Ick wet nichwo ick de Kraasch herkreg; ick sprüng to un wull den Voß nahde Tægel gripen. Aewersten min leew Wallach steidelt sick dunn pil in 'n Ennas ob dat nah dat Mæhlendack ruppe gahn süllun nahsten keilt he achter utas wenn he mit Kasper-Ohm Kuhlsæg spelen wullun swapps! schöt Pöttkoppheister æwer de Brüggposten in den Mæhlendik rinnedat mi dat Spölwaterüm de Uhren sprützt. Ick verfihrt' mi so dägtendat ick ling un lang up denHinnersteven föll. De oll Voßwallach sust' an mi vörbi grade Kurs nahBarnstörpun dorbi kriescht he so krænschas wenn he seggen wull: »Den heww'k orig affunnende kümmt mi so bald nich wedder an Burd!« As ick wedderæwer Enn kem un mi nah Kasper-Ohm ümkekdunn dukt he grad ut dat Water wedderupgrep nah den Schüttbomun jo – hio – ahoi! een! twee! dree! ampelt' hesick as de beste Jungmann wedder up dat Deck von de Brügg ruppe un stünn biminatt as 'ne Waterrottnüsterblek as Holland in Not un sur as 'nMaischküben vull Essigspritun dorbi schnöw he un speg he un prust't he as 'nBullde 'n Kropp hett.

»Jongenu wet Erwat Kapzeisen is! Da höd Er sick vörsegg ick! Nich aswenn Er dor schuld an isdat ick kapzeist bünoder abersten der Wallach odergor ick sülben. Neekunträrick kann sihr god ridendat wet ick. Min Broderin Barnstörp mot nich meenenas ob ick nich riden kann. Min Broder inBarnstörp hett alleen de Schuld van de ganze Accidenz. Ick heww sinen Schindervan Wallach æwer den Strand un æwer den Wall un æwer den Markt un dörch deBlotstrat redenun nich muckst hett sick der Bestie. Aewersten min Broder haddmi dat jo seggen müßtdat der Wallach nich up der Trummel africht't is. Asick de Hauptwach up den Hoppenmarkt peilen deddor würd trummeltun dor wullder Bestie vör de Wind affallen un æwer Stür gahn. Ick heww em æwerst mitmin spanische Handspak dat Stürbord so dägt vertimmertdat he Kurs hüll unmit mi dörchgahn is as de fleegende Hollander mit 'n Ostindiamann bi deMagellansche Sund. Min Broder in Barnstörp hett Schuld an de ganzen Accidenz.Wo is denn der Bestie von Wallach afblewen?«

»Dor löppt he henKasper-Ohmdor achter bi de Widen!«

»Lat den gallspattigen un schiebelbeenigen Krüppenbiter nah den SchinderlopenJonge! Min Broder in Barnstörp kann em afdecken un sinen Swinejongen enPoor Smerstewel dorvon rnaken laten. Min Broder in Barnstörp mag sin oll pipsigAant un sinen muchligen Burdauks sick rökern laten; ick kam nich nahBarnstörp! Wur ick utsehn do! Tjusend Skepslast Tievel! Vulle Havarieallenstom Deuwel! Min Broder in Barnstörp kann sick wat hosten latenun Kaviarschick ick em ok nich wedder! Un Greten skall nu ok keenen Dag länger inBarnstörp bliwen! Wat min Broder woll meent!«

Dormit hinkt' he nah de Watermæhl rinnedenn he hadd sick de linke Fot biden Fall ossig verstukt. Ick müßt dunn glik nah de Stadt trügg un em frischKledasch rutehalen von Kopp bet to Fot; denn he hadd keenen drögen Faden an 'nganzen Liwun ne Puttsches müßt ok rutschickt warden. As ick nu æwer denHoppenmarkt kemstünn dor all de Utröper un röp:

»Dejenige gew god Achtung! Dor is hüt middag hento elben eenen nigendreekantigen Hot un een nige Staatsprük un ok een span'sch Ruhr mit Sülwerknopfunnen worden. De de verloren hettkann sick melden bi den Utröper Prüter up'n Amberg un se sick wedder afhalen!«

Nadat Greting nich in Barnstörp länger bliwen sülldat hadd min Ohm denannern Dag richtig utsweet't. To sehn süll ick Greting æwer den Sommer dochnoch kriegen. Un dat kem nu wedder so:

De »Anna Maria Sophia« wir klor für Ballast un leg an de Koßfellerbrüggsorrtun Kasper-Ohm güng dor up un dal up de Brügg. Ick stünn dor ok up deBrügg achter bi den Speegel von de »Anna Maria Sophia« un angelt' Witicks. Hefleut't dorbi so lustig vör sick hen as 'n Sparlingun he hadd ok goden Grunddortodenn mang dat rußsch Rindveeh was dat Jahr ne häßliche Krepanz kamenun dor süllen all æwer föftigdusend Höwd Veeh stört't sinas se vonPetersborg ut schrewen. Dat makt nu den Talg von Bolderaa dal bet Amsterdam henso flink stigenas ob dor een mit de Swäp achter wir. Kasper-Ohm hadd æwerstan viertig Faten up sin eegen Konto den Harwst vörher mitbröchtun de legennoch up sinen Spiker wollverwohrt.

Kümmt een von de Maklers nah de Brügg ruppestürt un grad up Käppen Pöttto un bütt em dörtig Perzent Profit för sinen Talg.

»NeeKintingdor ward de Talg nich för wegslahn; leewerst fret ick deviertig Faten sülpst up tom Fröhstück stats Bodder up groww Brot! Wat meentEr to föftig?«

Swapps dreiht' sick min lew Makler rümmeas 'n Korpralde kuntermandiertwirdun stüert' wedder af.

»NeeJonge! Nich wohr? Dor slag wi onsern moigen Talg nich for weg. Lewerstwill wi Sünndag 'n bitschen nah Doberan führen. Wann wi dann wedder vonDoberan nahmiddags trüggkamen dondenn lopen wir Barnstörp an un geneten doreen Gericht Karutschen bi Stoffer-Broder un bekiken uns to gliker Tid de Gretewurans de dat nu lettwat se all wedder mit kann oder abersten wat se nochlänger onder de Karantin liggen mot. Hett Er LustJonge? Will Er mitoderwill er nich mit?«

»Wenn 't Nödigen keen Enn hettdenn ward dat jo woll nich anners!« denkick un hal 'n Wittick upso lang un blank as 'n solten Hiring.

»Er kann jo vörn up den Buck bi den Kutscher sittenAndrees!« Nadatwüßt he recht gotdat ick nich anners as up 'n Buck mitführt wir. In sonnenSchekasten kem ick mi ümmer vör as 'n Maikäwer in ne Schachtelup 'n Buckæwerst doch noch tom wenigsten as 'n Maikäwer an 'n Twirnsfaden ore 'n Drakenan 'n Sacksband.

Sünndag güng ok richtig dat Fuhrwerk los. Kasper-Ohm hadd sin Fru un minOllsch mit an Burd. Min Oll was æwersten nich mit; de was dat Johr nah Tromsoein Nurwegen. Ick set buten up den Buck bi Fuhrmann Rossen sinen KnechtHanningDüvel. Stünk de æwer eenmal nah Akkevit dörch de RippenHarre du meines!Dreiht he sick mal nah mi rümdenn so müßt ick mi ümmer de beidenNäsenlöcker tohollen. Schult' he æwerst mal von de Sit nah mi hendenn würdmi jidwermal grugensonn Por blotrünstige Ogen hadd Hanning in den Kopp. Wismeten in Doberan up 'n Landkrog Anker ut. Doberan kem dunn all orig in Gang. DeHerzog was ümmer sommers dorun vel fin Volk mit Pir un Kutschers un Jägersun Lavkaien un Geldbüdelsæwerst ok vel fin Volk mit Titels un Namens.

In 'n Landkrog gew dat ne schöne möre Pölkbrad mit langen witten Kohl unZipollen. Dorvon staut Kasper-Ohm so vel wegas he man jichtens unner Deckkriegen künnun dor würd 'n Viertel Franzwin to drunken. Hento dreeas wiunsen Koffee un de frischen Doberanschen Zuckerkringel to Bost haddenstoppt'Kasper-Ohm sick ne frische Pip inun dor güng dat denn allewegt 'n beten inden Urt rümmeun wi bekeken de nigen Hüserde dor but würden. Dat was denDag hel macklig Wederman stickhet. As nu de beiden Frugenslüd nah een von deBodende dor utstünnenrinnestürtenüm sick lang' dänsch Fingerhanschento köpensäd Kasper-Ohm to se:

»Wann dat Frugenzimmer to den Sidenkramer gahn don deitdenn so is datgeneraliter nich aftosehnwann se wedder ut den Haben rutkümmtdenn sebesüht sick ümmer iersten för föftig Daler Worihr se för 'n Papphahnköfft. Ick müßt' jo een Taftlappen van Kierl sinwenn ick mit juch nah deoll Kattunkombüs rinne güng. Ji kænt uns nahst man nahkamen oder abersten nahden Landkrog glik trügg gahn. Ick ond der Jonge wi gahn nu nah de Bökberg dorachter. Hier is dat jo rein so het as up den Äquator in dat Äquinoktiumonderde grönen Böken mot dat aber so moi köhl sin as ne nurdliche Bris nah nedodige Windstill up de Latitud van den Kanker!«

So seilten wi denn nah den Bökberg hen. As wi dor nu so unner de hogen Bömrümstewelten un in den eenen Weg rinbögtenis dor ne Lustbänkun dor seteen lütten Mann upde hadd 'n groten Stiern vör de Bost un 'n korten Stummelin de Mund un smökt un sehg sihr fründlich ut. Kasper-Ohm nehm em eenenOgenblick scharp up 'n Kikerun dunn säd he to mi: »MorblexJongedor sittuns Herzogde Landesvader! Dat Er mi den Deckel afnimmt ond 'n Kratzfot maktwenn wi vörbigahn. Dat rad ick Em in Goden!«

Nawi kamen ran. De Herzog kek uns mit sin grallen Ogen scharp an.Kasper-Ohm nimmt sin Pip ut de Mund un sinen Dreekanter deep af un kratzt mit derechte Been achter ut as 'n Hahnde bi 'n frömd Hohn vörbigeiht.

»Ei sieh damein lieber Kapitän Pött!« säd dunn de Herzog un lacht;denn he kennt jedereenen wedderden he man eenmal sehn haddun Pött wir all'n poor mal sommers in Doberan west. »Auch 'n bißchen in Doberan?« Kasper-Ohmblew stahn un makt noch eenen Kratzfot.

»Das ist wohl dein Sohn da?«

»Hollen to GnadenDörchläuchten Herr Herzog. Der Jonge da is nich minJonge. Gott si Dankdat er dat nich is! Dat is min Süster Illsche ehr Jonge!«säd Kasper-Ohm un schlög mi swaps den Hot von 'n Kopp. »Heww ick Em nichseggtdat Er Sinen Deckel trecken sall? Hollen to GnadenDörchläuchtenæwerst der Jonge weet dat nichwat Respekt iser kennt den iersten Petri fiwfiw nich; æwerst von 'n Ossen kann man nich mihr as Rindfleesch verlangen!«

»Eiwassetzt nur eure Hüte wieder auf und laß deinen Stummel nichtausgehen!« säd dunn de Herzog un lacht. »Was machen denn meine liebenbalstürigen Rostocker?«

»Velmal to bedanken för de gnädige NahfragDörchläuchten Herr Herzog!«säd he dunn. »Rostockwill ick Se seggenis een Urtdersolange der Warnowbi dat Westerspill noch sin dörteihn Fot Water hollen don deit ond solangeSchepstimmermeister noch gode Eken in de Rostocker Heid' finden donnich upAfbruch onder den Hamer kamen don deitangenamendat der verdammteGrüttfreter van Dän ons Ostseefohrers nich de Sund ganz un gor tospikert ondverrammelt.«

Dunn lacht de Herzog wedder un röp: »Das tut der Däne nichtda kannst dusicher sein! Aberwenn er 's tätewas kann euch Rostockern das schaden? Ichmeineihr Rostocker Schiffer kornmt nie über den Sund hinaus und holt bloßKäse aus Flensburg und Kalk von Gotland und bringt Äpfel nach Riga!«

»Dor sünd Se man mangelhaft notifizierthollen to GnadenDörchläuchtenHerr Herzog!« säd Kasper-Ohm dunn un pust't eenen mächtigen Kringel ut sinPip. »Dat mag woll mit de Wismeransche sick so leg anlatenman æwerst deRostocksch Schepfohrtdat is as ne melkend Kohkann 'k Se seggen. Ond ansehensuns Rostocker Schippersso fohrt wi up Bargen ond AmsterdamRowan ondLeverpoolond in de Mittlandsch Seedor wet wi so moi Bescheed as in uns eegenBüxentasch!«

»Nanaschnack mir nur kein Loch in 'n Kopf!« säd dunn de Herzog un kekKasper-Ohm von unnen bet baben so klok an as 'n Hawk 'n Kröpperdüffert. Duwillst mir wohl was weismachen. Bist du denn je über Kap Landsend hinausgewesen?«

»Ob ick je achter Landsend west bün?« säd Kasper-Ohm dunn un bängt sickas eende nich giern tom Upstöten kamen will. »Hollen to GnadenDörchläuchten Herr Herzog! Ick bün dreemal in Batavia west un heww up 'nGenralstattholder sinen Staatselefanten reden.«

»Das wäre! Du bist ja ein Allerweltskerl. Also in Batavia bist du gewesenund auf des Generalstatthalters Staatselefanten hast du geritten. Nadas mußtdu mir doch erzählen.«

»Dor kann Rat to wardenDörchläuchtenman dat Gorn is to langwat ickdenn afspinnen mot. Nu bün 'k all 'n beten möd van de Backhittun æwrigensheww 'k mi Dingsdag nah Trinitatis de linke Fot ossig verstukt.«

»Nuda wird's wohl nicht andersda setz dich nur her zu mir auf dieBank!«

»Hollen to GnadenDörchläuchten Herr Herzog! Ick weet wollwat mibikümmt. Ick segg ümmerRespekt is Respekt ond mot Respekt bliwenond dorsünd twee Ell Trossen god för!«

»Auf die Weise höre ich aber deine Elefantengeschichte nicht. Also keineUmstände!«

»Nawenn Dörchläuchten dat denn abslut so befehlenFaxenlewhewwer bünick nich! Ick bün man bangdat ick Se mit minen Snack uphollen do.«

»Ich habe meinen Tabaksbeutel zu Hause liegen lassenden laß ich mir ebenholen; somit habe ich Zeit.«

»Isüh maldat 's doch schad. Ick heww min Tobacksdos ok up 'n Landkrogliggen laten. Sünst hadden Dörchläuchten mal minen pröwen künnt. Ick hewwvan den veritabeln hollannschen Knastereen rores Krutkann 'k Se segensteiht so stiw ond fast in de Pip as Warg ond seggt nich nah. Dor hadd ick Sewoll ne Pip van afgünnt. Lop mal henJongeond hal de Dos' her; se steiht –«

»Nalaß nurlaß nur! Meiner ist auch nicht schlechtkann ich dir sagen;da kannst du nachher mal von stopfen!« säd de Herzog un lacht un kekKasper-Ohm wedder von de Sit anas ob he em sick noch mal eens recht dorupankiken müßt. »Also der Elefant!«

»Jesehn SeDörchläuchten Herr Herzogdat kem so: ick hadd Annonegenunsæbentig Roggen nah Amsterdam lad't. Dat was grad de viert Fohrtde ickmit de ›Anna Maria Sophia‹ maken ded; ond as ick den Roggen löscht hewwdor ward mi ne Fracht hollansch Laken un Linnen nah Batavia hen van de Maklersanbaden. Iso denk ick dunnwurüm skallst du de nich nehmen; dor is noch mal'n beten Kapplaken bi to isen. 'n stiwen Kierl was ick dunn; min BackvolkachtMann ahn mi ond de Maat ond de Kocksmaatall strewige Klür– ond de ›AnnaMaria Sophia‹ so trimm as 'n junge Dirn von achteihn Johr up 'n Danzbæhndelewersten Schottsch as Menuett danzen deit. Ick gah an Burd ond frag min Jongs:»Jongswillt ji?« De Maat hadd noch ierst allerhand so 'n Heesbeserien in 'nKopp van wegen de Mansunsden gelen Jakob ond de Flibusters bi de Malakka. Icksegg æwerst: »För nix is nix– 'n beten driest het nich utverschamt–blöd' Hunn warden nich fett– Fett swemmt baben– wat kümmtdat galtJongensall dat anner is belemmert!« Ond dunn säden s' all: »Nadenn manto!« So schlöt ick denn de Fracht afköfft mi 'ne god Kort van de Atlantikde Indian Oschen ond de Sunda. Dorup nehm 'k Fracht in. Sünndag vör Martiniwas alles klipp un klorond dor seilten wi vör 'ne stiwe Nurdost ut den Texelond dat ok furtstens in dree Dag' in de Span'sche See rinne. Den ierstenDezember peilten wi Fayal van de Flamlandischen Eilandennahsten föten wi dePassaten. Februari achtzig löp wi Kapstadt an ond nehmen fresch Water inondeentweedreeso um de Ostern rümmeschmet ick richtig onder den Eiland vanOnrust vör Batavia Anker ut– all de Gasten moiLadung moiond ick sülstok moi an Burd. »Na«segg ick to min Jongens dunn»wat seggt ji nu? FifMaand Hüer her– Rückfrachtens so vel as Maikäwers in 'n Juni– watseggt ji?« – »Hurra!« säden se»fif Maand Hür backsünd teihnMaand!« – »Ond denn Batavia!« segg ick. »Wat warden s' nahst to Husseggen!«

De Lüd an Land bi de Lombongs vör Batavia slögen æwerst de Hänn æwer 'nKopp tosamen. »Harr Jes!« säden s'»Ond in sonn Nætschell!« – »Nawurans?« segg ick. »Van wegen de Mansuns«säden se»un van wegen Klaazvan Klaazen.« – »Van wegen de Mansuns«segg ick»dat is man so vel;abersten van wegen Klaaz van Klaazenwat skall mi dat?« Nador hürt' ickdenndat Klaaz van Klaazen een Desertür was van een hollannsch Urlogsmann ondeen van de verdömmten Flibusters worden wir van de Malakka ond wat he keenSchipp onder den Onrust vor Anker kamen ond van de Onrust-Eiland wedder utlopenletahn se to lusen as de Ap den Jongen up dat Dromedari.

»Schpook!« segg ick dunn. »Wi sünd inlopenond wer hett uns lus't! Wervel fröggtkriggt vel Antwurt. Wi lop ok sacht wedder ut ahn Nahfrag.« –Nahst lösch ick dat hollandsch Laken ond Linnen ond nehm 'ne moige Fracht backup Amsterdam: IndigoPepperKoffi ond Kardemommenfif Pund negen Schillingacht Pence per Tunnsöß Perzent Kapplaken ond fif Perzent Prämium förSchipp ond Mannschaft. »Jonge!« segg ick to minen Maatas wi klor sünd»dat düs'tGustdüs't dat nich?« Gust æwer treckt dat Mul scheew ondseggt: »JeKapteinæwerst Klaaz van Klaazen!« – »I«segg ick»soskall doch den Klaaz van Klaazen der Deubel halen!« – Schickt æwerst deGenralstattholder eenen Offizier bi mi an Burd ond sett't mi ok wat in de Uhrenvan den verdammten Klaaz van Klaazen ond dat er an Burd van een lange Schonkfohrtsößteihn Mann ond een langen Tom van tweeundörtig Pund vörn in deBogond dat se all hunnert Dubluns utsett't hadden för wer em fangen ondinbringen deddot ore lebendig. »I«segg ick wedder»so skall doch denBambusen van Klaaz der Deuwel halenore ick will nich Käppen Pött van de ›AnnaMaria Sophia‹ heten. Segg Er dem Exzellenzen manick wir nich de Mannsickde Eier so stillswigens ut dat Nest nehmen to latendor wir ick nich Hohn nogto!« – »Man æwerst so 'n schebecktakelt Schonk!« säd Gust wedder. –»Ond wenn er so langbeenig as een Aderbar is«segg ick dunn wedder»so kanner doch in dat Nettel leggen«. – »Nanaick heww nix seggt!« seggt GustRening dunn wedder. – »Aewerst ick heww wat seggtGustun ick segg: Wer 'nHund slahn willfind't woll 'n Knüppel!«

Dorup gah ick stillswigens hen nah een van de Maklers bi de Lombongs un köpmi twee oll dägte Brümmers von Twölfpunners; de nehm ick in 'n Schummernæwerstell se vörn bi dat Gangspill ond ramm se beid bet dicht an 'n Halsvull van RehpostenFlintenkugelsoll Nagels ond Glasschören up 'ne duwwelteLadung. Nahst lat ick ne Persenning æwer deckenso dat nix to sehn is. AnnernMorn lop wi onder den Onrust ut vör 'ne frische nurdliche Bris. Ick hadd denKocksmaat baben in 'n Top as Utkik. Wi mak feine Fohrt. Dat ward gegen Middagdor lett sick nix hüren ond nix sehn. Aewersten as wi de Sunda peilen ond deGasten grad bi dat Schaffen in dat Roof sünddor fangt der Jonge baben in denTop up eenmal an to prusten ond kreigen as unklok. Ick rute. Gust Rening steihtan de Stürburdreeling ond hett dor een Fohrtüg up 'n Kiker. – »Na«seggick»wat heww wi dor?« – »Klaaz is dat!« seggt Gust ond giwwt mi denKiker. Ick holl scharp hen. – »Kann sindat dat Klaaz is.« segg ick. »Kannæwerst ok nich sin ond kann doch sinde Mæglichkeit is dor. De Bengel dorvör onser Stürbuurd löppt jo ran as ne Maispenn!« – Dat wohrt nich solangDörchläuchten Herr Herzogdor wüßt ickwur ick an wir. Dat was neschebecktakeltdeuwelmäßigen verdächtige Schonk. Ick hiß minen Vagel Gripup. Der Schonk hißt ne gnäterswarte Flagg an 'n Mast. Dat müßt Klaaz sinoder der Satan!

Nu was ick in de AccidenzDörchläuchten! Nu was dat kamenun nu gülldat! So lat ick denn min beiden Brümmers backburd stellenSchanzkledung warduthaktond 'n Stück Persenning wedder vörok de beiden Brümmers bliwen nochwarm todeckt; æwerst 'n isern Grapen vull glöödige Kahlen ward dorbi pratstelltdor stek ick 'n lang isern Kohfot rinnerond dunn säd ick to minGasten:

»Wer hier een reguläres Rostocker Stadtkind isde paß nu mal up ond gewgot Achtung! Ick bliw hier bi de beiden Brümmers. Gust Reningdu nimmst denHelmond ji annern dot jug verfluchte Schuldigkeit! Nu will wiwenn Klaaznegerkümmtbileggen. Denn skall der Kocksmaat den Vagel Grip dalfieren grad asup Gnad un Ungnad. Wenn Klaaz denn up uns Backburd bonus fidus anseilt ondEnterhaken smittdennso rop ick: »Allens klor vör ond aft!« Denn rit't ji dePersennings afond denn lat ick Klaazen min beiden Brümmers hier mal in deOgen hoostendat he den blödigen Schnuppen kriegen skallond nahst sehn wieens an ehre eegen verdammten Kanaljenbrägens towur tag Rostocker Handspakensünd. VerstahnJongens!« – »Hurra!« schregen de Jongens.

NaDörchläuchten Herr Herzogdat kem ok richtig all soas ick datafkulkuleert hadd. De entfamdige Vitalienbroder kem up uns Stürburd rannegesust as 'n Windhund up 'n Hasen. He was man 'n wantschapen ollen Halwdecker;æwerst vörn bi de Bog stünn sin lang' Tomond as he up tweehunnert Faden ranwir an de ›Anna Maria Sophia‹bumtribumbum! schöt he sinen langenBrümmer afdat de oll Kugel midden mang uns' beiden Masten dörchfohrt as eenlebendigen Höllhund. Nadunn let ick de Vagel Grip dalhoistendeFastgälljaß wend'tond wi legen bi de Wind so dicht as mæglichgrad as wennwi up Gnad un Ungnad de Flagg streken hadden. De Kaperschonk stünn nu pil upmin Backbuurd. Vörn bi ehr Bratspill stünn de ganze saubre Sippschaft dichtingtohopKopp an Koppas de wohren leibhaftigen BanditenKierls van alle KlürBrunGelSwart ond WittTaters ond Malaien mit lange MetzersKlaaz richtigvöran mit 'n grot Breetbil as 'n regulären Knakenhaueröllstföfteihn Mannhoch; blot een Bambus' stünn achter bi dat Roder. Gust stüert ok richtig sodat de Schonk ehr Halwdeck grad vör min beiden Brümmers to stahn kemas deEnterhaken dalfeel. Dunn schreg ick æwerst: »Persennings af!« ond schlah mitde glööndige Kohfot up min beiden Brümmers ehr Zündlöcker. De ganze prosteMahltid van Bli ond NagelsGlasschören ond Rehposten fegt dunn pil! pall!pratsch as een heiliges Krüzhimmeldunnerweder æwer de Piratenschonk ehr smerigHalwdeckdat ok keen Satanskind van all de föfteihn Heidenhallunken up de Beenstahn blewgrad as so vel Bullenpeselsde man mit ne Seiß up eenen Schlagafhauen don deit.

Futr di Morblexdat was ne schöne MurkiDörchläuchten Herr Herzog! Asick dat nu sehgdat min beiden Brümmers ehr Schuldigkeit so moi dan haddendunn ich ræwer nah de oll Schonk mit min glööndige Kohfotond de Jongs mitehr Handspakenond dor gew wi ehr Gottslohn schippundwis. Wat dor man blot nochtillföten deddat kreg eenen vör 'n Dætz. De Karnalji an dat Roder hadd dunnkeen Tid mihr ond sprüng æwer Burd ond läd sick up 't Swemmen; ick smet emæwer de Kohfot so dägt up den Achterstevendat he unnerdukt ond ick em nienich wedder sehn heww.

Nu sehen S' malDörchläuchtennu hadd ick de oll Kasten van Schonk furtstbet up den Keel afbrennen künnt mitsamst ehr schuftige Bagaschæwersten ickdachtso 'n hunnert Dubluns sünd ok 'n ganz Deel beter as Pickplacken in 'nPijäcke. So geit ick ehr denn mit ne lange Troß an de ›Anna Maria Sophia‹seilt' back mit ehr onder den Onrust ond smet dor wedder Anker. Dörchläuchtkænt sick dat licht vörstellenwat dat för 'n Upsehn ond Marakel in Bataviamaken deddat ick den Klaaz van Klaazen so dägt inseept ond so moi balbierthadd. De Genralstattholder schickt wedder 'n Offizierer bi mi an Burd. De mötmit sin eegen Ogen sehn ond nimmt dat all 'n beten in de Fedder. Nahst invitierthe mi to Middag bi den Exzellenzen. Ick nehm datversteiht sickok an. Dor heæwerst grad buten vör Batavia in Buytenzorg up sinen Goren residenzen dedsolet he mi glik sinen Staatselefanten anbeeden mit 'n Palankinüm doruprutetoriden. Dat ded ick nuond Ihro Exzellenzen empfungen mir sehrschmeichelhaft. Dor wiren vele Mynheers ond Mynfruwensond hellischen fein ondvan flessen güng dat dor her. De Gin was van den veritabelnond so vel Eydamerwas doras keen Rostocker je een Ahnung van hatt hett. Ick müßt dat allvertellenwur dat mit Klaaz van Klaazen togahn wir. Ihro Exzellenzen drucktenmich darauf die Hand ond sagte: »Min lewen Käppen Pöttes freut mich sehrvon wegen Ihre werte Bekanntschaft. Ihr Wohlsein! Auf Wiedersehn!« Ond dormüßt ick em ut een groten sülwernen Kros Bescheed don. Nahst kreg ick minhunnert Dublunsond dunn red ick wedder up den sülstigen Elefanten an Burdtorügg. Den annern Dag löp ick mit min Fohrtüg wedder onder den Onrust ut ondkem November achtzig wollbehollen ond ahn Molesten 'n lütt beten Monsun unTaifun afrekentAmsterdam Haben binnen.«

»Bei Falstaff und Pistol!« säd dunn de Herzog un lachtdat em de Tranenin de Ogen kemen. »E non veroe ben trovato!«

»Wurans meenen Dörchläucht?« säd Kasper-Ohm dunn.

»Nunnun; ich sage nures ist jammerschadedaß Deutschland keine Flottehat. Du müßtest einen prächtigen Schout by Nacht abgeben!«

Mitdes wiren dor twee Kierls ankamende een in blagen Liwrock mit'n rodenKragen un twee blank Knöp up dat Stürburd von sinen Speegelwovon mi datwunnern dedwat dor woll an fastknöpt würd. De anner sehg ok ut as 'nBedeenter un drög 'n Tobacksbüdel in de Hand. De makten mal grot Ogenas seKasper-Ohm bi den Herzog up de Bänk sitten sehgenun keken Pötten soutverschamt anwas wenn se seggen wullen: »Wo kann He sick dat ünnerstahn!«As de Herzog nu den Kierl mit den Büdel sinen korten Stummel tum Stoppenhenlangtdor langt Kasper-Ohm den annern Kierl mit den roden Kragen ok sin Piphen un säd: »Nadenn stopp Er mi ok een!«

He hadd dat æwerst kum ruteas ok all de Herzog upsprüngbeid Hänn in deSit sett't un so dull an to lachen füngas ob dat gor nich all warden künnun utröp:

»Süperb! süperb! Verfluchter Kerlder Käppen Pött! C'est un malentendufort mal à proposmon cher chamberlain n'est-ce pas1)?«Un dormit güng he den Bökberg dalun ick hürt em noch ümmer lachenas ickem vör de Böm nich mihr sehn künn.

De Kierl mit den roden Kragen nehm æwerst Kasper-Ohm sin Pip nichde de emnoch ümmer henhollen ded. He kek æwerst Kasper-Ohm von Kopp bet to Fot so wildanas ob he em giern upfreten hadd. Dorup säd he blot dat een Wuurt:»Bête!« to emdreigt sick kort üm un güng mit den annern Kierl den Herzognah. Kasper-Ohm sprüng dunn æwerst ok up eens up un röp:

»Bät? Wurans Bät? He dor! Wat meent Er mit Bät? Ick will Em mal seggenwat ick meenSchpook! Ick meendat mi dat wondern don deitwat der Herzogupstäds för Schnæsels van Lawkaien hett! Wenn Er mi den Pip nich stoppenwilldenn lett Er dat bliwen! Ick süll Em æwersten man as Kajütenwächter anBuurd för een Reis' hewwenick wull Em Moritzen lihren! Dat meen ickKapteinPött van de ›Anna Maria Sophia‹!« Un ick würd sülben so bös up deneenen Swinegel mit den roden Rockskragen un de beiden Knöp up sin HeckdeKasper-Ohm de Pip von den Herzog sinen Knaster nich hadd stoppen wulltdat midat Blot bet in de Hoor ruppe steg un ick ne Fust maken un em nahdraugen dedaswull ick grad so as min Öhme em nahropen: »Natöw man! Kumm du mi man mal inmin Strat!« – Ik kek orig mit Vörlew nah minen Öhme ruppewat de nu wollded.

»Sall ick den Swinhund man nahlopen un em mit 'n Steen smitenKasper-Ohm?Drapen kann ick bannigun wenn de een Slaps dor sonn gatlichen Steen up sinSchof kregdenn würd he sick dat för de Tokunft sacht 'n beten achter 't Uhrschriwen! Sall ick manKasper-Ohm?«

Kasper-Ohm knep dat bewußte Og to un säd to mi:

»Lat den HallonkenJonge! Keen Hond is negen Johr dull; der dor löpptseker noch up ond den Schinder in de Möt ahn üns Todon. Abersten nu komm manJonge! Wat din Möhme ond din Moder sündde töwen dor all seker up ons beidup den Landkrog.«

Un de wiren dor ok all richtig mit 'n Pack dänsche Fingerhanschen un jedemit 'n nigen grasgrönen siden Paressoll.Un as Kasper-Ohm dunn vertellen dedwo wi den Herzog up den Bökenbarg drapenhadden un wat Kasper-Ohm sick bi em up de Bänk hadd dalsetten müßt un wurgnädig de Dörchläuchten sick mit em hatt haddnegerto as god Frünn unDuzbröderdonn kreg Kasper-Möhme ierst dat Stillswigen un dunn datOgentwinkeln un toletzt dat Koppschüddenun dunn mustert se ehre gesamteBildung up 'n Hümpelun dunn säd se: »Aeti possibbelmong Schähr

Min Ollsch æwerbi de dat Pöttenblot mihr in de Praxis sick utletde säddunn:

»Wenn wi æwersten noch in Bamstörp hüt Abend Krutschen geneten willendennso dücht mi man sowürd dat nu nahgrads Tidtwee Milen sünd datuntöwen mag Broder Christoffer ok nich giernBroder Christoffer slach't nah diKasper! Verspraken is em datwat wi noch vör Klock söß in Barnstörpindrapen; un sünd wi denn nich dordenn is he kumpabelett de Fisch alleen unlett üns blot de Graden nah; ore æwersten de Fisch warden koltun denn kannse för mintwegen kriegenwen will un mag. Un wat Gretingdat söte Görwollde Tid all lang wirdbet wi kamen! Ick sehn mi all orig nah dat lütte Krætkann ick woll seggen!«

Naversteiht sickdat ded ick jo nu ierst recht. Ick hadd minGretenwäschen nu all in so un so vel Wochen un Maanden nich sehn. »Sall ickden Kutscher man seggendat he nu anspannen deitKasper-Ohm?« säd ick.

Kasper-Ohm tröck ierst den eenen un nahst den annern von sin Duwwelhüsigenünner de Bradenwest ruteun as de dunn an dat Uhr hollen worden wiren unutpinkt hadden – bim – bim – bim – bim –dunn säd he:

»Du sast Recht hebbenSüster! Tid ward datIllsche! Denn lop Er rnal nahden StallJongeond segg Er dat den Kutscherwat er stantepehanspannen skall.«

Naick löp jo nu ok furtsten nah den Stall rinneun dor stünnen okFuhrmann Rossen sin Gel un Swartbrunun dor hüngen ok de Selen an denStänner; man Rossen sin KnechtHanning Düvelde leg up de Hackelkist un wirso drændun un falldun as 'n finnischen Kapteinde Rum stats Ballast ünnerDeck hett.

»Hanning Düvel!« röp ick un schüddt em an den Arm. »Käppen Pött hettseggtwat du nu furtsten man anspannen sastwi willn nu wedder furt!«

Hanning Düvel ret de blotrünstigen Brassenogen half apen un klotzt mi anun dunn hickupt he un säd:

»Jawohr is datman ick kann dor jo nich för. Wat min Gel isdat 's 'nUrhingstun de hett 'n lütt beten von'n Piphackenman 'n Hahnentritt hett henich!« – un dorup makt he de Brassenogen wedder to.

Ick stödd Hanning Düvel noch mal an. De blew æwer dorbiwat de Gel 'nPiphacken hadd; un he dor nix för künn.

»Idit will revideert sin!« säd Kasper-Ohmas ick de Verklorung bröchtwat Rossen sin Knecht sprüttendun wir. »Wur is der PirstallJonge? Ick wardmi den Keerl sülsten mal pellen.«

Hanning Düvel set dor noch grad so tohopsackt up de Hackelkist.»Fohrmann!« säd Kasper-Ohm. »Sprek Er sick utFohrmann! Is Er besapenoderis Er nich besapen?«

»Neeick lat mi dat nich seggenwat de Gel 'n Hahnentritt hett!« sädHanning Düvel dunn wedder un ret de Ogen halw apen.

»Schtah Er mal upFohrmann!« röp dunn Kasper-Ohm un sett't HanningDüveln de Ballastschüffeln as Handspaken ünnerun as dat nich helpen wull unHanning wedder trüggsacken deddunn böhrt em min Öhme mit 'n feinen Swungvon de Hackelkist un stellt em uprecht gegen de Wandun dor stünn HanningDüvel un glotzt stier vör sick weg as 'n Fetthamelden de Kopp achter ut denSlachterwagen rutehängtun dunn kreg he dat Slenkernierst nah de een Sit undunn nah de anneras wull he up de Snut fallen; man dorup gled he sachting upsinnen Achtersteven dalun dor set he un kek Kasper-Ohm zwerögsch an unhickupt wedder.

»Ick heww dat 'a all eens seggtdat de Gel 'n lütt beten von Piphackenhettman ick kann dor jo nich för.«

»Donder un Blixendit will kalfatert sin!« säd dunn Kasper-Ohmnahdenklich. »Dit geiht nich andersdit will kalfatert sin! Up de Städ willdit kalfatert sin! De Lack is dordat Fohrtüg hett bannig väl Soltwater onderDeck. Gah mal 'n Ogenblick an de KantJonge!«

Kasper-Ohm läd den Dollenfinger an de Näsman he besünn sick nich lang.Dor stünnen nu 'n poor Stallemmers vull Water an de Stalldörun dorvon nehinmin Ohm dat eenun swaps! göt he Hanning Düveln dat von baben dal æwer denKopp. Hanning Düveln kem dat æwersten jo woll ganz sacht an.

»Is Se datKrögerschhä? Noch so 'n lütten RumKrögersch!« säd heahn de Ogen uptomaken.

Kasper-Ohm stünn 'n Ogenblick mächtig parplex dor un kek sick HanningDüvel ande grad dorbi wirsick up sin eegen Kinn to spigenman dat nichfardig kreg.

»WellJongedenn helpt dat nich! Dat is ok een Accidenzond wer in derAccidenz sittder mot dor ok nah sehnwur he sick ut der Accidenz wedderrutehelpt. Denn mot ick dat Fohrtüg sülben stüernwann de Lots een Vechhundis ond den Kompaß for een Ponschbowl ansühtwat der Kompaß æwersten nich isond ok nich sin sall!«

De Landkröger wir nu mit all sin Lüd glik nah de Kirch to Fell'n gahnümsin Roggenhocken to kihrendenn dat hadd dor de Nacht in de Gegend scharpregent hattun so wir nu keen Minsch wider dor as de Landkrögersch un sonnhalfwussen Jung as ick sülm. Dat hülp nu nichKasper-Ohm bestünn dorupunso würd denn de Gel un de Swartbrun upschirrt un vör de Scheswagen von deKrögersch un den Jungen anspannt. Kasper-Ohm slept sick æwer stillswigensHanning Düveln an den Rockskragen rut un bünn em dor up dat Kufferbrett achterden Scheskasten mit 'n poor Strängen mang de Kastenfeddern so fastdat he nichrünner fallen un sick nich rögen künn. Hanning let sick dat ok gotwillig allgefallenman dorbi blew hewat de Gel 'n Piphacken hadd un he dor nich förkünnun dunn hickupt he sick wedder un wull wedder eens utspigenun as he datnich fardig kregfüng he an to weenen un säd: »Man blot noch eenen sonnenlütten KæmKrögersch – hä? Min Geldbüdel steckt in min linkBücksentasch. För kann ick dor æwer nichwenn min Gel 'n Urhingst is un wennmin Swartbrun dumm sin salldor bün ick nich an schuld– hä?«

Nadat beten Lamentodat nu Kasper-Möhme upsetten dedas se dat gewohrwürdwat de Kutscher dun un Kasper-Ohm sülben as Kutscher agieren wulldatwas jo nu grot.

»Wo mich das man gingelieb Kasping!« säd se. »Ich bitt dichMänning!Du wüßtest mich doch woll noch von Swager Christoffer seinem altenVoßwallach? Das hätte mich auch gehn sollenund wenn das auch den Wallachseine Schuld allein gewesen wäre und du mich nichts davor gekonnt hättestRossen sein gelbes Pferd sieht mich so betsch an. Sieh man bloß einswieboshaftig das immer den alten Kopf umdreht. Männingich bitt dich! Wenn michdas man bloß ginge? Vor meineshalbenich ginge mich liebersten zu Fuße.Dächtest du nich auch solieb Ilsing?«

»Ach wat!« säd min Ollschde stännig kort resolviert wirwur dat dorupankem. »Mak man nich lang Faxen! Do duwat du wistSwiegerin; ick stig in!«– Un dat ded se denn ok furtstens.

Kasper-Ohm kek sine Fru mit sinen bekannten penetranten Blick an un säd:»Wat ick don dodat wet ickFruond dat do ick! Ond wat du deistdat mostdu wetenond dat magst du denn dondat günn ick di. Ond wenn du datvörtrecken deistdat lütt Enn nah Barnstörp to Fot to gahnso nimm di dinPedalium in de Hand ond din Tunge tom Vörspannond dor magst du noch ihrer biBroder Christoffer ankamen as de Gele hier vörn!« Un dormit nehm he denhalwwassenen Jung de Lining ut de Handsteg up den Buck ruppewur ick jonatürlich all up minen ollen Platz setun kreg Hanning Düveln sin Pietschfat't. Nadunn fünn sick jo nu Kasper-Möhme un steg ok in.

»Grüß Se ok den Landkröger van miKrögersche!« säd min Ohm dunn to deLandkrögerschde dor vör den Krog stünn.

»Nadenn ok glückliche ReisHerr Kaptein! Beihren Se mi man ok bald eenswedder!« säd de Landkrögersch un makt 'n Knicks.

»Jaun denn man noch eenen sonnen lütten RumKrögersch!« röp dat vondat Kufferbrett achter den Scheskasten.

»O wo dun!« röp dat in mi. Un dunn würd mi dat twifelhaftwatwenn ickmi so 'n beten up den Scheskasten sett't haddick dor nich vel mihr Ulk vonhebben würdvörn minen moigen ollen Öhmeun achter den Muddbagger vonHanning Düvel: Junge di!

»Der Weg geiht doch rechtsch üm den BökenbargKrögersche? Geiht er datnich?« frög Kasper-Ohm.

»Jadat deit erHerr Kapteinun denn man ümmer Se Ehr Näs nah! Fehlenkænt Se denn nichdenn geiht dat æwer Lambrechtshagen un Mönkweden.«

»Un wenn de Gel 'n Hahnentritt hebben salldenn kann ick dor ok nichför!« säd Hanning Düvel achter up dat Kufferbrett.

De oll Gel vör den Scheswagen de mücht jo woll mit Hanning Düveln up du undu stahn; he dreigt ümmer den Kopp rümmewenn Hannin hickuppen ded.

»Kemm!« säd dunn Kasper-Ohm. Man de Gäl rögt sick nich un kekKasper-Ohmen anas wull he seggen: »Idit is jo schnaksch! Wen büst durechtun wur kümmst du dor henun wur is Hanning Düvel?«

»Kemm!« säd dunn Kasper-Ohm noch mal.

»Männingich bün mich all so angst!« röp dat ut den Scheskasten.»Wonach hieltest du dich mich noch auf? Is da noch was inzwei?«

»Kemm!« säd dunn Kasper-Ohm tom drüdden Mal. De Swartbrun schüddt sickdunn in sin Selenas wenn he antrecken wull.

As de oll Gel dunn æwer von de höfliche Anred noch ümmer keen Notiz nehmdunnso langt Kasper-Ohm mit Hanning Düveln sin Swepde dor richtig up inteertwirden Gelen eenen in de Flanken. Dunnerlüchting noch mal to! Dat flatschtman orig sodor wir keen Mißverständnis mihre bi mäeglich.

Dunn steidelt sick de oll Gel un keilt achter utdat ick denken ded: »Nugeiht dat Schotledder von den Buck tom Deuwel mitsamst din eegen Kneeschiwen!«– Un nahst füng de Gel an to brenschenas wull he to Kasper-Ohmen seggen:»Herrwen sünd Se? Sehen S' gefälligst 'n beten nah Se Ehr Red? Se wardenhier jo anzüglich!« Und dunn tröck de oll Swartbrun mit eens anun vörwartsgüng de Post von den Landkrog rünner un üm den ollen Bökenbarg rümmedatdat Gnitt man orig so in den Scheskasten rinne stöw. De Klock slög grad fiw upden Doberanschen Kirchturm achter uns.

»Fiw is der Klock! Fiw all?« säd Kasper-Ohm to mi. »Giww PaßJonge!Dreeviertel up söß sünd wi in Barnstörp bi Stoffer-Ohmenoder abersten ickseil nie nich wedder nah de Batavia.«

»Un wenn min Swartbrun dumm isdenn so is dat sin Sak!« röp HanningDüvel.

»De Keerl dor achterJonge«säd dunn Kasper-Ohm»mot in Barnstörpnoch een Emmer vull hebbenJonge! Er kennt sin eegen Pir nich mihr. Den Deuwelok is der Swartbrun dor dummlat den man ierst warm wardendenn skallst du dinblages Wonder sehn. Ick will em mal een Reff utlatenJonge! So'n lütt betenToredendat mark diwenn du ierst sülsten Kaptein büstdat helpt!« Undormit langt he den Swartbrunen ok eenen in de Jackdat de sick orig in sickverfihren ded un nu ok gegen sinen gelen Maat up Galopp ansprüng. De oll dummSwartbrun hadd bet dorto man ümmer so langschinkig forsch un förfötschvörweg drawt hatt. Dunner Gnittsteen noch mal tokreg de Sak nu æwer 'nKlemmkreg de Gel nu æwersten 'n Strang to besehn! Sett't so'n ollen Dummensick ierst wat in 'n Koppdenn möt dat ok herun wenn dat nich anners asdörch de Wand trocken warden kann. Junge digüng dat æwer langs de Grawenslanke un scharp an Prallsteens von de Brüggen vörbi!

Den ollen Gelen vergüng bald dat Spaßen. De Schum klackt em man ümmer soloppenwis runnerun so kitschten wi man so de Landstrat längsun wo dat nochso god gahn isdor steiht mi noch hüt un dissen Dag de Verstand bi still.Sovel wet ick man nochdat dat in Lambrechtshagen midden dörch den Dörpdikgüng un dat dunn ok min Ollsch in den Scheskasten an to ropen füngKasper-Möhme æwersten förmlich upschreg: »Kasping! Kasping! wo mich das mangut gingedas ginge mich in 'n Leben nicht gut!« un Hanning Düwel von achterto röp:

»Sacht Rat! 'n Pott heww ick jo nich föddert hattKrögersch! Ick wull joman 'n Pegel hebben!«

De Rethwischer Schultde üns up sinen Ledderwagen von de Stadt herentgegenkamde müßt för god nah den Grawen rinnesünst hadden wi emæwerseilt. Kasper-Ohm kihrt sick æwersten an nix. »Kemm!« schreg hewenn deGel nich de Fock vull höll gegen den Swartbrunnenun tröck err de Brassen mitde Swep an. »KemmJongeoder ick sett di noch een Leeseil bi!«

So güng dat dörch dat Mönkweder Holt hendörch. Ick hadd gor keen Tidmidornah ümtokikenwat de Hasselnæt ok all richtig ansett't hadden. Un dunnwohrt dat ok nich so langdunn flögen wi up den Barnstörper Hoff ruppe unvör de Husdördat Stoffer-Ohmde dor all prat stünnde beiden Hänn æwerden Kopp tosamenslög un utröp:

»Neeso wat lewt nichKasper-Broder! Neeso wat lewt nich! Nimrn mi datnich æwel! Ick bünn mi ihre den Dod vermoden west as di up Rossen sinenKutschbuck. Hest du æwer eenmal Rossen sin Kracken mitnamen! De Gel hett jonegerto een Klür mit den Swartbrunen! Wur hest du denn den Knecht laten?«

»Dat Stückgod liggt dor achter as DecksfrachtStoffer!« säd Kasper-Ohm.»Der Bestie mot noch 'n Stallemmer vull Water up 'n Kopp hebbenBroderdatder Brand in em löscht ward! Man wat ick di seggen wullBroderdat is: Wennick riden dodann do ick dat nich annersdenn rid ich Koureer; ond wann ickfahren todennso fahr 'ck ExtrapostenStoffer! Wen riden kannder kann okfahrenBroderond wen fahren kannwurüm sküll der nich ok riden kænen? Ondwann du dat nu noch nich insehn deistwat din gallspattigen Voßwallach alleende Schuld dreggt van de Accidenzen bi de Watermæhldenn so is dat mi manFromaschias der Hollander seggtoder seggt dat der Franzmann?«

Un dormit steg Kasper-Ohm von den Buck un kreg sinen Broder bi den Koppundunn küßten se sick beidierst up de een Back un dunn up de anner Backreciprocaliterun achterher schüddt Kasper-Ohm nochmal Stoffer-Ohm nahdenklichde Hand un säd:

»Von den langproppigen BurdauksBroderhest du doch noch weckenoder hestdu dor nich mihre von?«

»JawollBroder!« säd Stoffer. »Deckt is all; de Rotspon steiht all upden Disch pratun de Krutschen bruken man ne Viertelstunn to kakendenn sündse klor. Un nu kamt man rinneinnings' Goden Abend okIllschen! Goden AbendokFru Swiegerin ! Dat is mi man lewdat ji so prompt dor sind. Dat is sünstjo de Mäuh nich wiertso lat as dat all is un so selten as ick de Ihr heww.Greting! Greting! Hier is Vatting un Mutting!«

Ick müßt mi æwerst ierst noch eens Hanning Düveln achter up datKufferbrett dorup ankiken. Sehg de æwersten utoh! In den LambrechtshagenschenDörpdik hadd he nu ok ne Afköhlung von ünne to bet æwer de Knee kregen. Manin de Dræhndunigkeit set he noch twee Toll æwer Trallesun as he losbunnenwirslepten se mit em nah de Lüdstuw af un leden em up 'n Bund Stroh henundor slöp he denn ok furtst in; æwerst ierst hadd he noch to de beiden Knechtsde em dor henstautenseggtsin Gel hadd 'n lütt beten von 'n Hahnentritt wegman he künn dor jo nich för.

Kasper-Möhme wir noch ne halw Stunn nahheras de Krutschen all updragenwürdenhel kortpustigse fleigt sick un tröck un schöw so vel vör denSpegel mit de spitzen Fingers an de Fladdus mit de dree groten Moosrosen rümmede von de Extrapost sick mächtig verbögt haddenun dorbi säd se to Fikenwat Stoffer-Ohm sin Fru wir: »Mein lieb süß Fiking! Du glaubst mich das mannichwas Kasping einmal den Kopf aufgesetzt hättedas müßte mich da auchherund wenn es auch noch so wäre. Und wenn er mich umgeschmissen hättedennwäre es nicht meine Schuld. Ich hätte mich so viel geängst'tdavon wäre dasEnde wegund ich hätte mich davon solchen häßlichen Druck vor der Herzkuhle– wenn ich man bloß nich davon meine alten Krämpfen wieder wegkriggtedennschadete es aber Kasping auch gar nicht; ich hielte es mich wohl aus. Nähmeaber Hanning Düvelwas Rossen seiner wäreden Tod davondenn wäre esüberhaupt fraglichwas es ein Schlagfluß gewesen oder Kasping. Kaspingmüßte mich ja aber wohl wissenwas er mich täte. Kasping wäre mich einmalsodaß wüßtet ihr mich man leider nicht. Den könnte ich mich hukepack nachRom tragen und man einmal unsanft niedersetzendenn wäre es mich gleich nichtrecht!«

Min oll prächtig Ollsch de müßt sick æwer so vel lachende hadd de Fohrtso vel Spaß makt. »JaFiken!« röp se. »Wohr is datKasper-Broder künn biden Herzog öppelst Kutscher warden. Hett de uns æwer dor dörchbröchtvörutdörch den Lambrechtshäger Dik! Ick müßt man flink de Been up de Rüggbänkstellen; ick dachtdat Water würd æwer dat Schantdeck gahn. In min ganzesLewen bün ick man een eenzigstes Mal so flink dörch Water kamenun dat wasas Michel un ick noch Brutlüd wiren. Dunn nehm Michel mi mal mit nah Warrmünnin sin nige Slup! De ostliche Wind is ümmer falschmöst du weten; un as widörch den Breetling mit vulle Smacken kitschtendunn kem sonn ganz lütt Burras 'n Nachtmütz grot anun swapps! hadd wi dat halwe Boot vullun ick wir asin 'n Handümdreigen bet an de Kneekehlen ruppe natt. Michel wir unter sick. Icklacht em æver hell wat ut un säd: ›AchMichelheww di man nich so! Sonnlütten Druppen Water den estimiert keen Seemannskind.‹ Ick müßt nahstenæwer doch bi Greten Podeißen Warnemünner Tüg antreckenun dat stünn mi sofeindat ick dat gor nich wedder uttrecken mücht. Dat is schaddat Michelwedder up See issünst künn he mi dat betügen. He meent' dunn nochwat ickas lütt Warnemünnersch so grall utsehghe güng am lewsten glik mit mi nahden Preesterha – ha – ha!«

»Nanalieb Ilsing!« säd dunn Kasper-Möhme un schüddt' den Kopp.»Werde mich man liebersten nicht allzu natürlichund wenn wir noch unter unswären! Du wüßtest mich woll: Kindesohr!« un dorbi twinkelt' se mit de Oogennah mi un Gretenwäschen. Wi seten dor nämlich beid all up eenen Stohl vör datFinster un hadden nah dat Veehhusendack ruppe kekenwo de Adebor grad singroten Jungen mit Poggen fodern ded. Stoffer un Kasper-Ohm kemen dunn ok rinne.Stoffer hadd noch ierst 'n halwen Schepel Hawer för Rossen sin Pir inmätenhatt. »Wen wußtwat de æwerall up den Landkrog in Doberan wat anners kregenhadden as ne Röp vull Heuso'n Saunigel as Düvel wasdat künn he nichverantwurten!« hadd Stoffer seggt.

Wo nun nah sonne ansehnlech Motschonas wi se hatt haddende rechteansehnliche Gesundheit un de richtige Willen sick mit ne swibbendig vulleSchöttel vull handgrote Krutschen un langproppigen Rotsponwur keenFarwergesell mit Bekbeeren æwer her west isin een herzliches Invernehmensetten deitdor kümmt denn ok so licht keen Kummer inun wen sick dat nochnich versöcht hettden günn ick datwat he dat mal deitdenn kann he okdorvon nahseggen. Wi sett'ten üns to Dischun nahst säd Stoffer-Ohmwat hewünschen un hoffen dedwo he Martiniwo he sick dat so denken deddat he sinAustköst gewen wull– denn gew dat jo Gös un Aantenun 'n Pölk künn dennok all slacht't warden – de Ihr von de gesamte wierte Familige hebben würd.Afwisen let he sick denn nichun denn künn Kasper-Möhme sick joGretenwäschen wedder mitnehmenwenn se dörchut nich anners wull. Ihre gew heun sin Fru Greting æwer nich wedder her; bi de hadd sick dat Geblöt nochümmer nich richtig sett't. Am lewsten behöllen se Greting ganz un gor bi sicksonn fram lütt Aulamm as de wir. Un Kasper-Ohm säd donn:

»Stoffer! Broder! Ick will di wat seggenBroder! Dorover lett sick reden.Beholl du de Deern so langeBroderond sorge du vor eenen moigenPlusterschinkenstuw afhaugt ond nich onder tweeondtwintig Pundond for eenFohrwark brukst du dennwat mi anbidröpptnich to sorgen; ick nehm mi wedderFohrmann Rossen sin Swartbrun ond Gelen ond fohr mi denn sülben. Dat hett mi somoi toseggtStoffersegg ick di!« Un Christoffer-Ohm kek sinen Broder dorupanas wull he to em seggen: »Dat is man goddat ick keen Mietsfuhrwarkholl!«

Gretenwäschen un ick wi freuten uns so vell dat wi mal wedder eens tosamenwirenun lütt Greting vertrugt mi dat andat de Franzappels in denBarnstörper Goren all rip un plückt wiren un dat se 'ne ganze Matt för mitrüggstellt haddun de künn ick jo morn – Stoffer-Ohm würd uns den Abenddoch nich furtlatendat hadd he all seggt – man mitnehmen; Fiken-Möhme haddehr dat verlöwt. Man so schön as de bewußten Zorenappels wiren se doch nich.– Dat letzte tuschelt se mi sachting int Uhr. Dunn würd ick doran denkenwatick up den Landkrog eenen von de feinen Doberanschen Zuckerkringels för minWäschen in Papier wickelt un in de Tasch steken hadd. Ick söcht dor nu nah unsöcht dor nahüm em Greting to gewen un ehr to wisendat ick ok an ehr dachthadd; man de Kringel wir weg. »Iwo kann de oll Kringel man sin?« dacht ickdunn bi miun ierst den drüdden Dag besünn ick midat ick em jo sülbenünnerwegs in de Angst verputzt haddas dat so hulter-kapulter dörch denLambrechtshäger Dörpdik güng.

Wi blewen nu de Nacht in Barnstörp. Stoffer-Ohm hadd dor nu eenmal sinenKopp dorup sett'tun Kasper-Ohm gew sick. Den annern Morgen nah dat Frühstückführt Hanning Düvel mit den Gelen un den Swartbrunen vör. He säd æwer keenWurt nich von Piphacken un Hahnentritt to mias wi afzuckelten un ick bi em upden Buck set; man wenn he mi ankekdenn sehgen sin blotrünstigen Brassenogenlikster Welt so utas seten dor twee Häktangelhakens achterwur se sick allan half utdreigt hadden.

Bün ick æwerst mal recht in minen Lewen vergnögt westdenn so wir datnahst up de beseggte Austköst. Gretenwäschen hadd nu all wedder mihre Klürünner de Branen un hadd richtige Plusterbackenun dor dat nu so god mit deundöfft un nich upseiht Melk bi ehr anslögso süll se man lewer glik nochden Winter æwer bi Stoffer-Ohm bliwen. De Landluft dor güng nix æwerun indat fett Vierteljohr ierst recht nichun de frischen Eierde würden dorümmer toierst leggt. »Un so'n frisch Ei ut dat warme Nest morgens up denüchtern Mag«hadd Friken-Möhme to Kasper-Ohmen seggt»æwerstenregelmäßig un denn middags so'n halw Pund Schinken achterherdor is mihr Sinnin as in Dokter Zipollen sin ganze Klistiersprütt un de gesamte Hirschapthekmitsamst den Proviserun wo dat nich ansleihtSwagerglöw du mi datdor iskeen Hülp anun wenn een Engel von den Hewen dalstiggt un sick as Aptheker unDokter sett't.«

Dat wir jo nu begriplich bi minen Öhme in Barnstörp den helen Dag eitelFülle und liebliches Wesenun mi wir so moi to Sinn as den Esel op denPlummenbom; un as nahsten dat Danzen losgüngdor let ick min lütt Wäschen oknich eenen Ogenblick ut de Hand un danzt mit ehr de hele Nacht dörch un eenrundes Lock in min Schohsahlen. Vel spraken würd dor nich bi; man alleOgenblick nickt ick ehr mit den Kopp toun wenn se mi denn so schelmsch mit ehrgrellen Ogen ankek un mi wedder tonicken deddenn wir mi so woll to Mod'aswenn mi in 't Lotto man noch een eenzig lütt Nummer an de söß fehlen dedundenn wir ick vull.

De Blick is mi æwer min Lewen lang nich wedder ut den Kopp kamenmit denGreting mi in de oll Marigenkirch ankekas ick von den Herrn Diakonussen denegsten Ostern konfirmiert würd. Ick wir dunn all an dat Buttenn von minföfteihnst un se dunn grad vierteihn Johr un sæben Wochen. Ich süll denannern Dag mit den »Emanuel«Kaptein Bradhieringin See un dat ok glik indat Kattegatun dunn kek se mi so iernsthaftig un so indringlich un doch sofründlich anas wenn se to mi seggen wull: »Nanu do mi æwer ok de LewAndreeßingun verget mi den iersten Petri fiwfiw nich!«

De gesamte wierte Familige wir nämlich mit in de Kirch un nahsten bi üns toMiddagun de Barnstörpers ok. Dat wir jo min Ihrendag. De Stimmung wiræwerall sihr iernsthaftig. Vel spraken würd æwer Disch bi min Ollen nichunglik nah den Koffee führt ok all den Barnstörper sin Bänkwagen wedder vörun donn säd Christoffer-Ohm to mi.

»NaBengeldenn schick di okun wenn du nahsten so wit büstdenn reedick di 'n Sößteihnsteldor hest du min Hand up!« Oll Mæhne-Tanten stök mistillswigens 'n lübsches Markstück in de Hand. Kasper-Ohm hadd mi in de Kirchun æwer Disch scharp up den Kiker namen hattæwersten nix seggt. As æwerChristoffer-Ohm mi de Toseggung makt hadddunn wir de Gelegenheit för em dorun dunn säd he:

»Wat ick dermaleens don doJongedat steiht dorhen! Man dat ick wat dondodat steiht nich dorhenond wann der Accidenz ierst dor isdenn so bün ickok dorond nu sorg Er sülben for der AccidenzJonge!«

Und donn müßt Kasper-Möhme ok noch ehren Semp dorto gewen: »Wenn michdich die bösen Buben lockendann folge mich ihnen man liebersten nichliebAndreeßing! Du wüßtest mich wollwie viel ich mich immer von dir gehaltenhätteund wenn du mich vertrinken solltestdenn vergiß mich man nichwiegern ich dich immer alles gegönnt hätte!«

Gretenwäsching gew mi æwer noch 'n Signal mit ehr Taschendokas deBarnstörper Bänkwagen baben üm de Strateneck bögen ded. As wi nahsten alleenwirendor säd min Oll to mi:

»Du hest nu de Slüngeljohren achter diAndrees! Dat ick Bradhieringen nichæwer di klagen hüren dodor richt di nah!« Un dorup kreg he sinenNäsenkniper un de Affisen vör.

Min Ollsch nehm mi æwersten nah de Achterstuv rinneun dunn woll se mi okwat seggenman se kreg dat nich rutun as de Rührung se dunn æwerkamen wulldonn brök se kort af: »NaKinddu versteihst mi ahn Würt! Un nu tell mi dinSeestrümp in din Seekast mal to!« Und dor müßt se jo den Kopp bi dal bögenun dor sehg ick dat manwat ehr de hellen Tranen man ümmer so piplings æwerde Back nah de Seekist mit rinne un up den Deckel von ehr eegen Gesangbokföllendat se baben up min Busseruns all mit inpakt hadd.

Nahsten tröck ick mi min Pijäcke an un güng nah 'n Strann dal nah de ollBallaststäd hen. Dor dröp ick mit min goden Frünn Vogel Strauß un HansHoltfräter tosamen. De waren ok den Dag konfirmiert wordenVogel mit miunHans an Sankt Jakobi. Hans würd ok Seemann un güng mit Jochen Jenßen. Vogelhadd æwer 'n Rop an dat Witte Kolleg annamenas he sädde würdStiefelfuchsas sin Oll ok wir; to See güng he ok jo am lewstenman dat hesinen Ollen to Hand gahn un furtst Geld verdeenen müßt. Un dorup güngen witohop üm den Wall rümme bet nah den ollen Dwinger vör dat Steendur un weddertrüggHans un ick mit den richtigen Schiemannstritteen lüttes Priemtjeachter de KusenVogel æwer mit minen Ollen sinen afleggten Kastorhot up 'nKoppden min Oll upschostern laten un Vogeln to sin Konfirmatschon schenkthaddun eenen allmächtigen Blomenstruß vör de Bostseelensvergnögtundorto fleut't Vogel uns noch eens vörierst as 'n Stieglitsch un nahst as 'nKanarjenvagel un toletzt liksterwelt as 'ne Nachtigall.

Den annern Dag leg de »Emanuel« all ünner Moen un tackt' för 'ne forscheNurdnurdwestun ick hadd mi all dreemal spigen müßtso'ne bannige See stünndor. Ick wir ok glik een rundes Johr fuurtierst nah Hartelpool un dunn von dornah Zette un dorup nah Opurtoun in Antwerpen legen wi den Winter æwer; un aswi dunn wedder vör Warrmünn Anker smetenwir richtig Ostern dor un sehg ickdat mit anwo Gretenwäschen insegnet würd. Ick wir 'n halwen Kopp grötterwordenun min beiden Hänn de gewen minen Öhme sin Ballastschüffeln nich velmihr nah. Greten wir nu nich länger in Barnstörp. Hadd sick de æwer wedderrutemakt! Man sünst wir se noch ganz so as sünst gegen mitovertrulichaswir se min Süsterun künn sick nich nog wunnernwo anners mi dat nur let:ick kreg jo woll all Dunen ünner de Näs'.

Un as wi bi Kasper-Ohmen nahsten von Disch upstünnendunn nehm se mi bi Situn wies't mi een feines Stammbokdat hadd se von Mæhne-Tanten to Wihnachtkregenun dor hadd sick noch nüms nich inschrewenwil ick de ierst sin süll.Un dunn besünn ick mi ok nich lang. In de Accidenzas min Uhme sädwir ickun schrew ehr noch den süstigen Nahmiddag in uns' oll Achterstuw mit de feinsteFraktur un vier saubre Vergißmeinnichtenjede fein üm een Anker rümmetekentin de Eckenup dat vörletzt Blatt:

»Symbolum: Höltendrætick – Zarenappels – Anna Maria Sophia –

Ich halte an dir fest Wie ein Vöglein an sein NestWie einMenschenkind an ErdenIch denkwir werden Ehleut' werden.

Motto: Morgenwill's Gottin Kopenhagen!«

Minen Namen schrew ick æwer nich unner; se kennt jo min Handschrift. Sülbenmücht ick dat Greting æwer doch ok nich gewendat scheniert' mi dochun sostök ick dat Stammbok vorsichtig in dat Futteral un slög dat in Schriwpapierun sieglt' dat mit dree Siegels to un addressiert dat an »Ihre WohlgeborenMademoiselle Margaretha Pötten allhier«un æwergew dat Durick Peyßen denAbend vörherihre ick wedder mit den »Emanuel« in See güngun dat wir dreeDag' dorupdenn de »Emanuel« leg noch mit Ballast up de Reed un hadd Ordernah Kopenhagen för 'ne Fracht to lopen.

As Unkel Andrees sin Schiemannsgoorn so wit afwickelt hadddunn slög deKlock baben up den Marigenturm teihnun de Nachtwächter unnen an de Strateneckfüng an to kreigen.

»Kinner un Lüd!« röp dunn Unkel Andrees un fohrt up sinen Armstohl in 'nEnn. »Needit is mi uter allen Spaß! De Klock is jo all teihndat is jo allæwer Börgertid! Neenu nehmt mi dat nich æweldit geiht nich! Wat Muttersick man blot dorvon denken deitde hött säker noch mit dat beten Bors förmi dümme. Dit geiht in 'n Lewen nich god! Dat annerwat dor noch nah isdaterlat't mi nu man; dat verklor ick juch 'n annermal!«

Donn schreg æwersten min Fründ Ratzmann: »Was dennHerr Kapitän! Siewollten sich hier so von Bernadotten und Müratten absegeln und uns dasNachflöten lassen?«

»Ich bin ganz Ratzmannen seine Meinung!« röp donn min Fründ DokterScheper. »Wenn das auch gingeso geht es nich. Da sind noch zwei volle SchatosnachKapteinun die wollen berücksichtigt seindaß Sie das man wissen! Dasist reeller SiebenundvierzigerHerr! Wissen Siewas das sagen will? Das wäreja eine Sünde wider das elfte Gebotwenn wir so was von Ihnen sostillschweigens genehmigten!«

»Und eine Sünde und Schande wäre esHerr Kapteinwenn wir Ihremmordverbrannten Rebeller von Neffen da auch nur einen Fingerhut voll von demedlen Safte zu seinem Frühstück morgen übrig lassen wollten. Das hieße jaHanßens Gesinnung gänzlich verkennen!« säd Hannings.

»Und wenn Sie nu noch widerstehen könnenHerr Kapitändenn mache ichmich selbst auf die Strümpfe und hole mir die Erlaubnis von Ihrer werten FrauGemahlin!« säd Knieper un schenkt Unkel Andrees den Kros wedder vull. »Dasehen Sie gefälligst mal herHerr! Das ist die stoffgewordene Sonne desmittäglichen FrankreichsHerr!« Un dormit höll he Unkel Andreeßen dat vulleKristallglas vör dat Licht un sett't dat vör em dal. »Bernadotte ist dieParoleund Gretchen will doch auch erst anständig unter die Haube gebrachtsein. Sie haben Gretchen hier vor unser aller Ohren ein Eheversprechen gemacht.Darauf können Sie gerichtlich belangt werdenHerr! Ich übernehme die Sacheohne Vorschußund denn wollen wir mal sehenwas danach kömmt!«

»Nadenn för mintwegen!« säd Unkel Andrees un gew sick. »Denn will widat man een Sündenvergewen sin latenun denn is dat all een Afwaschen. Ut deBors möt Mutter denn morgen Plückfisch maken! Man Bernadotte wir dat nichJochen Mürat is dat west! Min Oll leg donn grad mit den ›Poseidon‹ ünnerswor Havarie in Gotenborg. Ick sülm führt dunn mit minen Fründ HansHoltfräterbeid all as Jungmannsup de ›Providentia‹. Kasper-Ohm wir allwedder von Petersborg trügg. Dat was all lat in den HarwstAnno sößas wivon Riga ut up de Reed vör Warnemünn ankemenun wi hadden dor keen Ahnungvonwat ünner de Tid to Hus passiert wir.

»Idat sünd jo woll gor Kanonende dor up de Schant baben bi dat Lockstahn«säd oll dick Maack to sinen Maatas wi de Reed anseilen dedenun gewden Maat den Kiker. »Kik doch mal eens sülben!« Wi keken all oewer de Reelingun makten lang Häls.

»Jawoll sünd dat Kanonen!« säd de Maatas he henkeken hadd. »UnKommißfreters sünd dor ok bi. Ich heww al 'n Stücker twölw tellt vörn up deSchantun in de Vörregg dor krimmelt dat man so von bunte Kaputröck unBorenmützen!«

Wi hadden de Lotsenflagge uphißtman keen Lotsenjöll let sick vör datLock sehnun dor wi man Ballast inhadden un dat stramm nordwestlich weigen dedso kitschten wi bi dat Spill vörbibeleden de Segels un smeten 'ne Troß andat Kisten-Bollwark. Reten wi æwersten de Ogen up!

»Futr di Morblex!« säd ick to Hans Holtfräter. »Wenn dat nich de Franzosisdenn will ick keen Türksch verstahn!«

De Troß von de »Providentia« wir noch nich an den Pahl fastdunnklasperten ok all 'ne halw Stieg von de Quaduxenfreters an Burdun würd datdunn een Futern un Zackern un Bugernümmer mit den blanken Säbel in de Fust.Oll dick Maack müßt mit nah de Vagdi mit de Papieren; man he kem ball weddertrügg. 'n Engelsmann wir de »Providentia« jo nichun to halen wir ünnerDeck ok nixun so leten se uns denn lopen. Un dat wohrt dunn ok keenViertelstunndunn smeten wi de Troß afbraßten de Fockhalten den Klüverupun vörwartsch güng dat dörch den Strom de Kisten lanke dörch denBreetlingun nah 'n Dreeviertelstunden legen wi bi de Koßfellerbrügg. DeStranddurenMönkedurKoßfeller- und Borgwalldurwiren duwwelt mit Postensbesett't; weck Borenmützens up 'n Kopp un weck Helms mit Pirswäns' achterallMusketen up de Schuller. Ick künn de Koßfellerstrat ruppe kiken un kreg datorig mit de Angstan minen Ollen sin Hus to kamen. Hans Holtfräter güng datgrad so. Ick säd dat Maacken. »Je«säd de»för mintwegen gaht ji man;wenn ji man dörchkamt!«

Ick gung mit Hans' gradwegs up dat Stranddur to. De hellen uns æwer dePargenettens vör un schneuzten uns an: »On ne passe pas!«

Wi kratzten uns achter de Uhren. – »Hans«säd ick»wat nu?« »Je«säd Hans»wenn dat nich dörch de Mur geihtdennso geiht dat sacht æwer deMur. Achter den Blagen Turm bi de Fischerbastschon dor mücht dat sacht gahn;dor wet ick Bescheed; dor hett de oll Strandmur 'n Riß. Wenn 'n dor de rechteFot insett't un mit de recht Hand baben in dat Rüstlock grippt un nahst delinke Fot in de Turmeck stemmt un mit de linke Hand in dat anner Rüstlocklangtdat dor isdenn geiht datAndrees! Un dor bün ick man all 'n poor malnachts æwerstegenwenn de Strandduren to wiren un ick to lat von de Fährinkem verleden Winter. Wenn dor man nüms nich is!«

Nawi dor ok hen! All de Strandduren wiren richtig mit Postens besett'tunvör uns red grad een Pikett nah den Wall ruppede blanken Sarrassen in deFust. Baben up de Fischerbastschon stünn ok een Posten bi de söß ollenStadtbrümmers dor. Achter uns red 'n anner Pikett rannedat wir æwer noch witachter trüggun as ick mi dornah ümkeksehg ick dat mandat 'n franschenKorporal mit söß Mann nah de Koßfellerbrügg rup marschieren un an Burd vonde ›Providentia‹ stigen ded. De Schepende dor sünst noch in 'n Habenwirende legen all an de Pahls up de Lagde ›Anna Maria Sophia‹ ok. DatBollwark ling un lang was klorun vör dat Badstüwerdur stünn ne ridenBatterie upführtun dor wiren dree hölten Baracken bi upslahn. De Pirstünnen sadelt in twee Reegen langs de Stadtsitun de Franzosen hadden dat inde Baracke mächtig hild üm de Feldketels; denn se wiren dor grad bi datSchaffenso vel sehg ick man. Von Rostocker Inwahners wir æwersten ok keeneSeel nich to sehn den helen Strand lanker.

Wi hadden uns an dat Bollwark dicht bi den Strom langslängelt. Anropenwürden wi nich von de Schildwachenun as wi gegen de Fischerbastion kemendunn hadd de Posten dor baben up dat oll Rundeel sick ümdreigtso dat deFranzos dor uns nich to sehn kreg. An den helen Strann wir keen Minsch nichwider to sehnun so kemen wi glücklich bet an den Blagen Turm unner den Wall.Dat Hans dor 'n Wessel haddas de Jäger seggtdat sehg ick glik. He besünnsick ok keenen Ogenblick. De Turmeck verstök uns vör de fransche Schildwach updat Rundeel. As son 'n Katerde up dat Nahwern geihtwas Hans baben up deStrandmur un ok furtst doræwer weg un Haben binnen. Hal een – hal twee –hal dree – ick em nah!

»Qui vive!« röp dat achter unsas wi beid glücklich an de anner Sit unin de Stadt rinne wiren. »Sacre nom de Dieu! Halte là!« un dat was dat PikettSchassürersdat achter uns her in forschen Draw ranne drawen ded.

Je ja; je ja! Wi beid kitschten üm de Eck von den ollen Blagen Turm rümmeun dat ok vörfötsch in de Lastadie rinneun weg wiren wi. Hans Holtfreter wirnich so flink to Been as ick. He röp mi noch nah: »Wenn wi uns drapen willenAndreesdenn is dat up 'n Hegengeisthoffdor hett min Wäsch 'n Præben in!«

Ick flög mihre as ick güng dörch de all Lastadie. Nahst æwersten besünnick mi un nehm 'n ruhigen Gang andat hadd sünst upfallen könnt. Dat wirkoltun de Husdören wiren all to. Von Franzosen wir nich vel to sehn. Man henun wedder sehg ick Monturen an de Finstern. So üm Middag rümme wir dat. DeKlock slög eenas ick ut den Krönkenhagen in min eegen Strat rinne bögendedun dor was denn dat ierstwat ick to sehn kregmin Öhme in eegenstePersonden Dreemaster mit de Goldburden up'n Kopp un dat lange spanische Ruhrmit den Sülwerknop in de Fustun so seilt he de Tritten von sinen Süll dalas hadd he ok keenen Ogenblick Tid nich. Ut sin Husdör rute kort achter em kemdunn eenen forschenstaatschen Kierl. Dat müßt 'n Franzos sindat sehg ickwollwenn he ok een von Kasper-Ohm sin Piläckes an hadd un ut een von minenÖhme sin langen Pipen smöken ded. Dat Pijäcke sehg narrsch nog ut to delangen Kneegamaschenun üm den Kopp hadd he 'n buntsiden Dok as sonn OortMütz upsett't. He blew æwer up den Süll stahnkek minen Öhme nahfünghell an to lachen un dreigt sick nah Gretenwäschen ümde ehren lüttensaubern Flaßkopp ängstlich ut de Husdör rutestäken hadd.

»Kasper-Ohm!« röp ick»Kasper-Ohm!«

Wen æwer nich hüren deddat wir min Öhme. De fohrt in vulle Fohrt nahminen Ollen sin Süll ruppe un dat in dat Hus rinneas wenn de Schostein dorbrennen ded. Dor müßt wat los sin. Ick em nah. – Wir dat æwersten eenSkandal in de Achterstuw! De Stuwendör stünn halw apen. Kasper-Ohm un minOllsch stünnen dor vör den Disch un hadden mi dat Heck tokihrt. Up dat Kanapeeleg æwer mit Stewel un Sporen so 'n lütten Lümmel von Franzosso 'n lüttenDrekeshochdrög as ne Backbeer un gel as ne Pomeranz un mit 'n poor richtigeRottenogen in 'n Kopp un futert dor as 'n Kuhnhahnden 'n roden Lappenvörhollen ward. »Viandi!« schreg he. »Fromaschi! Konjack! Pack – pack –pack – pack!« un dormit slög he mit de Fust up den Dischdat dat man origso knack! säd.

»Wurans PackMonsüre? Wen is Sin Pack hierMonsüre? Wen meent Er mit datPack?« schreg Kasper-Ohm. »Parle vu di FranziMonsüre? Wann Er Pack seggendeitMonsüredann segg ick för min Part Bagaschi! Kumprene vuMonsüre? Undat heet Swintrecker up Dütschond wann Er dat hier nich wedder loswerdenkanndann nehm Er dat mit nah Frankreich un makt Er Sin Moder eenen Presentendormitverstande vuMonsüre?«

Dunn füng ok min Ollsch anganz mächtig gegen den Franzosen an tozackarieren. De linke Hand hadd se in de Sit stemmtun in de recht höll seehren nigen Hoorbessenun de Mützenbänner flögen ehr man so üm den Kopp asStormwimpels.

»Dat is schön von diBroderdat du mi to Hülp kamen büstBroder!«hürt ick min Ollsch seggen. »Denk diBroderde infame Kierl will keenPannkoken fressen. Dat is man so'n oll gemeenen Trumpeterbengel un biert sickdüller as min beiden Offizierers in de VörstuwdeGott sei geklagtokpatzig un hochsnutig nog sünd un wovon de een ümmer 'n halwen Brand hett. Ickgew den Lausangel dor so'n schönen Pannkoken mit 'n fingerdicken Speckstierndor in un so'n feines Backplummenmosde Biestowsch Propost kann sick dat nichbeter hollenun wat deit de oll hungrig herlopen Lusjunge? Schriegt ümmer: ›Vijandi!Vijandi! Pack – pack – pack – pack!‹ fuchtelt mi mit sin blanktrecktKesmetz ümmer üm de Näs' rümmedat ick man hier nah den Hoorbesen hewwgripen müßtüm mi to verdeffendüren. ›Pu – ah!‹ – schriegt he –un wiest up dat Plummenmos›Pu – ah!‹ – schriegt he un wiest up denPannkoken. ›Nix Pannkoke! Viandi! Pack – pack – pack – pack!‹ unstellt mi toletzt den Töller mit den Pannkoken up den Spikasten. Ick nehmæwersten den Töller wedder up un stellt em vör em hen un säd: ›ProbiersickMonsüre! Probier sick!‹ Wat deit dunn de infame Pomuchelskopp?Qualstert mi vör min sichtlichen Ogen up de schöne Gottesgawun dunn nimmtdat Krætendings den Pannkoken von den Töller un smitt em all den Speegeldathe dor ok furtst an hacken blewen is. Dor kikBroderdor sitt he noch!«

»Futr di Morblex!« röp dunn Kasper-Ohm. »Will den Pannkoken nich fressenSüsterseggst du? Fuchtelt di mit dat Kesmetz üm de Uhrenseggst du? Smittden Pannkoken an dat Speegeldat der Pannkoken dor ok furtsten an hackenbliwwt? Morblex noch mal towill dat æwersten kalfatert sin!«

Dorup dreigt he sick vull gegen den Franzosenfört den Span'schen an datKnopenn' anböhrt em in't Enn' un schreg:

»Kennt Er den Korporalstock wollMonsüre? Futr di Morblex! Parli vu difranziMonsüre? Vule vu oder abersten vulle vu nich? Kumprene vuwat Maneeris? Verstande vuwat Respekt is? Alons izi! Hal Er mal den Pannkoken up deStäd wedder dal ond freß Er denwill Er oder will Er nichKarnalji?«

Fohrt dunn æwer dat lütte Karnickel von Franzos uptröckt wedder sinlütt Plemp blank un wull up minen Ohme infohren.

»Kusche vu!« schreg Kasper-Ohm. »Kusche vuMonsüreoder ick schlah emden Brägen to Pottkes!«

Man dunn steg in min Ollsch dat Pöttenblot ut dat Occiput in de Branenrinne; se hadd vel to vel Praxis an mi in ehren Lewen hatt. Swapps! slög se mitden Hoorbessen toun swapps! flög ok den Franzosen sin Kesmetz in de Aweneck.

»Zacker di futr di bugr!« schreg min Öhme un wull mit den Span'schentoslahn.

Ick wir ok all tosprungenüm mit to Hand to sinwenn Holland in Not kem.Donn röp dor æwer wat achter üns: »Attention! Sein sick ruhig der Madame!Sein sich ganz ruhig die Monsieur! Die kleine trompette von die Cwasseurs zollsick gleik fressen der Pannkuke. Werden mick gehen su spreck einer Wort mit diekleine poltron die trompette! Sein sick serr kut der Omelett for die kleinepollissondie trompettesweimal serr kut. Zoll sick gleik fresse der Kuke mitder Plommenmaus! Brauken sick keiner Packpack!«

Un dat was de grot Franzosde up Kasper-Ohm sinen Süll stahn hadddat wirde Tamburmajur von General Savary sin Grenadürersun de leg bi Kasper-Ohmen inQuartier.

Füng de dunn æwersten an to futern mit den lütten Trumpeter. De Rackerwull abslut nich an min Ollsch ehren Speckpannkoken ranne. Man he müßt. DeTamburmajure langt em sick mit eenen Ruck æwer den Disch ræwerhüll em mitde stiwen Arms vör sick wegas 'n Adebor ne Poggun pust't em den Damp vonKasper-Ohmen sinen Schippertoback so lang ünner de Näs'bet he to Krüz kröpun an den Pannkoken sin infame Schülligkeit ded. Man een Gesicht makt he dortoas bet he in 'n Kohflarrerun so giftig sehg he dorbi ut as 'n Taschenkrewtdevon 'n Warrmünner Jungen mit 'n Bullenpesel tarrt ward. Aewerst dat hülp nich;he müßt för god den Pannkoken bet up den letzten Happen verputzen. DeTamburmajur sehg dorbi sihr hæglich utlangt sick den lütten Franzosen sineegen Trumpet von den Stuwendörnagel un blös em to den Pannkoken so'nenputzlustigen Marschdat ick hell uplachen müßt. Man so drad as de lüttTrompeter den Pannkoken wegstaut hadddunn sprüng he ok updraugt mit beidFusten wild üm sickdat ut de Stuwendör un Hoffdör rute un smett butenBallast æwer Burd as 'n Garwerhund.

De grot Tamburmajur kek em nah un lacht sickun dorup säd he: »Braukensick keiner Pack pack die kleine trompettesein sick einer Gourmandsein sickvon die Straßbourgaben sick wollen gemaken einer rôti von der Madame seinerGans auf der Off. Haben sick gemacken zu vieler Lärm for der Omelette. Müssenihm macken die Antoine Bouton einer weniger Musik zu seiner Pannkukeha – ha– ha!«

Kasper-Ohm säd æwersten to mi: »Sühis Er ok wedder dorJonge? Dat nehmick Em goddat Er wedder dor is. Dat is min Süster Illsche ehr JongeMonsüreButong! Nu kann der Jonge sin Moder sülsten an de Sit stahn; de Knaken hett erdortodat süht Er wollMonsüre! Ond nu kam Er manMonsüreond wis Er midat noch mal mit de Tippmariaschenond wenn Er denn Lust hettdann will ick Emdat noch mal vormakenwat dat mit den Kleverjassen up sick hett. Der Jonge dorkann hüt abend mit in de Bucht springender versteiht sick dor ok all uponddann brugen wi üns eenen lütten Gintoddy dortowo Em dat recht isMonsüre!Der Jonge dor der fohrt nu all as Jungmannder hett nu all sin richtigen dreiSeejohren up de Schullerond der dreggt ok all sinen GintoddyMonsüredorsegg ick god för! Lat Er sick bi Sinen Ohm sehenJongewann der Klock fiwslahn deithört Er?« – Un dormit güng Kasper-Ohm un Monsüre Butong weddernah minen Uhme sin Hus rümme.

Wohr wir dateenen feinenforschen Kierl was de Tamburmajursöß Fot untwee Toll in sin Strümpgrad so as Avkat Ratzmann dor in de Sofaeck– sädUnkel Andrees– grad so'n grot Ogen; man sin Hoor ünner dat bunt siden Dokgnäterswart as sin Boortde em æwer de Bost bet up den Buknabel dalhüng. DatStückschen mit den lütten Knurrhahn von Trumpeter dat hadd he ok gor toputzlustig un so recht nah min Gustibus afspelt. Dor was so feine Klemm inwästall so ballaststädenfäschen. Vogel Strauß un Hans Holtfräter haddendat mit ansehn müßt. Ick wir am lewsten glik mit nah minen Öhme rümme gahnso gefüll mi de TamburmajurMonsüre Butongas Kasper-Ohm em heten ded. Undenn hadd ick jo ok Gretenwäschenvon de ick jo man ierst den lüttenFlaßkopp von to sehn kregen haddför min Lewen giern up de Städ Goden Dagseggt. Man min Ollsch let mi so flink noch nich los. Ick müßt mi bi ehr up datKanapee in de oll lütt Achterstuw dalsetten. Dat ded ick denn ok un hürt'gedüllig tobet se sick rein utspraken haddman 'n beten as Kohl un Röwen unMangeten güng dat dörchenanner. De lütt Trumpeter güng mitdes ganzdeepsinnig up den Hoffdat sehg ick dörch dat Finsterümmer up un dalunkek vör sick wegas hadd he dor 'n Daler verloren un wull den wedder söken.Mennigmal stünn he æwer ok wedder 'n Ogenblick stillun denn draugt he weddermit de Fust in de Luftun dat sehg ick ok recht godun dunn dacht ick bi mi:»Dat Wruckdings datwat dat woll will? Wenn dat Rottendings sick musig makenwillför den büst du jo Kater nog!«

Namin Ollsch müßt mi dat all jo nu vertellen. De freu't sick so veldatse mi nu wenigstens wedder bi sick hadd: – Vatting hadd jo nu dat Mallür inde Kattegat hatt. Wen wüßtwenn de wedder binnen kem. Dor künn god un giernde Winter æwer hengahnun bi de swore Inquartierung 'n Mannsminschen to Hus tohebbende an dat Hus hüren deddor wir doch wenigstens 'n Trost in. DeFranzosen wiren nu all vull acht Dag' in de Stadt. Dat wir man 'n Sprengkurpsvon General Müratten sin Division; man uns eegen Herzog de hadd dat jo woll allverlopen müßtun Mürat wir gistern Abend sülben kamenBlücherten haddense jo all in Lübeck fastnamenun wo dat nu warden süllgroßer Gott! datwüßt keen Minsch. Twee Offizierers von de Schassürers uter den lüttenQuaduxenfreter von Trumpeter hadd se alleen in Quartierun Kasper-Ohm hadd oknoch twee Offizierers uter den Tamburmajur innehmen müßt. Großer Gott! defreten 'n armen Minschen Näs' un Uhren afso hungrig as de wiren. Un de eenvon ehr Offizierers hadd all Vatting sinen schönen Jamaikarum halw wegsößBuddels wiren dor man noch von nahun nu hadd dat Undiert von Trumpeter jo nochgor an ehr twölw Fettgös' up den Hoff ranne wulltde se sick so mäusahmfettnudeln ded. Nu wüßt se jowat he mit sin ›Pack – pack‹ eegentlichhadd beseggen wullt. Großer Gott! Dat fehlt ok noch blot. Dat wir noch 'nGlückdat de Tamburmajur so'n verstännigen Mann wirsünst hadd dat sinLeder nich god gahn mit den verblixten lütten Quesenkopp. Un nu wir ehr dat allklor. Nadit künn ehr jo passenehr schönen twölw Gös'! Ihre bet se sickden lütten Finger af. So'n fett Gos de döggt jo æwerall nich tom Bradendatwir jo man blot von wegen dat beten Smoltwider wir dat jo nichun de poorSpickbösten. Vatting mücht jo so giern Gos'smolt mit 'n beten hollanschen Kes'up un Spickgos mit Melktüffelndat wüßt ick jo recht god. Un min Seestrümpde hadd ick doch woll all richtig nah de intekent Nummer wedder tohopen trecktun in de Seekast leggtdat Hans Holtfreter dor nich hadd ankamen künnt!

Dunn besünn sick æwersten min prächtig Ollsch mit eensdat ick woll nochnich Natt noch Drög kregen haddun woll mi abslut noch 'n Pannkoken backen;Deeg wir dor noch. Man ick sädick hadd noch an Burd schafft. Un nahstvertellt' ick ehrwo Hans un ick dat anstellt haddennah de Stadt rinne tokamenworup se mi bi den Kopp kreg un richtig afküssen ded un säd: »DinÖhme hett rechtbüst doch eenen murdverbrannten Rebeller; wenn se di nu dorbikregen hadden!«

»Se weten joMutting!« säd ich dunn»man blot sick nich kriegen latenseggt Vatting ümmer!«

»Nananana! Ick heww nix nich seggt. Wenn du doch man nich malanlöppstBengel! Ick beww ümmer so'n heemliche Angst.« Nahher hülp datæwer nichne Taß Koffi müßt dat doch noch sinun so makt se sick ok swinndorbi. Dorup kloppt min Ollsch an dat Finster un wiest den lütten Trumpeter deKaffeekann un rop: »MonsüreMonsüresein sick di Koffi klor purr vu! – DeRackers stellen sick man soAndreesverstahn don se allens recht goddor mötman de richtige Accento upsett't wardenas din Öhme seggt!« Nadunn kem jodat lütt Quaduxendings wedder von den Hoff rinne un sett't sick an dat Finsterto sin Taß Koffi un halt sick so'n ganz oll lütt missingsch Pip up de Taschnich so lang as 'n Fingerun füng an to smöken. Dorbi kek he mi un min Ollschümmer ümschichtig so gnittschäwschmit sin flinken Rottenogen an as so'n Apkatt achter 'n Gitterun mennigmalgrient' he sick halwwegsdat all sin lütten witten Tähnen to sehn kemendatmi dat vorkamen wullas hadd he ne Schikan in' n Sinn. Ick säd æwerstenwedder to mi. »Mak du di man blot musigmein Junge! Di regier ick sacht unblas di ok 'n Marsch dortokümmt Not an 'n Mann. Do du mi blot den Gefallen!«– denn ick hadd mi dunn all von de See un den Keksmächtig rute leggtun in min beiden Fusten dor set dat komplette Pöttenblotinun de leten sick all as 'n Poor richtige Afleggers von minen Öhme sinBallastschüffeln an.

Dorup füng dat an to schummern un kreg ick dat mit so'n Driwwelnah min Gretenwäschendat ick to min Ollsch säd: »NaMuttingwenn Se datnu so recht isdenn gah ick nu woll 'n beten nah Kasper-Ohmen rümme.«

»Dat do dumin Sæhn!« säd se donn. »Ick denkick kam di glik nah. Betmin franschen Offizierers wedder an dat Hus kamendat kann lat wardenso'nHoppheias de Lüd seggenas dat hüt up dat Rathus giwwt. Alleen bi den Taterdor mag ick ok nich sitten. Ich denkick stek em lewer glik Licht an un sett emKes'Botter un Brot un ne Buddel mit Kæm hendenn giwwt he sick sacht. 'nbeten inbött möt vörn ok noch warden. Neewat mi dat lew isdat ick diwedder an dat Hus hewwdat kann ick di gor nich seggenAndrees!«

Nadunn blew ick jo nu so lang bi min Ollschbet se allens to Schick haddun dorup güngen wi beid nah Kasper-Ohmen rümme. Greting würd bet achter deUhren rotas se mi to sehn kregun kek von de Sit wegas mücht se mi gornich in de Ogen sehnas se mi de Hand gew; dat mücht jo woll von wegen minenfeinen Vers in ehr Stammbok sin. Ick hadd mi jo natürlich för de ierst Heuerde ick as Jungmann verdeent haddok 'n feines Stammbok in roden Korduwaninbunnen köfftwo se sick toierst inschriwen süll; man dat hadd se all sitJohr un Dag in Hännen un mi noch ümmer nich weddergewen. Ick hadd se gor ungor to giern dornah fragtæwerst dat güng jo nich anners as ünner vier Ogen.Kasper-Möhme bröcht mi ok furtst up anner Gedanken un säd to mi:

»Sühbüst du mich auch wieder daAndreeßing! Nadas wäre mich manliebdaß du wieder da wärest. Nun hättewas dein lieb Mütting isdoch wenzur Handwenn es mich not täte. Hausmädchen hielte sie ja sich nichtund dasbißchen Kartoffelnschellendas kenntest du mich ja woll aus dem Grunde.Kochsmaat wärest du mich jo woll nochoder wärest du mich schon avansürt?«

Kasper-Ohm röp æwer:

»AhoiJonge! Nu vor den Kleverjassen! Besorg den Disch malGreten! NichwohrMonsüre Butong? Ond denn segg Durickwat se noch twee Formlichtersbringt van de frischende ick ut Petersborg mitbröcht hewwhörst duGreten!Ond stopp Er mi ond den Monsüre erst de PipenJongevan den veritabelnversteiht ErJonge? Ond denn kann Er sick sülben ok en stoppendrög achterde Uhren is Er nudor hett der Nurdost up de Kursche Wall for sorgtoder hettder dat noch nich? Dat is min Süster Illsche dor ehr JongeMonsüreoder hewwick Em dat all seggtwat er dat is?«

»Ah çatrès bien!« säd dunn de Tarnburmajur un schüddt mi de Hand.»Ick sick verstehn serr kut. Sein sick die Sonn von die Madame la soeur von dieMonsieur Pött. Sein sick derselbe Snitt von der Gesickt von der Mademoiselle lacousinevon die kleine Margueritecomme ça. Jajawarraftick!«

Dat wir in Kasper-Ohmen sin Achterstuwdenn sin Vörstuw hadden deOffizierers in Beslag namende bi em uter den Tamburmajur in Quartier legen unde nu ok up dat Rathus up dat grote Fest wirendat de Stadt Müratten gew.Monsüre Butong hadd noch ümmer Kasper-Ohm sin Pijäck an un dat buntsidenTaschendok üm den Koppdat mücht em woll so bequemer sin as in sin Montur.Dat würd nu so'ne fidele Partie Kleverjaßas ick in min Lewen nich wedderspelt hewwt. Monsüre Butong was 'n hel lustigen un drulligen Kierl un singroten swarten Ogen sehgen so godmödig utas künn he keen Kind een Hoorkrümmen. He künn 'n Mann von sößundörtig Johr sin; man so smuck let em datnochwenn he ok all 'n poor Johr öller utsehgdat ick em ümmer dorup ankikenmüßt un dorvon mennigmal verkihrt utspelen dedso dat min Öhme mi bannigdorför aftrumpfen ded.

As æwer Gretenwäschen nahsten mit den Toddy up den Präsentürteller kem unvör em stünnläd he de Korten mit eens up den Dischkek Greting an un säd:

»Mak sick nick mehr spielen die KleverjaßMonsieur Pött. Werden sicktraurick die Antoine Boutonsehen sick an der kleine Mademoiselle. Aben sickauk der aschblonder Aaren und der blauer Aug. Aben sick nick gesehen seinerkleiner Swester vor die ackt Jahren. Sein sick nick gewesen in der la belleFrance seit der ackt Jahren. Sein sick der Schicksal von der Soldat. Aben sickkeiner Mensch in der Welt als seiner kleiner Swesterdie Antoine Bouton.Fühlen sick großer Smerzwann sick sehen der kleiner Demoiselle da. Heißensick auk Margueriteja warraftick!«

Un dorup vertellt he unsdat he mit Jochen Müratten ut eenen Urt wir un wathe mit Müratten tosamen ut de Schol lopen un ünner de Soldaten gahn wir. Wowir he nich all mit bi west! Bi Abukir un nahsten in Italien un Österreich undenn wedder in Italien un nu wedder in Dütschlandun Mürat wir ümmer sin godFründ un Duzbroder blewen; man he hadd dat nich wider bröchtas wat he nuwirun dat was blot dorvon kamenwat he nich lesen un nich schriwen kün.

»Aben sick gehabt einer bâton de maréchall in seiner havresac die JoaquimMuratja ja! Aben sick nock einer baguette de tambuer in seiner havresac dieAntoine Bouton! Sein sick der Schicksal von der SoldatMonsieur Pöttcommeça! Aben sick seiner honneur die maréchalaben sick auk der seiner dietombourmajor – jajawarraftick!«

Dit wir jo nu ne Gelegenheit för Kasper-Ohmensick vernehmen to latenunso sett't he denn an:

»Wat kümmtdat geitMonsüre Butong! As ick in Batavia wirwill ick Emman seggenAnno tacken...«

Wider kem æwersten min Öhme nich; den mit eenmal würd de Hoffdör upretenun Durick Peyßen stört't in de Achterstuw rinneas stünn de Spiker up 'nHoff in Brand.

»Ach du großer Gott!« schreg se. »Neeso wat lewt nich! Madamming!Madamming! Ach du großer Gott! De infame Swinegel dede hergelopenSackermenter de! Ach du großer Schöpfer!«

»Wecker infame Swinegel?« röp dunn Kasper-Ohm. »Durickbesinn Se sickwen Se iswur Se is ond to wen Se spreckt; sünst giwwt dat 'n Poor Schoh toWihnachtversteiht Se?«

»Was is mich dichDuris? Sprich dich doch mich aus! Das wäre mich wohlwieder eine Schüsseldie du mich aus Versehen inzweigesmissen hättest und wodu mich wieder nich vor könntestoder wäre es mich gar die neigeKannpotelje!« säd Kasper-Möhme un läd de Knütt up den Disch vör datKanapeewo se mit min Ollsch set.

»Dat sünd doch nich am Enn min GösDurick?« röp min Ollsch un wickeltehr Knütt up. »Mi is all lang so westas hürt ick se schrägen.«

»Ach jaMadamming! Ach jaach ja! Se Ehr Gös sünd dat! Ick sitt dor inmin Kamer bi min Spinnradas se so an to schrägen füngenun dunn denk ick bimiwo dor man nich Rotten in den Trog sündun dunn gah ick rut un sett mi denTritt an un kik æwer de Muerun dunn seh ick man in den hellen Manschinisdat de lütt Trumpeterde bi Se in 't Quartier legtun de hett sick jo woll SeEhr Hackpok ut de Kæk haltun nu is he dorbi. Ach du großer Gott! Ick heww miso verfährtun nu –«

»Un nu?« schreg min Ollsch.

»Ach Jesus noch mal to! Nu hett he jo woll all elben den Kopp afhaugtun bide twölwt un letzt is he nu bi!«

»Herr du meines Lebens!« schreg dunn min Ollsch. Denn dreig ick denverfluchten Tater jo dat Knick af!«

»Hett de Gös' de Görgel afsnedenseggt SeDurick? Is Se verrücktDiernoder hett Se snapst?« schreg Kasper-Ohm un sprüng up. »Donder ondBlixen noch mal to! Will dat abersten kalfatert sin!«

»Wo ich das mich nicht gleich gedacht hätte!« säd Kasper-Möhme. »Aberich wollte man mich liebersten nichts weiter sagen. Es würde mich doch manalles falsch ausgelegt. Wozu wäre mich denn Andreesund wem wäre das neger?«

»Min Gös'!« schreg min Olisch wedder un rüng nah Atem. »Min twölwFettgös'! DurickDurickdat 's jo woll Gott in der Welt nich mæglich! Gottin 'n hogen Himmel!«

»JaMadamming! Un all dat schöne Blot hett de dumm Esel in de Gat lopenlaten.«

»In de Gatseggst duDurick? In de Gat?«

»Ja! ja! Un wo sall nu man dat Swartsuer her?«

»Dat Blot möd dor wedder herun sall he dor sülben dreemal achter 'nanner ut de Ader up laten warden!« schreg min Ollsch in eene barborischeRaaschschlög ehr beiden Hänn æwer den Kopp tosamenun dat nah de Dör. –»Andreesmin Sæhn! Hürst du? Üns armen Gös'!« un dorbi schöten ehr deTranen fustdick ut de Ogen.

»Moord ond Dodslag! Wur is min Hot? Donderlüchting noch mal to! Dat di derSwedder Dän ond der Polack! Verstande vuMunsüre Butong? Die kleineTrompett sneidt ihm der Hals abmeiner Süster seiner Gansdie heile Dutz!Kumprene vuMunsüre? Zacker di futr di bugr noch mal to! Wur is minHandstock!«

De Tamburmajur was ok all upsprungen un höll min Ollsch an den Rock trügg.

»AttentionMadame!« säd he hastigun sin Ogen funkten em orig in denKoppas wenn 'n Hofisen nachts up 'n Steen sleiht. »Werden mick blasen einerneuer Marsch vor die kleine coquin die trompette von die Chasseurs. Werden ihmmacken einer schöner Musik auf der Monsieur Pött seiner langer flüte mit dersilberner pomme. Aben sick abgesneidert der Hals von der Madame seiner Ganssein sick einer großer Sweinerhond die trompette! Sacre chien!«

Un dormit fohrt he in de Eck bi den Abenlangt sick Kasper-Ohmen sinenSpan'schen un dat ut de Dör rute un nah minen Ollen sin Hus rümme. Kasper-Ohmun min Ollsch em nah! Ick nehm æwer den körtern Weg æwer minen Öhme sinenHoff un de Hoffmur un hadd minen Musche Nüdlich von Trompeter bi den Kripsgrad as he min Ollsch ehr twölwt Gosde bannig mit de Flünken slögden Halsup den Haublockde dor stünnleggen ded un mit de Hackpok doræwer her wull.Ick höll em æwer den Arm mit de Hackpok vörn in de Mondur un drängt em vonden Haublock weg; man fohren let de lütt Knurrhahn de Gos dorüm doch nich.

»Lâchezsacre cochon! Lachez!« schreg he. »Viande! Pack – pack –pack!«

»Jaick will di bepackendu verdammte Seehund du! Du wist mi min Mutterehr Gös' hier noch lang afkarpenieren! Wat denn? Futr di Morblex! Wist du deGos mal glik loslatendu Galleehund du!« »Donder ond Blixen!« hürt ickminen Öhme ropen. »Dat is jo een veritabeln Höllenhund van Trumpetenpüster!Will dat revideert sin!« »All dat schöne Blot! Kik blot eensDurickall datbeten Blot!« säd min Ollsch achter mi. »O du großer Gott! NeedatSchicksal!« Dunn ret æwer eene mächtige Fust den lütten Trumpeter von miauf. He let de Gos fohren un woll sick mit de Hackpok to Wehr setten; man de Gosflög up eens von em weg un dat nah den Stall wedder rinneun de Hackpok flögnah de apen Hoffdör rinso'n Swung gew dat.

»Sacre chien!« schreg Munsüre Butong un stödd den lütten Trumpeter 'npoor mal mit den Rücken gegen de Hoffwand.

»Viandi! Viandi!« schreg de lütt Franzos gegen den Tamburmajur up. Dunnleg he æwer all sülben mit den Buk æwer de Haublock– naun dunn führtMonsüre Butong dor up den lütten Trumpeter sin Pulpet een Musikstück mitKasper-Ohmen sin lang Fleut upJunge di! ümmer vörfötsch von 't Blatt wegmit fiw B-en vörtekentmit ne wohrhaft ergreifende Melodievon den Text gornix to seggenden de lütt Trumpeter dorte süng. Dunner Gnittssteen noch maltotröck dat dor æwer hen!

Man donn nehm de Sak up eens ne ganz verfluchte Wendung; dunn würd dor neAccidenz utas min selig Öhme to seggen pleggt. Mi düchtick sehg dat Bildnoch vör Ogen. De Vullmand schin hell baben uns' Köpp. De Hoffdör wassperrangelwit apen. Wi hadden üns jo woll æwer den lütten Trumpeter sinGeschricht un de oll æwerlewend Gos ehr Wehgeschrie dor nich vör wohrtoddermin Ollsch hadd ok de Husdör achter sick uplatengenogde lütt Trumpeterkreg dor mit eens Sukkursen von de beiden Offizierersde bi min Ollsch inQuartier legen un jo woll eben von dat Fest up dat Rathus trüggkamen wiren.

»Lâchez sur-le-champlâchez prise!« schreg de een von de Offizierers.»Ahmon pauvre petit! Sacre chien! C'est ce bougre de tambource groscochon-là!« un een – twee – dree sprüng ok de Offiziererde dat röptohadd sin Plemp rute ut de Scheed un haugt mit de flache Kling up MonsüreButong sinen Puckel losdat dat man orig so stöwen ded.

Dat was all as 'n Handümwennen. Mi wiras müßt ick tospringen un denOffzierer in den Arm fallen. As ick seggt hewwdat was all as 'n Handümwennen.De grot Tamburmajure let den lütten Trumpeter nu los un sprüng rümme as 'nanschaten Bir. Gräsig sehg he ut. He kek den Offzierer an un let Kasper-Ohmensinen Stock fallen.

»Mort de ma vie!« schreg he donn. »Ca veut du sangmonsieur lecapitaine!« un dormit sprüng Monsüre Butong up den Offzierer to. Dat was maneen Griffdunn hadd he den Offizierer sin Plemp in sin eegen Fust. Knack!brök he de Kling æwer sin Knee dörch un smet den Offzierer de vör de Fötun dunn hadd he em sülben vörn in de Bost fat'tret em de een Epolett von deSchuller un haugt em dormit linksch un rechtsch üm de Uhren.

De Offzierer wir ansapendat sehg ick nu woll. He torkelt gegen de Hoffmurhen. De anner Offzierer wir ok andrunkende hadd ok sin Kesmetz blank trecktas wull he sinen Karneraden to Hülp; man he besünn sick up eensstök denDegen wedder in un güng ut de Husdör rute. As ick all seggt hewwdat güngall vör sick as 'n Handümdreigen. Monsüre Butong kem jo ok nu woll wedder tosick ut de flegende Wut. Em wir de Kopp vörnæwer sackt up de Bostde Hännhüngen em swor dal an sin Liwhe füng an sachten vör sick hen to sprekenunick verstünn dor man von de Würt: »Pauvre Antoine! Pauvre Marguerite!« Dunnkem ok all de anner Offzierer wedder trügg mit de Offzierersde biKasper-Ohmen in Quartier legen; dunn arretürten se den Tamburmajur samst denTrumpeterkregen den Offziererde Monsüre Butong mit de flach Kling slahnhaddup un nehmen em ok mit.

»Sein sick gewesen zu hastik die Antoine Bouton. Werden sick nickwiedersehen der Monsieur Pött. Werden sick gehen einer serr saurer Gang dieAntoine Bouton. Sein sick der fortune von der Soldat. Grüßen sick seinerkleiner Marguerite von die tambour-majorMonsieur Pött. Sein sick gewesen wiesweier alter Freund die Monsieur und die Antoine!« Dormit schüdd't heKasper-Ohm de Handun dunn güng he stillswigens mit de Offzierers af.

Kasper-Ohm hadd de Sprak verlorenun min Ollsch ok. Durick Peyßen nehm dedodigen Gös un drög se nah de Kæk rinne. Ick güng æwer de Offzierers unMonsüre Butong nah und sehg dat manwat se em up de Hauptwachde dunn nochmidden up den Hoppenmarkt stünnwo nu Fürst Blüchert sin Standbild steihtrinne brächten.

As ick to Hus trügg kemset Kasper-Ohm noch bi min Ollsch in de Achterstuwun hadd den Kopp in sin beiden Hänn up den Disch stütt't.

»Wann se denn Tamburmajur nah de Hauptwach henlotst hebbendenn weet ickfor min Part eenen groten FehlerJonge!« säd he. »Dat wir ewig schadwennse em nu den Brägen mit Bli utfuttern don. – Hm! hm! hm!«

»Du meenst doch nich gorBroderdat se nu Monsüre Butongen dotscheetendon?« säd min Ollsch. »Herr du meines Lebens!«

»Wat se don un wat se nich dondat steiht dorhenIllschesegg ick di.Denk du an min Wurten! Man dat steiht nich dorhendat ick mi dat eene RullDrüttels kosten laten mücht so lang as der Jonge dorhadd ich den Tamburmajurnie nich up min Quarterdeck un in min eegen Kajüt achter den Gintoddy hatt; derwas bannig stiwond dor bün ick schuld anso'n libberigges Tügs dat kann mieenmal stahlen warden. Ond so vel steiht ok noch dorhenwill General Mürat manfor hunnert Daler den Tamburmajur sick afköpen latendenn so kenn ick eenenMannder dat Geld dorto bor liggen hebben deit.«

»BroderBroderdat stött mi dat Hart afdat kümmt von den Giz her!Worüm heww ick ok min dummen ollen Gös' nich all vör god acht Dag'inslacht'tfett nog waren s' dunn all; man dat ick to vel Nudeln in Vörrathadd un nix nich ümkamen laten mücht. O du mein Herr und Schöpfer! All minSchicksalen möten ok ümmer kamenwenn Michel in See ist!«

Ick künn jo nu begriplich de hele Nacht nich slapen. Mi stünn ümmerMonsüre Butong in Kasper-Ohmen sin Pijäcke mit den langen swarten Boort vörOgen un dat gräsige Gesichtdat he tröckas de Offzierer em mit de flacheKling slahn hadd. Da haddst den Offzierer ok wörgt – säd ick to mi – wirdi dat passiert. Un dorup wir mi datas ob mi dat in min Seel fatal wirdat sowat in minen Ollen sin Hus passieren müßt hadd un dat min Ollsch ehr Gös' dormit an schuld wiren un as wir dat nu mit an midat ick dat nich togew un watdorför deddat keen Minschenkind üm us sin Lewen laten süllhadden wi dorok sünst keen Schuld an. Un dunn drömt ick so wildas ick inslöpun wir miteens an Burd von den »Poseidon«un dor set min Oll mit den Näsenkniper up insin Kajüt achter de Affisen un kek mi dorup mit sin grallen Ogen an un säd tomi: »Man blot sick nich kriegen latenBengel!« Un dorup winkt he mi nah sickranne un flustert mi in dat Uhr: »Wäs du man nich so in AngstBengel!Monsüre Butong liggt jo in min grot Schepsboot ünner de ollen Stagsegels; icksmuggel em dörchverlat di dorup! Dor söken s' em nich! Lat di æwer ümGottesjesuwillen nix markendat du dor wat von afweeßtsünst kriegen se diun denn warst du dotschatenun ick mit!«

Dat kem ok richtig so as Kasper-Ohm sick dat dacht hadd. Den annern NahmiddagKlock dree hüllen se Kriegsgericht æwer den Tamburmajur up dat Rathus. MinÖhme un ick wiren ok mit as Tügen verladen. Up den Vörplatz vör denFürstensaal güng 'n staatschen Kierl mit General Savary un 'n poor annerOffizierers up un dalun dat was Jochen Mürat in eegenste Person. He hadd sinpolsch Mütz mit de sture Fedder up den Kopp un 'n körten grönen Kaputrock mitgüllen Snüren un Quastenrundüm mit Rugwark infat't un witt hirschleddernRitbüxen an in ganz korte Stulpstewels mit grot Hackspornsden Slepsarrasæwer den Arm. Likster Welt let em dat as den groten Röwer Korl Moorden HansHoltfräter un ick ierst vör vierteihn Dag' in Riga in dat Theatrumrümramenten sehn hadden. He sprök sihr lut mit General Savary un wirapensichtlich in bannige Wut. Wi beidenmin Öhme un ickwiren jo nu von 'npoor Grenadürers eskortürt worden un müßten up den Vörplatz stahn bliwenbet wi vörropen würden. De een von de Offizierers wies't mit 'n Finger upünsas wi kemen. Genral Mürat smet minen Öhme un mi eenen faruschen Blicktoas he uns to sehn kreg. He stünn 'n Ogenblick still un kek uns scharp anas wenn he uns seggen odder wat fragen wull. Man he ded dat nich. He dreigt sickkort üm un füng wedder anup un dal to gahnun dunn hürt ick dat manwo heto de Offzierers seggen ded: »Impossible! Hélasce pauvre garçon! PauvreAntoine! Pauvre Antoine!«

»Dat is Jochen MüratJonge!« säd Kasper-Ohm to mi sachten. »Ick heww emvörgistern mit intrecken sehn. Wat meent ErJongewann ick den Exzellenzen sotonegst mit 'n Schock Drüttels ünner de Ogen güngwen weetwat dat nichnoch dörch- un den Caso dalsleihtihr dat to de Verklorung kümmt mit denTamburmajur. Afsweren kann he sick dor nich vanond as ick em kennen dodeiter dat nich. In der Accidenz sitten deit erond een Accidenz alleen kann em manwedder lenspumpen. Boor Geld is un bliwwt abersten der besten Pompstakensolange de Welt steiht; der geiht noch æwer den Deuwel sinen Pompstakenwur ernich den Deuwel seiner sülst is. Der Kerlder Müratsüht jo abersten sobetsch utas hett er all eenen upfressen ond süht sick nah den tweeten üm.«

Wen weetwat man Öhme noch dan hadd; Verstand hadd he ond Maneer okun deMinschen kennt he jo beter as Scheper Vick de Schapskrinten. Denn he stök debeiden Hänn in de Büxentaschen un füng mit eens anmächtig mit de Drüttelsto klæternas süll dat ne feine Anspelung för Jochen Müratten sin; so velDütsch würd de jo woll all verstahn.

Jochen Mürat smet dunn ok grad wedder so'n scharpen Blick nah üns henasde Prükenköpp in minen Öhme sin Taschen so hell un lieblich klingen deden.»Jonge«säd dunn Kasper-Ohm wedder halwlut to mi»ick glöwnu bitt erglik an; nibbeln deit er all!«

Man dunn würden wi beid vörropen un von de Koortmarschial afhürt. MonsüreButong stünn ok dorümmer noch in Kasper-Ohm sin Pijäckedat buntsiden Doküm den Kopp. Dor seten 'n Stücker sæben Mann üm den DischSchassürers unGrenadürers. De een hadd dat Wurd'n tweeten schrewun noch 'n anner stünndorbi an de Situn dat was de Dolmetscher. Monsüre Butong nickt' minen Öhmeun mi toas wi rinne kemen. Antosehn wir em dat nichwat he sick ut deAccidenz æwerall wat maken dedso stur stünn he dor. As de ierst Frag anminen Öhme richt't würddunn kek he den Tamburmajur anknep dat linke Og toun gew em 'n lütten Wunkas wull he em fragen: »Woso? Is Em dat lewoder isEm dat nich lewwenn ick een falsche Flagg heißen do?« Un dorto füngen deDrüttels in sin Büxentasch wedder an to lüden.

»Kann sick nick helf die Antoine Bouton die Monsieur Pött«säd dunn deTarnburmajur un schüddt mit den Kopp. »Kann sick nick helf die MonsieurAndré! Sprecken sick der reiner WahrheitMessieurs. Nix als der reinerWahrheit wegen der Omelette ond der Gans ond der Sweinerhond die Trompette onddi nock großer Sweinerhond di Capitaine von die Chasseurs. Kann sick nix helfdie compatriotedie Joaquim Muratkann sick auk nick helf der bon Dieului-même. Werden sick selber sprecken der reiner Wahrheit die Antoine Bouton.Aben sick nur einer Lebenaben sick nur einer honneur! Aben sick kaufengemüssen seiner honneur for seiner Leben. Sein sick der fortune von der SoldatMonsieur Pött!«

Dunn sehg æwer min würdig oll Ohm den Tamburmajur so trurig anas wir datsin eegen Broderden de Bülgen vör sin sichtlichen Ogen æwer de Relingspöltenun as wull he seggen: »Nadenn is Gott min Tüg'wat dat nich minSchuld iswenn nu Bornholm hendanzen möt. De lewe Gott weet dat recht godwogiern ick den Tamburmajur 'n beten in de Richt lagen hadd!«

Dorup säden wi beidmin Öhme un ickgrad so utas de Wohrheit wirundunn künnen wi wedder gahn; man ihre wi güngendunn güng Kasper-Ohm up denTamburmajur to un küßt em ierst up de een Back un dunn up de anner un säd:

»Gott verdommiMonsüreGott verdommi up ewig! Man wann sick dat afköpenlettdenn so köp ick dat for Em af!«

»Grüß sick die Monsieur Pött die kleine Marguerite von die AntoineBouton! Grüß sick ihm serr viel!« säd de Tamburmajurschüdd't Kasper-Ohmde beiden Ballastschüffeln un dreigt dunn den Kopp wegun dorup güngen minOhm un ick.

As wi ut de Dör rutekemendunn wiren Marschall Mürat un de Offizierersnich mihr up den Vörplatz. Kasper-Ohm kek sick ümas söcht he em un as gewhe de Hoffnung noch nich ganz upsick Monsüre von Müratten aftoköpen.

»Jonge«säd he to mias wi de Trepp dalstegen. »Ick will Em wat seggenJonge! Dat Fohrtüg sitt up de Gudwinsond der Sogsand süggt Monsüre Butongsöß Fot deep in de Grundwenn er nich afbröcht ward. Ick ward mi den Casonoch mal eens dörch den Kopp gahn laten. Heww ick ierst den Anfangdennso hewwick ok glik dat EnnVerstand heww ick. Giww Er PaßJongewur se mit emafbliwen don! So lange der Tamburmajur min Pijäcke noch anhettso lange sitter ok noch warm. Hm – hm – hm!«

Dormit güng Kasper-Ohm von mi afun ick blew unnen vör dat Rathus stahn.Dor güng ok nich vel Tid up hendunn würd de Tamburmajur von dat Rathusdalbröchtmang 'n Dutzend Grenadürersde em in de Midd namen hadden. He sehgwitt ut as Kalk an de Wand; man stur güng he dochboltengradas hadd he allsin Tamburers achter sick. Dat let sick lustig nog mit em an in minen Öhme sinoll kalmucken Pijäckedat buntsiden Taschendok sauber üm den Kopp bunnen mit'ne Sleuf achter– denn so wir he jo von unsen Hoff ut weghalt worden–den langen gnäterswarten Boort vörnun nah ünne de swarten Kneegamaschen unde witten lakenschen Büxen. Mi düchtick sehg em noch vör mi. Man lustig wirdat doch nich. Dor wiren woll Minschen nogde dat mit ansehgen up den Markt;man lachen ded sick keen Minschas se mit em afpatrullierten dwars æwer denMarkt nah de Steenstrat rinne. Ick güng mit. »Nu spunnen s' em baben in datSteendur«säd ick to mi»wo Hans Rung' un Jakob Vohrmeyer ehr Tid ok setenhewwenihre se köppt würden«. Aewersten Mürat hadd den Abend vörher Ordergewendat de Passaschen in un ut de Stadt för den Börger wedder fri latenwarden süllenun so wiren de Landduren un de Strandduren Dags æwer wedderapen. Se bröchten Monsüre Butong nich nah dat Steendur ruppe; dat güngrechtsch doran vörbidat kort Enn æwer den Wall un dat nah den Dwinger rinne.Ick wir stillswigens mitgahn so dicht an de Sit as donlich. Ick dachtMonsüreButong süll mi ögen; æwersten nee!

Dat is jo nu all ännert. De oll Dwinger is jo nu wegbalbiert samst dengroten Wall vör de Börgermeistergorenssamt de Murn un de Wallbrüggde vonden Steendurschen Wall nah den groten Mæhlendurschen Wall baben æwer denStratendamm weggüng. Man dor wardt ji juch noch vullstännig up besinnenwatde oll Dwinger hart an den Steendurschen Wallgrabenwall stöten ded un man eenenIngang nah de Nurdkant hadd. Dor güng dat mit den Tamburmajur rinne. Man datPurtenslott in de swor Dör slöt bannig drangum ihre he dor in verswünndreigt Monsüre sick noch eens vull ümun dunn sehg he mi. He nickt mi toundat wir mias güng 'n fründlichen Schin æwer sin staatsches Gesicht.

»Aben sick noch zweier Nakten ond einer Tak for der WeltMonsieur André!Werden sick sein fusillé le surlendemainwann sick slagen der Klock septheures du matin. Adieu pour toujoursMonsieur André! Grüßen sick derMonsieur Pött von die Antoine Bouton! Grüßen sick Seiner kleiner cousinederMarguerite!«

Ick wir in so 'ne Verfatungick künn keen Wurt rutebringensö tröck midat an; æwersten ick nickt' em wedder to. Ick hadd mi so dicht rannedrängtassick dat don letun wull em noch mal de Hand gewen. Man dunn hadd he sick alldeep dalbückt mit den Koppun weg wir he achter de side Purt. Man dat hürtick nochwo de Schersant von de Grenadürersde dor em eskortüren dedenröp: »À gauche prisonnier! Tenez gauche!« un so vel hadd ick noch biMagister Siemaxen behollendat ick dat wüßtwat dat heten ded.

Ick wüßt jo nu in den ollen Dwinger Bescheed as Mutter Triebeseeßen an deMarigenkirch in ehren Kes'laden. De oll Turm würd as so 'n oll Stadtrumpelkamerbruktun ick wir dor woll all hunnert Malen inwest. De Reepermeisters von deReeperbahn de drögten dor ümmer ehr Trossen un Taljereepen in. »Linksch sündse gahn? Denn sitt he ok in dat lütt Lock schrat æwer den Rosengoren. Dor isman de een Kamer an de Situn de is de Mur sülben; dor kann Monsüre Butongman so grad in uprecht stahn«säd ick to mi. Denn de Mur von den ollenDwingerKinningswir twintig Fot hoch æwer de Ird' vull föfteihn Fot dick;dor warden sick weck von juch noch up besinnen.

Mitdes wir dat schummern worden. Mi wir so wüst in minen Kopp von all datwat ick in de korte Tid mit dörchmakt haddde Bost was mias hadd ick dor 'nReep üm. To Hus mücht' ick noch nich; ick jappt orig nah Luft. Mi klüngen ineenschento de beiden Uhren to gliker Tid: »Aben sick noch zweier Nakten undeiner Tak for der WeltMonsieur André! Werden sick sein fusillé lesurlendemain à sept heures du matin die Antoine Bouton! Pauvre Marguerite!«– Herr Jesus! Wenn du sülben so von Gretenwäschen af un in de Ewigkeit rinnesülst! dacht ick bi mi.

Ick güng dörch dat Schwansche Dur nah den Hoppenmarktwo de Hauptwachmidden up stünn dwars vör den Herzog sin Paleh. Dor wir grad de Wach ruteropenun präsentürt dat Gewehr. Marschall Mürat kem grad up 'n Schimmelhengst inGalopp mit 'n halw Dutz Offizierers ran un steg vör dat Paleh afwo heQuartier in namen hadd. Mi wiras müßt ick em nahgahn un em bidden: »LatenSe Monsüre Butong ditmal man noch lopenExzellenzen! He is jo Se EhrScholkamrad west un ward dat gewiß nich wedder don!« – Man so vel Insichtenhadd ick dochdat dat doch woll nich helpen würd; man ick dacht so bi miwennHans Holtfräter so in den Tamburmajur sin Fell sitten ded un ick Jochen Müratun babenin Herzog von Barg wir un Bonaparten sin Swester to Fru hadddenn sülljo der Deuwel dor in sittenwenn ick Hans Holtfrätern nich lopen let. Un sogüng ick denn to Hans Holtfrätern nah den Heilgengeisthoff in sin Wäsch ehrenPræben un fünn em dor ok richtig vör un schüddt' em min Hart ut.

Hans Holtfrätern sin oll Wäsch set dor bi ne Tranfunzel an 'n Aben unspünn an ehr Spinnraddat dat man orig so snurren ded. Ehr hüng de Strich vonehr grot wittlinnen Nachtmütz so deep æwer de Branendat de lütten flinkenOgen achter ehren Näsenkniper man so grad noch to sehn wiren. Hen un wedder kekde oll Frude so drög un verschrümpt wir as ne æwerjöhrig Zipollscharpnah mi henas ick Hans'n dat all von den Tamburmajur vertellen ded; man se sädnix un gew denn blot dat Rad 'n frischen Swungmakt den Finger natt un let denheden Faden ünner den knækrigen Dumen wegglitschen. Hans säd ok nix; he hürtmi stillswigens an; æwer dat sehg ick wolldat dat mächtig in em arbeitendeddenn alle twee Minuten schöt em de Ladung Tobak achter de Kusen vonStürburd nah Backburd.

»Dat 's schad!« säd he dunn.

»Ja«säd ick»ewig schadHansdat is dat! Sick dotscheeten to latenas so'n dullen Hund blot von wegen so'n verdammten ollen Pannkoken!«

»Neesoans meen ick dat nich!« sett't Hans wedder an. »Wat ick meenAndreesdat iswat dat ewig un dree Dag' schad iswat de Tamburmajur sickhett kriegen laten.«

»Woso?« frög ick.

»Jesoans!« säd Hans. »Haddst du em man up de Städ ut din Hus mit dinah minen Richtstieg namen bi den Blagen Turmdenn hadd he dor jo æwerstiegenkünntun denn hadd he sick sacht dörchslekenun denn so wir he nu weg unhadden se dat Nahfleuten mit ehr Schetpüsters. Du hest SchuldAndrees! Jihewwt to lang nælt. Vogel Strauß süll dat nich west sin! Neede nich! Dehadd denn seker falsch Pulver upblucken laten; weest noch wollas dunn noch mitde ›Anna Maria Sophia‹?«

»Dræhnsnack!« säd ick verdretlich.

»Je wat DræhnsnackAndreesDræhnsnack! Wo du nu wedder büst! Wenn datvon din Ollsch ehr dæmlichen ollen Gös' herkamen is un di dat so led deitasdu dat hier vör mi verklorstdenn so is dat keen Dræhnsnack nichdennsohaddst du di glik dor up fat't maken süllt. Nu is dat 'ne eegen Sak. Woans wistdu dat nu man anfangenden Tamburmajur wedder aftobringen?«

»Wecke? Ick?« röp ick un kek Hans'n biestrig an.

»Jewecke sünst? De Tamburmajur kann dor jo nich förwat weet de vonminen Richtstieg af! De is hier frömdde hadd dor lang nah söken künnt. Mannachtslapen Tid wir dat joun wat ick man seggen dodat is un bliwwt: du hestdat verpaßt. Wo sall de Tamburmajur nu man ut dat Lock rute? Ji hewwt to langnælt! Ji hadd juch nich kriegen laten müßt! Sünst is dor jo æwerhaupt keenSinn nich in. Von mi sülben will ick nix seggen; man as ick seggt hewwVogelStrauß hadd dor nich mit bi sin süllt!«

»Dor heww ick jo noch nix nich von seggtdat ick den Tamburmajur wedderafbringen willHans!« säd ich dunn. Mi füng æwersten dunn up eens dat Blotin den Kopp an to slahnas wenn wen an de Dör kloppt.

»Nich?« säd Hans un kek mi biestrig an. »Nadenn is 't mi ok een Don.Franzos is he jo; denn kennen s' em vör mintwegen bidreibassen so velas semengendenn sall dat mi ok parti egal sin. Mi kem dat man vörhen so vörAndreesas haddst du den Tamburmajur för din Lewen giern wedder af. Sünstwenn he noch bet æwersten mörgen früh Respitens hettdenn güng dat nochsacht.«

»Güng dat noch sacht? Woso?!« frög ick dunn un wir up eens mächtighellhörig.

»Jeick meen man so!« säd Hans. »Sitt de Tamburmajur up den Dwingerwürklich in dat Lock schrat æwer den Rosengorendenn kann he jo von Glücknahseggen.«

»Woans von Glück nahseggenHans! Woans meenst du?«

»Büst du eenmal dæmlichAndrees!« säd Hans. »Büst du so oft in denollen Dwinger west un weeßt dat nich? Dor sünd jo hölten Trallichen vör datLuftlockdat is jo Südwest. Wo de Tamburmajure man nich so dick isas dinÖhme Käppen Pött odder as Käppen Maack isdenn breckt he dat beten Trallichsacht intwei un wutscht dörch dat Lock; grot nog wir dat denn sacht. Hoch isdat ok nichlat dat twintig Fot hoch sin. Dat Knick schütt he sick dor sachtnich bi af. Breckt he sick dat denn æwersten dochso brukt he sick nich ierstdotscheeten to latenun breckt he sick dat nichdenn burrt he eenfach af.«

»Du vergettst de SchildwachenHans!« säd ick.

»Jedat 's wedder wohr!« säd Hans und kleiht sick dat Nackhoor.

»Un wo sall he denn ok noch grot henHans?« säd ick. »Bescheed weet hehier nichfrömd is he.«

»Jedat 's wedder wohrAndrees!«

»Un denn hett he jo wohrschinlich keenen roden Schillingun to so wat hürtümmer Geld. Un wenn he ok teihnmal Geld hadddat krimmelt un wimmelt hier jonu rümme von Franzosen. Ut dat Land müßt he all ümmer rute; sünst kriegens' em doch wedder fat'tun wat nutzt dat denn?«

»Nadenn weet ick dat nich!« säd Hans. »Denn ward he woll dat betenKugelballast unner sin Deck nehmen mötendenn ward dat nich anners.«

»Je!« säd dunn Hans Holtfrätern sin oll Wäsch. »Wenn ji em man ut denTurm rute kriegtdat anner wir jo dat wenigstdenn bringt ji beid em eenfachnah Falster ræwer. Wat üns Vetter Lüth isHanswenn de man noch lewen deitde is Bäcker dorde hett sick ne Wittfru dor ranne frigt up Falsterde nehmem sacht upwenn he man Geld mitbringen deit«un dunn kreg dat oll Spinnradwedder een frischen Swung.

Wi keken de oll Fru beid verwunnert an. Se hadd æwer de flinken Ogen wedderweg up den knækern Dum un den heden Fadenun von dat oll schrumplig Gesichtwir dunn nix nich to sehn as de Brill up ehr Näsenspitzun se ded soas haddse nix nich seggt un as wull se nix nich mit den ganzen Kram to don hatt hebben.

Dat wir för 'ne Viertelstunn bomstill in de lütt Stuw bi Hans Holtfräternsin Wäsch; man dat Spinnrad snurrtun eenmal smet de oll Fru 'n verstahlenBlick nah uns henun eenmal hüll se dat Rad an un tuppt de Duwenfedder in delütt Ölbuddel achter de Spol un ölt dat Radun nahst makt se 'n Kükenkopput den Fadenman seggen ded se keen Wurt wider.

Ick kek Hans'n anun Hans kek mi an. Dat Blot bækert mi orig in den Kopp as'n Börkerde inwennig in een lerrig Stückfatt rümmebörkert. Mi wiras sädmi wat in eenschento sachting in dat Uhr: »Aben sick noch zweier Nakten undeiner Tak for der WeltMonsieur André!« Wo ick to den Gedanken kemdat wetick nich. Man mit eens würd mi soas wenn dat gahn müßtas müßt minÖhmemin Mühmemin Ollsch un min Ollde ganze Weltde lew Gott unGretenwäschen ok sick freugenwenn dat güng un ick dat to Schick kreg. Un sosprüng ick denn von minen Besenstohl up un säd.

»Will wiHans? Junge diwill wi?«

»Wat du wistdat heww ick noch ümmer wulltAndreesdat weest du jo!«

»Wahnt Vogel Strauß noch in de Winstrat?«

»Wißdat deit hei« säd Hans.

»Nadenn is dat man got! Denn gah du man furtstens hen nah Vogel Straußenun segg em Besched. Morgen früh kümmst du denn so dradas dat Dag ward un deFranzos de Strandduren up maktmit Vogel nah de Ballaststädun dor will widat Päckschen klormaken. Ich will mitdes tosehnwo ick Geld schaffen do.«

Ick güng dorup gradwegs nah minen Öhme. Kasper-Möhme set up dat Kanapeemit ehr Knütt un Greting mit verweent Ogenas mi dat schinen dedachter anden Aben. Kasper-Ohm hadd æwerst vier Tafellichters vör sick up den Dischstahndat Blackfatt un en Ries Papier vör sick liggen'n allmächtigeGosfedder in de Handun schrew.

He kek upun as he mi to sehn kregdunn säd he:

»Is Er datJonge? Nadat is mi lewdat Er dat is! Wo sünd se mit denTamburmajur afblewen?«

»He sitt nu up den DwingerKasper-Ohm!«

»Wur ick dat mi nich dacht heww. NaFrudenn wet wi dat nu jowurMonsüre Butong is; dennso schick em nu man de Nachtkostas ick seggt hewwdatPond Mettwust ond dat Pond Botter ond dat Achtschillingsbrotversteihst du? Onddat mi de Buddel mit Gin nich vergeten ward! Up den Dwinger ward nich inböttdor is keen Aben nichso vel ick weetond de Nachten sünd lang ond kolt. MinPijäcke ond de Gin warden em woll warm hollen. Durick kann em dat jo henbringenin den Marktkorwond der Jonge dor kann mit Durick gahn as Soffigardi. Ond dennlet ick Monsüre Butongen velmals grüßenond Monsüre Butong süll man nichbang sin; ick wir de Mann dortoick würd em woll wedder losisen. Ond nu hörEr malJongewat ick hier an Marschall Müratten schrewen heww æwer denPunkto. Den Anfang heww ick allond for dat Ende is mi nich mihr bang; dennheww ick den Anfang mandenn sall dat Ende dor woll herversteiht sickwenneiner Verstand hett. Nu hör Er abersten ok upmarksam toJongesonst versteihtEr dat nich!«

»Dörchläuchtender Herr Herzog von Barg!
Insonderheitgeborner Marschall Exzellenzen!

Wann das mit den Tamburmajur Monsüre Butongwas nun verarretürt wäresowäredennso wäre es sound denn sollte es auch mich nichts nich angehn;dennso müßte er sich findenund dennso fände ich mich auch. Und wenn esnicht anders wäredenn wäre es so. Allein aberstender Trompeter von dieChassürersder hätte noch lange nich genug gekriegt. Hätte der noch mal soviel weggekriggtdenn so wäre es erst halberstens von wegen den schönenPannkuchendenn meine Süster Ilsabe ihm gebackenund zweitens wegen dasentfamte Stück mit den zwölf Gänsen. Von wegen den Offizierer bei dieChassürersdas wäre nur noch grade soder wäre von hinten gekommendashätte jidwerein sehen könnender sich auch nicht auf so etwas verstände. Derwäre atu gewäsen wie eine volle Pottpotelje un hätte von Rechtswegen nach derSchreiberei gemußt auf einen Schubkarren mit einem Krebsso hätte ergetorkelt. Ich wollte nichts nich sagenwann der Offizierer auch zehn Taler vondie hundert Taler Neuzweidrüttel abkriggtdie ich nich mehr als gernebeischicktealldieweil Monsüre Butong bei mir so lange an Burd und sozusagenKajütenpassagier und ein Mann von feiner Maneer gewesenauch den Kleverjassensich so nett angenommen hätte. Wo denn die andern neunzig abbleiben müßtendas müßten Dörchläuchtende Exzellenzen besser wissen als ich. Dazu hätteich viel zu viel Respektum mich da was von merken zu lassen oder achterhernach so'n delikatessen Puncto und Caso auch nur zu fragen.«

Kasper-Ohm hadd dreemal æwer dat Papier weg nah mi henkeken von wegen denIndruckden sin Bref an Müratten up mi maken dedun as he so wit lest hadddunn säd he:

»Is dat nich feinJonge? Wur dat nich trecktdenn heww ich nix nich seggt.Nu fehlt man blot noch de Schluß. Seggt is dat allensond wur is dat seggtJonge? Mit Maneer is dat seggtond mit Respekt is dat seggtond denn sleihtdat dor ok hen. De Puncto mit dat Geld is mi utnehmend god geraden. Hett databersten ok Koppbrekens kost't! Nu bring ick den Bref morgen früh sülben nahJochen Müratten sin Quartierond denn willn wi uns nahst mal dorup sprekenJongeick segg blotdenn willn wi uns nahst dorup sprekenwann derTamburmajur ierst hier bi uns in de Achterstuw æwer dat Kleverjaß weddersitten deit. Dat GeldJongedat Gelddor sitt der wohre Heiland inwann derSatan dor nich in sitt.«

Dunn kem ok Kasper-Möhme wedder rinne un säd:

»Duris wäre mich auch nu fartig. Ich hätte für Mosje Butongen noch einenPott voll Schokolaten gekochtKaspingund sechs weiche Eier; die möchte ermich ja ümmer so gerne. Du wüßtest mich ja woll und hättest mich da ja wollnichts nich wider.«

»Dat is sihr verständig van diFru!« säd Kasper-Ohm»üterstverständig; dat nehm ick di godFruwat du dor an for mi dacht hest!«

Un dunn müßt Gretenwäschen een Licht nehmen un Durick un mi æwer de Delun ut de Husdör lüchtenun dunn säd ick to Gretenwäschen:

»Gretingdinen Vatting sin Breef de nützt to Gott in der Welt nixso godhe ok meent is. Sall de Tamburmajur mit dat Lewen dorvon afdenn möt dat upanner Wis geschehenas Vatting sick dat denktun dor lehn ick 'ne Hand to;kann sindat uns Herrgott dor sin Hülp ok mit to lehnt. Man Geld hürt dordoch to. Ick heww 'n poor Daler in min Seekist; æwersten dat reckt dor nichhen. Monsüre Butong brukt vel Geldwenn he glücklich furt sall. Wovel hest duin din Sporbüß? Dat möt dor ok mit to her. Ick gew di dat Geld weddersodrad as min Oll Haben binnen kümmt. Wenn Durick mit mi trügg kümmtdenn bünick up unsen Hoffdenn lang mi dat æwer de Mur to! Man sprek du dor nich vonso wenig du von de Zorenappels un von dat Modell von de ›Anna Maria Sophia‹ehr Tid spraken hest. Un süll ick 'n poor Dag' weg sindenn sorg di man nichun do du man soas weeßt du von nix nich af.«

Greting drückt mi de Hand un säd: »Denn lang ick di nahsten min ganzeSporbüß æwer de Hoffmur ræwer. Dor sünd föftig Daler un 'n poorSchaustücken inde ok noch wat wiert sündwovelweet ick nich. Un dat ickschwigen kannwenn dat sin mötdat weeßt du jo.«

Dat Walldur wir all toas Durick un ick dor ranne kemen. Man dunn bröcht widen Korw nah de franschen Schildwachen an dat Steendurun ick bedüdt se dor unsäd: »Pour Monsieur Antoine Bouton dans le prisonMonsieur!«

»Ah ça«säd de Schildwach. »Fort bienfort bienbien merciMonsieur!C'est pour ce pauvre Antoine là!« un dunn röp he 'n annern Franzosen ranneun demüßt dat besorgendat de Tamburmajur de lütt Herzstärkung kreg. As ickdorup Durick Peyßen seker an dat Hus wedder ranne lotst haddgüng ick in unseegen Hus un fünn min Ollsch æwer un æwer in Sweet. Se hadd sick Fleederteekaken müßtso dull hadd ehr dat Schicksal von ehr armen Gös' mitnamen. Delütt Trumpeter wir ok nich wedder kamen; wenn se den infamen Racker uphängendedendennso woll se 'n Markstück an den iersten besten Armen gewen. O dugroßer Gott! Needat Schicksal! – Ick hadd nog to donse to beswichtigen.Nahsten güng ick nah 'n Hoff un steg up de Murun dor kem Gretenwäschensachten an un langt mit ehr Sporbüß ruppe. »AdschüsGreting!« säd ick.»Un wenn du morgen Nacht 'n Vaterunser in din Koppküssen sprekstdenn sprekman furtst een för mi un Monsüre Butong mit. Un süllst du æwermorn von mi unden Tamburmajur wat to hüren kriegendenn do man jo un jo nich soas wenn duwat dorvon af weeßt.«

De ganze Nacht dörch kem man wenig Slap in min Ogen. Ick sünn un sünn. Wasdat mæglichden Tamburmajur ut den Dwinger rute to kriegendenn wir dat okmæglichem nah Falster ræwer to schaffen. Wenn ick de grot Schepsboot von de»Anna Maria Sophia« nehm un de man noch nich up 't Land ruppetrocken wirmitde Boot let sick dat sacht don. Wenn Warrmünners sick dat sick æwernehmenmit'ne Jöll nah de dänschen Inseln to gahndenn süllen dat doch woll tweeRostocker Jungmanns mit ne stiwe Schepsboot to Schick kriegen. Wohr wir datNovember wir dat. Weigen ded dat männigmal snurrig ünner Moen de Tidvörutför 'n apen Boot. Richtig Ballast hürt' dorto; man füll de Wind man nichallto kunträr un weigt dat nich grad flegenden Stormdenn kitschten wi dorsacht dörchwo vel Seemilen künnen dat grot sin. 'n Miler teihn ore twölwwir dat meist. Nachts æwer müßt dat all vör sick gahnsünst kemen wi biWarrmünn nich ut dat Lock rut; de Franzosen dor müßten jo rein blind sinwose dat leden. De Maand güng morgen Klock halw elben upvör de Tid müßt datall dan sin. Füll de Wind up den Strom kunträrso brukten wi dree Stunnenüm de Boot in See to bringenun wenn wi ok noch so fast in de groten Reemslegen. Vör Klok sæben müßt Monsüre all ut den Turm rute sinsünst kregenwi dat nich klordat stünn eenmal fast. Un dat wir jo gräsigkregen wi denTamburmajur richtig rut un würden achterher doch noch dorbi fat't kregen. DeKlok slög up 'n Marigenturm halwig tweeihre ick inslöp.

Den annern Morn vör Dau un Dag' was min Ollsch all in Gang mit Hantelmanschbi dat Gösplücken. Se hadden all twee afplücktas ick nah se in den Spikerup den Hoff rinne kemun min Ollsch wir in ne utgeteekente Stimmung. Se hadd 'nDesen bi sick stahnun de Gosde se plückt haddwög negenteihn Pund vördat Og. »Hadd se man den Kopp nochHantelmannen«säd se»denn wög se ehrrichtigen twintig. Sall ick di 'ne Goslewer to morn middag bradenAndrees?«

»JeMutting«säd ick»ick heww hüt morn up de ›Providentia‹ todon. De Passaschen sünd jo nu wedder fri gewen. Kann sinwat ick den ganzenDag nich wedder an 't Hus kamen do un ok de Nacht æwer an Burd bliwen möt. DatSchip möt up de Winterlagweeten Seun bet up de Wanten afströpt warden.Kann sindat ick æwermorgen nacht ok noch weg bliw un an Burd slap.«

»Nadenn helpt dat nichmin Sæhn! Denn do duwat du möst. Dinen Koffiheww ick in de Achterstuw in dat Rühr warm sett't un denn gah man mit Gott!«

Slag Klock sæben würden de Strandduren apen maktun dunn makt ick mi up deStrümp un dat nah de oll Ballaststäd hen. Dat ierstwat ick sehgwasdat degrote Schepsboot von de »Anna Maria Sophia« an dat Bollwark von denMönkehaben legun de groten Reems legen noch up de Duchten. Dat Weder wirfrisch un koltæwer schönun keen Teeken von Storm an den Hewen. Dor güngok keen Viertelstunn hendor kem Hans Holtfräter mit Vogel Straußen an.

»Vogel!« säd ick. »Hett Hans di dat seggtwat wi vörhebben?«

»Ja – aleva – woll – ollevoll!« säd Vogel un kek mi plietsch an.

»Spaß is dat nichmein Junge! Wist du uns dorbi tostahnVogel?«

»Bün ick nich ümmer din Bistahner westAndrees? Un wenn ick man weetwatick dorbi to don kriegdenn ward dat dandat versteiht sick von sülben.«

Nadorup verklort ick se dat nuwoans wi dat maken wullen: »Dat eenzigstBedenken«säd ick»is mandat dor Schildwachen sündun wenn dor wecksündwo krieg wi de man weg? Dat is din UpgawVogel! Dat möst du besorgen!All dat anner æwernehm ick un Hans hier. Klock halw sæben möt de Tamburmajurut den Turm rute sin.«

»Hum – hum – hum!« säd Vogel. »Dat dor Schildwachen vör den Turm ande Purt stahndat is eenmal ganz gewißun dat dor achter den Turm okSchildwachen sünddatdenk icksteiht grad so fastdenn von buten de Stadtæwer den Wallgraben weg möt't ji doch an den Turm rannedat geiht doch nichannersdorvon möt 'n sick doch ierst æwertügen.«

»Dat sick dat versteiht!« säd ick. »Aewertügen möt wi uns ierstwat deTamburmajur würklich in dat Lock up den Dwingerwat ick meenok insitt; undenn möt he Kundschaft von üns Intentschon ore doch wenigstens Ahnung dorvonhewwendat wat för em dan warden sall.«

Vogel Strauß besünn sick noch 'n Ogenblick un fleut't so sachting un solieblich as so'n Kanarjenvagelde halw in 'n Dorn piptstill vör sick hen sinStieglitschenwis »zis – zis – zis pou – zi – a – paver lala –azikutschir r rr.« – He hadd vör sick up den Sand dal kekenas söcht hedor wat. Mit eens kek he up un säd:

»Je«säd he»Tid wir dat nu. Denn wir dat bestwenn wi man furtsthengüngen un mal tokekenwo dat buten üm den Dwinger recht utsehn deit. Datbest isick gah sülben mit. Wi kænen joas doch man soeen hinner denannern gahndenn so föllt dat nich up; un up den Rosengoren dor drapen wi unsdenn wedder achter de sæben Linden; von dor af æwersüht sick de Dwinger nocham besten.«

»Richtig!« säd ick. »Denn gah du man vöran lanks de GrowVogelunæwer den Beginenbarg! Du kannst dörch de Lagerstrat gahnHansun ick kamdenn dörch de Mönkestrat un æwer den Nigen Markt nah.«

So gescheg dat nu ok. Ick halt mi æwerst ierst Maacken sinen grotenengelschen Kiker von den »Providentia«knöpt den ünner min Pijäckeundunn güng ick de beiden annern nah. Vogel Strauß un Hans wiren al up 'nRosengorenas ick dor ankemun hadden sick dor achter de Ligustrumheck bi desæben Linden up dat dröge Low dalsett't.

»Vör de grot Purt von den Dwinger stahn twee Franzosen mit BorenmützenAndrees«säd Hans»Mit de Musket up de Schuller!«

»Un hier achter den Turm up den Wall vör den Graben geiht grad so'n Kierlümmer up un dal. Kik eensAndreesdor kümmt he nu man eben erad wedderrümme! Sühst du?«

»Jaick seh'säd ick.

»He geiht ümmer bet dicht an de Stratenmur schrat vör de Wallbrügg rannekik! Un wenn he sick wedder ümdreigt un längs den Turm rümme geihtdenn kannick grad sößtig tellenihre sin Borenmütz achter den Turm wedder tümVörschin kümmt.«

»So?« säd ick. »Nahewwt ji denn all 'n Teeken von den Tamburmajur sülmsehn? Sitt he in dat Lockwat wi meenenHans?«

»Ick heww in eenschento scharp in dat Lock rinne kekenman ick heww nochden Tamburmajur gor nich up den Kiker hatt. Wenn din Ohm em 'ne Buddel mit Gintoschickt hettdenn sit he noch sacht in de Hundswachwo he æwerall in datLock dor sitten deitwat du meenstAndrees.«

»Stell di mal dor grad achter den letzten LindenbomHans! Denn will ick malup din Schuller nah den Bom rinne stigen. Ich heww den Kiker von de ›Providentia‹hier bi midormit süht sick dat beter!« säd ick.

»Un ick heww 'n Gedanken!« säd dunn Vogelun kek nah de Sünn rupdeblitzblank an den blagen Hewen æwer dat Dack von den Petriturm weg up denRosengoren ruppe schinen ded. »Stig du man nah den Bom ruppe! Ick bün glikwedder hier. Is de Vagel in dat Buurken dor æwerall indenn sall he glik an tofleuten fangen. Ick will man nah Gärtner Weltzien sin Kæksch dor vör deReeperbahn; dat wohrt keen twee Minutendenn bün ick wedder dor.«

Ick steg in den Bom up Hans'n sin Schuller rinne. Dat Low wir von den Bom allrünnerun dor sett't ick mi up den eenen Telgen to riden un füng anmit denTubus den ollen Turmde keen fiwhunnert Schritt von uns afstünnaftosöken.De Krüztrallich von dat Lock an den Turmwo ick meenen dedwat deTamburmajure dor achter setwas so dicht vör mi as æwer 'ne Strat. VonMonsüre Butong wir æwer nix to sehnun dat Lock achter was so dunkelas wenn'n in 'n Seestewelschacht rinne kickt. Künn sindat he noch slöp; künn sindat he wo anners set as grad in dat Lock. Ünner dat Lock lösten grad deFranzosen de Schildwach af. Mitdes kem Vogel wedder trügg.

»Is dat Fohrtüg all in de Kimmingodder is dat noch nichHans?« fröghe.

»Neenoch hett Andrees nix nich sehn!« säd Hans.

»Nadenn töw man noch een lütt Ogenblick!« säd Vogel un güng wedderachter den Tunlet sick dor up de Knee dalhadd oewer den Kopp dörch den Tunsteken as 'n Voßde ut sin Lock rute kicktun 'n lütten Handspeegel in deHandwo he ierst den Sünnenstrahl in upfüng un dunn dat Licht up den Dwingersmet. Dat Licht hüppt 'n Ogenblick vör minen Kiker üm dat Lock an den Turmrümme un wutscht dunn rinne as ne Mus in ehr Lock un füng dunn aninwennig ande Wand rümme to hüppen. Mit eens stünn den Tamburmajur sin Gesicht kortachter de Trallich up dat Glas von minen Kikerso dat ick orig up minen Telgentosamenschötso verfihrt ick mi.

Ich schröw minen Kiker tosamen un let mi vorsichtig von den Bom wedder dal.

»Dor is heJungens!« säd ick.

»Junge di!« säd Hans. »Denn sall he ok för god dor rute! Ick heww ok allso 'n Spier von 'n Gedankenwur wi an den Turm nahst rannekamen.«

»Schön!« säd ick. »Nu geihst du æwer mit Vogel an dis' Sit denWallgraben dörch dat Kröplinerdur un denn wedder nah de Ballaststäddorsprek wi uns wider. Ick sülben gah dörch dat Steendur. Ick will versökenwatick den Tamburmajur nich 'n beten wohrschugen kannwat wi em to Hand gahnwillen. Gaht man driest to! Ick bün noch ihre wedder an Strann as jidenk ick.Up jeden Fall töwt ji dorbet ick kamen do.«

Ick güng dorup gradwegs up de Strat ruppe un up den Dwinger to. Ji wardtjuch dor woll noch up besinnenKinningsdat de oll Turm noch vör deWallbrügg stünn. Onner bi den Turm an de Strat löp 'ne Mur lang æwer deWallgrabenbrügg æwerde nu ok all 'n Johre dörtig ore so afbraken untosmeten isbet an dat Steendur sülben ranne. Linksch von de Mur un hart anehr stünn de oll Turmun linksch von dis Mur nah den Wall hen wir dat Lockwode Tamburmajure achter setschrat æwer den Rosengorenas ick all seggt heww.An de anner Sit rechtsch von den Dammwenn 'n in de Stadt rinne güngwir ok'ne Murun dor leg de Mæhlendursch grot Wall achter mit 'n Fuhrweg hoch æwerde Landstrat weg nah den Steendurschen Wall æwerun achter den Fuhrweg okrechtschwenn 'n in dat Steendur rinne kemlängs de Stadtmur sülbendorlegen de dree Börgermeistergorensden iersten Börgermeister sin bet an dehoge Wallbrügg un hart an den Dwinger ranneso dat dor man de Wallbrüggtwischen leg. De ierst Börrmeister hadd dor noch 'n Kikæwer hart an deWallbrügg sülben.

»Hett de Tamburmajur Glück«dacht ick bi mi»denn kikt he ok noch utdat Lockwenn du an den Dwinger ranne kümmst.« Nade lew Gott mücht em datjo nu woll so todacht hewwengenogsin Gesicht wir noch vull achter deTrallichen to sehnas ick æwer de Stadtgrabenbrügg mang de beiden Murn rannekem. Ick hadd minen Tarpolinhot afnamen un kek nah em ruppe. Ick füng an toniesen un kreg min wittlinnen Taschendok rut un swenkt dat nah em ruppe. DeSchildwach achter den Turm künn mi vör de Mur nich sehn. Ick sehg datwo deTarnburmajur upmarksam up mi dal kek. De Schildwach hadd dor jo woll ok keenAhnung vondat dor in de Stadt æwerall wen wirde sick dor ok man so vel utmaken dedwenn Monsüre Butong afbröcht würd. Eben hadd ick noch de Spitz vondat Parjenett baben æwer de Mur blinken sehnun dunn patrulliert se wedder af.Sößtig künn 'n grad tellenihr se achter den Turm wedder rümme kemhaddHans seggt. Den Ogenblick nehm ick wohr. Ick kek nah den Tamburmajur ruppe unnickt em to. Dunn nickt he wedder. Dorup tröck ick min oll Nikästelklock ut deTasch un wiest em deun nahst wiest ick mit den Finger nah de Sünn hen un dunnwedder up de Klockun dunn höll ick söß Fingers in de Höcht un wiest ierstwedder nah de Sünn un dunn up de Klock. Toletzt tuppt ick dreemal mit minenVörfinger up min eegen Bost. Un as ick dorup vull ruppe kekdunnso nicktMonsüre Butong mi wedder to. Mücht he mi nu ok nich ganz verstahn; dat watför em dan warden sülldat müßt he jo nu verstahnsonst wir he jo ganz vonGott verraten west. Hadd de Turm nich mit sinen Buk in de Strat twischen de Murnrinne stahndenn hadd de Steendurwach dat all sehn müßtde Schildwach vörden Dwingerde künn dat æwerst ierst recht nich; de hadd noch de Wallbrügghalw ruppe stigen müßthadd se wat sehn süllt. Ich swenkt noch eenmal minwitt Taschendok nah den Tamburmajur ruppeun dunn güng ick nah de Ballaststädun töwt dor ruhigbet Vogel un Hans ok kemen.

So wit wir jo nu allens god. »Wenn wi blot de Schildwachen hüt Abend dorweglocken kænendenn güng dat nu sacht«dacht ick bi mi. »Man wo datanfungen warden salldor steiht mi de Verstand bi still. Wenn Vogel Strauß dorkeenen Rot för weetdenn ward dor nix ut un kann dor nix ut warden. Ick sehdor keen Lock in.«

»Weet de Tamburmajur Bescheed?« frög Vogelas he mit Hans ankem.

»Ick denk mi sodat he dat nu deit.« säd ick. »Wo krieg wi man deverfluchten Schildwachen hüt abend von den Dwinger weg? Sühst du dor all 'nLock inVogel? Mit den Speegel dat hett prächtig gahnJunge! Wenn du uns nude Borenmützen bi den Dwinger so von den Dik ok man för teihn Minuten fleutenkünnst!« »Je«säd Vogel»teihn Minuten dat 's dat wenigstdat juch dePuckel fri hollen warden möt. Fleuten seggst du? Sädst du nich fleutenAndrees? Jewenn se sick man so wegfleuten laten wullendenn behöllen sesacht nahsten dat Nahfleuten. Hum – hum – hum! Hum – umlevum! Hum –umlevum! – Cis – cis – cis – paucia – paverlala azikut schirr rr!«

»Künst du nich wedder 'n Pund Pulver upblucken latenVogelhü?« sädHans.

»Jeun denn sick kriegen laten! Neewenn dat nich feiner anfungen warddenn ward wi nahst groww anfat't. Nee – nee – nee! Lat't mi man sin! Icklegg mi dat sacht noch trecht! Mi isas hürt ick all 'n Vagel singen. Lat't miblot man noch 'ne Stunn Tid. Ick möt noch ierst eens hen un bekiken mi dat mitmin eegen Ogenwo sick am besten bi den Dwinger rümme Bummelschottsch danzenlett. Ick heww sonn Anfang von 'n Gedankenas let sick von den HerrnBörgermeister sinen Goren up den Kikæwer dor utgeteekent Putschenellerspälenun dorto müßten denn up ne Viertelstunn de franschen Borenmützendedor denn grad Schildwach stahninladen warden. Ick denkse kamen sachtwardse man 'n Fribilljet in de Hand stekenun wenn dat ok man to de Gallerie is.«

»Wenn dor Geld to hören süllVogel«säd ick»denn kannst du 't manfurtst seggen. Geld heww ick.«

»Stür mi nich in min GedankenAndrees!« säd Vogel. »Dot mi nu man blotden Gefallen un bringt ji all dat annerwat dorto noch nödig isin derichtige Schick. Slag Klock twee bün ick wedder hier up de Ballaststäd un töwup juchwenn ji denn noch nich hier sid.«

Hans un ick besorgten dorup tonegst de Boothalten uns de beiden Smakken mitden Klüver von de »Anne Maria Sophia«wur Korl Pussehl mit denKajütenwächter noch as Wach an Burd wiren. Ick lög Korl Pussehlen vörickün Hans söllen för min Ollsch morgen twee Faden böken Blankholt achter denBreetling von den Snatermann halen. Von den Maat von de »Providentia« lehntenwi üns ne Persenning un 'n oll Bramsegel. Den lögen wi vörwat wi Heu förKasper-Ohmen sinen Ossenden de to Fastnacht inslachten wullvon Buer Bartenut Lütten-Kleen achter Smarl halen wullenun dor wullen wi dat Heu mittodecken. Nahst köfften wi richtig Proviant in för dree Mann un up 'ne Woch.Der Deuwel hadd männigmal sin Spill up Seevörut in 'n Novembermaand. DeBallast staut ick dreemal üm; se leg mi noch ümmer nich in de rechtProportschon. Klock twee wiren wi all dree wedder tohop up de Ballaststäd.Vogel Strauß säd dunn:

»Nu will ick di wat seggenAndrees! Ick glöwdat ick von wegen deSchildwach bi den Turm Rat schaffen do. Weeten kann ick dat nichman ick glöwdat. Wo ick dat maken dodat segg ick juchwenn dat glückt is. Sall dat æwerinslahndenn möt wi to gliker Tid agieren. Ick heww mi dat all nipp ankekenkann ick juch seggen. Vör den Turm stahn twee Schildwachen an de grot Purt;achter den Turm geiht man eenun de hett jo woll Orderünner dat Lockwuruns Tamburmajur insitten deitümmer up un dal un so wit an den Turm rümme togahnbet he de beiden annern Schildwachen sehn kann. Dorup reken ick! Nachtsbrennen se dor jo woll Füer vör de Dwingerpurt; wenigstens liggt dor 'nHümpel Brennholtun ne Füerstäd is dor okas hadd dor verläden Nacht allFüer brennt hatt.«

»Ja«! säd ick»dat don se. Ick heww dat man gistern abend sehnas ickmit Durick Peyßen de Lebensmittel för Monsüre Butongen bi dat Steendur an deWach dor afliwern ded.«

»Nadenn is 't man schön!« säd Vogel. »Dor heww ick vörut up rekent.Nu gewt æwersten ok god acht. So drad as de Klock up den Marigenturm sößslahn hettdennso bün ick up minen Posten baben up den ollen Wallnætbomdeæwer den Kikœwer in den iersten Börgermeister sinen Goren steihtun dennmöt ji buten achter den Wallgraben ok up jugen Posten stahn. Dat ick dor upminen Posten bündat markt ji denn dor andat ick so hellas ick kanndreemal achter 'n anner as ne Wachtel fleut: Flick de Büx! Flick de Büx! Wennmi dat denn glückt un ick de Schildwach achter den Turm rümme lockt hewwdennfleut ick dreemal achter 'n anner: Vagel Bülow! Vagel Bülow! un denn hewwt jiok nich so vel Tid to verlierenas dorto hürt'n Priem in de Mund to stauen.Hürt ji mi æwer as 'ne Ul krieschendenn hett dor ok ne Ul seten; denn kniptman furtst den Swanz mang de Been un salviert juch up de Städdenn is datGott's Will nichun denn möt de Tamburmajur sick dor so god in finnenas hekanndenn kann ick dor nich för. Nu fragt nich ierst lang un gaht jugen GangJungensun dot mi blot den eenzigsten Gefallen un lat't juch nich kriegen. Datse mi nich kriegendor sorg ick för un de Winspalier an de Stadtmur in dendrüdden Börgermeistergoren ünnen bi den Herrenstall!«

»Denn ward Vogel dor ok woll ünnen bi den Herrenstall 'n Richtstieg weetenas min Richtstieg bi den Blagen Turm is. Neeis un bliwwt doch eenen verfuxtenBengelde Vogel Strauß!« säd Hans Holtfräter to mias Vogel von uns güng.

»Ja«säd ick»dat is heun 'n prächtigen Bengel dorto! Du haddst joæwersädst du nich so? ok 'n Anslagwo wi am besten an den Dwinger æwer denWallgraben weg ranne kamen donnich? Sädst du nich so?«

»Ja«säd Hans un simmt 'ne halw Ell Tobakssaft vör sick weg. »Den hewwick. Ick heww mi dat 'n beten mit de Ogen afmetenas ick von den Rosengorenweggüngwo breet de Wallgraben unnen bi de Mur von de Brügg is. Dat sündkeen fiwuntwintig Fot nichun dat Lockwo de Tamburmajur achter sitten deitlat dat föfteihn Fot hoch æwer den Wall sinhöger is dat nich. Nudenk ickman sohalen wi uns een von de lütten Füerleddern von de Reeperbahnun dorbinnen wi ne Taljereepde duwwelt so lang as de Ledder isan de bæwelstSproßun dor lat wi se de Grabenburd an dalgliden un denn sachting as so 'nBrügg von ünnen to nah de anner Sit von den Graben ræwerun nahst treck wisewenn de Schildwach weg isan den Reep ruppe up den Wall un stellen se andat Lock in den Dwinger. Wat dücht di dorto?«

Ick besünn mi 'n Ogenblick. »Je«säd ick»Hansde Anslag stimmt;anners lett sick dat nich donso vel as ick weet.«

Naas dat Klock vier schummern würddunn brächten wi de Boot achterKabutzenhoff in de Beesen dicht an dat Land. Klock fiw wiren wi bi de Reeperbahnun halten uns de Ledderun ihre de Klock söß slögstünnen wi an denWallgraben vör den Dwinger prat.

De Luft was stillman dakig. Wi künnen üns man grad kennenHans un ickdicht bi 'n anner. Wi hürten de Posten baben up den Wall vör uns up un dalgahn; sehn künnen wi se nichun se uns natürlich ok nich. Achter den Dwingerwas 'n hellen Schin. De Wachen müßten dor sick 'n Füer anbött hebben. Datwas so stillick kunn min Hart pucken hüren. Wat Monsüre Butong baben wollför 'ne Angst utsteiht! dacht ick bi mi. Ick hüll den Atem an un horcht. Midüchtdat wohrt 'ne halwe Ewigkeit.

Dunn füng dat up eens ganz hell achter den Turm dreemal an to fleuten:»Flick de Büx! Flick de Büx!«

»Vogel is an de Arbeit!« flüstert Hans mi to.

»Sprek keen WurtHans!« säd ick.

De Schildwach up 'n Wall hadd grad wedder Kihrt makt un wir langsam an denTurm rümme gahn un müßt bet nah de anner Sit ruppe kamen sinwo dat Füerschinen deddunn fleut't dat wedder achter den Turm her dreemal achter 'nanner: »Vagel Bülow! Vagel Bülow!«

Hal een – hal twee – hal dree – wiren wi mit üns Ledder æwer denStadtgrabenun dat kann keen vier Minuten wohrt hewwendunn wiren wi mit unsenTamburmajur an de anner Sit buten vör de Stadt. Hans hadd de Ledder an denTaljereep achter sick nah trocken un slept se noch 'n ganz Enn achter sick herihr he se liggen let. Ick hadd den Tamburmajur unner 'n Arm fat'tun wispröken ok keen Wurt all dree nichbet wi Monsüre Butong richtig in deSchepsboot achter Kabutzenhoff rinne hadden. De Klock slög grad dreeviertel upsæbenas wi de beiden Smacken bisetten dedendenn dor wir 'n beten westlichLuft. Dat mücht jo woll negen sinas wi bi de Kisten achter den Breetlingankamen. Dunn nehmen wi ut Vörsicht de Smacken dal un leten de Boot mit denStromde scharp utlöpdriwen. Baben up de Schanz hadden de Franzosen 'nhelles Füer anböttun ick wir himmelangstdat se uns to sehn kriegenkünnendenn de Schin füll an een Städ hell æwer den Strom. Ick hadd datRoder un hüll de Boot dicht ünner de Kistenbet wi an dat Westerspill rannewirenwo ok noch de Schin von dat Füer æwer weg föll. Up dat Spill sülbendor sprök dat; dor stünnen jo woll dree Mann von de Franzosen Schildwach. Mandat süll jo nu woll so sindat Boot gled in den Schatten von dat Spillsachting in Seeun so drad as wi buten wiren un ut den Lichtschin von dat Füerrutede woll noch 'ne Schippsläng achter dat Spill in See fölldunn hadd okHans un ick de langen Reems in de Dollenun weg wiren wi. »Qui vive!« röpdat dunn achter üns her – »Qui vive!« – un bang! sehgen wi dat Füer utde Musket von de Schildwach. – Man wi wiren all in de Dak rinneun ick hürtmanwo de Kugel linksch von uns up dat Water upslög. Dunn wi ok flink bi un deSmacken bisett't un de Klüver anhal't. Klock elben güng de Maand upun wiwiren all so wit in Seedat de Franzosen ehr Füer up de Schanz bi Warrmünnman noch so grad to sehn wir un likster Welt so utsehg as een von de Füerbakenup Bornholm.

Monsüre Butong was eenen rippigen Kierlman spreken künn he noch ümmernich. De grimmige Utsicht up dat Gericht von de söß blagen Bohnen wir em jodoch woll to dull an dat Magen gahn. Hans hadd dat oll Bramsegel för emtorechtleggt un de Persenning æwer de Duchten twischen de Masten trockenundor leg he wollverwohrt ünnernoch ümmer in Kasper-Ohmen sin kalmückenPijäcke. He brukt ok noch ne klockendige Stunnihr he wedder ganz to sick kemun spreken künn. Nadunn wir jo nu dat ierstwat wi dedendat wi unsenProviant vörkregen un richtig de Bicht verhürten. Eten künn de Tamburmajurnoch nichman 'n richtigen Sluck duwwelten Kæmden bröcht he doch dal. Ickhadd een lütten Kompaß ut Vörsicht to mi stekenun so richt'ten wi dennunsen Kursas wi de Wustrow achter uns hadden. De Wind wir scharp westlichunde See güng hoch; man de grot Schepsboot von de »Anna Maria Sophia« künn 'ngoden Bums verdrägenun as de Maand ünnergüngdor hadden wi den Grönsundzwischen Moen un Falster vör ünsun wat nu för Not! Denn nu brök jo glik deDag wedder an.

NaKinningsüm min Schiemannsgoorn nich to lang warden to latende olllütt dick Bäcker Lüth in Nyköpingwat Hans Holtfrätern sin Wäsch ehrVetter un 'n richtiges Rostocker Stadtkind wirde wull ümmer Doden upstahnlatenas he Hans Holtfrätern un mi to sehn kreg. He was noch 'n Scholkamradvon minen eegen Oll westun so makt he dunn nich vel Ümstänn un nehm üns upun an. Wi müßten den Dag un de Nacht dorbliwenun ick kann woll seggendatick de Nacht tüm ierstenmalsit ick von Riga mit de »Providentia« Habenbinnen kamen wirrichtig utslöp. Den annern Morgen so hento sößas MeisterLüth sin Semmels utgewnehmen Hans Holtfräter un ick Afscheed von VetterLüthen un den Tamburmajurde sick up Lüthen sin Rat den groten Boortwegsneden hadd un binah gor nich to kennen wir. Ick hadd em dat Geld utGretenwäschen ehr Sporbüß æwergewen un noch 'n poor Schilling dortode ickvon min eegen Hüer æwersport hatt hadd. Spreken künn he noch ümmer nichrecht; man as he Hans'n un mi tüm Afscheed de Hand schüdden deddunn hüng em'ne grote Tran in dat Ogun dunn säd he to mi:

»Werden sick seiner Zeit hören von die Antoine Bouton! Grüß sick dieMonsieur Pött und der kleiner MargueriteMonsieur André!«

De Wind was forsch nordwestlichas wi wedder in See stünnenDe See güngbannig hochun ick dacht 'n poormaldit geiht in 'n Lewen nich god. De Bootkünn man de een Smack drägenun as wi twee Stunnen in See wirendunn würdde Wind heel nurdlichun dunn müßt 'ne duwwelte Reff in de Smack. Wi flögenman orig so hen.

»Dunnerwetter!« säd dunn Hans to mi. »Hest du dor ok woll an dachtAndreeswat wi nich so wedder in dat Lock von Warrmünn rinne kænen? Markthewwen se dat jowat wi uns rutesleken hewwen. De Klock kann nu negen sinunwenn wi noch dree Stunnen so kitschen as nudenn sünd wi jo up de Reedeundenn möt wi jo rinne; un dat se uns denn fastnehmendat is jo keen Fragnich!«

Ick möt nu gestahndat ick dor gor nich an dacht hadd. Ick sweg 'ne ganzeTid lang still. Ick sünn un sünn un künn nix finnen. Am Enn säd ick: »Watdücht diHanswenn wi unsen Kurs so'n beten westlicher richten deden un soachter Poe löpen?«

»Dat geiht nichAndrees!« säd Hans. »Kik eens achter di! Vör Nacht nochheww wi 'n fleegenden Storm ut Nurdwestun denn maken wi beid mit de MakrelenBekanntschaft!«

»Ja«säd ick dunn»du hest rechtHans! Denn lat dat nu kamenas datkümmt. Wat kümmtdat gelt! seggt min Öhme. Denn jagen wi de Boot biMarkgrafenheid up 'n Strand; in dat Lock kænen wi nich rinnedat seh ick in.«

Hans säd keen Wurt wider. De Klock künn god een sindunn sehgen wiMarkgrafenheid vör uns. Man de Wind wir so stiwwi müßten in de Bucht ganzunnen dicht linksch von den Strom bi Warnmünn rinne. As wi in de Brandungwirenkregen wi de Slup halw vull Water. Man wi kemen doch dor æwer weg unjagten de oll Slup hell up den Strand ruppe. Nu würd sick æwer ok keenenOgenblick uphollen. Dat de Franzosen uns von Warnmünn ut sehn haddendat wirseker. Wi löpenas wenn wi mit Hunn hißt würden. »Kik eensHans!« sädick. »Se maken dor achter de Vagdi all 'n Prahm klor; wenn se uns man blot nichnoch to Pir nahkamen!«

»Ick heww mi dat ok all dacht; man kik eenshier up den Breetling vör unsis een Rostocker Plümper. Wenn dat Glück god isdenn nimmt de uns an Burd.Kann sindat dat gor Jochen Bees is; de fischt nu för sinen ollen Vatter!«Nadit müßt jo nu ok richtig Jochen Bees sinde dor up den Breetling vöruns fischen ded; un grad as de Franzosen de Pir up de anner Sit hadden un achteruns her klabastertendunn seten wi wollbehollen in Jochen Beesen sinen Kahnunvörwartsch flögen wi æwer den Breetling de Stadt to un leten se dat Nahkiken.

Ick föhlt dat doch 'n beten in min Knakenwat dat för een Stückschen westwirwat ick nu achter mi hadd. Mi wiras künnen mi min Been dat lütt Enn vonden Fischerhaben bet an minen Ollen sin Hus man so grad noch drägen. Datschüddt' mi origas tröck 'n koll Fewer bi mi an.

De Klock mücht jo woll so bi dree rümme sinas ick in uns Husdör rinnekem. Min Ollsch wir richtig noch bi de Gös' mit Hantelmannsch in de Waschkæk.

Se kek man halwwegs upas ick rinne kemun hadd dor jo woll nich ne Spiervon 'ne Ahnung vonwat för een dullesmurdverbranntes Stück ehr gottvergetneJung nu wedder mal an den Dag gewen hadd.

Am lewsten hadd ick glik eens æwer de Hoffmur keken un mi nah Gretenwäschenümsehnüm ehr 'n Lewensteeken von mi un Monsüre Butong to gewenman ickföhlt mi so schachmatt un ledweek in all min Knakendat ick Gott minen Herrndanken dedas ick in min Kamer to Bedd leg. Ick let mi gor keen Tid tümHojahnen; weg wir ick as 'ne Mütz.

Ick hadd ok seker min richtigen vieruntwintig Stunn fardig kregen; man datwir noch nich ganz Dag den annern Morndunn föhlt ickwo mi wat an deSchullern ut minen söten Slap schüdden ded un mi luthals bi Namen röp. Ickkünn mi ierst gor nich besinnenwo ick wir. Ick rew mi de Ogen un wull gradwedder up de anner Sit in min Koppküssen rinne sacken. Man dunn röp dat weddersihr vernehmlichun dunn föt mi dat sihr unsanft an de Schuller an: »AndreesAndrees! Ick möt di woll ierst een Glas koll Water ünner din Aewerbedd getenihre du di vermüntern deist!« Un dat was jo nu natürlich min Ollsch. Un dunnhürt ick wat dicht bi min Koppenn weenenundat was keen Fragdat müßt minoll lütt Gretenwäschen sinun dunn ret ick min Ogen so wit up un wir miteenen Slag so wach as 'n Kiwitt.

»Wat is?« röp ick. »Wat is?«

»Wat dor is?« säd dunn min Mutter. »Kasper-Ohm is eben arretürtun deMaat von de ›Anna Maria Sophia‹ ok. Se sünd beid nah de Hauptwach up 'nHoppenmarkt bröcht worden. Se sælen dor mit eens mit üm weetenwo deTamburmajur afblewen iso du großer Gott. Un Gretenwäschen seggtdat ehrVatting so unschüllig is as 'n Aulamm. Kasper-Möhme liggt all in Krämpfen.Stah furtst upAndreesun vermünter di nu doch eenmal! Dat Michel ok ümmergrad weg sin mötwenn ick em bruken do!«

Gretenwäschen weent in eenschento still vör sick henun dit künn ick jonu nich mit ansehn. »Greting«säd ick»lat man dat Weenen!« »Jadu hestgot snackenAndrees!« säd Gretenwäschen un drögt sick de Ogen mit 'n Zippelvon ehr Schört. »Nu scheten de Franzosen am Enn noch minen eegen Vattingsülben dot. De hett vörgistern General Müratten richtig de hunnert Daleranbeeden latenwenn he Monsüre Butongen lopen laten wull. Se sünd æwer tounmanierlich west un hewwen em up dat Paleh ut de Dör rutesmeten. Nu is æwerde Tamburmajur ut den Dwinger doch utbrakennu weeten de Franzosendat he toSee wegbröcht isnu hewwen se de grot Slup von de ›Anna Maria Sophia‹ up'n Strann bi Warrmünn vörfunnen un seggen em vör 'n Koppdat he dormitBescheed weet. O Gott – o Gott – o Gott! Nu scheeten se am Enn minen eegenünschülligen Vatting noch dotun denn bün ick dor mit an schuldAndrees!«

Un dunn füng Gretenwäschen wedder an to weenendat sick mi dat Hart in 'nLiw ümdreigen ded.

»Do mi blots den eenzigen Gefallen un lat dat RohrenGreting!« säd ickdunn. »Wenn eener weer un dat bewisen kanndat din Vatting de ganze Sak nixangeiht un dat he dor nich 'n lütten Finger mit mang hatt hettdenn bün ickdat. Un denn weet ickwat ick dorbi to don heww un wat mi nu bikümmt. Nu gahman hen un segg din Muttingse sall sick dat nich so to Kopp gahn laten. Ickstah nu up un sorg dorfördat Kasper-Ohm wedder loslaten ward. Dat geiht nunich annersick nehm de Sak up minen Kopp. Muttinglangen Se mi doch minennigen blagen Sünndagnahmiddagschen ruppe.« Greting gew mit dorup de Hand unkek mi so beweglich andat Og vull Tranendat mi ok ganz rührsam to Modwürd. »Ick verlat mi ganz up diAndrees!« säd se un güng.

»Dat weet ok GottAndrees«säd min Ollschas se mi den blagenSeemannsantog bröcht»wo du ok all von afweeßt! Wat heet mi dit nu weddereenmalmin Sæhn?«

Hadd se æwer den ganzen Tosamenhang wüßtdenn würd se anners losböst'thewwendenn wir dat sacht ahn Tranen un grotes Lamento von ehr Sit ok nichafgahn. Naick tröck mi nu jo ok so flink an as donlich un güng ierst nahVogel Straußen un dorup nah Hans Holtfrätern. Ick säd sedat dat nu nichanners güng. Minen Öhme den dörft doræwer keen Hoor nich krümmt warden. Ickwull woll de Sak up mi alleen nehmen. Dunn säd æwer Hans Holtfräter: »Alleensast du dat nich utfretenAndrees! Nich wohrVogeldat meenst du doch ok?Wenn se uns doch eenmal kregen hebbendenn sælen se uns ok glik all dreekriegen. Upfreten warden se uns jo woll nich. 'n fein Stück Arbeit ist datwestdat 's wohr. Eikater un Spirrfix hadden dat sacht nich so godtrechtkregenhü? Wenn wi dor ok 'n poor Maand för brummen möten. Do duwatdu wistVogel! Ick lat Andrees nich in 'n Stich!«

Tid was dor jo nu æwerall nich vel to verlierenun tom Aewerleggen ok nichun so güng ick denn gradwegs nah de Hauptwach. Vogel un Hans güngen mit mi unsett'ten sick dor up de Waterkunst hen un wullen dat dor aftöwen. Ick mellt midunn bi den Offizier von den Posten un säd emdat ick dat west wirde denTamburmajur dörchhulppen hadd. Nadat ick dunn ok arretürt warden würddatwüßt ick jo recht god. Ick hadd dorbi de Hoffnung hattse würden mi in datsülstige Lock to Kasper-Ohm steken; man dat gescheg nich. Dor güngen 'n poorsihr langwilige Stunnen up hendat ick dor kuschen müßt. Toletzt kem 'nOffziererun dunn würd ick von twee Mann nah den Herzog sin Paleh ruppeeskortürtun dunn müßt ick vörtreden. Dat güng dörch twee ore dree groteStuwen dörchwo de Flægeldören wit von up stünnen. In de een stünn 'n halwDutz Kammerdeeners un Lawkaien un in de vörletzt wenigstens 'n DutzendOffzierers. Ick kek mi mang se ümwat Genral Mürat dor mang wir; man dat wirhe nich. Dorup klingelt dat up eens in de letzt Stuwun dunn würd mi bedüdtdat ick dor rinne gahn süll. Ick müßt mi Gewalt andonüm nich lutuptolachen. Dor leg wen in een prachtvolles Beddwoll an de hunnert Hoorwickelnüm den Kopp; de mächtige Snauzboort hadd ok ne Wickel an jede Situn tweegnäterswarte Ogen keken mi so fast anas wenn se mi an de Wand nageln wullen.

»Sprecken sickwas Sie weißen von die Antoine Bouton!« säd Müratdenndat wir hedunn to mi. »Sprecken sick der reiner Wahrheittoute la véritéMonsieurwenn sick sein ihm lieb seiner Kopp!« Nador seten jo nu an 'nannern Disch bi dat Finsterwur 'n Barg von Breef un Papieren up legtweeanner Lüd in Monturenun de een dorvon dat wir 'n Dolmetscher.

Na dor künn ick jo nu nich annersdunn vertellt ick de reine Wohrheit unsett't keen Wurt to un let ok keen Wurt wegun Mürat verwennt' ok keen Og vonmi.

As ick fardig wir un nix mihr to seggen hadddunn säd Mürat to denDolmetscher 'n poor Würtde ick nich verstünnworup de Dollmetscher mifragen dedwo wi dat recht anstellt haddende Schildwach achter den Dwingerwegtokriegen. Nadat wüßt ick jo nu noch sülben nichun so hülp dat dennnichso säd ick denndat min beiden Kameraden ünnen up de Waterkunst bi deHauptwach töwen deden un dat de een dat makt hadd un se mi beid dat betügenwürdendat ick de Wohrheit sprök.

Dorup werden denn ok Vogel Strauß un Hans Holtfräter vörführt un müßtensick bi mi vör Müratten sin Bedd henstellen. Hans Holtfräter schned dorbigrugliche Gesichter; he hadd 'n Prim Stürburd un Backburd un wöorgt sick datjo woll dalwil dat he dat nich wagen dedden Rum in Müratten sin Gegenwartlenstopumpen. Vogel müßt dat jo nu vertellenwur he dat makt hadd; un dorverklort' he dennwat he bi den Kikæwer in den groten Walnætbom rinnestegenwas un dor ierst as 'n Stieglitsch fleut't hadd; un dunn wiren ierst deSchildwachen vör den Dwinger hellhürig worden un hadden mit 'n anner an tofutern fungen. Man as he ierst anfungen haddde sæben Wisen von de Nachtigallto fleutendunn wir ok de anner Schildwach üm den Dwinger rümmekamen un hadddat nich laten künnt un ok 'n beten mit tohürt. Dat mücht se woll all dreewunnert hebbenwat de Nachtigallen in Land Mekelborg noch in 'n Novembermaandsitigen deden.

Jochen Mürat hadd bi Vogel Straußen sin Verklorung sihr nipp tohürt un sinscharpen Ogen keenen Ogenblick von uns dree verwennt. He schint sick noch 'npoor Sekunden nahtosinnen. Mit eens richt't he sick vull in dat Bedd up un sädto Vogel Straußen:

»Pfeif sick wie die Stieklitschpfeif sick wie die Rossignol! Hörr Siepfeif sick!«

Nadunn halt jo nu Vogel Strauß 'n rundes Stück Bleck ut de Westentaschstök dat in de Mund un füng dunn vör Müratten an to fleutenierst as neStieglitsch un nahst as 'ne Nachtigallun dunn füng Mürat sick so hell an tolachendat he sick sin Hänn in de Siden setten müßt; un in de Stuwwo allde Offzierers wirenfüng dat ok an to lachen. Nahst säd Mürat wedder 'n poorWürt up Französchun dunn nehm de Dolmetscher een Papier von den Disch unles:

»Auf besonderen Wunsch des Herzogs von Berg und in Anbetracht derobwaltenden Umstände ist sein früherer Schulkameradder Tamburmajor AntoineBoutonzu pardonnieren. Napoleon.«

Ick kek Müratten grot anun dor mücht jo woll 'n Sünnenschin æwer minGesicht gahnun dat sehg he jo woll; he nickt mi fründlich to un säd.

»Laufen sick aller zusamm. Pardon for aller miteinander und auch for derzwei prisonniers in der Auptwacken vor die Palais!«

Dorup makt he uns 'n Teekendat wi gahn künnen' un ick makt so'nen feinenKratzfotas ick man fardig kriegen künn. Een Offizierer güng mit nah deHauptwachun dor würd ick nah dat Lock rinne bröchtwo min Öhme set.Kasper-Ohm set dor up 'n Hükerden Kopp vöræwerin sick tosamen sackt as 'nleddigen Sößschepelsackun hickupt.

»ProstKasper-Ohm!« säd ick to emas ick rinne kem.

Dunn böhrt min Öhme den Kopp up un kek mi wild an.

»Prost seggt ErJonge? Prost? Dat is woll der letzte Prostden Er mi nubringt! Ick heww dat ümmer seggtJongewat Er den lersten Petri fiwfiw nichkennen deit. Ick heww mi dat ümmer dachtwat Er noch mal Sinen eegen Ohm andat Metz rannebringen würdEr murdverbrannter Rebeller Er! Nu hett Er sinenWillen! Nu hett Er sinen eegen Ohm richtig vor de Koortmarschall. Nu hett Er emrichtig vor dat Pulver ond vor dat Bli. Hett Er eenen Fonken van Geföhl in datLiw? Ond nu kümmt Er noch un makt Er dat Mat babenin vull ond will to Sinen Ohmnoch Prost seggen! Donder ond Blixen noch mal to!«

As ick em dunn æwer verkloren deddat he fri wir un nu gahn künnwohen hewulldat ick bi Müratten vörwest wir un em dat dunn noch wider verklort hadddat Vogel StraußHans Holtfräter un ick den Tamburmajur losmakt hadden un datMonsüre Butong von Kaiser Napoleon Pardon kregen hadddunn stünn Kasper-Ohmupkek mi sihr nahdenklich anläd mi nahsten sin beiden Ballastschüffeln upde Schullernküßt mi ierst up de rechte un dunn up de linke Back un säd sodeep gerührtdat em de Lippen dorbi bewerten:

»JongeEr hett doch mehr von dat echte Pöttenblot in sickas ick mi dachtheww. Er ist un bliwwt min Süster Illsche ehr Jonge! Ick werde em van nu af dunennen!« Dorup hakt he mi sihr ohmshaftig ünner den Armun dunn peekten wisülwanner nah de Koßfellerstratun as wi ierst wedder in de Achterstuw biKasper-Ohmen wirendunn wiren ok Kasper-Möhmen ehr Krämpfen glik wegun dunngew se mi de Hand un säd to mi:

»Nu is mich auch allens man gutAndreeßing! Nu will ich mich manliebersten gar nichts gesagt haben. Un sollte es dich vielleicht nachher zuOhren kommenals wenn ich was gesagt hättedann tätest du es wohl deinTanting zu lieb und glaubtest mich das nichtmein Jünging! So vielRücksichtendächte ichwärest du mich schuldig!«

Kasper-Ohm wir nu æwer doch so alteriert von de Accidenzdat he sick toBedd leggen un Kamellentee drinken müßt. Ick blew mit Gretenwäschen alleen inde Achterstuwun as ick ehr dat all vertellt haddwo Vogel StraußHans unick dat anstellt hadden un wo vel Glück dor mit bi in 't Spill west wir un woick up de See de Fatung nich verloren un bi mi dacht haddGreting hett datseker nich vergeten un hett 'n Vaterunser för di un Monsüre Butong mit bed'tdunn kreg Greting wedder 'n poor Tranen in de Ogendunn föt se mi mit ehrschieren witten Armen ründ ümkek mi söt dörch de Tranen angew mi vonsülben den iersten Kußläd dorup den Kopp an min Bost un weent still vörsick hen.

Nadit is jo nich de letzte Kuß westden ick von ehr kregen heww. Dorgüngen jo noch Johren up henihre se min Fru würd un ick de grote Brigg»Kasper Pött« bugen ded. Man an ünsen Hochtidsdagdor güng dat wedder vonflessen herdor wir de ganze wierte Familige versammeltmin Oll un min OllschStoffer-Ohm un Fiken-Möhme von BarnstörpMæhne-TantenKusinning MöllerVetter Krischan samst den Herrn Diakonus von Sankt Marigende grad PasterPrimarius worden wir un mi un Greten spleißt hadd. Kasper-Ohm set baben an biDisch. Ick set rechtsch bi emun min lütt Fru de set an sin linke Situn aswi dunn bi den moigen Braden wirendunn stünn Kasper-Ohm upkloppt mit sinMetz an sin Glasmakt 'ne feine Verbeugung nah alle Siden henwischt sickierst de Mund mit de Damastsalvigett af un säd dunn würdevollst:

»Meine Herren und Damens! Ich bäte um ein wohlgeneigtes Gehör. HerrSæhn!« – un dorbi kek he mi an – »Fru Dochter!« – un dorbi kek heGreting an – »Se Ehr beiden Gesundheiten! Ond Herr Sæhn!« – un dorbi kekhe mi wedder an un knep dat linke Og bedeutungsvoll halw to– »Dat steiht inGottes weisen Ratwat dat erst eenen Jongen ward oder abersten wat dat een Görward. Man wann dat een Jonge wardHerr Sæhndenn sorg du mi dorfördat derJonge ok Respekt vor dat Hus kriggtwann du dat sülben ok nie nich recht hatthestJonge! Herr Sæhn! Fru Dochter! Se Ehr beiderseitige Gesundheiten!«

Dorup sweg jo nu oll Unkel Andrees stillun wi sehgendat he nu mit sinSchiemannsgoörn rund wir.

Man min Fründ Hannings let sick de Gelegenheit nich ut de Näs' gahn. Helangt sick flink de letzte Buddel Schato Dikem herschenkt de Gläser vullstünn dunn up un säd:

»Meine Herren! Ich bitte ums Wort! Sie fühlen gewiß gleich mir dieangenehme Notwendigkeitunseren würdigen Onkel Andrees dort unsern ebensowarmen als tiefgefühlten Dank für seine so gütige Abwicklung seinesKasper-Ohmschen Schiemannsgarnes auszusprechen. Ich denkeich spreche nur ausIhrer Seelemeine Herrenwenn ich Sie hiermit ersucheein volles Glas aufsein ferneres Wohlergehen zu leeren. Möge sein Leben bis zum letzten Atemzugefrisch und feurig sein wie dieser edle Tropfen Weines hier! Meine Herrenhochsoll er leben!«

Un dunn stimmten wi jo nu all in eenen vergnögten Chorus in:

»Hoch soll er leben! hoch! hoch! hoch!« – Von den feinen Schato Dikem wiræwer richtig keen Nagelprow för mi nahblewen för den annern Morgen tomFrühstück